Neapel im Garten: Ooni Koda 2 mit rotierendem Stein

Ich bin kein Pizzabäcker. Ich bin jemand, der Pizzabäcker bewundert, gelegentlich beobachtet und sich insgeheim fragt, warum ein Teig so viel Charakter haben kann und ich so wenig. Dann kam der Ooni Koda 2 auf meinen Gartentisch, und plötzlich war ich mittendrin in einem Experiment, für das ich weder ausreichend Geduld mitgebracht hatte noch die richtige Erwartungshaltung.

Das ist ein gutes Zeichen.

Erster Eindruck: Flugzeughangar für die Terrasse

Der Koda 2 von Ooni sieht aus wie ein kleiner Flugzeughangar, der beschlossen hat, Karriere als Küchengerät zu machen. Das Design ist kompakt, die Verarbeitung aus pulverbeschichtetem Kohlenstoffstahl und Druckguss-Aluminium solide, das Gewicht von 16 Kilogramm vertrauenserweckend. Er kommt in Schwarzgrau oder Schieferblau, und ich sage das ohne Ironie: Schieferblau sieht auf einer Holzterrasse sehr gut aus. Man stellt ihn hin und will ihn angucken, bevor man ihn anmacht.

Die Beine klappen aus, die Gasverbindung sitzt ohne Drama, der Piezozünder funktioniert per Batterie – wobei ich zugeben muss, dass ich diese Batterie beim Auspacken zunächst nicht gefunden habe. Sie steckt im Karton, unauffällig, fast versteckt. Wer das übersieht und den Ofen anwerfen will, steht kurz vor einem der kleinen Momente der Verwirrung, für die Produkttester bekannt sind. Dann findet man sie, klickt sie ein, und die elektrische Zündung tut, was eine elektrische Zündung tun soll: Sie zündet.

Der Ofen erreicht bis zu 500 Grad Celsius. Neapolitanische Pizza in 60 Sekunden, verspricht Ooni. Das stimmt, wenn man weiß, was man tut. Wenn man es nicht weiß, lernt man es nach der ersten leicht angekohlten Testsession, was eine höfliche Umschreibung für verbrannten Rand und roher Mitte ist. Aber dazu später.

Der rotierende Stein: Ein Sensor-Trick

Das eigentliche Highlight ist nicht der Ofen selbst, sondern was man hineinlegen kann: der Ooni Rotierende Stein. 279 Euro Aufpreis, und es lohnt sich, kurz zu erklären, was man dafür bekommt.

Der normale Koda 2 kommt mit einem festen Cordierit-Pizzastein. Man schiebt die Pizza rein, dreht sie von Hand, um heiße und kalte Stellen auszugleichen. Das ist Standardprozedur bei jedem Pizzaofen dieser Klasse und funktioniert. Es ist aber auch das, womit man sich irgendwann nicht mehr abfinden will, sobald man die Alternative kennt.

Der rotierende Stein ersetzt den Standardstein vollständig. Der Einbau dauert laut Ooni weniger als zehn Minuten, was ich bestätigen kann: Man befestigt die Motoreinheit, setzt Stein und Drehringe ein, schließt das Kabel an. Der Motor läuft auf vier AA-Batterien, die direkt im Lieferumfang dabei sind, gut für rund sieben Stunden kontinuierliche Rotation. Das Batteriefach rastet magnetisch ein, was sich besser anfühlt, als es klingt.

Jetzt zum wirklich guten Teil: Der Stein startet und stoppt per berührungslosem Sensor. Man bewegt die Hand vor die Front des Ofens, und der Stein dreht sich. Man bewegt sie erneut, er stoppt. Klingt wie ein Trick, funktioniert aber tatsächlich zuverlässig. Wer seinen Pizzaschieber beim Einlegen vor den Sensor hält, startet den Stein automatisch, und zwar ohne Knopf, ohne App, ohne Nachdenken. Man kann ihn auch per Schalter manuell starten, für alle, die Handbewegungen vor Küchengeräten für zu avantgardistisch halten.

Das Ergebnis: Die Pizza dreht sich gleichmäßig, gart rundum durch, kein Wenden notwendig. Wer schon mal eine halbgare Unterseite aus einem Pizzaofen gezogen hat, weiß, warum das relevant ist.

Temperatur-Check und die Lidl-Lösung

Ooni verspricht 60 Sekunden Pizza. Das stimmt, aber es ist die Art Aussage, die einen in die Irre führen kann. Bei 500 Grad verbrennt ein zu dünner oder zu trockener Teig in derselben Zeit, in der er bei vernünftiger Temperatur gerade anfangen würde, schön auszusehen. Man muss sich herantasten.

Beim ersten Versuch war es zu heiß, der Rand schwarz, die Mitte roh, die Stimmung gespalten. Beim zweiten Durchgang war die Temperatur zu niedrig, der Pizzastein nicht gut genug durchgeheizt, der Teig zäh. Beim dritten Mal hatte ich verstanden, was der Ofen will, und er hatte verstanden, was ich will. Ab da funktionierte es.

Für Unterwegs und alle, die keinen Pizzateig selbst machen wollen, sei gesagt: Der fertige Pizzateig von Lidl aus der Kühltheke funktioniert gut. Er ist günstig, gleichmäßig und verträgt sich mit der Ofentemperatur solide. Kein Geheimtipp, nur ein ehrlicher Hinweis.

Das Zubehör: kurz und nüchtern

Der kompakte Ooni Pizzaschieber macht genau das, wofür er gemacht ist: Er schiebt Pizzen, er dreht Pizzen, er holt Pizzen raus. Er ist kurz genug, um nicht unbequem zu sein, und breit genug, um eine 30-cm-Pizza sicher zu tragen. Wer größere Pizzen backen möchte, greift zum 35-cm-Modell, das ebenfalls kompatibel ist.

Die Transportabdeckung für den Koda 2 ist das, was ihr Name verspricht: eine Abdeckung zum Transportieren. Sie schützt den Ofen vor Regen, Staub und Abdrücken im Kofferraum. Wer den Ofen fest auf der Terrasse stehen lässt, braucht sie weniger. Wer ihn mitnimmt, freut sich über sie.

Vanlife-Hacks: Pizza auf Achse

Wer den Koda 2 mit auf Tour nimmt, sollte die Logistik schrumpfen:

  • Der Soßen-Trick: Vergessen Sie schwere Dosen. Tomatenmark in der Tube, gestreckt mit etwas Wasser, Olivenöl und getrocknetem Oregano, ist die effizienteste Lösung für kleine Camper-Küchen. Es spart Platz und hält sich ohne Kühlung länger. Oder man schaut bei den Pasta-Saucen nach und kauft eine fertige Mischung.
  • Teig-Management: Der Lidl-Teig ist die Geheimwaffe für Unterwegs. Er muss nicht gehen und klebt nicht am Schneidbrett. Der Teig soll zwei Portionen bieten, das halte ich für ein Gerücht. Die Kugel einfach in Form bringen, belegen und dann sachte mit etwas Mehl direkt vauf den Schieber befördern.
  • Gas-Logistik: Der Koda 2 läuft mit den gleichen 5kg- oder 11kg-Flaschen wie der Camper-Herd. Ein passender Adapter macht den Ofen zum autarken Outdoor-Restaurant.

Bilanz: Die Nachbarn am Zaun

Der Koda 2 kostet 449 Euro, der rotierende Stein 279 Euro dazu. Wer beides kauft, gibt 728 Euro aus für ein Setup, mit dem man im Garten Pizza backt, die besser ist als die meisten Pizzerien, die man kalt am Montagabend geliefert bekommt. Das ist kein schlechtes Angebot.
Es ist kein Gerät, das man einmal aufbaut und dann sofort perfekte Ergebnisse produziert. Es braucht zwei, drei Sessions, bis man die Temperatur für den eigenen Teig kennt. Danach wird es schnell zur Routine, und die Routine macht süchtig. Meine Nachbarn haben das inzwischen bemerkt. Sie stehen manchmal wie zufällig am Zaun. Das ist eine legitime Form von Anerkennung. Zum Glück habe ich immer ein bisschen Teig zuviel gemacht und genügend Belag parat.

Links:
Ooni: https://eu.ooni.com/de-de
Koda 2: https://eu.ooni.com/de-de/products/ooni-koda-2
Rotierender Stein: https://eu.ooni.com/de-de/products/ooni-rotating-pizza-oven-stone

JBL Bandbox Solo: Die Box, die dich zur Band macht

Ich war mal Sänger. In einer echten Band, mit echtem Schlagzeuger, echtem Gitarristen, dem ganzen Chaos. Dann zog der Gitarrist nach Schweden, und der Rest verlief sich im Sand. So stirbt Rockmusik. Nicht mit einem Knall, sondern mit einem Umzugswagen Richtung Stockholm.

Seitdem singe ich alleine. Was bedeutet: Ich singe gegen eine Stille, die bewertet. Kein Schlagzeug trägt einen, keine Gitarre fängt einen auf. Wer schon mal versucht hat, sich selbst zu einer Aufnahme vorzustellen, in der man eigentlich fehlt, weiß: Es klingt ungefähr so inspirierend wie das Probe-Sitzen auf einem IKEA-Sofa.

Dann kam die JBL BandBox Solo auf meinen Schreibtisch. Und ich will ehrlich sein: Ich habe sie erst nicht ernst genommen. Sie ist 15 Zentimeter breit, 8,7 Zentimeter hoch, 5,5 Zentimeter tief und wiegt 530 Gramm. Das ist kleiner als mein Wörterbuch und leichter als meine Erwartungen.

Was sie kann, klingt absurd. Ist es aber nicht.

© JBL
© JBL

Das Prinzip ist so simpel wie irritierend clever: Man streamt einen Song per Bluetooth, steckt Gitarre oder Mikrofon an, und dann erledigt die sogenannte Stem AI den Rest. Sie trennt in Echtzeit Gitarre, Gesang und Schlagzeug aus dem Mix. Man blendet die Spur aus, die man selbst übernehmen will, und spielt. Einfach so. Der Original-Sänger macht Pause, man selbst übernimmt.

Das klingt nach einem dieser Gadget-Versprechen, die im Video toll aussehen und in der Realität nach zwanzig Sekunden enttäuschen. Tat es nicht. Die KI-Trennung funktioniert sauber, bei vernünftig produzierter Musik überraschend präzise. Natürlich ist sie kein Wunder: Bei Lo-Fi-Produktionen aus den Siebzigern mit allem auf einer Spur wird es unscharf. Aber das weiß man auch, bevor man anfängt.

18 Watt RMS liefert die Box, ein 2,25-Zoll-Fullrange-Treiber mit einem Frequenzgang von 73 Hz bis 20 kHz. Das ist kein Profi-Monitor und soll keiner sein. Für eine Übungssession im Wohnzimmer reicht der Klang, mit Kopfhörern klingt es sogar richtig gut. Praktisch, denn der Nachbar schläft manchmal schon.

Gitarrenverstärker aus der Westentasche

© JBL

Neben der KI-Stem-Trennung hat die BandBox Solo klassische Verstärkermodelle an Bord. Vintage-Crunch, modernen Clean-Sound, Phaser, Chorus, Tremolo, Reverb. Das ist kein vollständiges Pedalboard, aber es ist auch kein Witz. Wer schon mal eine Gitarre direkt in einen kleinen Bluetooth-Lautsprecher gesteckt hat und gehofft hat, dass irgendetwas Anständiges rauskommt, weiß: Der Unterschied ist enorm.

Über die JBL One App lässt sich alles steuern, Lautstärke, EQ, Tonhöhe, Verstärkermodell. Die App funktioniert stabil, was bei Hersteller-Apps nicht selbstverständlich ist. Wer den Song gerne einen Halbton tiefer hätte: Tonhöhe verschieben, fertig.

Der LED-Pixelbildschirm an der Front ist eine echte Freude, klein, aber gut lesbar, zeigt Tuner, Metronom, aktuellen Effekt. Und er dimmt sich automatisch, wenn man spielt. Wer ihm das beigebracht hat, hat verstanden, was Musiker brauchen.

Mein Freund Jens. Dänemark. E-Drum.

Ich habe die Box meinem Freund Jens mitgegeben. Jens war der Schlagzeuger unserer Band, der einzige, zu dem der Kontakt gehalten hat. Musik machen wir schon lange nicht mehr zusammen, aber er ist noch immer der Typ, der ein E-Drum mit in den Dänemark-Urlaub nimmt. Was bereits eine eigene Geschichte wäre.

Er hat das E-Drum angeschlossen, seine Lieblings-Tracks gestreamt, die Schlagzeug-Spur per KI ausgeblendet und einfach mitgespielt. Seine Rückmeldung war kurz: Es hat geklappt. Für Jens, der Musiker ist und kein Lobbyist, ist das die höchste Auszeichnung.

Was fehlt. Was nervt.

© JBL

Kein Ladegerät im Lieferumfang. Für ein Gerät dieser Preisklasse eine merkwürdige Entscheidung. 249 Euro sind nicht wenig für eine Box dieser Größe, und dann fehlt das Netzteil. Man braucht ein USB-C-Ladegerät mit 5 Volt und 3 Ampere, was man zwar in fast jedem Haushalt findet, aber trotzdem.

Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 6 Stunden. Das ist solide für eine Session, für einen ganzen Urlaubstag auf der Terrasse mit Jens‘ Schlagzeugausdauer nicht ganz ausreichend. Per USB-C in rund dreieinhalb Stunden wieder voll, auch das geht.

Für wen ist das hier?

Für alle, deren Band irgendwann aus logistischen oder schwedischen Gründen aufgehört hat zu existieren. Für Sänger, die die Leadstimme rausnehmen und selbst ran wollen. Für Gitarristen, die Licks lernen wollen, ohne die Hälfte des Songs wegzudenken. Für Schlagzeuger auf Reisen mit E-Drum und dänischen Ambitionen.

Und ganz besonders für alle, die mit dem Van irgendwo stehen, wo es keinen Strom gibt und die Nachbarn hundert Meter entfernt zelten. Die BandBox Solo läuft sechs Stunden auf Akku, passt in jeden Rucksack und macht mit Kopfhörern keinen Laut nach außen. Wer abends am Campingplatz nicht der werden will, über den alle reden, spielt einfach leise weiter. Die Box macht das möglich, ohne dass man auf irgendetwas verzichten muss.

Die JBL BandBox Solo kostet 249 Euro, wiegt 530 Gramm und ist die ehrlichste Antwort auf die Frage, wie man alleine spielt, ohne sich allein zu fühlen. Wer damit auf der Terrasse sitzt und seine Lieblingssongs mitsingt, füllt die Lücke nicht. Aber er macht sie kleiner.

Drei Stühle, eine Wahrheit: Sitzen ist unterschätzt

Es gibt Menschen, die beim Camping ihren Stuhl mit derselben Ernsthaftigkeit auswählen wie andere ihren Lebenspartner. Ich bin einer von ihnen. Und nein, ich schäme mich nicht dafür. Ein Test der neuen Outwell-Stühle Tidal, Ripple und Breaker.

Wer denkt, ein Campingstuhl sei ein Campingstuhl, hat noch nie nach einem langen Wandertag auf dem falschen Modell gehockt. Ich meine diese Sorte Klappmöbel, die aussieht wie ein orthopädischer Albtraum aus den Neunzigern: das Gewissen eines schwedischen Möbelkonzerns, der Komfort eines Gefängnisstuhls. Ich kenne das. Ich war dabei. Ich werde es nie vergessen.

Outwell hat mit Tidal, Ripple und Breaker drei Stühle gebaut, bei denen man das Gefühl hat, dass endlich jemand das Sitzen draußen so ernst nimmt wie das Schlafen drin. Alle drei haben dasselbe Grundgerüst: pulverbeschichteter Stahl, Duraflexi-Gewebe aus 100 Prozent Polyester, 120 Kilogramm Traglast. Was sie unterscheidet, ist ihre Persönlichkeit.

Getestet habe ich alle drei in meinem Garten. Wer jetzt denkt, das sei kein richtiger Test, hat noch nie in einem schlechten Stuhl im eigenen Garten gesessen und gemerkt, dass er eigentlich lieber drinnen wäre. Der Garten lügt nicht.

Der Tidal: Für Menschen, die auch beim Nichtstun Haltung bewahren wollen

© Gerd Blank

Der Tidal ist der Patriarch der Gruppe. Hohe Rückenlehne, vier verstellbare Positionen, und das Gefühl, dass man sich hier für den Rest des Abends einrichtet. Ich saß darin und starrte in die Abendsonne, während nebenan jemand erklärte, dass man Zelte heute mit einer App aufpumpen kann. Ich hörte nur halb zu. Der Stuhl erlaubte es mir.

© Outwell

Die Sitzhöhe beträgt 45 Zentimeter. Das ist ungefähr die Höhe, ab der man beim Aufstehen nicht mehr seufzt. Das Packmaß von 19 mal 18 mal 94 Zentimetern passt problemlos in jeden Kofferraum, und mit 5 Kilogramm ist er der Schwerste im Trio. Diesen Unterschied spürt man beim Tragen, nicht beim Sitzen. Und Sitzen ist der Punkt.

Das Duraflexi-Gewebe gibt beim Zurücklehnen federnd nach, ohne einen durchsacken zu lassen. Man schwitzt nicht, weil das Material atmet. Was für eine Selbstverständlichkeit, die viel zu selten selbstverständlich ist.

Der Ripple: Der Stuhl für alle, die sagen, sie brauchen keinen besonderen Stuhl

© Gerd Blank

Der Ripple ist das Gegenteil von Aufsehen. 4,4 Kilogramm, 69,95 Euro, keine Montage, keine große Geschichte. Genau darin liegt sein Charme.

Er ist breiter gebaut als der Tidal und hat extra große Standfüße für Untergründe, auf denen andere Stühle wie betrunken wirken. Wer schon mal erlebt hat, wie ein Campingstuhl auf feuchtem Rasen nach innen kippt und einen dabei auf die Knie zwingt wie bei einem unfreiwilligen Gebetsmoment, weiß was ich meine. Mein Rasen war nach dem Regen der Vortage eine gute Prüfung. Der Ripple bestand sie kommentarlos.

Aufgeklappt misst er 64 mal 58 mal 90,5 Zentimeter, die Rückenlehne ist etwas niedriger als beim Tidal, der Komfort vergleichbar. Ich saß darin beim Frühstück und dachte: Das ist der Stuhl, über den man hinterher nicht redet, weil er einfach funktioniert hat. Empfehlung für alle, die weniger Stuhl-Diskussionen und mehr Kaffee wollen.

Der Breaker: Bodennah und unentschuldigt

© Gerd Blank

Der Breaker ist für alle, die verstehen, dass Niedrig-Sitzen keine Niederlage ist. Mit 32 Zentimetern Sitzhöhe bringt er einen 13 Zentimeter näher an den Boden als die anderen beiden. Näher ans Feuer, näher ans Wesentliche. Er ist für Strand und Lagerfeuerkultur gemacht, und man merkt das sofort: Die Perspektive ändert sich. Gespräche werden anders. Abende werden länger. Mein Garten hat keine Meeresbrandung, aber der Breaker machte auch vor einem selbstgebauten Feuerschalenabend eine gute Figur.

Drei verstellbare Positionen statt vier wie beim Tidal. In der Praxis völlig ausreichend. Mit 4,7 Kilogramm liegt er zwischen Ripple und Tidal, das Packmaß von 19 mal 19 mal 75 Zentimetern ist das kompakteste der drei. Ein Stuhl, den man noch schnell einwirft, wenn man eigentlich schon fertig gepackt hat.

Was den Breaker von einem schlichten Strandliegestuhl unterscheidet: Er ist kein Kompromiss, sondern eine Entscheidung. Man wählt ihn bewusst, weil man nah am Boden sein will, Flammen beobachten oder Sterne zählen möchte.

Und die Frage, die sich alle stellen: Welchen nehmen?

Ich habe alle drei an einem Wochenende getestet, im Garten, mit Kaffee, Buch und gelegentlichem Regen. Morgens der Ripple zum Kaffee, nachmittags der Tidal zum Lesen, abends der Breaker nah am Feuer. Kein echter Feldtest, zugegeben. Aber wer seinen Stuhl zu Hause nicht mag, wird ihn unterwegs erst recht nicht mögen.

Für Campingplatz-Alltag mit gemischten Ansprüchen ist der Ripple die solideste Wahl. Wer maximalen Sitzkomfort will, greift zum Tidal. Und wer das Feuer näher braucht als das gesellschaftliche Urteil über Sitzhöhen, für den ist der Breaker gemacht.

Alle drei falten sich in Sekunden, ohne Anleitung, ohne klemmende Mechanismen. Das klingt banal. Wer schon mal 20 Minuten mit einem Campingstuhl gekämpft hat, weiß: Es ist alles andere als selbstverständlich.

Wenn eine Kühlbox plötzlich cooler ist als du

Es gibt Momente, in denen man sein Leben überdenkt. Zum Beispiel, wenn man eine Kühlbox trifft, die nicht nur deine Getränke kälter hält als dein Ex-Partner sein Herz, sondern dich auch noch mit Musik beschallt. Ja, richtig gehört: Musik. Aus einer Kühlbox. Und an diesem Punkt darf man sich ruhig fragen, ob die Technik uns langsam überholt. Die Antwort lautet: ja – und es macht Spaß.

Es gibt Momente, in denen man sein Leben überdenkt. Zum Beispiel, wenn man eine Kühlbox trifft, die nicht nur deine Getränke kälter hält als dein Ex-Partner sein Herz, sondern dich auch noch mit Musik beschallt. Ja, richtig gehört: Musik. Aus einer Kühlbox. Und an diesem Punkt darf man sich ruhig fragen, ob die Technik uns langsam überholt. Die Antwort lautet: ja – und es macht Spaß.

Die Igloo KoolTunes: Retro-Design trifft auf modernen Sound

Die KoolTunes ist eine stylische, tragbare Kühlbox mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher. Sie verbindet ikonisches Retro-Design mit cleverer Technik und ist ein echter Blickfang auf jeder Party, jedem Campingplatz und jedem Grillabend.

Top-Features der Igloo KoolTunes im Überblick

  • Leistungsstarker Bluetooth-Lautsprecher (BT 5.0)
    Sorgt für klaren, stabilen Sound – direkt aus der Front der Kühlbox.

  • Bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit
    Perfekt für einen ganzen Tag am Strand oder eine lange Terrasse-Nacht.

  • Retro-Optik im klassischen Playmate-Stil
    Das ikonische Schwenkdeckel-Design macht sie sofort wiedererkennbar.

  • Robuste, langlebige Bauweise
    Ideal für Outdoor-Abenteuer, Picknicks oder spontane Partys.

  • Platz für rund 26 Dosen (je nach Modell)
    Genug Raum für Getränke und Snacks, damit niemand durstig bleibt.

  • Einfache Bedienung
    Pairing, Lautstärke und Playback lassen sich direkt an der Box steuern.

Perfekt für alle, die alles wollen: Kälte + Klang

Die Igloo KoolTunes ist nicht nur ein Gimmick – sie ist ein praktisches, cleveres All-in-One-Gadget für Freizeit, Festival und Garten. Statt eine Box für Getränke und eine weitere für Musik zu schleppen, erledigt ein einziges Gerät den ganzen Job. Und das mit einem ironischen Augenzwinkern im Design.

Wenn du also auf der Suche nach einer Kühlbox bist, die mehr kann als nur kalt halten, dann ist die KoolTunes genau dein Ding. Sie ist praktisch, stylisch – und überraschend laut.

Mehr infos unter: www.igloocoolers.com

Sharp E-Bike BK-FS08E: Mit den dicken Reifen klappt’s

Wenn du beim Camping morgens aufwachst, wartet das Abenteuer direkt vor deiner Tür wartet. Gut, wenn das Sharp FS08EGG auf dich wartet. Das E-Bike ist ein idealer Begleiter für die Freiheit auf vier Rädern. Oder besser gesagt: auf zwei dicken, bulligen Pneus. Dieses E-Bike ist nicht einfach ein Fahrrad, sondern dein persönlicher Ausflugsfahrstuhl, dein geländetauglicher Partner für kleine Expeditionen rund um den Campingplatz und doch so kompakt, dass es problemlos im Camper verstaut werden kann.

Warum das Sharp FS08EGG perfekt fürs Camping ist

Schon auf den ersten Metern spürst du: Dieses Bike ist gemacht, um überall hinzukommen. Die extra breiten Reifen mit den Maßen 20″ × 4″ geben dir eine stabile und geschmeidige Fahrt, ganz gleich, ob du über weichen Waldboden, steinige Feldwege oder grasbewachsene Pfade fährst. Diese Ballonreifen schlucken Unebenheiten, geben dir Sicherheit, wenn es ruckelt, und sorgen gleichzeitig für ein fast lautloses Rollen, als würdest du über die Natur gleiten.

Doch das FS08EGG kann mehr als robust: Es ist faltbar. Der Aluminiumrahmen lässt sich im Handumdrehen einklappen, und das Ganze passt dann fast spielerisch in den Wohnwagen, in die Heckgarage deines Campers oder in eine Ecke des Kofferraums. So steht dir dein E-Bike auch dann zur Verfügung, wenn der Platz knapp ist. Gleichzeitig ist es ideal für spontane Ausflüge aus dem Camp heraus.

Der kraftvolle 250 W-Motor an der Hinterachse unterstützt dich bis zu 25 km/h, gerade genug, um dich sanft, aber bestimmt voranzutreiben. Beim morgendlichen Kaffee holst du damit Croissants aus dem Dorf, nach dem Abendessen erkundest du versteckte Aussichtspunkte mit deinem Bike, und du spürst, dass jeder Tritt erleichtert wird. Die integrierte, herausnehmbare Batterie mit 36 V und 10,2 Ah erlaubt dir Reichweiten von bis zu ca. 52 Kilometern. 

Das macht das E-Bike zu einem echten Ausdauerkünstler für alle, die die Umgebung ihres Stellplatzes erkunden möchten: Ob Morgentour zum See, Mittagsrunde in den Wald oder abends eine Runde durch den Ort, man ist nicht nur auf kurze Wege beschränkt.

Der Fahrkomfort, der mehr fühlt als nur Technik

Ein weiteres Highlight des Sharp FS08EGG ist die Federung vorne: Das Vorderrad federt, sodass auch rauere Wege spürbar sanfter werden. Mit der 7-Gang-Kettenschaltung von Shimano kannst du dich flüssig an jedes Terrain anpassen, bei steilen Anstiegen zuschalten, bei gemütlichen Ausfahrten ruhiger drehen. Bremsen tust du über mechanische Scheibenbremsen. Zuverlässig, wenn es mal schnell gehen muss, aber auch sicher in nassen oder schlammigen Momenten.

Das LCD-Display am Lenker zeigt dir den Unterstützungsgrad in drei Stufen, den Ladezustand der Batterie und die Geschwindigkeit. Alles sehr übersichtlich, ohne dich zu überfrachten. Und wenn es dunkel wird, sorgen integrierte LED-Lichter dafür, dass du sicher gesehen wirst, sowohl vorwärts als auch rückwärts.

Das Gewicht des Bikes liegt bei etwa 28 kg. Das ist durchaus spürbar, aber für ein faltbares Fatbike mit solch robuster Technik absolut fair. Die maximale Traglast liegt bei 120 kg, also ist das Rad sowohl für längere Touren als auch für Mittelgewichtige bis größere Fahrer gut geeignet.

Die Farbe, ein sanftes Olivgrün mit grünen Dekorationen, fügt sich wunderbar harmonisch in die Natur ein, ohne aufdringlich zu wirken. Dieses E-Bike sieht nicht nur aus wie ein Abenteuer-Bike, es fühlt sich auch danach an.

Mobilität auf dem Campingplatz: So lebst du das Fahrradabenteuer

Stell dir vor: Du parkst deinen Camper an einem ruhigen, mit Kiefern gesäumten See. Du klappst das Sharp FS08EGG aus, pumpst kurz ein bisschen Luft nach (die dicken Reifen lieben etwas Druck, aber nicht zu viel), schaltest den Motor ein – und los geht’s. Die ersten Meter auf dem sandigen Weg, dann Schotter, ein Pfad durch den Wald, bis du am Aussichtspunkt stehst. Der Wind im Gesicht, der Akku noch voller Energie. Das ist Freiheit auf zwei Rädern.

Am Abend rollst du zurück, klappst das Rad wieder zusammen, steckst den Akku ins Ladegerät, das du im Camper installiert hast und kannst sogar aus dem Bett heraus planen, wo du morgen als Erstes hinradeln willst. Vielleicht in das kleine Dorf überm Hügel, das du vom Campingplatz weiter oben sehst. Oder zur nächsten Bucht, um den Sonnenaufgang zu erleben.

Pflege-Tipps & Zubehör für dein E-Bike im Camper-Alltag

Damit dein Sharp FS08EGG immer einsatzbereit ist und du lange Freude daran hast, hier ein paar praktische Pflege- und Ausrüstungs-Ideen:

  • Reifendruck regelmäßig checken: Die 4-Zoll-Fat-Reifen verdienen eine besondere Aufmerksamkeit. Ein zu geringer Druck mindert die Effizienz, ein zu hoher kann Komfort kosten. Für geländige Ausflüge etwas weniger Luft ist oft die bessere Wahl.
  • Kette & Schaltung pflegen: Besonders nach Fahrten über nassen Waldweg oder staubige Feldwege empfiehlt es sich, die Kette zu reinigen und neu zu ölen. So vermeidest du Verschleiß an Ritzeln und Schaltung.
  • Akkupflege: Lade den Akku idealerweise nach jeder längeren Tour, auch wenn er nicht komplett leer ist. So bleibt seine Lebensdauer erhalten. Und weil er herausnehmbar ist, kannst du ihn bequem im Camper bei Schonladung laden.
  • Schutz vor Witterung: Wenn dein Bike draußen steht, besorg dir eine abdeckbare Bikeplane oder einen Faltständer mit Abdeckung – das schützt vor Feuchtigkeit, Morgentau oder steigendem Wind.
  • Sicherheitszubehör: Ein robuster Fahrradständer, ein gutes Schloss (z. B. Bügelschloss) und ein kleiner Handpumpensatz gehören unbedingt ins Gepäck. Wenn du oft über unbefestigte Wege fährst, sind auch pannensichere Schläuche oder Reifenplatten nützlich.
  • Beleuchtung & Extras: Obwohl das Bike LED-Lichter hat, kann eine zusätzliche, abnehmbare Lampe sinnvoll sein, vor allem für Ausflüge in der Dämmerung. Einen Korb, Gepäckträger oder Packtaschen kannst du je nach Bedarf montieren – praktisch für den Einkauf, Picknick oder Tagesrucksack.

Das Sharp FS08EGG könnte dein Camper-Bike sein

Das Sharp FS08EGG ist mehr als ein E-Bike, es ist dein Ticket zu spontanen Entdeckungen, dein flexibler Partner für Ausflüge und dein verlässlicher Begleiter auf dem Campingplatz. Seine dicken Reifen geben dir Sicherheit auf jedem Untergrund, der faltbare Rahmen spart dir Platz im Camper, und die solide Reichweite ermöglicht echte Freiheit. Mit ein bisschen Pflege begleitet dich dieses Bike durch viele Sommer, durch Wald, Wiesen, Seen und Morgenstunden. Wenn du bei deinem nächsten Campingtrip nicht nur einen Ort erleben, sondern ihn mit allen Sinnen erkunden willst, dann ist dieses E-Bike eine Einladung, die du nicht ablehnen solltest.

Und: Es kann dir gehören. Die Campermen verlosen gemeinsam mit Sharp dieses schöne Bike. Trage Dich einfach in unserem Newsletter ein, um Deine Chance auf diesen tollen Gewinn zu wahren. Unter allen Abonnenten verlosen wir zu Weihnachten ein Fahrrad. Viel Glück!

Von der SIM bis zum Router: Tipps rund ums mobile Internet

Wenn man morgens die Schiebetür des Campers aufschiebt und die frische Luft eines noch halb verschlafenen Sees hereinzieht, dann merkt man, wie frei sich Reisen heute anfühlen können. Freiheit bedeutet heute nicht mehr nur, dass man einen tollen Ausblick hat. Freiheit bedeutet auch, dass man überall arbeiten, streamen oder kommunizieren kann. Mobiles Internet ist der unsichtbare Begleiter moderner Camper. Mal still, mal kraftvoll, immer dann präsent, wenn man ihn braucht. Hier entscheidet sich, ob aus einem Roadtrip ein fließender Alltag wird oder ein digitaler Kraftakt.

Ich zeig dir, wie du die richtige SIM-Karte findest, ohne lange suchen zu müssen.

Die perfekte SIM ist wie guter Kaffee im Camper. Sie muss zuverlässig sein, unkompliziert und überall funktionieren. Wenn du in Deutschland unterwegs bist, ist es oft am besten, eine Prepaid-Datenkarte zu nutzen. Sie halten, was sie versprechen, und das auch noch flexibel. Congstar hat eine gute Netzabdeckung von Telekom und bietet zuverlässige Verbindungen, auch wenn die Straßen irgendwann nur noch zu Pfaden werden. Auch sim.de hat echt gute Datenpakete für wenig Geld im Angebot. Das ist super für alle, die gerne streamen oder im Van arbeiten. Aldi Talk ist der perfekte Begleiter für spontane Trips, weil man die Karte fast überall bekommt und sofort nutzen kann.

Wenn du ins Ausland gehst, check mal internationale eSIM-Anbieter wie Holafly oder die Global SIM von ReiseSIM. Sie sind quasi die digitale Version von einem Reisepass. Man aktiviert sie und ist ohne jedes Gefummel sofort online. Die Preise variieren von Land zu Land, aber wer regelmäßig reist, spart damit Zeit und Nerven.

Was du bei der SIM-Wahl bedenken solltest

Beim Camping hast du oft unterschiedliche Anforderungen: Datenvolumen, Netzabdeckung, Flexibilität beim Aufladen, Roaming und Kosten. Wichtig ist:

  • Ein Datentarif (ohne große Telefonie)
  • Ein Netz mit guter Abdeckung an den Orten, die du bereist
  • Optional: EU-Roaming, wenn du grenzübergreifend fährst
  • Möglichst Prepaid, damit du nicht an langfristige Verträge gebunden bist

Empfehlenswerte SIM-Anbieter

Hier einige praktische SIM-Karten, die sich besonders gut für Camper eignen:

AnbieterTarifbeispiele (Daten) Stand 11/25Bemerkung
sim.dez. B. 18 GB für 9,99 €/Monat, 40 GB für 16,99 €/Monat Aktionstarife, EU-Roaming inklusive. 
Congstar Prepaid1 GB (2 €/4 Wochen), 3 GB (4 €), bis 15 GB (17 €)Nutzt das Telekom-Netz, sehr zuverlässig.
Aldi TalkInternet-Paket XL: 10 GB für 14,99 €/4 Wochen; Tages-, Wochen-FlatratesSehr flexibel, SIM-Karten leicht zu bekommen.
Internetsim.deLTE-Datentarife: z. B. 5 GB D2 für ~11,83 €Speziell für Router / iPad gedacht.
ReiseSIM (TravelFon / reisesim.de)Paket z. B. 30 Tage / 5.000 MB = 79 €; kleineres Paket 2.000 MB / 30 Tage = 34 €Ideal für grenzüber­greifende Reisen, funktioniert in über 200 Ländern.

2.3 Internationale SIM- und eSIM-Optionen

  • Holafly: Internationaler eSIM-Anbieter, Datenpläne in über 190 Ländern.
  • ReiseSIM Global (s. oben): gut, wenn du außerhalb Deutschlands / Europas unterwegs bist.

Was Camper online so alles machen

Viele unterschätzen, wie digital das Leben im Camper inzwischen ist. An Serienabenden kann es draußen rauschenden Regen geben. Meetings aus dem Bergtal, während der Wind am Solarpanel zupft. Gaming Sessions auf dem Tablet, wenn man den Sonnenuntergang schon dreimal fotografiert hat. Und natürlich die kleinen Dinge zwischendurch. Also, ich kümmere mich um die Navigation, die Updates für die smarten Geräte und die Recherchen zu den Stellplätzen. Heute läuft das alles wie geschmiert zusammen. Damit das funktioniert, muss die Verbindung halten.

Zwei Router, zwei Charaktere. Welcher passt zu welchem Campingstil?

Netgear Nighthawk M7 Pro

Wenn’s um Router geht, denkt man erst mal an die grauen Boxen, die in Wohnzimmern stehen. Im Camper sind sie die stillen Motoren der digitalen Freiheit. Der Netgear Nighthawk M7 Pro sieht aus wie ein Gadget aus einem futuristischen Studio. Kompakt, kraftvoll und auf Höchstleistung getrimmt. Er ist für alle, die unterwegs nicht nur surfen, sondern auch arbeiten, streamen und mehrere Geräte nutzen. Der Akku gibt ihm volle Power. Du kannst ihn easy auf einer Wanderung im Rucksack verstauen und hast trotzdem ein eigenes WLAN griffbereit. Die Geschwindigkeit ist echt beeindruckend und die Bedienung angenehm direkt. Aber die Leistung hat ihren Preis, deshalb ist es eher ein Premium-Tool für digital anspruchsvolle Camper.
Leistungsmerkmale: 5G (Sub-6), Wi-Fi 7, bis zu 6 Gb/s laut Hersteller, Akku mit ca. 13 Stunden Laufzeit, 2,5 GbE + 1 GbE, USB-C, Touch-Display.
Preis: ca. 999 € in deutschen Shops.

Stärken für Camper:

  • Extrem schnell: ideal für mehrere Geräte oder datenintensive Nutzer.
  • Akku macht ihn mobil einsetzbar, z. B. bei Rastplätzen ohne Strom.
  • Großes Display zur Kontrolle, einfach zu bedienen.
  • Gutes Sicherheitsprofil (5G, moderne WLAN-Standards).
    Schwächen:
  • Hoher Anschaffungspreis.
  • Akku muss regelmäßig geladen werden, sonst nicht voll stationär nutzbar.

Link: https://www.netgear.com/de/home/mobile-wifi/hotspots/mr7450

devolo WiFi 6 Router 3600 5G LTE

Der devolo WiFi 6 Router 3600 5G LTE ist im Vergleich fast wie der entspanntere Gegenpart. Er ist nicht so ein Freigeist und mehr ein Gastgeber, auf den Verlass ist. Wenn du ihn im Camper anbringst, sorgt er dafür, dass der Innenraum immer mit einem starken und gleichmäßigen Signal versorgt wird. Das ist perfekt für alle, die oft stundenlang an einem Ort stehen. Digitale Nomaden mit Laptop, Familien mit Tablets und Smart TV oder Paare, die abends Fotos synchronisieren. Er ist so stabil, dass man ihn sich wie eine Art WLAN-Wohnbasis vorstellen kann. Morgens schaltet man ihn ein und abends vergisst man ihn wieder. Im besten Sinne.

Leistungsmerkmale: 5G / LTE, Wi-Fi 6 Dual-Band, bis zu 3.600 Mbit/s, Nano-SIM (Plug & Play), 6 MIMO-Antennen, 2,5-Gigabit + 1-Gigabit Ethernet. 
Preis: ca. 449,90 € laut Hersteller.

Stärken für Camper:

  • Sehr stabiles, starkes WLAN dank 6 Antennen – gut, wenn du viele Geräte hast.
  • Keine Abhängigkeit von Akku (ist eher für stationären Einsatz im Camper gedacht).
  • Hohe physikalische Ports (2,5 GbE) – ideal, wenn du z. B. NAS oder kabelgebundene Geräte einsetzen willst.
  • Einfache Einrichtung: Nano-SIM einlegen, einschalten, los.
    Schwächen:
  • Kein eingebauter Akku: weniger mobil flexibel.
  • Etwas weniger High-Speed als der M7 Pro, insbesondere bei Spitzenbandbreiten.

Link: https://www.devolo.de/de/produkte/wifi-6-router-3600-5g-lte

Welche Wahl, für wen?

Wenn du viel unterwegs bist, oft den Standort wechselst oder lieber außerhalb klassischer Campingplätze arbeitest, ist das Netgear-Gerät genau das Richtige für dich. Wer dagegen sein Camp gerne aufschlägt, es gemütlich einrichtet und tagelang bleibt, für den ist das devolo Gerät die bessere Wahl. Beide sind echt schnell. Sie machen es halt nur auf ihre eigene Art.

Für Vanlife / Camper mit viel Bewegung
→ Netgear M7 Pro: Ideal, wenn du oft deinen Standort wechselst, Strom nicht immer garantiert ist und du maximale Flexibilität brauchst.

Für längere Standzeiten auf Campingplätzen
→ devolo Router: Wenn du mehrere Tage am gleichen Platz bleibst, bietet er stabile Verbindung, festes Setup und ist perfekt für stationäre Nutzung.

Für datenintensive Work-Camping
Beide sind geeignet, aber der M7 Pro ist aufgrund seiner Geschwindigkeit ein bisschen leistungsfähiger, besonders, wenn viele Geräte oder große Datenmengen im Spiel sind.

Zum Schluss noch ein paar Tipps

Es ist wirklich wichtig, den Datenverbrauch und die Netzabdeckung im Auge zu behalten. Gute SIM-Tarife ändern sich ständig, deshalb lohnt es sich, regelmäßig nachzusehen, ob sich etwas geändert hat. Wenn das Hauptnetz plötzlich schwächelt, wirkt eine zweite Karte als Reserve im Handschuhfach oft wie ein kleiner Zaubertrick. Externe Antennen können den Empfang auf abgelegenen Plätzen verbessern. Manchmal reicht es schon, den Router an ein Fenster zu stellen, statt mitten im Wagen. Kleine Handgriffe mit großer Wirkung.

  1. SIM-Hybridstrategie: Nutze mehrere SIMs (z. B. eine lokale SIM + eine Reise-SIM), um Ausfallsicherheit zu haben.
  2. APN konfigurieren: Manchmal ist es nötig, den APN (Access Point Name) manuell einzutragen, damit der Router ordnungsgemäß ins Netz kommt.
  3. Datenüberwachung: Richte in deinem Router ein Monitoring ein, damit keine Tarife „weglaufen“.
  4. Antenne überlegen: Wenn du nur schwaches Signal hast, kann eine externe Antenne helfen – vor allem bei festen Stehplätzen.
  5. Strommanagement: Plane deinen Stromverbrauch (insbesondere bei Akku-Routern) – 5G frisst mehr Energie.
  6. Backup-Lösung: Ein Smartphone mit Hotspot-Funktion kann als Fallback dienen, falls dein Router ausfällt.
  7. Tarifwechsel & Flexibilität: Prüfe regelmäßig, ob es günstigere oder leistungsstärkere SIM-Tarife gibt – besonders in verschiedenen Ländern.

Test Bluetti Powerstations: Strom zum Mitnehmen

Wenn du mit deinem Van, Wohnmobil oder Caravan unterwegs bist – sei es für Wochenendausflüge, wilde Outdoor-Trips oder als „Power-Sicherung“ für unterwegs –, ist eine portable Powerstation fast so wichtig wie Gas, Wasser und eine bequeme Matratze. Bluetti hat mit seiner Elite-Serie genau das richtige Line-up: drei Modelle, die unterschiedliche Bedürfnisse bedienen, aber eines gemeinsam haben. Sie liefern zuverlässig und sauber Energie, und das abseits der Steckdose.

Wir haben drei Powerstations der Firma Bluetti getestet: Bluetti Elite 200 V2, Elite 100 V2 und Elite 30 V2. Wir stellen die Stromspender vor, zeigen Einsatzszenarien auf, geben Tipps und nennen natürlich die wichtigsten Features.

Die Kandidaten im Überblick

Elite 200 V2

  • Kapazität: 2.073,6 Wh, LiFePO₄-Batterie
  • Dauerleistung: ~2.600 W, Power-Lifting bis ca. 3.900 W.
  • 6.000+ Ladezyklen bis 80 % – laut Hersteller extrem langlebig.
  • Eingänge: AC bis 2.300 W, Solar bis 1.000 W (12–60 V), auch Auto.
  • Ausgänge: Zwei AC-Steckdosen, 2 × USB-C (100 W), 2 × USB-A, 12 V Auto.
  • App-Steuerung via Wi-Fi & Bluetooth, Pass-through-Charging möglich, USV-Funktion.
  • Gewicht: 24,2 kg. 

Einsatzort: Das ist der Big Player – ideal, wenn du mehrere Tage autark sein willst oder eine Powerstation auch als Notstromlösung zuhause nutzen willst. Perfekt, um Kühlschrank, Espresso-Maschine, Laptop und ein bisschen Licht gleichzeitig zu versorgen.

Elite 100 V2
  • Kapazität: ca. 1.024 Wh.
  • Dauerleistung: 1.800 W, mit Power-Lifting bis ca. 2.700 W.
  • Ladeleistung: AC bis 1.200 W (Turbo), Solar bis 1.000 W. 
  • Akkutyp: LiFePO₄ mit über 4.000 Zyklen. 
  • Umschaltzeit UPS: ca. 10 ms.
  • Anschlüsse: 2 × AC, 2 × USB-C (ein Port bis 140 W), 2 × USB-A, DC, Auto.
  • Gewicht: rund 11,5 kg

Einsatzort: Für Vanlife ist das quasi der „Goldlöckchen“-Kompromiss: groß genug für spürbare Kapazität, aber noch relativ kompakt. Damit kannst du Licht, Laptop, Kaffeemaschine und einige Geräte betreiben, ohne gleich das Riesenmodell mitzuschleppen. Super auch als UPS-Lösung für empfindliche Elektronik.

Elite 30 V2

Kapazität: 288 Wh.

  • Dauerleistung: 600 W, mit Power-Lifting bis 1.500 W.
  • Akkutyp: LiFePO₄, > 3.000 Zyklen.
  • Ladeoptionen: AC (TurboBoost), Solar (max. 200 W), Auto.
  • Anschlüsse: 1 × AC, 1 × DC, 1 × USB-C (bis 140 W), 2 × USB-A.
  • Gewicht: nur 4,3 kg. 
  • Lautstärke: < 30 dB – sehr leise.
  • Umschaltzeit UPS: < 10 ms. 

Standby-Verbrauch: sehr gering (sogar lautloser Sleep-Modus via App). 

Einsatzszenario: Der perfekte Begleiter für Wochenendtrips, minimalistisches Camping oder als Backup für kleine Geräte. Du kannst damit abends LED-Lichter, Ladegeräte, einen kleinen Ventilator oder Laptop betreiben. Auch ideal als UPS für empfindliche Elektronik oder als „Sicherheitspuffer“, falls der Hauptakku leer ist.

Vergleich im Alltag: Welche Powerstation passt zu deinem Van-Abenteuer?

Hier ein Vergleich, damit du herausfindest, welches Modell zu deinem Stil passt:

KriteriumElite 200 V2Elite 100 V2Elite 30 V2
Kapazitätsehr groß – mehrere Tage autark möglichMittel – gute Balanceeher klein, ideal für Kurztrips oder als Ergänzung
Leistung / Ausgangsehr kräftig, auch für Hochlastgeräteausreichend für viele Haushalts-Geräteeher für kleinere Geräte, max. 600 W Dauer
Gewicht & Mobilitätschwer (~24 kg), eher stationär montierbar oder im Van-Bodenmoderat (~11,5 kg), gut tragbarultraleicht (4,3 kg), super mobil
Langlebigkeitextrem viele Zyklen (LiFePO₄, 6000+)sehr robuster Akku (4000+ Zyklen laut Quelle)solide LiFePO₄, > 3.000 Zyklen
LadeflexibilitätAC, Solar, Auto, hoher Inputsehr schnelle Ladung, Solar, AC, AutoSolar bis 200 W, AC und Auto, aber kompakter Input
UPS / Sicherheitja, pass-through + Sicherheitssystemschnelle Umschaltung, UPSsehr gute UPS, leise, Sleep-Modus via App

Tipps und Empfehlungen für Camper & Vanlifer

  • „Battery Management ist alles“: Nutze die App-Steuerung von Bluetti, um Ladelimits, ECO-Modi oder UPS-Einstellungen zu konfigurieren. Das hilft, dein System effizient zu nutzen und zu schützen.
  • Solarpanels mitdenken: Wenn du viel in der Natur unterwegs bist, rechnet sich ein Solarpanel. Bei der Elite 200 V2 kannst du bis zu 1.000 W Solarleistung verwenden, bei der 30 V2 sind es bis zu 200 W.
  • Gewicht & Platz optimieren: Wenn dein Van nicht super viel Platz hat, ist die 100 V2 oder 30 V2 wahrscheinlich die passendere Option. Der 200 V2 ist leistungsstark, braucht aber seinen Raum.
  • Notstrom vs. Dauerbetrieb: Wenn du die Powerstation auch als Notstromreservoir nutzt, lohnt sich das Modell mit höherer Kapazität. Für den täglichen Van-Trip reicht oft die kompakteste Lösung.
  • Sicherheits­aspekt: LiFePO₄-Akkus (wie bei allen drei Modellen) bringen eine sehr gesicherte, stabile Chemie mit, die weniger empfindlich ist als herkömmliche Lithium-Ionen – das ist speziell beim Transport im Van ein Plus.

Fazit

  • Für maximale Autarkie: Wenn du längere Strecken fährst, mehrere Tage ohne Steckdose auskommst oder viele Geräte (z. B. große Kühlbox, Kaffeemaschine) betreiben willst, ist die Elite 200 V2 dein Kraftprotz.
  • Für den täglichen Van-Trip: Die Elite 100 V2 ist ein echter Allrounder – viel Energie, gute Leistung, relativ kompakt. Ideal für Vanlifer, die eine starke, aber transportable Lösung wollen.
  • Für Minimalisten oder als Backup: Die Elite 30 V2 ist leicht, leise, effizient und pragmatisch – perfekt, wenn du nur das Nötigste mit Strom versorgen oder eine kompakte Reserveeinheit haben willst.

Aber ganz gleich, für welche der Powerstations du dich am Ende entscheidest: Die schönen Kraftspender sorgen dafür, dass Camping ganz bestimmt unter Strom steht.

Links und Preise

BLUETTI Elite 200 V2 (UVP 949 Euro) : https://de.bluettipower.eu/products/elite-200-v2-tragbare-powerstation?variant=54951687160184
BLUETTI Elite 100 V2 (UVP 499 Euro): https://de.bluettipower.eu/products/elite-100-v2-tragbare-powerstation
BLUETTI Elite 30 V2 (UVP: 199 Euro): https://de.bluettipower.eu/products/elite-30-v2-tragbare-powerstation

OMNIS DUO: DJ Gigi is in tha house

In Folge 220 von Campermen habe ich das DJ-Pult Omnis Duo von AlphaTheta vorgestellt. Reinald hat es danach so zusammengefasst: Wenn einer von uns nicht erwachsen wird, dann ist es Gerd. Und Henning nannte mich den Peter Pan von Campermen. Stimmt. Und jetzt: Licht aus, Spot an und ab in die Camping-Disko!

Schon als Kind habe ich mit meinem kleinem Kassettenrekorder und Mikro vor den Fernseher gesetzt und die Songs aufgenommen, die in Sendungen wie „Disco“ oder „Musikladen“ liefen. Die Bänder habe ich zwischen den Songs immer rausgenommen, mit einem Bleistift etwas zurückgedreht und dann rechtzeitig beim nächsten Act auf Aufnahme gedrückt. Später dann, mit einem zweiten Tape, habe ich meine ersten Mixtapes erstellt. Die Qualität war rückblickend eher mäßig, für mich waren die Aufnahmen Schätze.

Irgendwann kam ein Plattenspieler ins Spiel, dann ein CD-Player. Ich habe Mixtapes verschenkt, sie haben mehr über mich ausgesagt, als jeder Brief, den ich hätte schreiben können. Auf Partys habe ich schließlich aufgelegt und während des Studiums habe ich sogar ein paar Markt verdient, wenn ich auf Betriebsfeiern oder bei Aftershows im Theater die Gäste zum Tanzen brachte. Virtuos war ich nie, aber ich hatte immer ein gutes Gespür für den nächsten Song. Soviel zur Vorrede.

In den vergangenen Jahren habe ich viel DJ-Software auf dem Rechner ausprobiert, da meine digitale Musiksammlung größer wurde. Da fehlt mir aber die Haptik. Ich mag es, Knöpfe zu drücken und Regler zu bedienen. Aber es nervte mich immer, mindestens ein zweites Geräte mitzunehmen. Ich war auf der Suche nach einer coolen All-in-One-Lösung. Trommelwirbel: Auftritt Omnis Duo.

Das DJ-Pult von AlphaTheta ist genau das, was ich immer gesucht habe. Der Kasten hat einen großen Touchscreen, über den die Musik ausgewählt und auf die beiden Decks geschickt wird. Die Musik selbst kann ich auf SD-Karten, USB-Stick oder einer externen Festplatte speichern. Oder, falls ich doch einen Rechner anschließe, direkt vom Computer hochladen. Der Omnis Duo (oder sagt man das Omnis Duo?) kann aber auch kabellos – und das ist das Hauptargument für mich. Der eingebaute Akku hält bis zu fünf Stunden Party. Geht es doch mal länger, kann ich per Powerstation Strom nachschießen. Musik kann per Bluetooth auf passende Boxen übertragen werden. Oder ich nutze Bluetooth, um vom Smartphone Songs und Sounds auf Gerät zu übertragen. Wlan ist ebenfalls an Bord. Reicht meine Musik nicht aus, können auch Services wie Spotify, Tidal oder Apple Music genutzt werden – schließlich will man auf einer Party auch mal Wünsche erfüllen.

Die Bedienung ist simpel: Sabald die Maschine läuft, stelle ich per Bluetooth eine Verbindung zur Box her. Auf dem Display berühre ich kurz den Punkt „Browser“ und wähle die Quelle für die Musik aus, in meinem Fall die gut gefüllte SD-Karte. Dann suche ich in den Verzeichnissen den Song, den ich spielen möchte und schicke ihn per Fingerzeig auf das linke oder rechte Deck. Unter den großen und griffigen Drehrädern, die man auch zum Scratchen nutzen könnte (wenn man es könnte), startet man den jeweiligen Song. Per Cue-Tasten können Markierungen innerhalb des Songs gesetzt werden, zum Beispiel bei markanten Stellen, die immer wieder abgespielt werden sollen. Im Display wird der Song als Welle angezeigt, außerdem gibt es Infos zu den Beats per Minute. Per Regler und Knöpfen lassen sich die Geschwindigkeiten beider geladeneren Songs aufeinander abstimmen. Wer nicht den richtigen Moment verpassen will, kann den nächsten Song auch automatisch abspielen lassen. Noch einfacher wird’s, wenn man eine Playlist anlegt.

Das ganz muss man nicht am Gerät machen, denn mit der Software und dem Service Recordbox kann man sein Set schon vorbereiten und die Infos dazu aufs Gerät übertragen. Das nimmt aber die Spontanität. Praktisch ist auch, dass man per Kopfhörer vorhören kann um so zu überprüfen, ob der nächste Song tatsächlich passt und an welcher Stelle er einsetzen soll.

Die Hardware ist sehr gut verarbeitet, die Regler reagieren gut, die Knöpfe sorgen allerdings für ein kleines Klickgeräusch. Gut, dass man das im Betrieb nicht hört. An der Vorderseite gibt es Anschlüsse für Kopfhörer, an der Rückseite diverse Ausgänge (Klinke/XLR/Chinch) für Empfänger. Ein USB-Anschluss ist für die Verbindung zum Computer, ein weiterer für die Stromversorgung. Ein USB-Eingang schluckt Festplatten oder USB-Sticks, ein SD-Eingang nebenan ist für Musik besser geeignet, da die Karte im Gerät verschwindet.

Ich habe auf jeden Fall wieder Lust bekommen, Partys mit Musik zu beschallen. Es macht Spaß, mit dem Omnis Duo zu hantieren, die technischen Möglichkeiten auszureizen – und am Ende dann doch einfach eine interaktive Playlist abzufeuern, zu der man unbedingt tanzen möchte.

Pro:
– Bedienung ist simpel
– kabellose Nutzung durch Akku und Bluetooth
– viele Anschlussmöglichkeiten
– sehr gute Verarbeitung

Contra:
– relativ hohes Gewicht
– hoher Preis

Omnis Duo von AlphaTheta: https://alphatheta.com/de/landing/omnis-duo/

UVP: ca. 1.400 Euro

Campervan-Test: Der Ford Nugget als Festival-Mobil

Ein Sommer, vier Reifen und fünf Festivals: In diesem Jahr ging es für Gerd in einem Ford Nugget auf die Äcker des Landes. So schlägt sich der Campervan bei widrigen Wetterbedingungen, schlechten Bodenverhältnissen und lautem Umfeld.

Manchmal entwickle ich unter der Dusche Ideen. So auch Anfang des Jahres, als mir nach einer kurzen Nacht kaltes Wasser über den Kopf lief. „Das ist ja wie auf einem Festival“, dachte ich und musste grinsen. Denn ich hatte wieder einmal Lust auf ein Wochenende voller Musik, wenig Schlaf und vor allem auf Camping mit Gleichgesinnten und guten Gesprächen. Festivals sind für mich eine Parallelwelt. Hier kann ich dem Alltag für eine Weile entfliehen. Ich lerne jedes Mal nette Menschen kennen, mit denen ich ein paar Stunden oder sogar mehrere Tage eine gute Zeit verbringe. Aber weil ein Festival auch immer ziemlich anstrengend ist, hatte ich mir nach dem letzten Mal geschworen, dass ich mir das nicht mehr antun möchte. Doch was kümmert mich mein Geschwätz vom letzten Jahr? Je mehr ich über Festivals nachdachte, desto größer wurde mein Hunger darauf. Da kam mir eine verrückte Idee: Warum nur ein Festival? Ich könnte endlich meinen alten Traum erfüllen und mehrere Musik-Events besuchen. Nur eine Sache stand für mich fest: Auf keinen Fall würde ich auf drei oder mehr Festivals zelten. Das hat nicht nur mit den Wetterbedingungen zu tun. Ich möchte komfortabel reisen, privates und berufliches Gepäck sicher verstauen, Nahrungsmittel kühlen und ein bisschen Hygiene sollte auch möglich sein. Da mein Camper im vergangenen Jahr gestohlen wurde und ich noch keinen Ersatz habe, war ich auf der Suche nach einer Alternative. Und bei Ford habe ich ihn gefunden.

Wie erzählt man einem Unternehmen, dass man eine tolle Idee hat und dafür Unterstützung benötigt? Ich habe es so probiert: „Hey, ich möchte ein paar Wochen auf Festivals fahren und brauche etwas, um meine Getränke zu kühlen. Es wird wahrscheinlich sehr matschig werden, und die Festivals werden garantiert Spuren hinterlassen.“ Mein Glück war, dass der Ansprechpartner selbst gerne mit dem Camper unterwegs ist und viele Festivals besucht. Ich musste gar nicht viel erklären. „Wann geht’s los? Wie lange willst du bleiben? Ich bin ganz schön neidisch!“, waren seine Antworten. Kurze Zeit später drückte er mir den Schlüssel für einen neuen Ford Nugget in die Hand.

Kleiner Wagen, großer Kompromiss

Campervans sind stets ein Kompromiss aus Größe, Preis und Komfort. Die Hersteller versuchen, in ein möglichst mobiles Fahrzeug viele praktische Dinge zu integrieren. Die wichtigsten Fragen sind dabei immer: Wo und wie schläft man? Was kann man mitnehmen? Wie sieht es mit Kochen und Waschen aus? Vans wie der Nugget sind von der Größe her limitiert. Der Vorteil: Er fährt sich im Straßenverkehr wie ein Pkw, Parkplätze sind kein Problem und auf Reisen kann man damit häufig Plätze nutzen, die für größere Fahrzeuge gesperrt sind. Ein Nachteil ist das Raumangebot. Oft muss man sich zwischen möglichst viel Gepäck oder möglichst viel Komfort entscheiden. Niemand möchte im Urlaub täglich zweimal Dinge hin- und hertragen, nur um einen Sitzplatz freizuräumen oder einen Kaffee zu kochen. 

Das Nugget-Konzept versucht, viele Wünsche zu berücksichtigen. Mit einer Länge von 5,05 Metern passt es auf jeden Parkplatz. Der Fahrgastraum bietet Platz für fünf Personen: zwei vorne und drei auf der Rückbank. Die Rückbank lässt sich zu einem Schlafplatz für zwei Personen umbauen. Der Clou und zugleich das Alleinstellungsmerkmal ist die Küche im Heck: Trotz der geringen Abmessungen befindet sich im hinteren Teil eine vollwertige Küche mit Schubladen-Kühlschrank, Zweiflammenherd und Spülbecken. Zusätzlich gibt es Schränke für Lebensmittel und Kleidung. Selbst für eine Trenntoilette ist Platz – ich hatte mich für die Trelino Origin XS entschieden.

Fünf Festivals to go

Diesmal geht es mit allem Komfort zu den Festivals. Auf dem Programm stehen das Hurricane Festival in Scheeßel, das Deichbrand-Festival bei Cuxhaven und das Roskilde Festival in der Nähe von Kopenhagen. Anschließend schaue ich noch auf dem Dockville-Festival in Hamburg vorbei und beende die Tour auf dem Vanlife-Ferropolis, wo ich mit Henning sogar auf der Bühne stehe. Bevor ich losfahre, werfe ich einen kurzen Blick auf die Technik und Ausstattung des Ford Nugget. Es handelt sich um das Titanium-Modell mit kurzem Radstand. Es gibt auch noch die Active-Variante mit anderen Design-Details, die Motorisierung ist allerdings identisch. Zur Wahl stehen Automatik und Gangschaltung, sogar eine Allrad-Option ist verfügbar. Wer die Version mit langem Radstand (L2) wählt, hat 40 cm mehr Platz. Das zeigt sich vor allem im Heck: Der Stehbereich ist größer und es gibt mehr Staufläche dank zusätzlicher Schränke.

Im Aufstelldach befindet sich das Bett. Hierzu wird die manuelle Verriegelung oberhalb der Deckklappe geöffnet und das Dach wird einfach nach oben gedrückt. Das Bett ist etwa 200 × 130 cm groß und bietet genug Platz für zwei Personen. Allerdings braucht man etwas Übung, um zu zweit darin zu schlafen und ins Bett zu gehen. Eine Leiter wird im Seitenschrank eingehängt und dient als Zugang zur Küchenzeile.

Alternativ kann man, wie ich, die Trenntoilette als Trittstufe nutzen. Das Bett ist relativ bequem. Das Kopfteil lässt sich etwas aufrichten, im Fußteil fehlt die Polsterung. Praktisch ist die angebrachte Beleuchtung an der Decke. Auf dem Seitenschrank gibt es außerdem eine Möglichkeit, ein Smartphone kabellos aufzuladen. Wenn man das Bett nicht braucht, kann man es hochdrücken und mit zwei Halterungen am Dach befestigen. So kann selbst ich mit meinen 193 cm im Fahrzeug stehen und mich relativ frei bewegen.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Selbstverständlich habe ich die Festivals auch dazu genutzt, meine Campingausrüstung zu testen. Diese musste ich im Fahrzeug unterbringen und sicher verstauen. Außerdem galt es, genügend Vorräte für jeweils vier bis fünf Tage mitzunehmen, inklusive Getränke. Außerdem mussten meine Klamotten mit, eine Mischung aus sommerlicher Kleidung und Regenschutz. Hier zeigt sich dann doch, dass es sich um ein kleines Fahrzeug handelt. Technik wie Stromkabel passt gut unter dem Sitz im Wohnraum. Nahrungsmittel und Getränke habe ich unter der Spüle platziert. Der 33 Liter fassende Kühlschrank bietet genug Platz für Butter, Käse, Gemüse und weitere verderbliche Leckereien. Meine Kleidung konnte ich größtenteils im seitlichen Schrank unterbringen. Damit war jeder Platz genutzt. Ein großer Lautsprecher fuhr in der Küche mit. Eine Powerstation und eine größere Lampe musste ich dagegen vor der Rückbank auf dem Boden platzieren. Alles Weitere packte ich in eine Kiste, die ich während des Festivals auf den Fahrersitz stellte. Man muss schon Ordnung lieben und jeden Tag dafür sorgen, alles wieder an seinen Platz zu packen. Das funktioniert im Nugget alleine hervorragend, zu zweit ist es umständlicher, da immer jemand dem anderen im Weg steht. Glücklicherweise ist man ohnehin nur bei schlechtem Wetter im Wagen, da Festivals Outdoor-Events sind.

Die meisten Festivals finden auf eigentlich landwirtschaftlich genutzten Flächen statt. Die Stellplätze befinden sich also auf einem Acker. Der Boden ist uneben und häufig weich. Ich hatte ein bisschen Sorge, ob ich mit dem Nugget geradestehe oder gar im matschigen Untergrund steckenbleiben könnte. Auf dem Stoppelfeld des Hurricane Festivals sprangen bei meiner Platzsuche tatsächlich die Sensoren an und gaben ein paar Warnsignale zu möglichen Hindernissen. Aber meine Sorge war unbegründet. Der starke 170-PS-Motor und das Automatikgetriebe mit acht Gängen hatten keinerlei Probleme abseits der regulären Wege. 

Ohne Strom nichts los

Auf Festivals gibt es nur selten Plätze mit Stromanschluss. Dabei müssen nicht nur Getränke und Nahrungsmittel gekühlt werden, sondern auch mein Arbeitsgerät braucht Energie. Die Bordbatterie des Nugget versorgt vor allem den Kühlschrank mit Strom. Auch die Beleuchtung, die Spüle, die Außendusche, die Zündung des Kochers und die diversen USB-C-Anschlüsse werden von der Batterie mit Strom versorgt. Es gibt auch zwei klassische Steckdosen an Bord, allerdings keinen Wechselrichter, um 12 Volt in 220 Volt umzuwandeln. Eine Kaffeemaschine kann also nur bei externer Stromzufuhr betrieben werden. Ein Solarpanel ist ebenfalls nicht auf dem Dach montiert und es gibt auch keinen Außenanschluss für das Solarpanel, das ich für die Powerstation mitgenommen habe. Ich muss also während des Festivals mit dem Strom haushalten. Den Kühlschrank habe ich auf die kleinste Stufe gestellt, was absolut ausgereicht hat. Die Spüle habe ich nur zum Abwaschen und Händewaschen genutzt, sodass die 33 Liter des Wassertanks mehrere Tage reichten. Die Beleuchtung habe ich selten genutzt, da ich Akku-Lampen dabei hatte.

Lediglich mein Smartphone habe ich ab und zu aufgeladen. So reichte der Strom der Bordbatterie drei Tage lang. Das war überraschend lang, aber dennoch zu kurz für ein komplettes Festival. Meine Lösung, um mehr Strom zu erhalten, war sicher nicht perfekt: Ich habe den Motor des Wagens eine Stunde lang laufen lassen und anschließend meine Powerstation an die Außensteckdose angeschlossen. So hatte ich für die letzten beiden Tage genug Strom für den Kühlschrank. Wäre es mein Wagen, hätte ich nach dieser Erfahrung einen Außenanschluss für ein Solarpanel verbaut.

Apps und andere Funktionen

Besonders praktisch finde ich die Nutzung der zusätzlichen Apps. Mit FordPass kann ich beispielsweise den Status des Nugget überprüfen, die Türen öffnen und schließen, den Standort des Fahrzeugs anzeigen und sogar den Motor starten. Mit „CamperControl” kann ich wiederum die Beleuchtung im Innenraum regeln oder überprüfen, ob das Fahrzeug gerade steht. Noch komfortabler wird die Bedienung der vielen Funktionen über den großen Touchscreen im Heck. Besonders viel Spaß hat es mir gemacht, die Beleuchtung zu justieren. Neben der Helligkeit lassen sich auch die Farbwerte der gesamten Innenbeleuchtung einstellen. So habe ich den Wagen häufig in ein Diskomobil verwandelt: rotes Licht im Heck, grün und blau im vorderen Bereich. Lediglich ein Pulsieren im Takt der Musik fehlt noch – aber vielleicht ist das ja eine Idee fürs nächste Software-Update.

Beim ersten Festival hatte ich noch einen Pavillon von Dometic dabei. Aber der Wagen hat eine große und gute Markise an der Seite. Die Beine lassen sich zudem mit Erdnägeln befestigen. Auch Campingstühle muss man nicht mitschleppen, da in der Heckklappe zwei ziemlich bequeme Stühle integriert sind. In der Schiebetür ist ein Tisch mit Klappbeinen integriert, der sehr stabil ist, wenn er aufgebaut ist. Auch wenn mir Stühle, Markise und Tisch vielleicht nicht unbedingt gefallen, sind sie schlicht und praktisch. Und jedes Teil, das ich nicht extra mitnehmen muss, spart Platz im Fahrzeug.

Die Ausstattung ist nicht speziell für Festivals optimiert, sondern eher für einen Kurztrip an die See oder in die Berge. So schirmt das Dachzelt beispielsweise keinen Lärm ab, weshalb sich empfindliche Schläfer einen Gehörschutz einstecken sollten. Allerdings schläft man selbst bei schlechtem Wetter mit Wind und Regen gut und trocken. Ich mag die kurze Bauform des Nugget sehr, wenn ich alleine unterwegs bin. Zu zweit wäre die längere Variante wahrscheinlich angenehmer, vor allem bei längeren Touren. Da ich alleine oder mit meiner Frau auf den Festivals war, diente das Dachzelt als Schlafplatz. Wenn ein Freund mitgekommen wäre, hätte es mich genervt, dass ich für die Nacht das untere Bett aufbauen und tagsüber wieder Platz im Innenraum schaffen musste. 

Küchenparty unter der Heckklappe

Insgesamt ist der Wagen ein hervorragender Festivalbegleiter. Ich habe den großzügigen Platz im Innenraum sehr genossen, als ich mit Freunden einen Drink nehmen wollte, es draußen aber zu kalt wurde. Die Küche ist im hinteren Teil perfekt positioniert und der Kühlschrank ist groß genug für ein verlängertes Wochenende. Dank der Heckklappe ist man auch bei leichtem Regen gut geschützt. Auf einem Festival haben wir darunter eine Küchenparty gefeiert. 

Dennoch würde ich den Nugget nicht nur für Festivals nutzen. Für mich ist er ein Campervan für alle Gelegenheiten. Ich war damit sowohl in großen Städten als auch auf dem Land unterwegs. Ich war auf Stellplätzen am Meer und in den Bergen. Für ein Wochenende reicht der Strom, wer länger unterwegs ist, muss leider immer wieder extern nachladen, da der Akku noch recht schmal bemessen ist. Der Frischwassertank mit 33 Litern ist dagegen ausreichend groß. Überrascht hat mich, wie viel Zeug in die Schränke passt, wenn man etwas Ordnung hält.

Die Oberflächen sind etwas empfindlich, denn man sieht sofort jeden Fleck und jeden Dreck. Ich habe deshalb sehr häufig Wischlappen, Handfeger und Schaufel in die Hand genommen, um den cleanen Look zu bewahren. Schlafen im Zelt ist sicher nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt es gut. Und während andere Hersteller ein vollautomatisches Aufstelldach anbieten, gefällt mir, dass das Aufstelldach des Nugget von Hand hochgedrückt und heruntergezogen wird. Für alle, denen Zelten nicht zusagt: Inzwischen kann man auch eine Variante mit festem Hochdach ordern. Dann entfällt der Aufbau, man hat mehr Platz für Gepäck, Wintercamping ist möglich und beim Schlafen bleibt der Lärm draußen. Vielleicht ein Modell für den nächsten Festival-Sommer?

Ich muss mal eben bei Ford anrufen …