Süd Frankreich im neuen VW Grand California

Es gibt Autos, in die steigt man ein, um irgendwohin zu kommen. Und es gibt Autos, in denen die Reise schon beginnt, bevor man den ersten Kilometer gefahren ist. Der VW Grand California gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Als wir an diesem Sommermorgen in Hamburg losfahren, steht vor uns kein vertrauter VW T5 namens „Bussi“, sondern ein ziemlich stattlicher Neuling: fast sechs Meter lang, hoch genug, dass man sich selbst als Erwachsener nicht ständig ducken muss, und mit einem Innenraum, der eher an ein kleines Apartment als an ein Auto erinnert. Das Modelljahr 2026 hat an vielen Stellen nur behutsam nachgelegt – aber genau diese kleinen Verbesserungen machen den Unterschied. Mehr Ordnung, mehr Komfort, mehr Wohngefühl. Und unterwegs fährt sich der große Kasten erstaunlich gelassen und agil.
Für meinen Sohn Flynn ist das Auto zunächst weniger Reisemobil als Forschungsstation. Was ist das? Wo kommt das hin? Kann man hier schlafen? Und warum ist der Kühlschrank größer als gedacht? Ich kenne diese Fragen. Erwachsene reisen mit einer Route. Kinder reisen mit Fragen.

Erster Stopp: Regen in Esneux

Unser erster Zwischenstopp heißt Esneux. Belgien empfängt uns nicht mit Postkartenwetter, sondern mit strömendem Regen. Das ist vielleicht der Moment, in dem wir zum ersten Mal verstehen, was dieser Grand California auf dieser Reise eigentlich sein wird. Draußen ist alles nass. Drinnen ist es warm. Wir sitzen am Tisch, während der Regen gegen die Scheiben läuft. Der Tisch ist nicht bloß ein Tisch, sondern Frühstücksplatz, Arbeitsplatz, Spieltisch und irgendwann Ablage für Dinge, die eigentlich längst hätten weggeräumt werden sollen. Der Grand California ist an diesem Abend weniger Fahrzeug als kleines Haus, das zufällig an der Rue de l’Athénée in Esneux steht.
Regen kann einem Campingurlaub ziemlich schnell die Romantik nehmen. Oder er kann sie ins Innere verlagern. Wir entscheiden uns für Letzteres.

Honfleur: Frankreich beginnt langsam

Am nächsten Tag wird der Regen weniger und Frankreich rückt näher. In Honfleur angekommen, ist die Stimmung eine andere. Der alte Hafen, die schmalen Häuser, das Wasser, die Cafés. Ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird. Der Grand California bleibt auf seinem Stellplatz zurück. Das ist vielleicht die eigentliche Kunst eines Reisemobils: Es muss nicht immer dabei sein. Es reicht zu wissen, dass es wartet.

Wir laufen durch Honfleur, schauen Schiffe an, bleiben hier und dort stehen, essen etwas und schlendern ohne großen Plan durch die Gassen. Flynn entdeckt Dinge, die auf keinem Reiseblog stehen würden. Einen Laden mit irgendeinem Spielzeug. Einen besonders großen Eisbecher und auf dem großen Karussell versteckt er sich vor dem Kontrolleur auf der oberen Ebene und fährt so nicht nur einmal. Normalerweise hätte ich ihn ermahnt, dass so etwas nicht gehe – aber es ist Urlaub und die Paar runden mehr machen ihm so viel Spaß, dass ich mich meinen Kommentar nach der Schwarzfahrt kurzhalte. Reisen mit Kindern ist auch eine Lektion darin, Wichtigkeiten neu zu sortieren.

Zwei Tage am Mont Saint-Michel

Wir reisen wie in der Business-Klasse eines Flugzeugs, der Grand California schaltet weich in den 8 Gang und die 163 PS des 2,0-l-Turbodiesel beschleunigen uns fast lautlos auf unsere Reisegeschwindigkeit von 120 Km/h pro Stunde, alle Assistenten sind aktiv und passen akribisch darauf auf, dass ich nicht über die Spur fahre, halten automatisch den Abstand zum Vorderauto und weisen mich darauf hin, dass es Zeit ist einmal eine Pause zu machen. Gute Idee, Rosie muss sowieso mal Gassi. So entspannt bin ich lange nicht gereist. Dann taucht er auf. Zuerst nur als Silhouette. Dann wird aus dem dunklen Punkt am Horizont ein Felsen, aus dem Felsen eine mittelalterliche Stadt und aus der Stadt der Mont Saint-Michel.

Wir bleiben zwei Tage. Das klingt nach viel Zeit für einen Ort, den die meisten Besucher in wenigen Stunden abhaken. Aber genau deshalb fühlt es sich richtig an. Wir können bleiben, wenn andere zu den um 18 Uhr schließenden Parkplätzen eilen oder mit Bussen abreisen. Wir können noch einmal durch die Gassen laufen. Noch einmal nach oben schauen. Noch einmal warten, bis das Licht sich verändert.
Das Kloster thront über allem, aber das eigentliche Erlebnis ist das Dazwischen: die Wege, die Mauern, die Blicke aufs Meer und das Gefühl, dass sich dieser Ort nicht beeilen lässt.

Abends radeln wir zurück zu unserem Zuhause auf vier Rädern. Rosie läuft ohne Leine, wir sind fast alleine vor der imposanten Silhouette der ikonischen Insel und alles fühlt sich leicht an, frei. Ich glaube ich werde diesen Moment aus Kinderlächeln, warmem Wind und Ruhe nie vergessen.

Die Île de Noirmoutier und die Kunst, einen Platz zu finden

Je weiter wir nach Süden kommen, desto mehr verändert sich die Reise. Die Luft wird wärmer, die Landschaft weiter. Unser Ziel ist ein Zwischenstopp an der Atlantikküste. Aber wegen der Feuer in Gironde haben sich die Gästeströme verändert und im August sind zudem Ferien in Frankreich und viele gehen Campen. Vorbei an einem uninspirierten Stellplatz den wir über die Camping Car Park gefunden haben und wo wir noch Platz untergekommen wären, lassen wir sein. Wir wagen das Risko und fahren einfach weiter. Und irgendwann sind wir auf der Île de Noirmoutier. Christoph, der auf dieser Reise meinen „Bussi“ fährt hat damals seiner Tochter aus einem Buch vorgelesen, das auf der Insel spielte.

Im August hier einen Stellplatz zu finden, ist kein Selbstläufer. Wir haben Glück und bekommen einen Platz für zwei Autos auf dem Campingplatz Les Oncheres. Für uns bedeutet das vor allem: kleines Abenteuer, kleines Glück.

Schnell einparken und ab ins Meer. Wir machen uns gar nicht die Mühe viel aufzubauen. Bussi und der Grand California passen genau auf den Platz. Mehr war nicht verfügbar, aber er passt auch mit seinen fast 6 Metern und zusätzlichem Fahrradgepäckträger von Thule gut in die Lücke. Etwas schief und wir haben keine Böcke dabei, aber für eine Nacht wird es gehen. Gekocht wird heute nicht, auf dem kleinen Platz vor dem Restaurant wärmt sich ein DJ für die abendliche Party auf, es gibt frische Austern, Pizza und Bier.  

Durch die Gironde

Dann kommt die Landschaft, über die wir auf der Reise am wenigsten unbeschwert sprechen. Schon die Wochen vor der Abreise waren vom Blick auf das Feuerradar der NASA bestimmt und wie sich die verheerenden Brände ausbreiten werden. Zum Glück wurde unser Ziel durch die zahlreichen Feuerwehrmänner geschützt.

Auf dem Weg durch die Gironde sehen wir die Spuren der Waldbrände. Stellenweise wirkt die Landschaft verwundet. Wo eben noch Wald war, bleibt eine verbrannte, dunkle Fläche zurück. Man fährt daran vorbei und kann trotzdem nicht einfach vorbeisehen. Auch weil wir Urlaub machen. Und wenn dann ein verwaistes Haus mit ausgebrannten Fahrzeugen am Straßenrand an uns vorbeifliegen, entsteht ein reales uns sehr mulmiges Gefühl.
Dieses Gefühl begleitet uns bis zum Cap Ferret. Im Kopf die Bilder der Zerstörung, vor uns der Campingplatz Truc Vert. Hier bleiben wir sieben Nächte. Der Platz ist sehr leer für diese Jahreszeit. Dort sprechen wir mit den Betreibern. Sie beruhigen uns. Gerade jetzt seien Gäste wichtig. Während der Brände mussten viele Betriebe schließen, und für die Menschen vor Ort geht es darum, wieder auf die Beine zu kommen.

Plötzlich bekommt Camping eine andere Bedeutung. Wir sind nicht nur Durchreisende. Wir bringen auch ein bisschen Leben zurück. Am Abend sitzen wir vor dem Grand California und dimmen die große Lichtleiste vor dem Ausstieg, das praktische zweiteilige Mückenplissee ist geschlossen und der Innenraum glüht im Ambientelicht zwischen den Klappen. Das Auto ist inzwischen voller Sand, Krümel, Spielzeug und kleiner Reisegeschichten. Genau genommen sieht es längst nicht mehr neu aus. Und das ist gut so. Ein neues Auto ist schön. Ein Auto, das eine Reise erlebt hat, ist etwas anderes.

Paris

Dann Paris. Für Flynn beginnt der Höhepunkt der Reise schon lange vor dem Eiffelturm. Wir fahren in die Stadt, beziehen unseren Platz auf dem Campingplatz Maison Laffitte und machen uns auf den Weg. Der Eiffelturm ist tatsächlich so groß, wie man ihn sich vorgestellt hat. Und irgendwie noch größer. Es ist sehr voll und Besucher aus aller Herren Länder warten wie wir auf den Eingang zum Eifelturm. Ganz rauf geht es nicht, nur zu Fuß auf die zweite Ebene. Der Ausblick ist atemberaubend. Wir schauen auf die Metropole, machen Fotos und atmen die Stadt ein. Paris ist laut, voll und ein bisschen überwältigend. Aber vielleicht gehört genau das dazu.

Am nächsten Tag wartet Disneyland Paris. Für Flynn ist klar: Das ist der Hauptgewinn. Für uns Erwachsene beginnt der Tag zunächst mit dem Versuch, unsere Hunde in eine Station zu geben, wo sie den Tag bleiben können, denn im Disney Land sind keine Tiere erlaubt. Die Station direkt am Eingang und hat Platz für 25 Tiere. Resevieren geht nicht, aber ein Telefonat vor Monaten hat ergeben, dass die Station noch nie ausgebucht war. Esko und Rosie sind Hund 23 und 24. Puh, das war knapp. Das Personal ist sehr professionell, freundlich und alles geht ganz schnell. Ihr müsst unbedingt den Impfpass mitbringen, sonst könnt ihr eure Lieblinge nicht einchecken. Kosten pro Tag: 25 Euro inklusive Futter – das ist fair. Das Gefühl, Rosie und Esko zurück zu lassen ist unfair, aber wir sehen sie ja etwas später zum Gassigehen, denn das dürfen die Mitarbeiter der Hundestation nicht.

Jetzt heißt erst erstmal einen Überblick zu bekommen. Zwei Parks, Sicherheitskontrolle, unglaubliche Liebe zum Detail, überall Disney-Figuren aus der Kindheit und mein Sohn der fast vor Freude zerspringt. Dann geben wir die Kontrolle ab, es übernehmen die Attraktionen.

Wir laufen. Und laufen. Und laufen.

Am Ende stehen mehr als 31.000 Schritte auf der Uhr. So viel zu der Idee, dass Erwachsene irgendwann vernünftig werden. Wenn man Disneyland Paris besucht, lohnt es sich, beide Parks einzuplanen. Wer möglichst viel erleben möchte, kann außerdem den Disney Premier Access Ultimate nutzen, um bei vielen Attraktionen lange Wartezeiten zu umgehen. Alternativ lassen sich einzelne Premier-Access-Pässe über die App buchen. Die App selbst ist ohnehin praktisch, weil sie Wartezeiten, Attraktionen und gebuchte Pässe zusammenbringt. Und wer in einem der Restaurants essen möchte, sollte früh reservieren. Aber all diese Tipps sind am Ende Nebensache. Denn irgendwann steht Flynn einfach da, mitten in diesem künstlichen Wunderland, mit großen Augen und einem Gesichtsausdruck, der sagt: Genau dafür bin ich hier. Und dann weiß man wieder, warum man reist.

Flynns Top 3 Attraktionen: 1. Big Thunder Mountain, 2. The Twilight Zone Tower of Terror 3. Star Wars übernimmt Space Mountain

Hennings Top 3 Attraktionen: 1. Ratatouille, 2. The Twilight Zone Tower of Terror 3. Peter Pan

Ein Auto, das Zuhause war

Am nächsten Morgen fahren wir zurück Richtung Hamburg. Die Strecke ist lang. Aber sie fühlt sich nicht mehr wie der Anfang der Reise an, sondern wie deren Nachspann. Der Grand California hat inzwischen alles gesehen: belgischen Dauerregen, französische Hafenromantik, mittelalterliche Klostermauern, Atlantikluft, verbrannte Wälder und 31.000 Schritte Disneyland. Er war Schlafzimmer und Küche, Rückzugsort und Transportmittel. Er hat uns vor Regen geschützt, unsere Sachen getragen und uns immer wieder ein kleines Stück Zuhause gegeben. Vor allem aber hat er etwas verändert. Mit „Bussi“ hätten wir diese Reise wahrscheinlich anders erlebt. Nicht schlechter. Nur anders.

Der Grand California hat uns mehr Raum gegeben. Für Gepäck. Für Regentage. Für müde Kinder. Für Frühstücke, bei denen niemand aufstehen musste. Für spontane Pausen. Und für die Erkenntnis, dass ein Urlaub nicht unbedingt daraus besteht, möglichst viel zu sehen. Manchmal besteht er darin, genug Zeit zu haben, um etwas wirklich zu erleben.

Für Flynn wird wahrscheinlich nicht der neue Innenraum des Grand California in Erinnerung bleiben. Nicht die Gepäcknetze hinter den Klappen der Gepächfächer, nicht der Tisch der im Innenraum und draußen vor dem Küchenblock eingehängt werden kann, nicht die smarten Funktionen und wahrscheinlich auch nicht die Frage, wie souverän sich ein fast sechs Meter langer Camper durch enge Straßen bewegt. All diese Dinge machen das Reisen angenehmer – und genau das kann der neue Grand California. Aber unvergesslich werden andere Dinge sein. Der Mont Saint-Michel. Der Eiffelturm. Disneyland Paris. Und vielleicht dieses große grau weißes Auto mit schicken schwarzen Felgen, in dem wir morgens aufgewacht sind und abends wieder angekommen sind.

Ein Auto kann einen von A nach B bringen. Der Grand California machte aus A und B eine Geschichte. Unsere begann in Hamburg. Und irgendwo zwischen Esneux und Paris wurde aus einer Sommerreise eine Erinnerung, die bleibt.

Campingplätze entlang der Reise:

Unser Reisemobil: VW Grand California
Campermen Podcast zur Reise: Family Business in Frankreich

  1. Disney Land Tipps:
    Tickets für beide Parks buchen:Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Parks mitzunehmen – so holt ihr das Maximum aus eurem Besuch heraus.
  2. Premier Access Ultimate:Für das maximale Erlebnis empfehle ich den Disney Premier Access Ultimate Pass. Damit könnt ihr lange Warteschlangen umgehen und euch entspannt von Attraktion zu Attraktion durch den Park bewegen.
  3. Premier Access über die App:Alternativ könnt ihr auch bis zu drei einzelne Premier Access Pässe mit einem vorgegeben Zeitfenster über die Disney App buchen – praktisch, wenn ihr gezielt bestimmte Fahrgeschäfte ohne lange Wartezeit erleben möchtet.
  4. Disney App nutzen:Die App ist superpraktisch! Dort findet ihr Informationen zu den Attraktionen und aktuellen Wartezeiten. Außerdem könnt ihr eure Pässe hinterlegen und bei den jeweiligen Attraktionen ganz einfach wie in einer digitalen Wallet aufrufen – und schon geht’s los.
  5. Restaurant frühzeitig reservieren:Wenn ihr in einem Restaurant essen möchtet, solltet ihr unbedingt frühzeitig über die App einen Tisch reservieren. Die Plätze sind sehr begehrt und schnell ausgebucht.

Ford Nugget im Test: Viel Platz in kleiner Hütte

Eine kurzfristige Planänderung machte aus der Radreise durch Fyn eine Tour mit Van und E-Bike. Was zunächst nach einer Notlösung klang, erwies sich ziemlich schnell als Glücksfall. Denn der Ford Nugget konnte nicht nur Fahrrad, Gepäck und Anhänger schlucken. Er passte auch erstaunlich gut zu dieser Reise.

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Johnny Cozy von Qeedo im Test: einfach aufgebaut, doppelt gemütlich

Im Podcast habe ich schon öfter von unserem Campingstuhl-Leid erzählt: Wir besitzen zwar ein Set Campingstühle, die sind allerdings so sperrig und nervig aufzuklappen, dass wir sie oft gar nicht erst aus der Heckgarage geholt haben. Gerade wenn wir nur eine Nacht an einem Ort standen, war uns der Aufwand zu groß und wir haben aus Bequemlichkeit lieber drinnen gefrühstückt. Für unseren letzten Urlaub in Frankreich musste also dringend etwas Neues her! Eine Sitzgelegenheit, die sich unkompliziert transportieren lässt, schnell steht und trotzdem gemütlich ist. 

Unsere Wahl fiel auf die Johnny Cozy Double von der Outdoormarke qeedo. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Campingstuhl, sondern um eine zusammenfaltbare Outdoor-Couch für zwei. 

Sofa-Feeling für den Campingplatz

© Nadine Wenzlick

Der Zusatz „Cozy“ ist durchaus treffend, denn gemütlich ist die Couch tatsächlich. Sitzfläche und Rückenlehne sind weich gepolstert und super bequem. Der Bezug in dem schicken Farbton Mokka besteht aus Polyester. Mit einer Sitzhöhe von rund 48 Zentimetern sitzt man angenehm hoch. Die Sitzfläche ist beim Double rund 98 Zentimeter breit und 51 Zentimeter tief. Zwei Erwachsene finden dort bequem Platz – bei uns hat sich oft sogar noch das Kind in die Mitte gequetscht.

Das Stahlgestell macht einen stabilen Eindruck und hält laut Hersteller bis zu 300 Kilogramm aus. Praktisch sind außerdem die seitlichen Organizer-Taschen. Smartphone, Sonnenbrille, Buch oder Getränk sind damit schnell griffbereit, ohne dass man extra einen Tisch braucht.

Schnell aufgebaut und trotzdem kompakt

Der größte Vorteil gegenüber unseren alten Campingstühlen zeigt sich beim Aufbau: Die Johnny Cozy Double steht wirklich in wenigen Sekunden. Sie lässt sich zusammenfalten und anschließend in der mitgelieferten Rucksack-Packtasche verstauen. Das Packmaß beträgt 100 × 33 × 28 Zentimeter, das Gewicht liegt bei 8,65 Kilogramm. Damit ist sie zwar schwerer als ein einzelner Faltstuhl, lässt sich durch die Rucksacktasche aber bequem tragen und kann zum Beispiel auch mal zum Strand mitgenommen werden. 

Unser Fazit

Für uns löst die Johnny Cozy Double tatsächlich unser langjähriges Campingstuhl-Dilemma: Draußen sitzen wollen, aber keine Lust auf großes Auf- und Abbauen haben. Die Couch ist schnell aus der Tasche geholt und bietet gleichzeitig deutlich mehr Gemütlichkeit als ein klassischer Faltstuhl. Anders als unsere alten Campingstühle bleibt die Johnny Cozy Double garantiert nicht ungenutzt in der Heckgarage. Mit 99,95 Euro (UVP) ist sie zudem ein echtes Schnäppchen. 

15 % Rabatt für Campermen-Hörer

Ihr wollt die Johnny Cozy Double oder ein anderes Produkt von qeedo selbst ausprobieren? Als Campermen-Hörer bekommt ihr mit dem Rabattcode CAMPERMEN26 bis zum 26. August 2026 15 % Rabatt auf alle qeedo-Produkte, ausgenommen Dachzelte. Hier geht es direkt zum Shop: https://www.qeedo.de

Der Rabattcode kann einmal pro Kunde eingelöst werden. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht, allerdings ist der Rabatt nicht mit anderen Aktionen oder Rabatten kombinierbar.

Links
Qeedo: https://www.qeedo.de
Johnny Cozy Double (Sofa): https://www.qeedo.de/products/johnny-cozy?variant=Z4195

Lil’ Buddy von Ruff Cycles im Test: Auf großer Fahrt mit dem Mini-Bike

Klassische Radreise-Romantik sieht gewöhnlich anders aus: hochgezogene Funktionssocken, neonfarbene Packtaschen-Türme und ergonomisch geschwungene Lenker. Wer so durch Dänemark rollt, geht in der Masse der Radtouristen unter. Mein Plan für die Insel Fyn war ein anderer: Ich wollte Gepäck transportieren, ohne wie ein mobiler Outdoor-Laden auszusehen. Die Wahl fiel auf den Lil’ Buddy von Ruff Cycles. Ein E-Bike aus Regensburg, das optisch irgendwo zwischen 70er-Jahre-Mofa, BMX und Strandcruiser rangiert. Für die Stadt hatten wir den kleinen Flitzer bereits ausprobiert. Aber taugt so ein kompaktes Rad auch als echtes Gefährt für eine mehrtägige Camping-Tour?

Platzsparer im Campervan

© Gerd Blank // Campermen

Ursprünglich sollte die Reise komplett auf zwei Rädern an der Küste starten. Eine kurzfristige Planänderung verlegte die Anreise jedoch in meinen Ford Nugget. Was bei zwei klassischen 28-Zoll-E-Bikes regelmäßig in ein nervenaufreibendes Tetris-Spiel ausartet, erledigte sich hier von selbst: Dank der kurzen Bauweise und den kompakten 20-Zoll-Laufrädern passten das Bike und der Anhänger problemlos quer zwischen Vordersitze und Rückbank. Der Wohnraum blieb frei, ein Heckträger überflüssig. Vor Ort auf Fyn folgte der Aufbau des Gespanns. Wenn schon Auffallen, dann konsequent.

Die Basis: der Lil’ Buddy Performance (Testbericht) in komplett mattem Schwarz („Sombra Black“). Dazu kamen weiß gefankte Tyron-Weißwandreifen (20×4.0 Zoll), die dem matten Rahmen einen sauberen Retro-Touch verpassen. Weil ich mit meinen 1,93 Metern auf der Serienbank etwas gedrungen sitze, hatte das Team des Herstellers schon eine dreifache Sitzerhöhung (+45 mm) montiert. Das reicht aus, damit die Knie beim Treten nicht am Lenker anschlagen.

© Gerd Blank // Campermen

Für das Gepäck setzte ich auf ein dreiteiliges System:

  • Frame Bag (19 Liter): Die maßgeschneiderte Rahmentasche füllt das Dreieck unter der Sitzbank komplett aus und nimmt Regensachen, Schloss und Werkzeug auf.
  • Front Rack & Bag: Ein massiver Frontträger mit passgenauer Tasche für Dinge, die schnell griffbereit sein müssen.
  • E-Bike-Trailer Premium: Ein einspuriger Anhänger auf denselben breiten Fatbike-Reifen, auf dem ich eine wetterfeste Cargo-Box von Yeti festgeschnallt hatte.

Vollgas an der dänischen Küste

Die erste Etappe führte entlang der Küstenstraßen rund um Svendborg. Fyn bietet sanfte Hügel, aber der Gegenwind von der Ostsee bläst unerbittlich. Wer hier mit voll beladenem Hänger unterwegs ist, lernt den verbauten Bosch-Performance-Motor schnell schätzen. Ich habe den stromsparenden Eco-Modus gar nicht erst ausprobiert, sondern den Schalter fast durchgehend auf Turbo stehen lassen. Durch das verhältnismäßig geringe Eigengewicht des Rades zieht der Antritt überraschend kräftig durch. Die Kehrseite der Dauerunterstützung: Bei rund 50 Kilometern war der Akku leer. Für meine Tagesetappen zwischen den Campingplätzen reichte das punktgenau. Nachmittags kam das Ladegerät an die Dosen der Campingplätze, während die Beine pausierten.

Auf den Plätzen funktionierte das Gespann wie ein Schaufenster. Es verging kaum ein Zwischenstopp, an dem nicht jemand stehen blieb. „Wo gibt’s denn so was?“ oder „Geiles Teil“ gehörten zum Standard-Soundtrack der Reise. Und mit der richtigen Klamotte von POC war Sicherheit und der guter Style garantiert (Testbericht).

Keine Federung, viele Dornen

Auf den Schotterwegen und dem Kopfsteinpflaster kleinerer Fischerdörfer zeigte sich allerdings die Kehrseite des minimalistischen Rahmendesigns. Der Lil’ Buddy ist starr konstruiert. Eine Federgabel oder Dämpfung fehlt komplett. Die tiefen 20×4.0-Reifen nehmen feinen Vibrationsspitzen zwar den Schrecken, ein echtes Fahrwerk ersetzen sie aber nicht. Wenn die Piste ruppig wird, geht jeder Schlag ungefiltert ins Gestell. Ein weiteres Detail der breiten Profilreifen: Sie sammeln auf unbefestigten Feldwegen mit Vorliebe kleine Dornen und Kletten auf. Nach einigen Kilometern durch die Natur gehörte das Kontrollieren der Laufflächen zum festen Abendprogramm, um Plattfüßen vorzubeugen.

Wer steckt hinter Ruff Cycles?

Hinter der Marke steht kein anonymer Asien-Importeur, sondern eine Regensburger Fahrradmanufaktur. Gründer Pero Desnica kommt ursprünglich aus der Custom-Cruiser-Szene und baute jahrelang Einzelanfertigungen. Diesen Ansatz hat das Unternehmen auf E-Bikes übertragen: Die Rahmen werden in eigener Fertigung in Europa geschweißt, montiert wird in Deutschland. Statt klassischer Diamantrahmen setzt Ruff Cycles auf prägnante Formen, die sich deutlich vom Standard-E-Bike auf den Radwegen abheben.

Unterm Strich

Mit der POC-Ausrüstung sicher unterwegs © Gerd Blank // Campermen

Der Trip durch Fyn hat bewiesen, dass der Ruff Cycles Lil’ Buddy weit mehr ist als nur ein hübsches Lifestyle-Spielzeug für den Weg zur Eisdiele. Mit dem passenden Zubehör – allen voran dem durchdachten Anhänger und den robusten Taschen – verwandelt sich das Rad in ein voll taugtliches, unverschämt lässiges Reisegespann für Kurztrips und Camping-Abenteuer. Ein tolles Reisegespann, wenn man die Grenzen des starren Rahmens kennt. Die Kombination aus kompakten Maßen, kräftigem Bosch-Schub und hoher Zuladung über den Anhänger macht den kleinen Cruiser zu einer echten Alternative für kurze, unkomplizierte Camping-Trips. Wer auf Komfort verzichten kann und lieber entspannt mit 25 km/h an der Küste langrollt, bekommt hier verdammt viel Fahrspaß geliefert.

Die Touren auf Fyn haben Spuren hinterlassen – und zwar im besten Sinne. Das war garantiert nicht die letzte Ausfahrt im Bonanza-Style. Fazit nach etlichen Kilometern dänischer Seeluft: Das macht definitiv Lust auf mehr.

Steckbrief & Ausrüstung

KomponenteDetailsBezugsquelle
E-BikeLil‘ Buddy Performance (Sombra Black, Bosch Performance Line)Ruff Cycles Store
ErgonomieSeatbench Risers Triple (45 mm Sitzerhöhung)Ruff Cycles Store
BereifungTyron 20×4.0 White Wall (Weißwand)Ruff Cycles Store
RahmentascheBag Frame Big (19 Liter Fassungsvermögen)Ruff Cycles Store
FrontträgerFront Rack Lil‘ Buddy (Schwarz)Ruff Cycles Store
FronttascheBag for Front RackRuff Cycles Store
AnhängerE-Bike Trailer Premium (20×4.0 Bereifung)Ruff Cycles Store

Weiterführende Berichte:

Tex-Lock im Test: Drei Schlösser in Dänemark

Irgendwann auf einem Campingplatz auf Fyn kam ein Holländer auf mich zu, zeigte auf mein Schloss und fragte, ob das wirklich sicher sei. Ich habe kurz überlegt und dann gesagt: Mein Fahrrad steht noch, insofern ja. Das war keine besonders erhellende Antwort, aber eine ehrliche. Wer ein Schloss kauft, kauft eine Wette gegen die Wahrscheinlichkeit. Tex-Lock hat mir dabei geholfen, diese Wette etwas selbstbewusster einzugehen. Diese Schösser hatte ich im Gear-Test: Tex-Lock Orbit, Eyelet-Set mit U/X-Lock, Eyelet-Set mit D-Lock

Tex-Lock. Leipzig. Zwei Frauen. Ein Patent.

Alexandra Baum und Suse Brand haben Tex-Lock 2014 in Leipzig erdacht und 2016 auf den Markt gebracht. Die Idee dahinter war simpel und trotzdem neu: ein Fahrradschloss aus Hightech-Textilfasern, die auch in der Automobilindustrie und der Raumfahrt verbaut werden. Leicht, flexibel, lackschonend – und mit einem Stahlkern, der Sägen und Bolzenschneider auf Abstand hält. Das Unternehmen produziert bis heute in Leipzig, im Westteil der Stadt, von Hand, Stück für Stück. Made in Germany ist bei Tex-Lock kein Aufkleber, sondern eine Adresse: Ludwig-Hupfeld-Straße 16, 04178 Leipzig. Materialausschuss nahezu null, regionale Lieferanten, reparierbare Produkte. Für diesen Ansatz gab es 2020 den Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“. Das klingt nach Preis für gute Absichten, zeigt aber in diesem Fall auch, was aus einer Idee werden kann, wenn man sie konsequent verfolgt. Kein Schloss ist unknackbar. Das sagen übrigens auch Baum und Brand selbst. Es geht immer nur darum, den Aufwand für einen Diebstahl so hoch zu machen, dass sich jemand ein einfacheres Ziel sucht.

Orbit: das Seilschloss für jeden Tag

© Gerd Blank // Campermen

Das Orbit ist Tex-Locks Seilschloss. Aufbau klassisch: ein Schlosskörper, ein textiles Seil mit gehärtetem Stahlkern, zwei Schlüssel. Man legt das Seil um den Gegenstand, führt das Ende in den Schlosskörper, zieht zu. Ohne Schlüssel, einfach durch Zuziehen – Tex-Lock nennt das Click & Go. Zum Öffnen braucht man den Schlüssel. Zum Verbinden zweier Orbits gibt es das System Click & Connect: Man kann ein zweites Schloss anhängen und so die Reichweite verdoppeln. In Orange macht das Schloss auf dem schwarzen Ruff Cycles Lil‘ Buddy eine exzellente Figur. Das ist keine Nebensache. Wer ein Rad fährt, das gut aussieht, will kein Schloss daran, das wie ein Stück Kette aus dem Baumarkt wirkt. Das Orbit passt. Die textile Oberfläche ist weich, hinterlässt keine Kratzer am Lack, klappert nicht beim Fahren. Kleine Details, die nach einer Saison anfangen, einem wichtig zu sein.

© Gerd Blank // Campermen

Die Sicherheit ist ART2-zertifiziert, die höchste Stufe der niederländischen ART-Stiftung für Fahrradschlösser. Der Schließzylinder ist pickingsicher, was bedeutet: Jemand mit einer Dietrich-Set braucht deutlich mehr Zeit als bei einem Standard-Zylinder. Im TCS-Test des Schweizer Touring Club, der 15 Schlösser unterschiedlichster Bauart gegeneinander antreten ließ, wurde das Orbit als besonders sicher eingestuft – und dabei als auffällig leicht für seine Klasse bezeichnet. Das 120-cm-Modell bringt rund 1.250 Gramm auf die Waage, was für ART2-Niveau tatsächlich wenig ist. Einen Vorbehalt gibt es: 100 oder 120 Zentimeter Länge sind in manchen Situationen knapp. Wer ein großes Rad und einen dicken Laternenmast hat, muss gelegentlich genau schauen, ob das Seil reicht. An engeren Objekten ist das kein Problem.

Vorteile: Leicht für seine Sicherheitsklasse, keine Kratzer am Lack, einfaches Click & Go System, kein Klappergeräusch, gute Optik. 
Nachteil: In manchen Situationen etwas kurz.

Eyelet-Set mit U/X-Lock: das flexible Schloss für unterwegs

© Gerd Blank // Campermen

Das Eyelet-Set kombiniert ein Textifseil mit drei gummierten Metallösen und einem Bügelschloss. Beim U/X-Lock-Bundle kommen zwei Bügel unterschiedlicher Länge, was unterschiedliche Anschlusssituationen abdeckt. Das Prinzip heißt Loop-Through: Man führt das Textilseil durch Rahmen und Rad, hängt die Ösen in den Bügel des Bügelschlosses ein und schließt ab. Das Schloss sichert damit beides – das Seil und sich selbst. Diebstahl erfordert also zwei separate Angriffe. Für den Anhänger auf der Dänemark-Tour war das Eyelet-Set das richtige Schloss. Flexibel, reichweitenstark, und das Seil lässt sich ums Rad legen wie ein Schal – auch um enge Stellen, die einem Kettenschloss Probleme bereiten würden. Die Textil-Oberfläche verhält sich auch hier genau so wie beim Orbit: weich, still, lackschonend.

Die Sicherheitsstufe ist ART*2, die Sold-Secure-Zertifizierung lautet Gold. Unabhängige Tests wie der des fahrradmagazin.net bewerteten die Kombination aus Textilseil und Bügelschloss gut und betonten insbesondere die Flexibilität als entscheidenden Alltagsvorteil gegenüber starren Schlössern. Das Gewicht liegt unter dem vergleichbarer Kettenschlösser derselben Sicherheitsklasse. Wichtig zu verstehen: Das Textilseil allein ist kein Schloss. Wer das Eyelet-Seil ohne das Bügelschloss verwendet, sichert nichts. Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern das Prinzip – das Seil ist der flexible Anteil, das Bügelschloss der Kern. Stiftung Warentest hat in einem früheren Test genau das kritisiert: ein frühes Eyelet-Modell ohne Bügelschloss. Das ist aber nicht die Anwendung, für die das Schloss gebaut ist – und seitdem hat Tex-Lock sowohl die Materialien als auch die Kommunikation darüber nachgeschärft.

Vorteile: Hohe Flexibilität beim Anschließen, leicht, zwei Bügellängen, geeignet für Anhänger und ungewöhnliche Anschlusssituationen. 
Nachteil: Ohne Bügelschloss nicht nutzbar – wer das vergisst oder verliert, hat ein Problem.

Eyelet-Set mit D-Lock: wenn es ernst wird

© Gerd Blank // Campermen

Das Eyelet-Set mit D-Lock funktioniert nach demselben Loop-Through-Prinzip wie das U/X-Lock-Bundle, hat aber ein anderes Bügelschloss: Das D-Lock ist größer, massiver und schwerer als der U/X-Lock-Bügel – und entsprechend sicherer. Das hat Konsequenzen für die Zertifizierung: ART*3 und Sold Secure Diamond. Das ist die höchste Stufe, die für Fahrräder vergeben wird. Drei Schlüssel liegen bei. In Lüneburg, wo ich die Schlösser jetzt für mehrere Räder nutze, ist das D-Lock-Bundle das, das ans teure Rad kommt. Nicht weil ich dem U/X-Lock misstraue, sondern weil ich das Prinzip schätze: je wertvoller das Rad, desto mehr Aufwand muss ein Diebstahl bedeuten. Das Schloss ist das schwerste der drei, das Seil das längste, und der Gesamteindruck ist der eines Systems, das gebaut wurde um zu halten. Ob das optisch noch zur orangefarbenen Orbit passt – das Eyelet-Set in Spring Green am Anhänger, das D-Lock-Bundle an einem weiteren Rad – ist eine andere Frage. Tex-Lock hat das gut gelöst: Die Farboptionen sind konsequent durchgezogen, man kann abstimmen oder bewusst kontrastieren.

Eine Anmerkung zur Sicherheitsdiskussion: Wer die älteren Stiftung Warentest-Ergebnisse zu Tex-Lock kennt und deshalb zögert, sollte wissen, dass die damaligen Kritikpunkte das Eyelet-Seil allein betrafen – und eine Materialfrage beim Übergang von Seil zu Öse, die laut Hersteller 2021 behoben wurde. Das aktuelle D-Lock-Bundle ist ART*3 zertifiziert und von Sold Secure Diamond bestätigt. Das sind keine Herstellerversprechen, das sind unabhängige Prüfungen mit konkreten Angriffsmethoden.

Vorteile: Höchste Fahrrad-Sicherheitszertifizierung (ART*3, Sold Secure Diamond), Loop-Through-Prinzip erfordert zwei separate Angriffe, flexibles Seil trotz hoher Sicherheitsstufe. 
Nachteil: Das schwerste und teuerste Modell der drei – für ein Alltagsschloss fürs Stadtrad ist das Mehr an Sicherheit vielleicht unnötig.

Fazit

Zurück zum Holländer auf Fyn. Ich hätte ihm auch sagen können: ART*2, Sold Secure Diamond, Schließzylinder mit Pickingschutz, getestet vom TCS in der Schweiz. Hätte er wahrscheinlich genickt und wäre trotzdem nicht klüger gewesen. Das Richtige an der Antwort war das Prinzip dahinter: Ein Schloss soll abschrecken und den Aufwand erhöhen. Tex-Lock tut beides – und zwar mit einem Gewicht und einer Optik, die dazu führen, dass man das Schloss tatsächlich dabei hat, statt es zu Hause zu lassen, weil es zu klobig ist. Das ist am Ende der entscheidende Punkt. Das sicherste Schloss der Welt hilft nicht, wenn es beim Rad-Ausflug daheim auf dem Haken hängt.

In Leipzig produziert, von Hand gemacht, in mehr Farben verfügbar als einem Fahrradschloss eigentlich zustehen – und dabei ernsthaft sicher. Das reicht für eine klare Empfehlung.

Die wichtigsten Fakten

OrbitEyelet + U/X-LockEyelet + D-Lock
TypSeilschlossTextifseil + BügelschlossTextilseil + Bügelschloss
SicherheitART*2ART*2, Sold Secure GoldART*3, Sold Secure Diamond
Länge100 cm (S) / 120 cm (M)80 / 120 / 160 cm80 / 120 / 160 cm
Gewicht~1.250 g (120 cm)leichter als D-Lock-Bundleschwerstes Bundle
Schlüssel223
BesonderheitClick & Go / Click & Connect2 Bügellängen im SetHöchste Fahrradsicherheitsstufe
OberflächeTextil (lackschonend)Textil (lackschonend)Textil (lackschonend)
HerstellungMade in Germany (Leipzig)Made in Germany (Leipzig)Made in Germany (Leipzig)
Preisab ~109 €ab ~139 €ab ~159 €

Links 
Hersteller: tex-lock.com 
Orbit: tex-lock.com/fahrradschloesser/orbit 
Eyelet-Set: tex-lock.com/fahrradschloesser/eyelet-set