Yeelight Candela: Diese Kerze steht unter Strom

Manchmal darf man in einer Partnerschaft auch unterschiedlicher Meinung sein. Nein, ich meine jetzt nicht Henning, sondern meine Frau. Als ich ihr von der Stromkerze erzählt, sagte sie nur „aha“ und zog ganz leicht eine Augenbraue hoch. Als ich ihr das Ding dann zeigte, kam nur ein gespieltes „Oh, wie schön“ aus ihrem Mund. In einer Tonart, die ganz klar das Gegenteil meint. Was soll ich sagen: In diesem Fall ist mir das egal, ich mag die Candela. Aber vielleicht sollte ich die Geschichte mal von Anfang an erzählen.

Henning ist der Lichtmeister. Als er in der Campermen-Folge 39 das schöne Tischfeuer von Höfats vorgestellt hat, war ich zwar nicht neidisch, aber ich wollte auch ein neues Licht für den Camper haben. Ich habe keine Lust, immer ein Brennmittel dabei zu haben. Ich sollte wohl eher sagen: noch ein Brennmittel. Ich habe Gasflaschen an Bord, dann noch Holzkohle und schließlich auch noch Petroleum für eine alte Leuchte. Ich möchte eine Lampe mit Strom. Oder besser, eine Kerze, die ich aufladen kann und nicht anzünden muss. Gefunden habe ich die Candela von Yeelight. Im Prinzip handelt es sich um ein LED-Licht mit Akku. Allerdings ist das Licht so sanft, als würde eine Kerze brennen.

© Gerd Blank

Bei der Candela handelt es sich um einen Zylinder aus Metall und Kunststoff. Im schweren Sockel befindet sich der Akku, da drauf sitzt die Lampe in einem Metallgitter, darüber steckt eine durchsichtige Röhre. Die sieht zwar aus, als wäre sie aus Glas, leider handelt es sich lediglich um schnödes Plastik. Der Vorteil ist sicher das geringe Gewicht und das Mehr an Robustheit. Aber insgesamt verströmt die Lampe so viel Sinnlichkeit wie ein medizinisches Instrument. Jedenfalls solange sie ausgeschaltet ist. Am Boden der Lampe befindet sich der On-Schalter. Und dann ist sie plötzlich da, die Kuschelstimmung. Naja, in meinem Haushalt ist das eine Einzelmeinung.

Die Candela hat sogar einen Dimmer: Wird der Plastikkolben gedreht, verändert sich die Lichtstärke. Und wenn dieser erst in eine Richtung und dann ganz kurz in die andere Richtung gedreht wird, beginnt die Lampe leicht an zu flackern, eben wie eine Kerze – nur nicht so natürlich, sondern fast rhythmisch. Ich mag die Lampe, vielleicht auch deshalb, weil sie smart ist. Intelligente Technik gehört schließlich zu meinem Job – und ich freue mich immer, wenn sie dabei nicht so wie ein Streber aussieht. Die Candela hat Bluetooth und es gibt eine App, mit der sie ferngesteuert werden kann. Also im Prinzip kann ich dann mit der App genau das machen, was ich auch per Hand mache: das Licht dimmen. Um das zu machen, muss ich die App starten, eine Bluetooth-Verbindung muss bestehen und schon kann es losgehen. Nun ja, ich habe es einmal probiert und dann die App wieder deinstalliert. Irgendwie macht diese Funktion bei einer Lampe wenig Sinn, wenn diese gleich neben einem stehen soll. Ein Wohnmobil ist halt nicht so groß.

Hätte ich bis zu 30.000 dieser Lampen, sähe die Sache sicher anders aus. Denn das ist die Anzahl der Candelas, die laut Yeelight miteinander per App synchronisiert werden können. Ich stelle mir gerade vor, wie ich diese Lampen erst einmal platziere, dann den Strom anschalte und so eine Lampe nach der anderen zum Leuchten bringe. Wenn ich für jede Lampe drei Sekunden benötige (ich kann ganz schön schnell sein, wenn ich will), würde ich insgesamt 24 Stunden brauchen, um alle 30.000 Lampen anzuschalten. Dumm nur, dass der Akku maximal 6 Stunden hält. Und wahrscheinlich hätte ich eh ein Platzproblem in meiner Wohnung, geschweige denn in meinem Camper.

Aber eine Lampe? Kein Problem, die passt. In meinem Arbeitszimmer darf sie stehen und leuchten, ohne dass meine Frau damit ein Problem hat. Und wenn ich mit ihr das nächste Mal mit dem Camper unterwegs bin, werde ich die Candela einfach Abends aus der Verpackung nehmen, auf den Tisch stellen und sie ein bisschen flackern lassen. Ich wette, sie wird das Licht auch genießen – und den klinischen Look ignorieren.

Mehr Infos
Preis: 60 Euro
Website von Yeelight: www.yeelight.de
Infos zur Lampe: Stimmungsleuchte Candela

Bequem liegen mit Klymit: Ab auf die Isomatte

Wer Campermen schon eine Weile folgt, weiß, dass ich ein Sitzenbleiber bin. Ich mag es bequem. Darum hatte ich hier schon mehrfach über passende Sitzgelegenheiten berichtet, zum Beispiel in der ersten Folge über eine Luftpolster-Couch oder in Folge 41 über den Outwell Grenada. Aber tatsächlich lege ich mich auch gerne mal einfach hin. Ihr wisst schon, alle Viere von mir strecken, chillen in der Horizontalen. Im Sommer brauche ich da nicht viel, da darf es auch gerne mal der Outdoor-Teppich sein, der eigentlich immer an Bord ist. Aber wenn es ein paar Grad kühler wird, sollte es schon aufgrund der Bodenkälte etwas wärmer sein. Ich will mir doch nicht meine Nieren verkühlen und eine Blasenentzündung bekommen. Ach ja, ich höre Henning schon „Mimimi“ sagen…

© Gerd Blank

In meinem Camping-Lager habe ich aus alten Zelter-Zeiten noch fantastische Iso-Matten liegen. Das Problem an Dingern: Die sind zwar bequem und warm, aber sie nehmen unglaublich viel Platz weg. Auf der Suche nach einer leichteren und kleineren Matte bin ich auf Klymit gestoßen. Mich hat aber nicht nur das Versprechen gelockt, dass diese Matten besonders leicht und bequem sein sollen, auch der Look hat mich sofort angesprochen. Bei Klymit gibt es Iso-Matten in unterschiedlichen Größen und für verschiedene Zwecke. Und sie haben oft einen sehr ungewöhnlichen Shape. Schaut Euch mal die Website an, ihr werden staunen, was es gibt und was überhaupt möglich ist. Die meisten Matten sind für mich allerdings einen Tick zu klein. Mit meinen 193 cm ragen entweder Füße oder der Kopf hinaus. Darum habe ich mich für die Static V Luxe entschieden, die genau meiner Größe entspricht. Zusätzlich ist sie isoliert, wodurch auch ein kalter Boden nicht sonderlich stört.

Mit jedem Atemzug wird’s geiler

Das Packmaß der nicht einmal 1000 g leichten Matte ist winzig. Zusammengerollt und im Beutel verpackt nimmt die Matte im Wagen weniger Platz ein als einer meiner Red-Wing-Boots (ja, auch meine Füße sind groß). Beim Auspacken war ich erst ein wenig überrascht, wenn nicht sogar leicht enttäuscht. Ich dachte, dass die Oberfläche der Matte weicher wäre. Stattdessen fühlt sich die Static V erst einmal an wie eine ganz normale Luftmatratze. Doch sobald ich mit ein paar tiefen Atemzügen Luft in die Matratze blies und sie immer weiter füllte, war ich – Puster um Puster – immer begeisterter.

Das Ventil ist nicht perfekt für das Aufpusten per Mund geeignet, denn es ist dafür eigentlich zu groß. Aber zum Glück ist es ein Klapp-Ventil: In der richtigen Stellung bleibt die Luft in der Matte, selbst wenn der nächste Puster nicht perfekt sitzt. Ist genug Luft drin, wird noch ein kleiner Deckel festgeklickt. Dadurch kann man auch nicht versehentlich das Ventil öffnen. Das von Klymit patentierte Luftkammerdesign in V-Form ist zwar erst einmal ungewöhnlich, aber als ich mich auf die Matte gelegt habe, hat sich mir das Konzept sofort erschlossen. Ganz gleich, in welcher Position ich liege ,es ist immer bequem. Normalerweise schlafe ich auf der Seite. Das führt dazu, dass ich nach einer Nacht auf einer dünnen Matten fast immer an irgendeiner Stelle des Körpers ein spürbares Zipperlein habe. Nicht so bei der Klymit: Die Luftwaben gaben mir immer perfekten Halt.

Kalt? Nee, cool!

Aber auch, wenn die Matte eigentlich zum Schlafen da ist und Zelter, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind, sich kaum besser betten können, als auf dieser Matte – für mich ist es eher eine Chill-Unterlage. Ich möchte das Teil an den Strand oder in den Wald nehmen. Kopfhörer auf, den Blick in die Wolken – und schon bin ich glücklich. Die Static V erlaubt mir das nun auch bei niedrigen Temperaturen. Klymit nennt das Klymalite Synthetic Insulation. Gemeint ist, dass die sehr leichte, komprimierbare und hochmoderne synthetische Isolierung den Wärmeaustausch zwischen der Liegeseite und der Bodenseite stark verlangsamt und für ein gute Isolation sorgt. 

© Gerd Blank

Aber nicht nur ich mag es bequem. Wie heißt es so schön: Wie der Herr, so’s Geschirr. Mein Hund, der eigentliche Chef in meinem Haushalt, braucht ebenfalls einen Chill-Platz. Klymit hat dafür das Hundebett Moon Dog im Angebot. Das gibt es in zwei Größen, für meinen Hund reicht die kleine Variante, auch wenn er sich manchmal wie ein übergroßer Macker benimmt. Das Bett bestett aus zwei Teilen: Eine halbrunde Isomatte mit verschiedenen Luftkammern. Die Kante ist ein bisschen dicker als der Innenbereich, damit Hunde sich dort fast wie in eine kleine Vertiefung hineinlegen können. Dazu gibt es einen Polyester-Bezug mit weicher Fleece-Oberfläche. Die aufgepumpte Matte wird einfach hineingeschoben – fertig ist das mobile Hundebett. Was soll ich sagen: Kaum lag das Teil im Park auf dem Rasen, ist mein Hund sofort auf seinen Platz gegangen – und hat sich dort mit einem zufriedenen Grunzgeräusch hingelegt. Passt.

Das Hundebett wiegt gerade einmal ein halbes Kilo, zusammengepackt ist es im Beutel ziemlich klein und passt locker in die Ausflugstasche oder in den Wanderrucksack. Auch wenn man Abends ins Restaurant geht und dem Hund „seinen“ Platz einrichten möchte, bietet sich die kleine Hundematte an. Sie ist mit wenigen Atemzügen aufgepustet und der Hund hat es dann bequem. Die Luftkammern sind groß genug, dass Bodenkälte eine ganze Weile keine Rolle spielt. Und das Material ist sehr robust: Die Oberfläche kann abgespült und der Bezug gewaschen werden. Ich hätte mir allerdings eine größere Farbauswahl gewünscht, der graue Fleece-Bezug ist zwar praktisch, aber nicht sonderlich attraktiv.

Königsplatz für den Pascha. © Gerd Blank

Kommen wir zum nicht ganz so angenehmen Teil: Klymit möchte für die Matte 175 Euro haben. Das ist sie sicher auch wert – aber wenn ich ehrlich bin, ist die Static für meine Zwecke qualitativ überdimensioniert. Sie ist für mich eher eine luxuriöse Pausenmatte, die sicher die meiste Zeit nur unbenutzt mitfährt – und dafür wäre mir der Spaß deutlich zu teuer. Allerdings möchte ich im nächsten Jahr mal wieder mit leichtem Gepäck zelten gehen. Vielleicht die Elbe mit dem Fahrrad entlang, immer in Richtung Süd-Osten. Übernachten möchte ich dann auf kleinen Zeltplätzen – ganz bequem auf der Matte von Klymit.

Auch das Hundebett ist kein Schnapper, 75 Euro kostet die Iso-Matte im Doggystyle. Aber ich habe da schon ganz andere Summen für den Streuner bezahlt – ich muss nur das ganze Spielzeug zusammenrechnen, dass der Kerl verloren oder zerstört hat. Wahrscheinlich werde ich das Hundebett häufiger nutzen, als die große Isomatte. Und dann passt das auch mit dem Preis.

Weitere Infos zum Unternehmen und den Produkten
Klymit-Website: https://klymit.de
Iso-Matte: INSULATED STATIC V LUXE
Hundbetts: MOON DOG S/M

Dachzelt Special

Ich fahre nun seit fast zwei Jahren ein Dachzelt, das eine Mischung aus Klappzelt und Hartschale ist. Ich war damit schon zwei Mal in Süd-Frankreich und viel in Deutschland und an der Nord und Ostsee-Küste unterwegs. Nach all den Reisen kann ich nur sagen, die Kombination aus Bus und Dachzelt ist für mich unschlagbar. Vor allem, weil die Anschaffung und Montage eines Dachzeltes meistens günstiger ist als das Dach seines Busses aufzuschlitzen, um ein Hubdach einzubauen. Über die Zeit habe ich einige Erfahrungen mit meinem Dachzelt gemacht und möchte euch in diesem Beitrag einige Tipps geben, falls ihr auch überlegen solltet, in das Camp der Dachzelter zu ziehen. 

Vor der Anschaffung

Bevor ihr euch ein Dachzelt anschafft, solltet ihr ein Paar Dinge beachten: 
1) Zulässige Dachlast eueres Fahrzeug
2) Dynamische und statische Dachlast
3) Das System des Dachzeltes
4) Wie oft nutzt ihr das Dachzelt und bleibt es montiert?
5) Materialien
6) Einwandiges- oder Mehrwandiges-Zelt
7) Schlafrichtung und Anordnung Ein- und Ausgang
8) Hat das Dachzelt eine unterlüftete Matratze?
9) Pflege
10) Gebrauchtes Dachzelt kaufen?

1) Wie erfahre ich die zulässige Dachlast meines Autos? 

Die Angabe zur Dachlast ist nicht im Fahrzeugschein oder der Zulassungsbescheinigung Teil1 (ist das Gleiche) aufgeführt, sondern findet sich in der Bedienungsanleitung. Solltet ihr die nicht mehr haben, erkundigt euch einfach bei einer Vertragswerksatt oder in einem der zahlreichen Foren. Hier einige Dachlasten (ohne Gewähr) gängiger Fahrzeuge.

Audi A4: 90 Kg
BMW 3er, VW Golf, Nissan Qashqai: 75 KG
Mazda, Mercedes E-Klasse, S-Klasse, R-Klasse und ML: 100 KG
VW T5: 100 KG (2 Träger) / 150 KG (4 Träger)

Wie ihr beim T5 sehen könnt variiert die Dachlast je nach Anzahl der Träger. Das ist dann Hilfreich, wenn ihr plant neben dem Dachzelt vielleicht auch noch einen Kanister, ein Solarpanel oder einen Ersatzrad zu transportieren. 

2) Dynamische und statische Dachlast

Die dynamische und statische Dachlast unterscheidet das Gewicht bei der Fahrt (dynamisch) und im Stillstand (statisch). Grundsätzlich bezieht sich die Dachlast in der Bedienungsanleitung auf den dynamischen Wert, also wie viel Gewicht bei einem Fahrenden Auto auf dem Dach transportiert werden kann. Der statische Wert ist meist höher, wird aber nur selten in der Bedienungsanleitung ausgewiesen. Bei meinem T5 schlafen wir in der Regel mit zwei Erwachsnen, einem Kind und manchmal auch einem Hund auf dem Dach. Mein Dachzelt liegt auf zwei Trägern (4 Aufnahmepunkte) und die zugelassene Dachlast überschreiten wir bei voller Besetzung deutlich. Das macht aber nichts, da die Statische Dachlast in der Regel höher ist als die Dynamische. 

Faustregel: 
Dynamische Dachlast x 2 = Statische Dachlast

Die Faustregel klappt bei meinem T5 sehr gut. Achtet aber in jedem Fall darauf, die dynamische Dachlast bei Fahrt nicht zu überschreiten, da es sonst zu Schäden kommen kann. 

3) Das System des Dachzeltes

Dachzelte gibt es mit Hartschale, zum Aufklappen und eine Mischung aus beidem. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Hier ein kleiner Überblick:

Aufklappbares Dachzelt


Dachzelte zu aufklappen sind in der Regel kleiner und leichter als andere Systeme, was besonders bei kleinen Autos ein Vorteil sein kann, da die Fläche des Zeltes nicht zu weit über das Auto hinausragt. Das ist auch dann praktisch, wenn ihr auf eurem Dachträger nicht nur das Dachzelt transportieren wollt. In der Regel sind diese Zelte mit einer Persenning vor Regen geschützt, was Auswirkungen auf eure Reisegeschwindigkeit haben kann. Häufig sind Dachzelte mit einer Schutzplane nur für Geschwindigkeiten bis 100 km/h zugelassen. Auch der Auf- und Abbau dauert bei einem solchen Zelt in der Regel etwas länger.

Vorteile: 
Günstiger als andere Systeme (ab 1.000€)
Kleine Grundfläche / geringeres Gewicht / geeignet auch für kleine PKW

Nachteile: 
Auf- und Abbauzeit länger als bei anderen Systemen
Höchstgeschwindigkeit geringer als bei anderen Systemen

Hartschalen Dachzelte

Dieser Typ Dachzelt ist, wie der Name schon sagt, unter einer Hartschale geschützt. Der Klassiker in dieser Kategorie ist das Maggiolina von Autohome. Hier hebt sich die gesamte Hartschale, das Zelt entfaltet sich und das Dachzelt ist aufgebaut. Das geht blitzschnell und bequem. Jetzt nur noch eine Leiter anstellen und fertig. Hartschalen-Zelte gibt es aber auch zum Aufklappen an nur einer Seite. Bei diesen Modellen ist es wie beim Aufstelldach eines VW-Busses und sieht in etwa so aus, wie ein Blasebalg mit dem man ein Feuer anheizt. Alle Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell auf- und abgebaut werden können und dank der Hartschale auch etwas höhere Endgeschwindigkeiten vertragen können. Bei Hartschalen-Zelten sind Höchstgeschwindigkeiten bis 130 km/h erlaubt. Einige Hersteller verbauen sogar Verbundkunststoffe (GFK) für ihre Hartschalen. Das hat den Vorteil, dass ihr auf der Hartschale noch etwas transportieren könnt und die Haltbarkeit der Schale höher ist.

Vorteile: 
Schneller Auf- und Abbau
Einfache Bedienung
Höhere Endgeschwindigkeit

Nachteile:
Hoher Preis (ab 1.600€)
Größere Grundfläche, nicht für alle PKW geeignet

Mischformen


Eine Kombination aus beiden Modellen sind klappbare Dachzelte mit einer Hartschale. Sie verbinden beide Konzepte in einem. Die Hartschale schützt und erlaubt schnellere Endgeschwindigkeit, durch Ausklappen der Liegefläche entfaltet sich zusätzlicher Platz, und der Aufbau ist relativ einfach. 

4) Wie oft nutzt ihr das Dachzelt und bleibt es montiert?


Dachzelte lassen sich nicht mal so eben auf das Dach „werfen“. Egal für welches Modell ihr euch entscheidet, sperrig und schwer sind sie alle. Solltet ihr das Zelt auf und abbauen wollen, weil ihr sonst nicht mehr in die Garage kommt, ist ein Dachzelt vielleicht nicht das Richtige. Denn wenn die Montage jedes Mal zum Stress wird, wird sich das voraussichtlich negativ auf die Nutzung des Zeltes auswirken. Überlegt euch daher gut, wie ihr das Zelt nutzen wollt. Mein Zelt bleibt das ganze Jahr auf dem Dach.
 

5) Materialien

 
Achtet beim Kauf des Zeltes auf die Materialien. Empfehlenswert ist es, sich das Zelt bei einem Händler anzuschauen, nur so könnt ihr die Qualität und auch die verwendeten Materialien einschätzen. Sprühkleber und minderwertige Matratzen können unschöne Ausdünstungen erzeugen, die ihr nicht jede Nacht im Zelt einatmen wollt. 
Auch die verwendeten Stoffe sind wichtig. Polyester trocknet schneller, ist dafür aber nicht so atmungsaktiv. Das kann gerade in unseren Breiten von Vorteil sein. In Afrika werden überwiegend Zelte aus Baumwollstoff verwendet. Die sind atmungsaktiv, trocknen dafür deutlich langsamer. 
Je nach Stoff variiert auch die Lichtdurchlässigkeit. Wer einen leichten Schlaf hat oder Kinder die noch jünger sind, sollten darauf achten einen möglichst lichtundurchlässigen Stoff zu wählen. So findet der Filius auch im Hochsommer zur gewohnten Zeit in den Schlaf und Mama und Papa haben noch etwas Zeit für sich. 

6) Einwandiges- oder Mehrwandiges-Zelt


Wie der Name schon sagt, gibt es Modelle mit einer oder mehreren Wänden. Meistens handelt es sich dabei um das Dach, welches besonders gut vor Regen schützen soll. Bei einwandigen Modellen ist der Stoff in der Regel sehr gut imprägniert und nicht sehr atmungsaktiv. Der Nachteil ist eine erhöhte Kondenswasser-Entwicklung, die sich im Zelt niederschlägt, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Daher solltet ihr bei einwandigen Zelten gut darauf achten, welche Lüftungsmöglichkeiten es gibt. Bei Fenstern solltet ihr immer schauen, ob sie auch bei Regen geöffnet bleiben können, damit auch dann die Belüftung funktioniert. Klappen über den Fenstern sollten daher immer von unten nach oben aufgerollt werden können. So erfüllt die Klappe auch bei Regen noch ihren Dienst und die Belüftung ist bei offener und herunterhängender Klappe möglich. Am Eingang des Zeltes sollte die „Tür“ und Moskitonetz auch immer nach oben zu rollen sein, damit ihr nicht bei jedem Einsteigen über die Zelthaut klettern müsst.
 

Tipp: Grundsätzlich empfiehlt es sich Nachts immer Tür und Fenster etwas geöffnet zu lassen, damit genug Luftaustausch stattfinden kann und der das Zelt im Innenraum nicht feucht wird. 

7) Schlafrichtung und Anordnung des Ein- und Ausgangs


Bei manchen Dachzelten ist es angesichts der Maße und Konstruktion unvermeidbar, dass eine Person am Eingang liegt und die andere dahinter. Eigentlich kein Problem, aber wenn in der Nacht bei der hinteren Person die Toilette rufen sollte, ist das ganze Zelt wach. Es sind diese Kleinigkeiten, die den Unterschied machen können 😉

8) Hat das Dachzelt eine unterlüftete Matratze?


Bei herkömmlichen Betten verwendet man ein Lattenrost. Bei Dachzelten gibt es häufig Profile unter der Matratze, die zur Durchlüftung und Isolation dienen. Zusätzlich wird der Schafkomfort durch eine Unterkonstruktion erhöht. Nehmt daher wenn es euer Budget erlaubt ein Zelt mit Unterlüftung der Matratze. 
Bei Zelten, die keine Unterkonstruktion haben, entsteht durch die Kältebrücke Niederschlag zwischen Zeltboden und Matratze. Wie in der Sauna schlägt sich die Feuchtigkeit der Atemluft aus dem Zelt an der Stelle nieder, die am kältesten ist. Das Problem lässt sich lösen, indem ihr Dämm-Material (z.B. Armaflex) einsetzt. Mein Dachzelt hatte keine Unterkonstruktion und ich habe mir so geholfen. Achtet aber darauf, das die Dämmung nicht zu hoch ist, da dann das Zelt vielleicht nicht mehr schliesst. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

9) Pflege

 
Achtet bei eurem Dachzelt darauf, dass ihr es am besten immer nur Trocken einpackt, damit sich kein Schimmel bilden kann. Wasser sorgt auf Dauer zudem für unschöne Gerüche, die ihr nicht mehr aus dem Fachzelt heraus bekommt. Plant eure Abfahrtszeit am besten so, das ihr das Wetter berücksichtigt. Früh mögende im Spätsommer bildet sich z.B. Tauwasser auf dem Zelt, das einige Zeit braucht um zu trocknen. Solltet ihr trotzdem das Zelt einmal nass einpacken müssen, schaut, dass ihr bei euer Ankunft schnellstmöglich (also nicht am nächsten Tag) das Dachzelt komplett und ausgiebig trocken lasst. Auch die Matratze sollte regelmäßig gelüftet werden. Im Winterlager (z.B. Scheune) lohnt es sich das Zelt aufgebaut zu lassen. Eine Plane zu Abdeckung schützt vor Staub und das Zelt ist zu Saisonbeginn schön durchlüftet.

10) Gebrauchtes Dachzelt kaufen?


Beim Kauf eines gebrauchten Zeltes solltet ihr darauf achten, das es geruchsfrei ist (zu guter Duft nach Reiniger sollte euch skeptisch werden lassen, da man so vielleicht nur Schimmelmief überduften will). Schimmelstellen oder flächige Farbveränderungen an der Zeltwand sind häufig gereinigte Schimmelstellen – dann besser Finger weg. Häufig ist dann die Imprägnierung beschädigt. Und die lässt sich nicht mit mal eben mit einer Sprühdose erneuern. 
Löcher sind hingegen kein Problem. Sie lassen sich einfach ausbessern. Bei Moskitonetzen ist das leider nicht so einfach und die Reparatur meistens kostspielig. Wenn also das Netz nur noch in Fetzen herunter hängt, besser vom Kauf absehen.

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Übersicht etwas Orientierung bei der Suche nach dem für euch perfekten Dachzelt geben. Ich jedenfalls möchte auf Reisen nicht mehr anders Schlafen. 

Händler- und Hersteller-Links: 


https://www.autohome-official.com/de
https://www.offroadmanni.eu/
https://www.opjeautoslapen.nl/femkes-rooftoptents
https://breakfree-daktenten.nl/de
https://www.vanlovers.de/
https://www.campwerk.de

Scrubba Wash Bag: Wenn Dreck auf den Sack geht

Wer wie ich viel draussen unterwegs ist, wird das kennen: Man versucht möglichst wenig Klamotten mitzunehmen. Und wenn dann der Kaffee am Morgen durch zitternde Hände zum Teil auf dem Shirt landet, ist Holland in Not. Entweder man läuft wie ein menschliches Erdferkel rum – oder man wäscht das Shirt. Ich entscheide mich meistens für die Sauberkeit und bisher lief das dann bei mir so: Eimer mit Wasser füllen, Waschmittel rein, T-Shirt darin einweichen, durchkneten, ausspülen, auswringen, aufhängen. Das Resultat ist meistens in Ordnung, nur meine Hände sind dann so schrumpelig wie nach zu langem Baden.

© Gerd Blank

Der Waschsack von Scrubba verspricht, dass das Wäschewaschen eine echt saubere Sache ist. Der Beutel ist im Prinzip nichts anderes als ein Trockenbeutel, der auch gerne beim Wassersport mitgenommen wird. Das Material fühlt sich so an, als wäre eine Ikea-Tasche zu einem Beutel verschweißt worden. An der vorderen Seite befindet sich ein Sichtfenster, damit man ide Wäsche beim Spülvorgang schön im Auge behalten kann. Das kenne ich von Zuhause, wenn in der großen Maschine der Schleudergang beginnt. Da habe ich gerne zugeschaut – allerdings war ich da acht Jahre alt.

In den Beutel geht trotz der Größe relativ wenig Wäsche rein, der Hersteller spricht von zwei Shirts, zwei Unterhosen und zwei Paar Socken pro Wachgang. Ist die Wäsche drin, wird der Beutel bis zur Markierung mit Wasser gefüllt und Waschmittel hinzugefügt. Schließlich muss die Öffnung zusammengerollt und verschlossen werden. Am Beutel befindet sich ein kleines Ventil, worüber zum Schluss die Luft abgelassen wird. Jetzt darf gerieben werden, immer schön pressen, drücken und dabei die Wäsche an dem innen angebrachten Gummi-Waschbrett drücken. 30 Sekunden sollen genügen, für einen Waschgang, der einer richtigen Waschmaschine entspricht, sollten es allerdings drei Minuten sein. Beutel öffnen, Wasser ablassen und Wäsche spülen und auswringen – im Prinzip ähnelt der Rest dem Waschen per Hand im Eimer.

© Gerd Blank

Der Waschsack ist eigentlich eine gute Idee: Wer seine Klamotten schnell reinigen möchte, kann dies damit tun. Allerdings ist das Fassungsvermögen zu klein und so richtig viel Wasser wird damit auch nicht gespart. Mehr noch: Wenn ich direkt am Wohnmobil wasche, muss ich nicht nur das Seifenwasser loswerden, sondern auch meine Wasservorräte für die Spülung nutzen. Also sollte ich mit dem Beutel zum Waschhaus gehen, sofern der Platz so etwas überhaupt bietet. Aber auch das ist noch zu verschmerzen, denn mit dem Eimer habe ich das selbe Problem. Mich stört vor allem der Preis: etwa 50 Euro kostet der Beutel, der am Ende des Tages nichts anderes als ein Beutel ist. Der einzige Vorteil gegenüber einem Trockenbeutel ist das dünnere Material, wodurch die Wäsche besser geknetet werden kann. Allerdings macht dies den Beutel auch empfindlicher. Für 20 Euro wäre der Scrubba Wash Bag sicher ein Empfehlung gewesen, denn auch während der Fahrt kann man so ganz bequem ein paar Teile einweichen lassen und danach schrubben. Aber 50 Euro? Müsste ich mich entscheiden, würde ich dann lieber einen Tag mit einem Kaffeefleck auf dem Shirt herumlaufen – oder mir einfach ein neues Shirt kaufen und das dreckige dann zuhause waschen.

Aber ein Blick auf die Seite lohnt dennoch, denn es gibt auch Zubehör für den Beutel, der das Waschen noch einfacher machen soll. Und natürlich habe ich leicht reden, denn ich mit mit einem voll ausgestattetem Wohnmobil unterwegs. Wer dagegen mit dem Fahrrad auf Tour ist und ab und zu ein paar Wäschstücke reinigen will, freut sich vielleicht über den sauberen Begleiter. Wie dem auch sei: Mehr Infos gibt es unter: https://thescrubba.com/

Küchenhelfer mit System – Die Tool Roll MINI

Es gibt nicht viele Dinge, die mich beim Autofahren stören. Klar, Stau nervt, Blitzer und Raser, aber das ist alles nicht so schlimm. Richtig schlimm sind für mich Klappergeräusche, Quietschen oder Klötern während einer Autofahrt. Vielleicht kennt ihr das Geräusch von einer Flasche auf dem Fußboden des Autos, die beim Anfahren und Bremsen rhythmisch gegen Sitz und Rückbank ballert. Ich muss dann immer sofort halsbrecherisch am Straßenrand anhalten und dem nervenden Geräusch auf den Grund gehen. 

Für alle unter euch, die eine ähnliche Macke haben oder einfach nur auf Ordnung und Systel, denen würde ich gerne die Tool Roll MINI von Nakatanenga ans Herz legen. Die Rolle bietet Platz für 6x Gabel, Messer und Löffel. Ihr steckt einfach euer Besteck in die Fächer, klappt die Lasche über und der Klettverschluss an beiden Ecken greift zu. Dann alles einrollen und mit dem Gurt fixieren. Praktisch zusammengerollt ist dann alles zu einer Besteckwurst komprimiert – alles garantiert klapper- und geräuschfrei. Ganz mein Ding!

Worauf ihr achten solltet ist die Länge eueres Esswerkzeugs. Länger als 22 cm sollten Messer, Gabel oder Löffel bei der Mini nicht sein, da sonst der Klettverschluss nicht mehr passt. Ist aber auch kein Problem, umklappen und einrollen geht auch dann noch. Passt am besten mit richtig scharfen Messern auf, da das Nylon Gewebe nicht verstärkt ist und es schnell zu Löchern kommen kann.  

Die Tool Roll Mini ist zusammengerollt nur knapp über 30 cm lang, und somit ideal für den Einsatz unterwegs. Bei der Herstellung kommen ausschließlich hochwertige und langlebige Materialien zum Einsatz. Handgearbeitete Nähte überstehen auch unzähliges Auf- und Zurollen und das PU-beschichtete Nylon ist einfach zu reinigen und geruchsneutral. 

Mit der Tool Roll Hungry Edition bietet Nakatanenga zudem eine fertige Lösung für gepflegtes Dinieren beim Picknick oder Campen an – alles schon vorkonfektioniert mit Besteckvarianten und Schneidmessern von WMF. Und wer mit eine Besteckrolle für seine Fußballmannschaft braucht, sollte die Tool Roll Maxi und die modulare Tool Roll mit anklettbaren Innentaschen wählen.

Material: 100% Nylon
Maße: 49×30,5 cm (aufgerollt)
Preis: 28,30€
Web: www.nakatanenga.de

Fotos: Henning Pommée

Wohnmobil für die Apokalypse von Torsus

Wenn euch Deutschland zu klein geworden ist, dann haben wir ein Wohnmobil für euch, das zu groß für Deutschland ist. Unter dem kernigen Namen „Torsus“ werden seit 2016 in einem eigens dafür errichteten Werk in der Slowakei Geländeschwerlastbusse gebaut. Der neue „Terrastorm“ ist das Topmodell und ist in Konfigurationen für Notrettung, Industrieeinsatz in Minen oder auch für den Privatgebrauch zu haben. Der Preis startet bei 100.000 Euro und nach oben sind auch bei diesem Monster keine Grenzen gesetzt. 

Als Plattform für den Terrastrom dient Fahrgestell- und Antriebsstrangtechnologie von MAN. So will Torsus ein Höchstmaß an Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit garantieren.

Hier geht es zur Website von Torsus 

Fotos: Torsus

Outwell Grenada Lake: Der Stuhl für Sitzenbleiber

Ich mag es bequem, vor allem beim Sitzen. Es gibt für mich kaum etwas nervigeres, unbequeme Stühle an Bord meines Campers zu haben, auf denen ich möglicherweise viele Stunden sitzen soll. Dann setze ich mich doch lieber auf die Stufe des Wohnmobils. Angefangen hat diese Sitzleidenschaft auf dem Hurricane-Festival. Auf den ersten Touren habe ich immer Billig-Klappstühle aus dem Supermarkt mitgenommen. Das mag ja für ein paar Minuten ganz okay sein – aber sobald man nach durchfeierter Nacht den halben Vormittag mit warten auf die ersten Bands des Tages darauf verbringt, ist das nur eine Qual. Der zweite Anstoß kam am Strand. Ich bin kein Freund von Liegestühlen, ich lümmel mich lieber den ganzen Tag im Schneidersitz oder auf einem Fuß sitzend (ja, das geht, wenn man das Bein seltsam anwinkelt) im möglichst bequemen Stuhl.

Vor ein paar Jahren kaufte ich mir dann den ersten Outwell-Stuhl, einen so genannten Moon-Chair. Dabei handelt sich im Prinzip um eine große Sitzschale, die aber bei Nichtgebrauch praktisch klein zusammenklappbar ist. Durch viele Jahre Sand und Salzwasser hat der dann aber irgendwann das zeitliche gesegnet, ein neuer Stuhl musste her. Es kamen (und gingen) viele verschiedene Modelle: einfache Faltstühle mit Fußteil, aufblasbare Sessel, ein eigentlich viel zu schwerer Gartenstuhl. Allesamt nicht schlecht, aber so richtig begeisterte mich keiner davon. Das Problem ist häufig, dass mir das Design nicht zusagt – selbst wenn der Stuhl vielleicht sogar ganz komfortabel ist.

Doch nun bin ich erst einmal wieder sitzmäßig gut ausgestattet, der Outwell Grenada Lake ist bei mir eingezogen. Im Prinzip handelt es sich um einen Regiestuhl, also ein Stahlgestänge mit einem hohen Rückenteil und einer Sitzfläche aus Stoff. Der Clou ist der Überzieher, oder der Husse, wie man in Sitzfachkreisen sagt. Wie ein Handschuh bekommt der auch so schon recht ordentliche Stuhl den gepolsterten Pfiff. Der Stoff besteht aus Polyester, wodurch er selbst schlechtem Wetter ordentlich den Mittelfinger zeigt. Regen macht dem Stoff nichts aus – und sollte es doch ein paar Flecken geben, weil ich wieder einmal beim Essen gekleckert habe, dann landet er in der Waschmaschine.

Sehr praktisch finde ich, dass sich der Stuhl sehr flach zusammenfalten lässt. Es ist zwar ein bisschen Übung erforderliche – aber wenn man den Dreh raus hat, geht das einpacken schnell von der Hand. Dafür wird die Rückenlehne in Richtung Sitzfläche geklappt, dann drückt man die beiden Außenteile zusammen – und knickt dann einfach die Rückenlehne links und rechts über die beiden Seiten. Die praktische und mit Klettband befestigte Seitentasche an der rechten Seite dient nun als Befestigung, damit der Origami-Stuhl nicht wieder auseinandergeht. An der oberen Kante befindet sich fast wie von Zauberhand dorthin befördert ein kleiner Tragegriff.

Billig ist der Spaß nicht, Outwell verlangt knapp 140 Euro für den 7,5 Kilogramm schweren Stuhl. Aber wer danach im Web sucht, findet ihn dort deutlich günstiger. Wem das zu teuer ist, empfehle ich, sich bloß nicht in den Grenada Lake zu setzen, denn es wird schwer, wieder aufzustehen.

Hersteller: Outwell
Produkt: Grenada Lake
Fotos: Gerd Blank

Spice on Tour: Würzige Campingküche

Natürlich kann man auch campen, ohne selbst zu kochen. Aber was hat das für einen Sinn? Für mich gehört es zu einem Trip mit dem Wohnmobil dazu, schöne Dinge auf zwei Flammen und dem Grill zuzubereiten. Und da probiere ich auch immer wieder etwas Neues aus. Manchmal plane ich auch schon im voraus, was es in der Woche zu essen geben soll und entsprechend kaufe ich ein. Beim letzten Mal sollte es zum Beispiel ein Dal-Gericht sein. Dafür brauchte ich ein paar spezielle Gewürze, die ich aber nicht ständig in meiner Bordküche habe.Zum Beispiel ein bestimmtes Curry, Safran und noch ein paar andere Kräuter, die ich nur für das Dal benötige. Es nervt, wenn ich nur für ein Gericht ein großes Gefäß mitnehmen muss – oder noch schlimmer: Wenn ich das Gewürz vergessen habe und mir irgendwo aus dem Supermarkt ein Tütchen oder Gläschen kaufen muss, obwohl ich daheim noch soviel davon habe.

Und da kommt nun Boris von Spice on Tour ins Spiel. Er rief mich kürzlich an und stellte mir sein mobiles Gewürzregal vor. So nannte er sein Täschchen zwar nicht, aber im Prinzip ist es genau das. In einer Tasche sitzen kleine Fläschchen in Gummihalterungen. Die Gläser werden mit einem stabilen Plastikdeckel luftdicht verschlossen. Im kleinen Set passen sechs Flaschen rein, in das größere Set sogar zwölf. Das sollte selbst für aufwändige Gerichte reichen und sogar noch Platz für ein oder zwei Dressings bieten, die ebenfalls eingefüllt werden können.

Wie bei einem aufklappbaren Kulturbeutel befindet sich an einer Seite eine Öse, wodurch man das Set – eben wie ein Gewürzregal – aufhängen kann. Verschlossen wird die Tasche per Klett. Was mir gut an der Tasche gefällt, dass es eine simple Idee ist, die sich sofort erschließt. Denn jeder Camper kennt das Problem mit den Gewürzen. Entweder neben die Gläser und Tüten viel Platz weg – oder man hat nie das richtige Kraut dabei. Und für nachhaltigen Lokalpatrioten mit großem Herz ist das Täschchen sicher auch interessant: Es wird in einer anerkannten Behinderteneinrichtung in Kiel hergestellt, zum Teil aus recycelten Materialen – beispielsweise alten Schläuchen.

Die kleine Tasche kostet 35 Euro, die große knapp 50 Euro. Der Preis ist zwar – sorry – gesalzen, aber dafür bekommt man ganz praktisch, nachhaltig und gut verpackt die richtige Würze in seine Speisen. Man kann sich das ganz bestimmt auch alles selber basteln – aber manchmal ist es dann doch auch gut, wenn man etwas kauft und damit auch etwas Gutes tut.

Mehr Infos auf der Website von Spice on Tour: spiceontour.com

Tischfeuer von Höfats für romantisch Abende

Es gibt wohl nichts schönes, als die Gemütlichkeit eines Lagerfeuers oder das Flackern von Kerzen bei einem gemütlichen Abend unterwegs. Vielleicht kennt ihr das, es gibt so Dinge, die müssen einfach passen und Licht ist eine Thema, dem ich große Bedeutung beimesse. 

Formschönes Windlicht

Was habe ich nicht schon alles ausprobiert: LED-Kerzen, echte Kerzen, Grablichter, Lichterketten und Petroleum-Lampen. Doch mal ist der Wind zu stark, die Batterie der Lichterkette alle oder der Brennstoff riecht zu arg, das sich die Romantik nicht so richtig einstellen will. 

Vielleicht haben sich das auch die Macher von Höfats gedacht, als sie ihr Tischfeuer Spin entwickelt haben. Das Konzept ist so einfach wie genial. In einem Behälter wird Bioethanol-Gel verbrannt und dank geschickter Luftverwirbelung in einem Kristallglas-Zylinder steigt eine tanzende Flamme bis zu 30 cm hoch. Das Feuerspiel gibt es in zwei Größen und funktioniert auch bei starkem Wind. Der fast geruchlose Brennstoff ist und dank der Gelkonsistenz gut zu dosieren. Alles ist gewohnt hochwertig verarbeitet und der massive Fuss bietet sicheren Stand auch auf wackeligen Campingtischen. Ist der Feuergeist einmal erweckt, tanzt die Flamme bis zu eineinhalb Stunden bei mäßiger Wärmeabstrahlung. 

Tischfeuer mit beeindruckender Flamme

In geschlossenen Räumen soll laut Hersteller auf eine gute Belüftung und ausreichend Platz über dem Feuer geachtet werden. Wer einen Garten besitzt, kann mit dem zusätzlich erhältlichen Erdspieß wahlweise auf Edelstahl oder schöner Eiche den Garten mit Feuer erhellen. Der Clou: Der Erdspieß ist in der Höhe kombinierbar (7 cm + 34 cm + 48 cm) und so kann die Flamme nach Wunsch knapp über dem Boden oder auch Hüfthoch flackern. Sollte am Ende eines schönen Abends dann doch noch Brennstoff in der Lampe sein, kann man die Flamme elegant und sicher mit dem mitgelieferten Löschdeckel ersticken. 

Die Verpackung ist zudem gut geeignet, um das Tischfeuer zu transportieren, ohne das der Glaszylinder Schaden nimmt. Mein Fazit: Noch nie tanzten Flammen so schön, einfach und sicher. Keep the fire burning!

Fotos: Henning Pommée

Website von Höfats: www.hoefats.com

Die Campermen sind jetzt Zoom-Creator!

Seit fast zwei Jahren sind Gerd und ich nun die Campermen. Seitdem ist viel passiert: wir haben fast vierzig Podcast-Episoden aufgenommen, viele tolle Menschen getroffen, wunderschöne Orte bereist, Luxus-Camper getestet und viele wahnsinnig nützliche Gadgets für euch ausprobiert. Und das Beste an allem ist, dass wir uns nach wie vor auf jede Aufnahme freuen, als wäre es unsere Erste.

Henning und Gerd sind jetzt Zoom Creator

Über die Monate haben wir auch viel ausprobiert, vor allem bei der Technik. Mikrophone haben wir ausprobiert, Aufnahme-Tools und Audiomischer haben wir versucht und verschiedene Setups für Telefoninterviews kombiniert (nicht immer mit Erfolg). Dank euer Rückmeldung erfuhren wir von unterschiedlichen Lautstärken bei den Aufnahmen und den Jingles. Danke dafür!

Das Zoom LiveTrak L-8

Jetzt haben wir uns noch einmal verändert und mit dem LiveTrak L-8 von Zoom ein mobiles Studio für uns gefunden, mit dem wir ganz einfach, und vor allem überall, unsere Podcasts aufnehmen können. Ein bisschen stolz sind wir auch, jetzt offiziell zu den Zoom Creator zu gehören, und so Teil eines Netzwerks von Kreativen zu sein, die Musik, Podcasts und Filme machen. 

Wir wir unsere Podcast-Folgen aufnehmen und was das LiveTrak L-8 von Zoom alles kann erfahrt ihr in kürze in unserem Blog oder auf der Website vom Zoom. 

Und so sehen wir bei der Aufnahme aus 😉

Fotos: Henning Pommée

Website von Zoom: www.zoomcorp.com