Manche Produkte machen Camping bequemer. Andere halten nur den Hintern trocken oder sorgen morgens für Kaffee. Beides kann unterwegs ziemlich wichtig sein. Wir haben praktische Ausrüstung für Zelt und Van ausprobiert.
Lies weiter#257: Verknallt in Maria
Ein Platz in Svendborg und dickes Polster auf der Bank
Gerd kann nicht genug davon bekommen, über Dänemark zu sprechen. Einer seiner Lieblingsplätze auf Fyn ist Svendborg Sund Camping. Das liegt nicht nur an der genialen Lage und am schönen Stellplatz, den er hatte. Es ist vor allem die Chefin des Platzes, die es ihm angetan hat. Maria da Silva ist bereits seit 27 Jahren das Mädchen für alles auf dem Campingplatz. Sie steht an der Rezeption, verkauft im Shop, macht den Platz schön und hält ihn sauber. Sie ist die gute Seele von Svendborg Sund Camping. Im Podcast erzählt Gerd, was man dort machen kann, außer Maria anhimmeln.
Nadine sitzt dagegen wie im 7. Himmel. Sie hat eine neue Couch, die man ganz praktisch zusammenklappen kann. Qeedo hat das gute Stück hergestellt und nennt es „Johnny Cozy„. Ein guter Name für das Schmuckstück. Nadine wollte auf jeden Fall gar nicht mehr aufstehen. Ihr Mann ebensowenig. Und das Kind wollte auch noch dazwischen. Kein Problem, denn die Couch hält bis zu 300 Kilo problemlos aus. Und? Jetzt schon Lust, selbst auf dem Sofa Platz zu nehmen? Oder auf einen Stuhl von Qeedo? Vielleicht in einem neuen Zelt? Dann solltet Ihr jetzt ganz genau aufpassen. Qeedo gibt unseren Hörern eine Runde aus: Wer vom 13.8. bis 27.8. auf der Website von Qeedo einkauft, bekommt 15 Prozent Rabatt. Euer Code lautet „Campermen26„. Das Angebot gilt für alle Produkte des Sortiments außer für Dachzelte. Und: Qeedo hat auch kein Limit genannt, wie voll der Einkaufswagen sein soll. Also: zuschlagen und über tolle Produkte freuen!
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen! https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Links zur Folge:
Dänemark
Svenborg Sund Camping: https://svendborgsund-camping.dk/de/home
Reisbericht Fyn: https://campermen.de/falsled-strand-camping-ein-fast-verstecktes-paradies-am-meer/
Qeedo Sofa und Rabatt
Qeedo: https://www.qeedo.de
Bank „Johnny Cozy“: https://www.qeedo.de/products/johnny-cozy?variant=Z4195
Rabatt-Code: Mit „Campermen26“ bekommt ihr 15 Prozent Rabatt auf Euren Einkauf im Qeedo Webshop. Der Rabatt gilt für alle Artikel im Einkaufswagen – außer für Dachzelte.
Achtung: Die Aktion gilt bis 30. August 2026. Sollte der Gutscheincode nicht akzeptiert werden, besteht kein Anspruch auf eine Erstattung.
Campermen auf Instagram: https://www.instagram.com/thecampermen
Campermen-Radio auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/4exlZlowhPdviX3dU1qQE9?si=8f50e8d4fb8646cf
Johnny Cozy von Qeedo im Test: einfach aufgebaut, doppelt gemütlich
Im Podcast habe ich schon öfter von unserem Campingstuhl-Leid erzählt: Wir besitzen zwar ein Set Campingstühle, die sind allerdings so sperrig und nervig aufzuklappen, dass wir sie oft gar nicht erst aus der Heckgarage geholt haben. Gerade wenn wir nur eine Nacht an einem Ort standen, war uns der Aufwand zu groß und wir haben aus Bequemlichkeit lieber drinnen gefrühstückt. Für unseren letzten Urlaub in Frankreich musste also dringend etwas Neues her! Eine Sitzgelegenheit, die sich unkompliziert transportieren lässt, schnell steht und trotzdem gemütlich ist.
Unsere Wahl fiel auf die Johnny Cozy Double von der Outdoormarke qeedo. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Campingstuhl, sondern um eine zusammenfaltbare Outdoor-Couch für zwei.
Sofa-Feeling für den Campingplatz

Der Zusatz „Cozy“ ist durchaus treffend, denn gemütlich ist die Couch tatsächlich. Sitzfläche und Rückenlehne sind weich gepolstert und super bequem. Der Bezug in dem schicken Farbton Mokka besteht aus Polyester. Mit einer Sitzhöhe von rund 48 Zentimetern sitzt man angenehm hoch. Die Sitzfläche ist beim Double rund 98 Zentimeter breit und 51 Zentimeter tief. Zwei Erwachsene finden dort bequem Platz – bei uns hat sich oft sogar noch das Kind in die Mitte gequetscht.
Das Stahlgestell macht einen stabilen Eindruck und hält laut Hersteller bis zu 300 Kilogramm aus. Praktisch sind außerdem die seitlichen Organizer-Taschen. Smartphone, Sonnenbrille, Buch oder Getränk sind damit schnell griffbereit, ohne dass man extra einen Tisch braucht.
Schnell aufgebaut und trotzdem kompakt




Der größte Vorteil gegenüber unseren alten Campingstühlen zeigt sich beim Aufbau: Die Johnny Cozy Double steht wirklich in wenigen Sekunden. Sie lässt sich zusammenfalten und anschließend in der mitgelieferten Rucksack-Packtasche verstauen. Das Packmaß beträgt 100 × 33 × 28 Zentimeter, das Gewicht liegt bei 8,65 Kilogramm. Damit ist sie zwar schwerer als ein einzelner Faltstuhl, lässt sich durch die Rucksacktasche aber bequem tragen und kann zum Beispiel auch mal zum Strand mitgenommen werden.
Unser Fazit
Für uns löst die Johnny Cozy Double tatsächlich unser langjähriges Campingstuhl-Dilemma: Draußen sitzen wollen, aber keine Lust auf großes Auf- und Abbauen haben. Die Couch ist schnell aus der Tasche geholt und bietet gleichzeitig deutlich mehr Gemütlichkeit als ein klassischer Faltstuhl. Anders als unsere alten Campingstühle bleibt die Johnny Cozy Double garantiert nicht ungenutzt in der Heckgarage. Mit 99,95 Euro (UVP) ist sie zudem ein echtes Schnäppchen.
15 % Rabatt für Campermen-Hörer
Ihr wollt die Johnny Cozy Double oder ein anderes Produkt von qeedo selbst ausprobieren? Als Campermen-Hörer bekommt ihr mit dem Rabattcode CAMPERMEN26 bis zum 26. August 2026 15 % Rabatt auf alle qeedo-Produkte, ausgenommen Dachzelte. Hier geht es direkt zum Shop: https://www.qeedo.de
Der Rabattcode kann einmal pro Kunde eingelöst werden. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht, allerdings ist der Rabatt nicht mit anderen Aktionen oder Rabatten kombinierbar.
Links
Qeedo: https://www.qeedo.de
Johnny Cozy Double (Sofa): https://www.qeedo.de/products/johnny-cozy?variant=Z4195
#256: Bonjour la Normandie
Nadine nimmt uns mit nach Frankreich

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Henning und Reinald sind unterwegs, dafür ist Nadine zurück. Sie hat für diese Folge ein paar akustische Reiseandenken aus Frankreich mitgebracht. Auf dem Weg in die Normandie hat sie zuerst beim Disneyland bei Paris halt gemacht. Schließlich ist ihre Tochter ein großer Fan von „Toy Story“ & Co.. Und auch Nadine hat sich über schöne Begegnungen gefreut. Übernachtet hat sie auf einem Parkplatz ganz in der Nähe. Spannender sind allerdings die Campingplätze an der herrlichen Atlantik-Küste. Zwei davon stellt Nadine in dieser Folge vor. Außerdem gibt es noch Tipps für einen Tagesausflug auf die Kanal-Inseln.
Tarran T1 Pro im Test

© Gerd Blank // Campermen
Gerd war auch unterwegs Sein Campingfahrzeug der Wahl ist das T1 Pro von Tarran. Das Lastenrad hat einen E-Antrieb, eine große Ladebox und ganz viel technischen Schnickschnack. Ein Fest für Gerd, der Gadgets liebt, vor allem wenn sie Bluetooth und USB-Anschlüsse haben. Das T1 ist in Prinzip ein Smartphone, auf dem man radeln kann. Und da Sicherheit auch auf zwei Räder extrem wichtig ist, gibt es Sensoren, Kameras und für den Kindertransport Sitze und Gurte. Im Podcast spricht Gerd über seine Erfahrungen mit dem ganz besonderen Bike, im Blog hat er darüber geschrieben.
Also anschnallen, zurücklehnen, die Fahrt geht auch schon los.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen! https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Links zur Folge:
Frankreich
Camping Les Miles: https://www.campinglesmielles-surtainville.fr
Camping de Jonville: https://www.camping-jonville.fr
Disneyland Paris: https://www.disneylandparis.com/de-de
Parkplatz beim Disneyland Paris (via Park4Night): https://park4night.com/en/place/697
E-Lastenrad T1 Pro von Tarran
Website von Tarran: https://tarranbikes.com
T1 Pro: https://tarranbikes.com/pages/tarran-t1-pro
Rezension „Wenn das iPhone ein Lastenrad wäre“: https://campermen.de/tarran-t1-pro-im-test-wenn-das-iphone-ein-lastenrad-waere/
Campermen auf Instagram: https://www.instagram.com/thecampermen
Campermen-Radio auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/4exlZlowhPdviX3dU1qQE9?si=8f50e8d4fb8646cf
Ratgeber: Das kostet der Camping-Urlaub
Ist Camping wirklich so viel günstiger als ein Hotel-Urlaub? Das Ergebnis kommt auf die eigene Situation an: Reist man alleine oder mit Familie? Besitzt man bereits ein Campingfahrzeug oder will eines kaufen? Wie oft ist man überhaupt unterwegs? Wir haben verglichen – und das Ergebnis mag ein paar Urlauber überraschen.
Es gibt diesen einen Moment auf jedem Campingplatz. Der Nachbar mit dem 15 Jahre alten VW-Bus steht am Kaffeekocher, während drei Stellplätze weiter ein nagelneuer Liner-Bus mit ausfahrbarer Markise, Sat-Schüssel und Klimaanlage brummt. Beide behaupten steif und fest: „Camping ist günstig.“ Beide haben irgendwie recht, aber beide könnten sich auch gewaltig täuschen. Zeit, mal ehrlich durchzurechnen, was so ein Campingleben tatsächlich kostet. Und ob man dafür nicht doch besser gleich ins Hotel hätte fahren sollen.
Im Schnitt kostet ein Urlaubstag mit dem eigenen Reisemobil rund 85 Euro. Eine Ferienwohnung liegt bei etwa 105 Euro, ein Hotelaufenthalt knackt locker die 125-Euro-Marke pro Tag. Klingt nach einem klaren Sieg fürs Camping – und ist es meistens auch. Aber „meistens“ ist hier das entscheidende Wort. Denn zwischen dem Camper-Besitzer, der seit Jahren treu seinen Bulli fährt, und der Familie, die sich für zwei Wochen einen Camper mietet, liegen finanzielle Welten.
Eigentum schlägt Miete – immer
Der wichtigste Fakt zuerst, weil er über allem steht: Wer sein Fahrzeug bereits besitzt, campt praktisch unschlagbar günstig. Ein Stellplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen gibt schon immer noch an vielen Orten ab 20 bis 35 Euro pro Nacht, manchmal sogar pauschal, also unabhängig davon, ob eine Person oder eine ganze Familie drin schläft. Das ist der Trick, den viele Reiseveranstalter am liebsten unter den Tisch fallen lassen würden.
Wer sich hingegen erst einen Camper mieten muss oder neu anschafft, verliert diesen Vorteil schnell wieder. Mietgebühren von 70 bis 140 Euro am Tag plus Servicepauschalen fressen die Ersparnis regelrecht auf. Ein kleiner Campervan schlägt für Solo-Reisende schon mit 60 bis 90 Euro täglich zu Buche, in der Hauptsaison wird’s sogar noch teuer – bevor überhaupt ein Stellplatz bezahlt ist. Da wird aus der vermeintlichen Sparvariante schnell ein Urlaub, der genauso viel kostet wie ein ordentliches Apartment.
Faustregel: Wertverlust, Versicherung, Standplatz im Winter, Wartung sind Fixkosten, die auch anfallen, wenn das Fahrzeug in der Garage steht. Wer mehrmals im Jahr campt, verteilt diese Kosten auf viele Reisetage und drückt den Tagespreis spürbar. Wer nur einmal jährlich für zwei Wochen unterwegs ist, sollte ehrlich nachrechnen, ob sich Kauf und Unterhalt überhaupt lohnen, oder ob Mieten (trotz der höheren Tagespreise) am Ende günstiger ist, weil eben keine Fixkosten das restliche Jahr über anfallen.
Und was, wenn ich neu kaufe?
Jetzt kommt der Moment, an dem viele Rechnungen im Netz gerne mal wegschauen: der Neupreis. Ein neues Reisemobil mittlerer Kategorie kostet schnell 60.000 bis 80.000 Euro, ausgestattete Familienmodelle auch deutlich mehr. Zieht man davon den typischen Wertverlust ab – gerade in den ersten Jahren oft 15 bis 20 Prozent jährlich –, kommen allein durch die Abschreibung schnell 8.000 bis 12.000 Euro Kosten pro Jahr zusammen. Rechnet man Finanzierungszinsen, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und einen Stellplatz für die restlichen elf Monate im Jahr dazu, landet man nicht selten bei einer Fixkosten-Summe von 12.000 bis 15.000 Euro jährlich – bevor überhaupt ein Liter Diesel getankt wurde. Verteilt auf, sagen wir, drei Wochen Jahresurlaub, frisst das den gesamten Preisvorteil gegenüber Hotel oder Ferienwohnung locker wieder auf.
Der Neukauf lohnt sich also fast ausschließlich für Vielfahrer: Wer nicht nur zweimal im Jahr in den Urlaub startet, sondern auch an Wochenenden, Feiertagen und spontanen Kurztrips regelmäßig unterwegs ist, drückt den Tagespreis durch die schiere Nutzungshäufigkeit deutlich nach unten. Bei 80 bis 100 Reisetagen im Jahr können die Fixkosten pro Tag durchaus auf ein konkurrenzfähiges Niveau sinken. Wer dagegen nur gelegentlich campt, fährt mit einem gut erhaltenen Gebrauchten oft deutlich besser: Der größte Wertverlust ist bereits von den Erstbesitzern getragen worden, und man steigt preislich näher an dem 20-bis-35-Euro-Stellplatz-Idyll ein, das Camping eigentlich so attraktiv macht.
Und was ist mit dem Zelt?

Wer jetzt denkt, das alles klingt nach einer Wohnmobil-Werbeveranstaltung: Keine Sorge, das klassische Zelt hat seinen eigenen, unschlagbaren Platz in dieser Rechnung. Kein Wertverlust, keine Versicherungspolice, kein Diesel, der beim Blick auf die Tankanzeige Schweißperlen verursacht. Ein gutes Zelt ist eine einmalige Anschaffung, die über Jahre hält, und Stellplätze für Zeltcamper sind auf den meisten Plätzen die günstigste Kategorie überhaupt. Wer mobil, minimalistisch und mit dem kleinsten Budget unterwegs sein will, kommt am Zelt kaum vorbei. Der Preis dafür: weniger Komfort, mehr Wetterabhängigkeit, und mit mittelmäßiger Ausrüstung merkt sich der Rücken jede Nacht auf der Isomatte.
Solo unterwegs: Wenn der Vorteil zusammenschrumpft
Für Alleinreisende zeigt sich das Camping-Argument von seiner zerbrechlichsten Seite. Klar, Hotels verlangen gerne unfaire Einzelzimmer-Zuschläge. Dieses Ärgernis kennen,Camper und Ferienwohnungs-Fans nicht, weil dort nach Stellplatz beziehungsweise Objekt abgerechnet wird, nicht nach Kopf. Das spricht für Camping. Doch sobald ein Fahrzeug gemietet werden muss, trägt der Solo-Reisende die kompletten Mietkosten allein, da es keinen Beifahrer gibt, mi dem man diese teilen kann. Rechnet man das durch, landet man bei täglichen Kosten von 115 bis 155 Euro für den gemieteten Camper. Zum Vergleich: Ein Apartment kostet als Solo-Reisender im Schnitt 80 bis 120 Euro, ein Hotelzimmer 110 bis 180 Euro. Sprich: Für Alleinreisende ohne eigenes Fahrzeug ist ein Apartment oft die smartere, weil günstigere und komfortablere Wahl. Nur wer bereits einen kleinen Camper besitzt, spielt hier wirklich in der günstigsten Liga mit Tagespreisen zwischen 45 und 65 Euro.
Familien: Hier zeigt Camping seine wahre Stärke
Ganz anders sieht die Rechnung aus, sobald Kinder mit an Bord sind. Hier entfaltet Camping seinen sogenannten Skalierungseffekt – und der hat es in sich. Der Grund ist simpel: Ob zwei oder vier Personen im eigenen Wohnmobil sitzen, ändert an den Fixkosten fürs Fahrzeug nichts. Auch Campingplätze rechnen häufig pauschal ab oder verlangen eine relativ geringe tagespauschal für jede Person: Ein Basispreis pro Stellplatz inklusive zwei Erwachsener, Kinder kosten oft nur einen kleinen Aufpreis von fünf bis zehn Euro. Damit landet eine Familie mit eigenem Fahrzeug bei rund 90 bis 130 Euro am Tag.
Im Hotel dagegen schlägt der Multiplikator gnadenlos zu: Jede Person zahlt mit, und spätestens wenn die Kinder zu groß fürs Beistellbett sind, sind zwei Zimmer oder eine teure Familiensuite fällig. Die Folge: 220 bis 420 Euro pro Tag, fast das Dreifache des Camping-Preises. Auch Restaurantbesuche für vier Personen, dreimal täglich, summieren sich gnadenlos.
Camping und Apartment punkten hier zusätzlich mit einem simplen, aber wirkungsvollen Vorteil: Selbstversorgung. Und im Wohnmobil „fährt die Küche immer mit“ – selbst auf der Fahrt entfallen teure Stopps an der Raststätte, weil das Pausenbrot eben schon im Kühlschrank liegt.
| Reiseform | Solo (Ø pro Tag) | Familie mit 2 Kindern (Ø pro Tag) | Größter Kostentreiber |
|---|---|---|---|
| Camping (eigenes Fahrzeug) | 45–65 € | 90–130 € | Pauschalpreis pro Stellplatz, nicht pro Kopf |
| Camping (gemieteter Camper) | 115–155 € | 190–260 € | Hohe Mietgebühren + Servicepauschalen |
| Apartment / Ferienwohnung | 80–120 € | 140–220 € | Endreinigung, Nebenkosten, Größe |
| Hotel (inkl. Frühstück) | 110–180 € | 220–420 € | Preis pro Kopf, oft zwei Zimmer nötig |
Das Fazit
Zwei Dinge sollte man sich merken, bevor man den nächsten Urlaub bucht:
Erstens: Besitz entscheidet. Wer schon ein Wohnmobil, einen Wohnwagen oder ein Zelt im Keller stehen hat, campt praktisch zu Bestpreisen. Wer sich erst ein großes Familienmobil mieten muss, landet preislich schnell auf dem Niveau einer guten Ferienwohnung, wodurch der vermeintliche Spareffekt verpufft.
Zweitens: Je mehr Personen mitreisen, desto stärker verschiebt sich der Vorteil Richtung Camping und Apartment. Der Hotel-Preis steigt linear mit jedem zusätzlichen Kopf, der Camping-Preis dagegen kaum. Für Familien ist das eigene Wohnmobil deshalb nicht nur eine Frage der Romantik zwischen Kiefernwald und Abendsonne, sondern schlicht die günstigste Art zu verreisen. Solo-Reisende dagegen sollten genau nachrechnen – und im Zweifel eher zum Apartment als zum gemieteten Camper greifen.
Am Ende bleibt die schönste Wahrheit des Campings aber ohnehin dieselbe wie am Anfang: Der Blick aus dem Fenster ist meistens besser als jeder Hotelflur – und das kostet nicht mal extra.




