Von Messen und Events zu Roadtrips und großen Reisen
„Es ist irgendwie ein Familientreffen“, sagte Henning nach seiner Rückkehr vom Vanlife Ferropolis. Denn natürlich hat er in der „Stadt aus Eisen“, wie das fantastische Gelände des Van-Festivals auch genannt wird, viele alte Freunde und Bekannte getroffen. Im Podcast erzählt er von seinem Ausflug zum Vanlife-Festival des Landes. Er war übrigens nicht alleine unterwegs, aber das verrät er in dieser Episode.
Ganz alleine fährt er aber zum Caravan Salon in Düsseldorf. Gerd kann nicht mit, da er an einem Kundenprojekt arbeitet. Henning freut sich schon auf die weltweit größte Messe rund um das Trendthema Camping. Wer ihn dort treffen will: Schickt ihm einfach eine Nachricht per Instagram über unseren Kanal „thecampermen„.
Auch Gerd ist demnächst ein paar Tage alleine unterwegs. Er fährt mit einem Van der Firma Hobby nach Südtirol, um die Region zu erkunden. Das Programm wird gerade noch gestrickt, aber schon jetzt kann man sagen, dass es sich vor allem um Genuss, Natur und viel Bewegung drehen wird.
Und kurz danach fahren Henning und Gerd endlich wieder gemeinsam weg. Es geht Anfang Oktober nach Kanada. Wir stellen in der Episode den groben Plan vor, die genauen Details verraten wir dann in den kommenden Wochen. Und natürlich werden wir uns auch von dort melden. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns – zumindest akustisch – auf der Reise begleitet.
Der Sommer mag zwar langsam enden, aber für uns dreht er Camping-technisch noch einmal richtig auf. Sollet Ihr ein paar Tipps für die Trips haben, freuen wir uns, von Euch zu lesen!
Von Hamburg bis Paris: Sommerreise mit einem ganz besonderen Co-Piloten
In diesem Special ist zum ersten Mal ein ganz besonderer Gast mit im Studio: mein Sohn Flynn feiert sein Debüt bei den Campermen! Gemeinsam erzählen wir von unserer großen Sommerreise – und die begann gleich mit einer Premiere. Statt mit unserem treuen VW T5 „Bussi“ sind wir dieses Mal einen nagelneuen VW Grand California gefahren. Der Umstieg war am Anfang etwas ungewohnt, entpuppte sich dann aber als purer Luxus mit jeder Menge Fahrspaß. Da es hier den Rahmen sprengen würde, alles über den neuen XL-California zu berichten, habe ich für euch einen eigenen Beitrag in unserem Blog verfasst.
Die Route führte uns zunächst mit einem Zwischenstopp in Esneux (bei strömendem Regen) weiter nach Honfleur, einem malerischen Örtchen in der Normandie, und schließlich zum Mont Saint-Michel. Dort haben wir gleich zwei Tage verbracht, um das Kloster und die Umgebung auch abseits der Touristenströme in Ruhe erkunden zu können – das hat sich definitiv gelohnt.
Weiter ging es auf die Île de Noirmoutier, wo wir trotz der französischen Sommerferien im August noch einen Stellplatz ergattern konnten – kein Selbstläufer, wie sich herausstellte. Danach führte uns die Reise durch die vom Waldbrand verwüstete Gironde. Der Anblick war wirklich beängstigend und ging einher mit einem mulmigen Gefühl, so kurz nach der Katastrophe dort Urlaub zu machen. Bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz in Truc Vert am Cap Ferret wurden wir von den Betreibern aber beruhigt: Gerade jetzt sei der Umsatz durch Gäste wie uns wichtig, da während der Feuer vieles geschlossen bleiben musste.
Der krönende Abschluss der Reise – und für Flynn eindeutig das Highlight – war Paris: der Besuch des Eiffelturms und ein ganzer Tag in Disneyland Paris. Auch für die Erwachsenen ein echtes Erlebnis, wie die 31.000 Schritte am Ende des Tages eindrucksvoll belegten. Kleiner Tipp: Besorgt euch eine Eintrittskarte für beide Parks. Am nächsten Morgen ging es dann zurück Richtung Hamburg.
Eine Folge über neue Fahrzeuge, alte Lieblingsorte, ein Land im Ausnahmezustand und die Frage, was einen Urlaub für ein Kind wirklich unvergesslich macht.
Es gibt Autos, in die steigt man ein, um irgendwohin zu kommen. Und es gibt Autos, in denen die Reise schon beginnt, bevor man den ersten Kilometer gefahren ist. Der VW Grand California gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Als wir an diesem Sommermorgen in Hamburg losfahren, steht vor uns kein vertrauter VW T5 namens „Bussi“, sondern ein ziemlich stattlicher Neuling: fast sechs Meter lang, hoch genug, dass man sich selbst als Erwachsener nicht ständig ducken muss, und mit einem Innenraum, der eher an ein kleines Apartment als an ein Auto erinnert. Das Modelljahr 2026 hat an vielen Stellen nur behutsam nachgelegt – aber genau diese kleinen Verbesserungen machen den Unterschied. Mehr Ordnung, mehr Komfort, mehr Wohngefühl. Und unterwegs fährt sich der große Kasten erstaunlich gelassen und agil. Für meinen Sohn Flynn ist das Auto zunächst weniger Reisemobil als Forschungsstation. Was ist das? Wo kommt das hin? Kann man hier schlafen? Und warum ist der Kühlschrank größer als gedacht? Ich kenne diese Fragen. Erwachsene reisen mit einer Route. Kinder reisen mit Fragen.
Erster Stopp: Regen in Esneux
Unser erster Zwischenstopp heißt Esneux. Belgien empfängt uns nicht mit Postkartenwetter, sondern mit strömendem Regen. Das ist vielleicht der Moment, in dem wir zum ersten Mal verstehen, was dieser Grand California auf dieser Reise eigentlich sein wird. Draußen ist alles nass. Drinnen ist es warm. Wir sitzen am Tisch, während der Regen gegen die Scheiben läuft. Der Tisch ist nicht bloß ein Tisch, sondern Frühstücksplatz, Arbeitsplatz, Spieltisch und irgendwann Ablage für Dinge, die eigentlich längst hätten weggeräumt werden sollen. Der Grand California ist an diesem Abend weniger Fahrzeug als kleines Haus, das zufällig an der Rue de l’Athénée in Esneux steht. Regen kann einem Campingurlaub ziemlich schnell die Romantik nehmen. Oder er kann sie ins Innere verlagern. Wir entscheiden uns für Letzteres.
Honfleur: Frankreich beginnt langsam
Am nächsten Tag wird der Regen weniger und Frankreich rückt näher. In Honfleur angekommen, ist die Stimmung eine andere. Der alte Hafen, die schmalen Häuser, das Wasser, die Cafés. Ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird. Der Grand California bleibt auf seinem Stellplatz zurück. Das ist vielleicht die eigentliche Kunst eines Reisemobils: Es muss nicht immer dabei sein. Es reicht zu wissen, dass es wartet.
Wir laufen durch Honfleur, schauen Schiffe an, bleiben hier und dort stehen, essen etwas und schlendern ohne großen Plan durch die Gassen. Flynn entdeckt Dinge, die auf keinem Reiseblog stehen würden. Einen Laden mit irgendeinem Spielzeug. Einen besonders großen Eisbecher und auf dem großen Karussell versteckt er sich vor dem Kontrolleur auf der oberen Ebene und fährt so nicht nur einmal. Normalerweise hätte ich ihn ermahnt, dass so etwas nicht gehe – aber es ist Urlaub und die Paar runden mehr machen ihm so viel Spaß, dass ich mich meinen Kommentar nach der Schwarzfahrt kurzhalte. Reisen mit Kindern ist auch eine Lektion darin, Wichtigkeiten neu zu sortieren.
Zwei Tage am Mont Saint-Michel
Wir reisen wie in der Business-Klasse eines Flugzeugs, der Grand California schaltet weich in den 8 Gang und die 163 PS des 2,0-l-Turbodiesel beschleunigen uns fast lautlos auf unsere Reisegeschwindigkeit von 120 Km/h pro Stunde, alle Assistenten sind aktiv und passen akribisch darauf auf, dass ich nicht über die Spur fahre, halten automatisch den Abstand zum Vorderauto und weisen mich darauf hin, dass es Zeit ist einmal eine Pause zu machen. Gute Idee, Rosie muss sowieso mal Gassi. So entspannt bin ich lange nicht gereist. Dann taucht er auf. Zuerst nur als Silhouette. Dann wird aus dem dunklen Punkt am Horizont ein Felsen, aus dem Felsen eine mittelalterliche Stadt und aus der Stadt der Mont Saint-Michel.
Wir bleiben zwei Tage. Das klingt nach viel Zeit für einen Ort, den die meisten Besucher in wenigen Stunden abhaken. Aber genau deshalb fühlt es sich richtig an. Wir können bleiben, wenn andere zu den um 18 Uhr schließenden Parkplätzen eilen oder mit Bussen abreisen. Wir können noch einmal durch die Gassen laufen. Noch einmal nach oben schauen. Noch einmal warten, bis das Licht sich verändert. Das Kloster thront über allem, aber das eigentliche Erlebnis ist das Dazwischen: die Wege, die Mauern, die Blicke aufs Meer und das Gefühl, dass sich dieser Ort nicht beeilen lässt.
Abends radeln wir zurück zu unserem Zuhause auf vier Rädern. Rosie läuft ohne Leine, wir sind fast alleine vor der imposanten Silhouette der ikonischen Insel und alles fühlt sich leicht an, frei. Ich glaube ich werde diesen Moment aus Kinderlächeln, warmem Wind und Ruhe nie vergessen.
Die Île de Noirmoutier und die Kunst, einen Platz zu finden
Je weiter wir nach Süden kommen, desto mehr verändert sich die Reise. Die Luft wird wärmer, die Landschaft weiter. Unser Ziel ist ein Zwischenstopp an der Atlantikküste. Aber wegen der Feuer in Gironde haben sich die Gästeströme verändert und im August sind zudem Ferien in Frankreich und viele gehen Campen. Vorbei an einem uninspirierten Stellplatz den wir über die Camping Car Park gefunden haben und wo wir noch Platz untergekommen wären, lassen wir sein. Wir wagen das Risko und fahren einfach weiter. Und irgendwann sind wir auf der Île de Noirmoutier. Christoph, der auf dieser Reise meinen „Bussi“ fährt hat damals seiner Tochter aus einem Buch vorgelesen, das auf der Insel spielte.
Im August hier einen Stellplatz zu finden, ist kein Selbstläufer. Wir haben Glück und bekommen einen Platz für zwei Autos auf dem Campingplatz Les Oncheres. Für uns bedeutet das vor allem: kleines Abenteuer, kleines Glück.
Schnell einparken und ab ins Meer. Wir machen uns gar nicht die Mühe viel aufzubauen. Bussi und der Grand California passen genau auf den Platz. Mehr war nicht verfügbar, aber er passt auch mit seinen fast 6 Metern und zusätzlichem Fahrradgepäckträger von Thule gut in die Lücke. Etwas schief und wir haben keine Böcke dabei, aber für eine Nacht wird es gehen. Gekocht wird heute nicht, auf dem kleinen Platz vor dem Restaurant wärmt sich ein DJ für die abendliche Party auf, es gibt frische Austern, Pizza und Bier.
Der Küchenblock des Grand California
Mt. St. Michel
Abends im Inneren der Festung
So viel Platz ..
Bodyboarden am Truc-Vert-Strand
Erfrischung gefällig?
Die 2. Etage des Eiffelturms
Wir waren verzaubert
Durch die Gironde
Dann kommt die Landschaft, über die wir auf der Reise am wenigsten unbeschwert sprechen. Schon die Wochen vor der Abreise waren vom Blick auf das Feuerradar der NASA bestimmt und wie sich die verheerenden Brände ausbreiten werden. Zum Glück wurde unser Ziel durch die zahlreichen Feuerwehrmänner geschützt.
Auf dem Weg durch die Gironde sehen wir die Spuren der Waldbrände. Stellenweise wirkt die Landschaft verwundet. Wo eben noch Wald war, bleibt eine verbrannte, dunkle Fläche zurück. Man fährt daran vorbei und kann trotzdem nicht einfach vorbeisehen. Auch weil wir Urlaub machen. Und wenn dann ein verwaistes Haus mit ausgebrannten Fahrzeugen am Straßenrand an uns vorbeifliegen, entsteht ein reales uns sehr mulmiges Gefühl. Dieses Gefühl begleitet uns bis zum Cap Ferret. Im Kopf die Bilder der Zerstörung, vor uns der Campingplatz Truc Vert. Hier bleiben wir sieben Nächte. Der Platz ist sehr leer für diese Jahreszeit. Dort sprechen wir mit den Betreibern. Sie beruhigen uns. Gerade jetzt seien Gäste wichtig. Während der Brände mussten viele Betriebe schließen, und für die Menschen vor Ort geht es darum, wieder auf die Beine zu kommen.
Plötzlich bekommt Camping eine andere Bedeutung. Wir sind nicht nur Durchreisende. Wir bringen auch ein bisschen Leben zurück. Am Abend sitzen wir vor dem Grand California und dimmen die große Lichtleiste vor dem Ausstieg, das praktische zweiteilige Mückenplissee ist geschlossen und der Innenraum glüht im Ambientelicht zwischen den Klappen. Das Auto ist inzwischen voller Sand, Krümel, Spielzeug und kleiner Reisegeschichten. Genau genommen sieht es längst nicht mehr neu aus. Und das ist gut so. Ein neues Auto ist schön. Ein Auto, das eine Reise erlebt hat, ist etwas anderes.
Paris
Dann Paris. Für Flynn beginnt der Höhepunkt der Reise schon lange vor dem Eiffelturm. Wir fahren in die Stadt, beziehen unseren Platz auf dem Campingplatz Maison Laffitte und machen uns auf den Weg. Der Eiffelturm ist tatsächlich so groß, wie man ihn sich vorgestellt hat. Und irgendwie noch größer. Es ist sehr voll und Besucher aus aller Herren Länder warten wie wir auf den Eingang zum Eifelturm. Ganz rauf geht es nicht, nur zu Fuß auf die zweite Ebene. Der Ausblick ist atemberaubend. Wir schauen auf die Metropole, machen Fotos und atmen die Stadt ein. Paris ist laut, voll und ein bisschen überwältigend. Aber vielleicht gehört genau das dazu.
Am nächsten Tag wartet Disneyland Paris. Für Flynn ist klar: Das ist der Hauptgewinn. Für uns Erwachsene beginnt der Tag zunächst mit dem Versuch, unsere Hunde in eine Station zu geben, wo sie den Tag bleiben können, denn im Disney Land sind keine Tiere erlaubt. Die Station direkt am Eingang und hat Platz für 25 Tiere. Resevieren geht nicht, aber ein Telefonat vor Monaten hat ergeben, dass die Station noch nie ausgebucht war. Esko und Rosie sind Hund 23 und 24. Puh, das war knapp. Das Personal ist sehr professionell, freundlich und alles geht ganz schnell. Ihr müsst unbedingt den Impfpass mitbringen, sonst könnt ihr eure Lieblinge nicht einchecken. Kosten pro Tag: 25 Euro inklusive Futter – das ist fair. Das Gefühl, Rosie und Esko zurück zu lassen ist unfair, aber wir sehen sie ja etwas später zum Gassigehen, denn das dürfen die Mitarbeiter der Hundestation nicht.
Jetzt heißt erst erstmal einen Überblick zu bekommen. Zwei Parks, Sicherheitskontrolle, unglaubliche Liebe zum Detail, überall Disney-Figuren aus der Kindheit und mein Sohn der fast vor Freude zerspringt. Dann geben wir die Kontrolle ab, es übernehmen die Attraktionen.
Wir laufen. Und laufen. Und laufen.
Am Ende stehen mehr als 31.000 Schritte auf der Uhr. So viel zu der Idee, dass Erwachsene irgendwann vernünftig werden. Wenn man Disneyland Paris besucht, lohnt es sich, beide Parks einzuplanen. Wer möglichst viel erleben möchte, kann außerdem den Disney Premier Access Ultimate nutzen, um bei vielen Attraktionen lange Wartezeiten zu umgehen. Alternativ lassen sich einzelne Premier-Access-Pässe über die App buchen. Die App selbst ist ohnehin praktisch, weil sie Wartezeiten, Attraktionen und gebuchte Pässe zusammenbringt. Und wer in einem der Restaurants essen möchte, sollte früh reservieren. Aber all diese Tipps sind am Ende Nebensache. Denn irgendwann steht Flynn einfach da, mitten in diesem künstlichen Wunderland, mit großen Augen und einem Gesichtsausdruck, der sagt: Genau dafür bin ich hier. Und dann weiß man wieder, warum man reist.
Am nächsten Morgen fahren wir zurück Richtung Hamburg. Die Strecke ist lang. Aber sie fühlt sich nicht mehr wie der Anfang der Reise an, sondern wie deren Nachspann. Der Grand California hat inzwischen alles gesehen: belgischen Dauerregen, französische Hafenromantik, mittelalterliche Klostermauern, Atlantikluft, verbrannte Wälder und 31.000 Schritte Disneyland. Er war Schlafzimmer und Küche, Rückzugsort und Transportmittel. Er hat uns vor Regen geschützt, unsere Sachen getragen und uns immer wieder ein kleines Stück Zuhause gegeben. Vor allem aber hat er etwas verändert. Mit „Bussi“ hätten wir diese Reise wahrscheinlich anders erlebt. Nicht schlechter. Nur anders.
Der Grand California hat uns mehr Raum gegeben. Für Gepäck. Für Regentage. Für müde Kinder. Für Frühstücke, bei denen niemand aufstehen musste. Für spontane Pausen. Und für die Erkenntnis, dass ein Urlaub nicht unbedingt daraus besteht, möglichst viel zu sehen. Manchmal besteht er darin, genug Zeit zu haben, um etwas wirklich zu erleben.
Für Flynn wird wahrscheinlich nicht der neue Innenraum des Grand California in Erinnerung bleiben. Nicht die Gepäcknetze hinter den Klappen der Gepächfächer, nicht der Tisch der im Innenraum und draußen vor dem Küchenblock eingehängt werden kann, nicht die smarten Funktionen und wahrscheinlich auch nicht die Frage, wie souverän sich ein fast sechs Meter langer Camper durch enge Straßen bewegt. All diese Dinge machen das Reisen angenehmer – und genau das kann der neue Grand California. Aber unvergesslich werden andere Dinge sein. Der Mont Saint-Michel. Der Eiffelturm. Disneyland Paris. Und vielleicht dieses große grau weißes Auto mit schicken schwarzen Felgen, in dem wir morgens aufgewacht sind und abends wieder angekommen sind.
Ein Auto kann einen von A nach B bringen. Der Grand California machte aus A und B eine Geschichte. Unsere begann in Hamburg. Und irgendwo zwischen Esneux und Paris wurde aus einer Sommerreise eine Erinnerung, die bleibt.
Das Facelift steht dem Grand California gut
Rosie liebt den Strand
Der große Kühlschrank mit Eisfach ist riesig
Das große Touchdisplay macht die Bedienung besonders einfach
Disney Land Tipps: Tickets für beide Parks buchen:Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Parks mitzunehmen – so holt ihr das Maximum aus eurem Besuch heraus.
Premier Access Ultimate:Für das maximale Erlebnis empfehle ich den Disney Premier Access Ultimate Pass. Damit könnt ihr lange Warteschlangen umgehen und euch entspannt von Attraktion zu Attraktion durch den Park bewegen.
Premier Access über die App:Alternativ könnt ihr auch bis zu drei einzelne Premier Access Pässe mit einem vorgegeben Zeitfenster über die Disney App buchen – praktisch, wenn ihr gezielt bestimmte Fahrgeschäfte ohne lange Wartezeit erleben möchtet.
Disney App nutzen:Die App ist superpraktisch! Dort findet ihr Informationen zu den Attraktionen und aktuellen Wartezeiten. Außerdem könnt ihr eure Pässe hinterlegen und bei den jeweiligen Attraktionen ganz einfach wie in einer digitalen Wallet aufrufen – und schon geht’s los.
Restaurant frühzeitig reservieren:Wenn ihr in einem Restaurant essen möchtet, solltet ihr unbedingt frühzeitig über die App einen Tisch reservieren. Die Plätze sind sehr begehrt und schnell ausgebucht.
Eine kurzfristige Planänderung machte aus der Radreise durch Fyn eine Tour mit Van und E-Bike. Was zunächst nach einer Notlösung klang, erwies sich ziemlich schnell als Glücksfall. Denn der Ford Nugget konnte nicht nur Fahrrad, Gepäck und Anhänger schlucken. Er passte auch erstaunlich gut zu dieser Reise.
Manche Produkte machen Camping bequemer. Andere halten nur den Hintern trocken oder sorgen morgens für Kaffee. Beides kann unterwegs ziemlich wichtig sein. Wir haben praktische Ausrüstung für Zelt und Van ausprobiert.
Ein Platz in Svendborg und dickes Polster auf der Bank
Gerd kann nicht genug davon bekommen, über Dänemark zu sprechen. Einer seiner Lieblingsplätze auf Fyn ist Svendborg Sund Camping. Das liegt nicht nur an der genialen Lage und am schönen Stellplatz, den er hatte. Es ist vor allem die Chefin des Platzes, die es ihm angetan hat. Maria da Silva ist bereits seit 27 Jahren das Mädchen für alles auf dem Campingplatz. Sie steht an der Rezeption, verkauft im Shop, macht den Platz schön und hält ihn sauber. Sie ist die gute Seele von Svendborg Sund Camping. Im Podcast erzählt Gerd, was man dort machen kann, außer Maria anhimmeln.
Nadine sitzt dagegen wie im 7. Himmel. Sie hat eine neue Couch, die man ganz praktisch zusammenklappen kann. Qeedo hat das gute Stück hergestellt und nennt es „Johnny Cozy„. Ein guter Name für das Schmuckstück. Nadine wollte auf jeden Fall gar nicht mehr aufstehen. Ihr Mann ebensowenig. Und das Kind wollte auch noch dazwischen. Kein Problem, denn die Couch hält bis zu 300 Kilo problemlos aus. Und? Jetzt schon Lust, selbst auf dem Sofa Platz zu nehmen? Oder auf einen Stuhl von Qeedo? Vielleicht in einem neuen Zelt? Dann solltet Ihr jetzt ganz genau aufpassen. Qeedo gibt unseren Hörern eine Runde aus: Wer vom 13.8. bis 27.8. auf der Website von Qeedo einkauft, bekommt 15 Prozent Rabatt. Euer Code lautet „Campermen26„. Das Angebot gilt für alle Produkte des Sortiments außer für Dachzelte. Und: Qeedo hat auch kein Limit genannt, wie voll der Einkaufswagen sein soll. Also: zuschlagen und über tolle Produkte freuen!
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Im Podcast habe ich schon öfter von unserem Campingstuhl-Leid erzählt: Wir besitzen zwar ein Set Campingstühle, die sind allerdings so sperrig und nervig aufzuklappen, dass wir sie oft gar nicht erst aus der Heckgarage geholt haben. Gerade wenn wir nur eine Nacht an einem Ort standen, war uns der Aufwand zu groß und wir haben aus Bequemlichkeit lieber drinnen gefrühstückt. Für unseren letzten Urlaub in Frankreich musste also dringend etwas Neues her! Eine Sitzgelegenheit, die sich unkompliziert transportieren lässt, schnell steht und trotzdem gemütlich ist.
Unsere Wahl fiel auf die Johnny Cozy Double von der Outdoormarke qeedo. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Campingstuhl, sondern um eine zusammenfaltbare Outdoor-Couch für zwei.
Der Zusatz „Cozy“ ist durchaus treffend, denn gemütlich ist die Couch tatsächlich. Sitzfläche und Rückenlehne sind weich gepolstert und super bequem. Der Bezug in dem schicken Farbton Mokka besteht aus Polyester. Mit einer Sitzhöhe von rund 48 Zentimetern sitzt man angenehm hoch. Die Sitzfläche ist beim Double rund 98 Zentimeter breit und 51 Zentimeter tief. Zwei Erwachsene finden dort bequem Platz – bei uns hat sich oft sogar noch das Kind in die Mitte gequetscht.
Das Stahlgestell macht einen stabilen Eindruck und hält laut Hersteller bis zu 300 Kilogramm aus. Praktisch sind außerdem die seitlichen Organizer-Taschen. Smartphone, Sonnenbrille, Buch oder Getränk sind damit schnell griffbereit, ohne dass man extra einen Tisch braucht.
Der größte Vorteil gegenüber unseren alten Campingstühlen zeigt sich beim Aufbau: Die Johnny Cozy Double steht wirklich in wenigen Sekunden. Sie lässt sich zusammenfalten und anschließend in der mitgelieferten Rucksack-Packtasche verstauen. Das Packmaß beträgt 100 × 33 × 28 Zentimeter, das Gewicht liegt bei 8,65 Kilogramm. Damit ist sie zwar schwerer als ein einzelner Faltstuhl, lässt sich durch die Rucksacktasche aber bequem tragen und kann zum Beispiel auch mal zum Strand mitgenommen werden.
Unser Fazit
Für uns löst die Johnny Cozy Double tatsächlich unser langjähriges Campingstuhl-Dilemma: Draußen sitzen wollen, aber keine Lust auf großes Auf- und Abbauen haben. Die Couch ist schnell aus der Tasche geholt und bietet gleichzeitig deutlich mehr Gemütlichkeit als ein klassischer Faltstuhl. Anders als unsere alten Campingstühle bleibt die Johnny Cozy Double garantiert nicht ungenutzt in der Heckgarage. Mit 99,95 Euro (UVP) ist sie zudem ein echtes Schnäppchen.
15 % Rabatt für Campermen-Hörer
Ihr wollt die Johnny Cozy Double oder ein anderes Produkt von qeedo selbst ausprobieren? Als Campermen-Hörer bekommt ihr mit dem Rabattcode CAMPERMEN26 bis zum 26. August 2026 15 % Rabatt auf alle qeedo-Produkte, ausgenommen Dachzelte. Hier geht es direkt zum Shop: https://www.qeedo.de
Der Rabattcode kann einmal pro Kunde eingelöst werden. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht, allerdings ist der Rabatt nicht mit anderen Aktionen oder Rabatten kombinierbar.
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Henning und Reinald sind unterwegs, dafür ist Nadine zurück. Sie hat für diese Folge ein paar akustische Reiseandenken aus Frankreich mitgebracht. Auf dem Weg in die Normandie hat sie zuerst beim Disneyland bei Paris halt gemacht. Schließlich ist ihre Tochter ein großer Fan von „Toy Story“ & Co.. Und auch Nadine hat sich über schöne Begegnungen gefreut. Übernachtet hat sie auf einem Parkplatz ganz in der Nähe. Spannender sind allerdings die Campingplätze an der herrlichen Atlantik-Küste. Zwei davon stellt Nadine in dieser Folge vor. Außerdem gibt es noch Tipps für einen Tagesausflug auf die Kanal-Inseln.
Gerd war auch unterwegs Sein Campingfahrzeug der Wahl ist das T1 Pro von Tarran. Das Lastenrad hat einen E-Antrieb, eine große Ladebox und ganz viel technischen Schnickschnack. Ein Fest für Gerd, der Gadgets liebt, vor allem wenn sie Bluetooth und USB-Anschlüsse haben. Das T1 ist in Prinzip ein Smartphone, auf dem man radeln kann. Und da Sicherheit auch auf zwei Räder extrem wichtig ist, gibt es Sensoren, Kameras und für den Kindertransport Sitze und Gurte. Im Podcast spricht Gerd über seine Erfahrungen mit dem ganz besonderen Bike, im Blog hat er darüber geschrieben.
Also anschnallen, zurücklehnen, die Fahrt geht auch schon los.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Ist Camping wirklich so viel günstiger als ein Hotel-Urlaub? Das Ergebnis kommt auf die eigene Situation an: Reist man alleine oder mit Familie? Besitzt man bereits ein Campingfahrzeug oder will eines kaufen? Wie oft ist man überhaupt unterwegs? Wir haben verglichen – und das Ergebnis mag ein paar Urlauber überraschen.
Es gibt diesen einen Moment auf jedem Campingplatz. Der Nachbar mit dem 15 Jahre alten VW-Bus steht am Kaffeekocher, während drei Stellplätze weiter ein nagelneuer Liner-Bus mit ausfahrbarer Markise, Sat-Schüssel und Klimaanlage brummt. Beide behaupten steif und fest: „Camping ist günstig.“ Beide haben irgendwie recht, aber beide könnten sich auch gewaltig täuschen. Zeit, mal ehrlich durchzurechnen, was so ein Campingleben tatsächlich kostet. Und ob man dafür nicht doch besser gleich ins Hotel hätte fahren sollen.
Im Schnitt kostet ein Urlaubstag mit dem eigenen Reisemobil rund 85 Euro. Eine Ferienwohnung liegt bei etwa 105 Euro, ein Hotelaufenthalt knackt locker die 125-Euro-Marke pro Tag. Klingt nach einem klaren Sieg fürs Camping – und ist es meistens auch. Aber „meistens“ ist hier das entscheidende Wort. Denn zwischen dem Camper-Besitzer, der seit Jahren treu seinen Bulli fährt, und der Familie, die sich für zwei Wochen einen Camper mietet, liegen finanzielle Welten.
Eigentum schlägt Miete – immer
Der wichtigste Fakt zuerst, weil er über allem steht: Wer sein Fahrzeug bereits besitzt, campt praktisch unschlagbar günstig. Ein Stellplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen gibt schon immer noch an vielen Orten ab 20 bis 35 Euro pro Nacht, manchmal sogar pauschal, also unabhängig davon, ob eine Person oder eine ganze Familie drin schläft. Das ist der Trick, den viele Reiseveranstalter am liebsten unter den Tisch fallen lassen würden.
Wer sich hingegen erst einen Camper mieten muss oder neu anschafft, verliert diesen Vorteil schnell wieder. Mietgebühren von 70 bis 140 Euro am Tag plus Servicepauschalen fressen die Ersparnis regelrecht auf. Ein kleiner Campervan schlägt für Solo-Reisende schon mit 60 bis 90 Euro täglich zu Buche, in der Hauptsaison wird’s sogar noch teuer – bevor überhaupt ein Stellplatz bezahlt ist. Da wird aus der vermeintlichen Sparvariante schnell ein Urlaub, der genauso viel kostet wie ein ordentliches Apartment.
Faustregel: Wertverlust, Versicherung, Standplatz im Winter, Wartung sind Fixkosten, die auch anfallen, wenn das Fahrzeug in der Garage steht. Wer mehrmals im Jahr campt, verteilt diese Kosten auf viele Reisetage und drückt den Tagespreis spürbar. Wer nur einmal jährlich für zwei Wochen unterwegs ist, sollte ehrlich nachrechnen, ob sich Kauf und Unterhalt überhaupt lohnen, oder ob Mieten (trotz der höheren Tagespreise) am Ende günstiger ist, weil eben keine Fixkosten das restliche Jahr über anfallen.
Und was, wenn ich neu kaufe?
Jetzt kommt der Moment, an dem viele Rechnungen im Netz gerne mal wegschauen: der Neupreis. Ein neues Reisemobil mittlerer Kategorie kostet schnell 60.000 bis 80.000 Euro, ausgestattete Familienmodelle auch deutlich mehr. Zieht man davon den typischen Wertverlust ab – gerade in den ersten Jahren oft 15 bis 20 Prozent jährlich –, kommen allein durch die Abschreibung schnell 8.000 bis 12.000 Euro Kosten pro Jahr zusammen. Rechnet man Finanzierungszinsen, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und einen Stellplatz für die restlichen elf Monate im Jahr dazu, landet man nicht selten bei einer Fixkosten-Summe von 12.000 bis 15.000 Euro jährlich – bevor überhaupt ein Liter Diesel getankt wurde. Verteilt auf, sagen wir, drei Wochen Jahresurlaub, frisst das den gesamten Preisvorteil gegenüber Hotel oder Ferienwohnung locker wieder auf.
Der Neukauf lohnt sich also fast ausschließlich für Vielfahrer: Wer nicht nur zweimal im Jahr in den Urlaub startet, sondern auch an Wochenenden, Feiertagen und spontanen Kurztrips regelmäßig unterwegs ist, drückt den Tagespreis durch die schiere Nutzungshäufigkeit deutlich nach unten. Bei 80 bis 100 Reisetagen im Jahr können die Fixkosten pro Tag durchaus auf ein konkurrenzfähiges Niveau sinken. Wer dagegen nur gelegentlich campt, fährt mit einem gut erhaltenen Gebrauchten oft deutlich besser: Der größte Wertverlust ist bereits von den Erstbesitzern getragen worden, und man steigt preislich näher an dem 20-bis-35-Euro-Stellplatz-Idyll ein, das Camping eigentlich so attraktiv macht.
Wer jetzt denkt, das alles klingt nach einer Wohnmobil-Werbeveranstaltung: Keine Sorge, das klassische Zelt hat seinen eigenen, unschlagbaren Platz in dieser Rechnung. Kein Wertverlust, keine Versicherungspolice, kein Diesel, der beim Blick auf die Tankanzeige Schweißperlen verursacht. Ein gutes Zelt ist eine einmalige Anschaffung, die über Jahre hält, und Stellplätze für Zeltcamper sind auf den meisten Plätzen die günstigste Kategorie überhaupt. Wer mobil, minimalistisch und mit dem kleinsten Budget unterwegs sein will, kommt am Zelt kaum vorbei. Der Preis dafür: weniger Komfort, mehr Wetterabhängigkeit, und mit mittelmäßiger Ausrüstung merkt sich der Rücken jede Nacht auf der Isomatte.
Solo unterwegs: Wenn der Vorteil zusammenschrumpft
Für Alleinreisende zeigt sich das Camping-Argument von seiner zerbrechlichsten Seite. Klar, Hotels verlangen gerne unfaire Einzelzimmer-Zuschläge. Dieses Ärgernis kennen,Camper und Ferienwohnungs-Fans nicht, weil dort nach Stellplatz beziehungsweise Objekt abgerechnet wird, nicht nach Kopf. Das spricht für Camping. Doch sobald ein Fahrzeug gemietet werden muss, trägt der Solo-Reisende die kompletten Mietkosten allein, da es keinen Beifahrer gibt, mi dem man diese teilen kann. Rechnet man das durch, landet man bei täglichen Kosten von 115 bis 155 Euro für den gemieteten Camper. Zum Vergleich: Ein Apartment kostet als Solo-Reisender im Schnitt 80 bis 120 Euro, ein Hotelzimmer 110 bis 180 Euro. Sprich: Für Alleinreisende ohne eigenes Fahrzeug ist ein Apartment oft die smartere, weil günstigere und komfortablere Wahl. Nur wer bereits einen kleinen Camper besitzt, spielt hier wirklich in der günstigsten Liga mit Tagespreisen zwischen 45 und 65 Euro.
Familien: Hier zeigt Camping seine wahre Stärke
Ganz anders sieht die Rechnung aus, sobald Kinder mit an Bord sind. Hier entfaltet Camping seinen sogenannten Skalierungseffekt – und der hat es in sich. Der Grund ist simpel: Ob zwei oder vier Personen im eigenen Wohnmobil sitzen, ändert an den Fixkosten fürs Fahrzeug nichts. Auch Campingplätze rechnen häufig pauschal ab oder verlangen eine relativ geringe tagespauschal für jede Person: Ein Basispreis pro Stellplatz inklusive zwei Erwachsener, Kinder kosten oft nur einen kleinen Aufpreis von fünf bis zehn Euro. Damit landet eine Familie mit eigenem Fahrzeug bei rund 90 bis 130 Euro am Tag.
Im Hotel dagegen schlägt der Multiplikator gnadenlos zu: Jede Person zahlt mit, und spätestens wenn die Kinder zu groß fürs Beistellbett sind, sind zwei Zimmer oder eine teure Familiensuite fällig. Die Folge: 220 bis 420 Euro pro Tag, fast das Dreifache des Camping-Preises. Auch Restaurantbesuche für vier Personen, dreimal täglich, summieren sich gnadenlos.
Camping und Apartment punkten hier zusätzlich mit einem simplen, aber wirkungsvollen Vorteil: Selbstversorgung. Und im Wohnmobil „fährt die Küche immer mit“ – selbst auf der Fahrt entfallen teure Stopps an der Raststätte, weil das Pausenbrot eben schon im Kühlschrank liegt.
Reiseform
Solo (Ø pro Tag)
Familie mit 2 Kindern (Ø pro Tag)
Größter Kostentreiber
Camping (eigenes Fahrzeug)
45–65 €
90–130 €
Pauschalpreis pro Stellplatz, nicht pro Kopf
Camping (gemieteter Camper)
115–155 €
190–260 €
Hohe Mietgebühren + Servicepauschalen
Apartment / Ferienwohnung
80–120 €
140–220 €
Endreinigung, Nebenkosten, Größe
Hotel (inkl. Frühstück)
110–180 €
220–420 €
Preis pro Kopf, oft zwei Zimmer nötig
Das Fazit
Zwei Dinge sollte man sich merken, bevor man den nächsten Urlaub bucht:
Erstens: Besitz entscheidet. Wer schon ein Wohnmobil, einen Wohnwagen oder ein Zelt im Keller stehen hat, campt praktisch zu Bestpreisen. Wer sich erst ein großes Familienmobil mieten muss, landet preislich schnell auf dem Niveau einer guten Ferienwohnung, wodurch der vermeintliche Spareffekt verpufft.
Zweitens: Je mehr Personen mitreisen, desto stärker verschiebt sich der Vorteil Richtung Camping und Apartment. Der Hotel-Preis steigt linear mit jedem zusätzlichen Kopf, der Camping-Preis dagegen kaum. Für Familien ist das eigene Wohnmobil deshalb nicht nur eine Frage der Romantik zwischen Kiefernwald und Abendsonne, sondern schlicht die günstigste Art zu verreisen. Solo-Reisende dagegen sollten genau nachrechnen – und im Zweifel eher zum Apartment als zum gemieteten Camper greifen.
Am Ende bleibt die schönste Wahrheit des Campings aber ohnehin dieselbe wie am Anfang: Der Blick aus dem Fenster ist meistens besser als jeder Hotelflur – und das kostet nicht mal extra.