Mit dem Camper in Den Urlaub – Die ultimative Checkliste

Der Sommer steht vor der Tür, und ich wette, du denkst gerade dasselbe wie ich: Raus. Einfach raus. Türe zu, Motor an, irgendwo hinfahren, wo es schön ist. Und genau das ist das Großartige am Camper – du hast dein Zuhause dabei, egal wohin du fährst.

Aber bevor wir ins Schwärmen geraten, gibt es ein paar Dinge, über die wir reden müssen. Dinge, die zwischen einem perfekten Urlaub und einer teuren Panne auf der Autobahn entscheiden. Ich hab die meisten Fehler selbst gemacht – also hör kurz zu.

Teil 1: Vor der Reise

Richtig beladen – dein Camper ist kein Umzugswagen

Ich sage das ohne Umschweife: Die meisten von uns beladen ihren Camper falsch. Wir packen rein, was reingeht, wundern uns, warum das Fahrzeug sich seltsam anfühlt, und fahren trotzdem los. Das ist, gelinde gesagt, keine gute Idee.

Dein Wohnmobil hat drei Zahlen, die du kennen musst, bevor du auch nur eine Kiste einräumst:

Leergewicht – das ist, was dein Fahrzeug ohne dich, deine Familie, deinen Hund und deine Kaffeemaschinen-Sammlung wiegt. Steht im Fahrzeugschein unter Punkt G.
Zulässiges Gesamtgewicht – das Maximum, das dein Fahrzeug wiegen darf, wenn es vollständig beladen auf der Straße unterwegs ist. Steht im Fahrzeugschein unter Punkt F.1.
Zuladung – der entscheidende Unterschied zwischen beiden Zahlen. Das ist alles, was du mitnehmen darfst: Personen, Gepäck, Wasser, Gas, Fahrräder, Vorzelt, Grillkohle, deine fünf Paar Wanderschuhe und den Rest.

Das klingt nach viel Spielraum – ist es aber oft nicht. Ein vollständig befüllter Frischwassertank allein wiegt schnell 100 Kilogramm. Zwei Erwachsene bringen weitere 150 Kilo mit. Fahrräder auf dem Träger? Nochmal 30 bis 50 Kilo. Und plötzlich ist die Zuladung aufgebraucht, bevor du überhaupt den Koffer eingeladen hast.

Fazit: Kenne deine Zahlen, bevor du packst – nicht nachdem du losgefahren bist.

Achslasten – das unterschätzte Thema

Selbst wenn dein Gesamtgewicht noch im grünen Bereich liegt, kann die Verteilung der Last ein echtes Problem sein. Dein Fahrzeug hat eine Vorderachslast und eine Hinterachslast – beide haben eigene Maximalwerte, die ebenfalls im Fahrzeugschein stehen.

Wer alles Schwere nach hinten packt – Wasserkanister, Werkzeug, Bierkisten, den schweren Campingtisch – überlastet die Hinterachse. Das Fahrzeug wird hinten tief, vorne leicht, und die Lenkung verliert spürbar an Präzision. Nicht dramatisch, bis es dann doch dramatisch wird.

Die Faustregel ist simpel: Schwere Lasten so tief wie möglich und so nah wie möglich an die Fahrzeugmitte. Niemals alles auf eine Seite. Und was aufs Dach kommt – Markise, Dachbox, Solarpanels – erhöht den Schwerpunkt und verändert das Fahrverhalten spürbar. Fahrräder auf dem Heckträger sind fast immer die bessere Wahl als auf dem Dach.

Fazit: Gleichmäßige Lastverteilung ist keine Empfehlung, sondern Physik.

Wiegen – einmal, aber richtig

Der einzige Weg, wirklich zu wissen, ob alles stimmt, ist die Waage. Viele Recyclinghöfe, Speditionen und Futtermittelhandlungen bieten das gegen eine kleine Gebühr oder sogar kostenlos an. Mein Rat: Fahrzeug so beladen, wie du es auf der Reise dabeihast – mit Wasser, Gas, Gepäck und allen Personen. Dann einmal auf die Waage. Was danach kommt, ist kein Rätsel mehr.

Aber mal ehrlich – nicht jeder fährt vor jeder Reise extra zur nächsten Fahrzeugwaage. Zum Glück gibt es ein paar praktische Methoden, um zumindest eine gute Orientierung zu bekommen, bevor man sich auf den Weg macht.

Die Personenwaage ist die einfachste Lösung für einzelne Gegenstände: erst sich selbst wiegen, dann nochmal mit dem Gegenstand in der Hand. Die Differenz ist das Gewicht. Funktioniert gut für Gasflaschen, Fahrräder, Koffer und Kisten bis etwa 30 bis 40 Kilogramm.

Zwei Personenwaagen kombinieren – ist ein Gegenstand zu sperrig oder schwer zum Tragen, einfach auf einem Brett ablegen, das beide Waagen berührt, und die Werte addieren. Grobe Näherung, aber für Campingzwecke ausreichend.

Eine Kofferwaage – auch Hakenwaage genannt – kostet zwischen 10 und 20 Euro und ist für Camper eigentlich ein Muss. Einhängen, hochheben, ablesen. Trägt meist bis 50 Kilogramm, manche Modelle bis 100 Kilogramm. Perfekt für Gasflaschen, Fahrradtaschen, Kisten und Rucksäcke. Klein genug, um immer dabei zu haben.

Die Küchenwaage hilft für alles unter 5 Kilogramm – Lebensmittelvorräte, Elektronik, Kleidungsstücke portionsweise wiegen und addieren. Klingt mühsam, aber wer einmal eine Packliste mit Gewichten führt, hat die Zuladung dauerhaft im Griff.

Eine Packliste mit Gewichten ist der unterschätzte Profi-Tipp schlechthin: einmal alle Ausrüstungsgegenstände wiegen und in einer Liste speichern. Beim nächsten Urlaub einfach die Liste durchgehen und addieren – spart Zeit und gibt Sicherheit, ohne jedes Mal zur Waage zu fahren.

Der wichtigste Grundsatz bleibt dabei: Einzelgewichte schätzen ist okay zur Orientierung, aber vor einer großen Auslandsreise sollte das Fahrzeug vollständig beladen auf eine echte Fahrzeugwaage. Denn Gasflaschen, Wasser, Fahrräder und Dachbox summieren sich schnell auf 200 bis 400 Kilogramm – und die unterschätzen fast alle.

Wo du eine Fahrzeugwaage in deiner Nähe findest, habe ich weiter unten verlinkt.

Fazit: Eine Stunde Aufwand vor der Reise kann eine Menge Ärger, Bußgeld und schlimmstenfalls echte Gefahr auf der Straße ersparen.

Gas im Ausland – der Adapter, den du vergessen wirst

Frankreich hat andere Gasanschlüsse als Deutschland. Spanien auch. Die Niederlande ebenfalls. Klingt nach einem Detail, ist aber der Unterschied zwischen warmem Essen und kaltem Brot am zweiten Abend. Die Lösung ist denkbar simpel: vor der Reise kurz recherchieren, welche Gasanschlüsse in den Zielländern üblich sind, und die passenden Adapter besorgen. Kostet ein paar Euro und spart eine Menge Frustration.

Fazit: Gasadapter einpacken. Immer. Ohne Ausnahme.

Maut, Vignetten und Umweltzonen – Europas Bürokratiemarathon

Jedes Land macht es ein bisschen anders, und das ist tatsächlich so nervig, wie es klingt.

Frankreich hat Mautstationen auf fast allen Autobahnen. Mit einem großen Fahrzeug zahlst du automatisch in einer höheren Kategorie – das wird teurer als erwartet. Vorab kalkulieren lohnt sich, zum Beispiel auf viamichelin.com.
In Frankreich gelten in vielen Städten und Ballungsräumen Umweltzonen, die sogenannten Zones à Faibles Émissions (ZFE). Für die Einfahrt in diese Zonen ist die französische Umweltplakette Crit’Air erforderlich, die Fahrzeuge je nach Schadstoffausstoß in verschiedene Klassen einteilt. Die Plakettenpflicht gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Umweltzonen gibt es unter anderem in den Großräumen von Paris, Lyon, Grenoble, Strasbourg, Toulouse und Montpellier. Wer ohne gültige Crit’Air-Plakette in eine Umweltzone einfährt, muss mit Bußgeldern rechnen.
Die offizielle Bezugsquelle für die französische Umweltplakette Crit’Air ist die Website der französischen Regierung. Hier geht es zur  Umweltplakette: Crit’Air – Offizielle Website

Italien hat ebenfalls Maut und zusätzlich in vielen Städten ZTL-Zonen – Verkehrsbeschränkungszonen, die für Wohnmobile oft gesperrt sind. Wer da reinfährt, merkt es erst auf dem Bußgeldbescheid, der Wochen später nach Hause kommt.

Österreich und Schweiz verlangen Vignetten. In Österreich gibt es diese in 2026 das letzte mal zum Kleben, danach nur noch digital – kaufen vor der Einreise geht einfach auf asfinag.at.

Tschechien und Slowenien haben ebenfalls digitale Vignetten. Hier lauern inzwischen gefälschte Websites, die ungültige Vignetten verkaufen. Immer nur über die offiziellen Anbieter kaufen: edalnice.cz für Tschechien und dars.si für Slowenien.

Umweltzonen kennst du aus deutschen Städten – aber auch in Frankreich, Italien und anderen Ländern gibt es solche Zonen mit Einfahrtbeschränkungen für ältere Fahrzeuge. Der Umwelt-Plakette-Checker hilft dabei, den Überblick zu behalten.

Fazit: Vor der Reise einmal alle Länder auf Maut, Vignetten und Umweltzonen prüfen. Das dauert 20 Minuten und kostet sonst deutlich mehr.

Teil 2: Spritsparen unterwegs – weil Diesel nicht günstiger wird

Mit einem Wohnmobil zu fahren ist nicht billig. Ein großes Fahrzeug mit schlechter Aerodynamik und vielleicht 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf der Autobahn – da kann der Verbrauch schnell bei 14, 15 oder sogar 16 Litern auf 100 Kilometer landen. Ein Wohnmobil ist aerodynamisch ungefähr so elegant wie ein Schrank auf Rädern. Und genau deshalb wirken sich kleine Veränderungen beim Fahrstil hier deutlich stärker aus als bei einem normalen Pkw. Schon 10 bis 15 Prozent weniger Verbrauch können auf einer langen Urlaubsreise mehrere hundert Euro sparen.

Geschwindigkeit – der größte Hebel von allen

Das ist die unbequeme Wahrheit: Wer langsamer fährt, spart massiv. Und hier kommt etwas, das viele überrascht – nämlich die Mathematik dahinter.

Unser Gehirn berechnet den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Zeitersparnis intuitiv falsch. Wir denken: schneller fahren spart viel Zeit. Die Realität sieht anders aus. Nehmen wir 100 Kilometer Strecke als Beispiel:

Mit 100 km/h bist du nach 60 Minuten am Ziel. Mit 120 km/h nach 50 Minuten – das sind 10 Minuten gespart. Mit 130 km/h nach 46 Minuten – also nochmal nur 4 Minuten mehr. Mit 150 km/h nach 40 Minuten – nochmal nur 6 Minuten mehr als bei 130.

Du trittst das Gaspedal also deutlich tiefer – mit allem, was das bedeutet: mehr Verbrauch, mehr Risiko, mehr Stress – und sparst auf 100 Kilometern gegenüber 130 km/h gerade mal 6 Minuten. Der Grund: Die Zeitersparnis flacht mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter ab. Der erste Sprung von 100 auf 120 bringt noch 10 Minuten. Alles danach wird immer weniger.

Dazu kommen Baustellen, Staus und Ampeln, die die paar gesparten Minuten sofort wieder zunichte machen. Für Camper ist das besonders relevant: Ein Wohnmobil mit 130 km/h statt 100 km/h zu fahren kostet auf 500 Kilometern locker 15 bis 20 Liter mehr Diesel – bringt aber weniger als eine halbe Stunde frühere Ankunft. Auf einer 8-Stunden-Reise kaum spürbar – dafür teurer, lauter und anstrengender.

Der Luftwiderstand steigt übrigens nicht linear, sondern quadratisch mit der Geschwindigkeit. 90 statt 110 km/h spart oft 10 bis 20 Prozent Kraftstoff. 100 statt 130 km/h kann sogar 20 bis 30 Prozent bringen. Wer entspannt mit 95 bis 100 km/h rollt, spart mehr als durch jede technische Maßnahme.

Fazit: Die letzten 10 bis 20 km/h sind die teuersten – und bringen kaum etwas. Der sparsamste Liter Diesel ist der, den man gar nicht erst verbraucht.

Tempomat – aber mit Verstand

Viele glauben, Tempomat bedeutet automatisch sparsamer fahren. Nicht unbedingt. Auf hügeligen Strecken versucht der Tempomat oft krampfhaft, die eingestellte Geschwindigkeit zu halten – und gibt dabei unnötig viel Gas. Besser: Tempomat aus, vor der Steigung leicht beschleunigen, am Berg etwas Geschwindigkeit verlieren lassen und bergab wieder Schwung aufnehmen. LKW-Fahrer machen das seit Jahrzehnten, und es funktioniert.

Fazit: Tempomat auf flachen Strecken sinnvoll – auf hügeligen Strecken lieber selbst steuern.

Schwung nutzen – Energie nicht verschwenden

Jede unnötige Bremsung vernichtet Energie, die zuvor teuer mit Diesel erzeugt wurde. Profis sprechen vom Momentum Driving: Kreisverkehre früh erkennen, Ampeln weit voraus beobachten, rollen lassen statt bremsen. Wer den Verkehrsfluss liest und vorausschauend fährt, kommt mit deutlich weniger Kraftstoff ans Ziel.

Fazit: Vorausschauendes Fahren kostet nichts – und spart trotzdem bares Geld.

Dachlast – der stille Verbrauchsfresser

Ein beladener Dachträger kann den Verbrauch um 5 bis 20 Prozent erhöhen. Fahrräder, Dachboxen, Kajaks oder Surfbretter erzeugen enormen Luftwiderstand. Heckträger sind fast immer effizienter als Dachträger. Noch besser: Fahrräder innen transportieren und das Dach so frei wie möglich halten. Was nicht zwingend nach oben muss, gehört nach innen oder bleibt zu Hause.

Fazit: Das Dach frei halten ist eine der einfachsten und wirkungsvollsten Sparmaßnahmen überhaupt.

Reifendruck – unterschätzt und vernachlässigt

Bereits 0,3 bis 0,5 bar zu wenig erhöhen den Rollwiderstand spürbar. Viele Camper fahren dauerhaft mit zu niedrigem Druck, weil sie den Wert für das unbeladene Fahrzeug nutzen. Vor längeren Reisen: Reifendruck kalt messen, Beladungszustand berücksichtigen und die Herstellerangaben für Volllast nutzen.

Fazit: Reifendruck prüfen dauert fünf Minuten. Es lohnt sich.

Gewicht reduzieren – was schleppt du eigentlich mit?

Viele Camper transportieren dauerhaft Werkzeug, Ersatzteile, volle Getränkekisten, Winterausrüstung im Sommer und doppelte Campingausrüstung. Oft kommen so mehrere hundert unnötige Kilogramm zusammen. Und 100 bis 150 Liter Frischwasser für die Anreise? Für die Fahrt dorthin reicht eine Teilfüllung – vor Ort kann man auffüllen.

Fazit: Wann hast du zuletzt bewusst entschieden, was wirklich mitfährt – und was einfach immer drin bleibt?

Früh hochschalten, Motor schonen

Moderne Dieselmotoren mögen niedrige Drehzahlen. Der wirtschaftlichste Bereich liegt bei den meisten Campern zwischen 1.500 und 2.200 Umdrehungen pro Minute. Wer den Motor unnötig hochdreht, erzeugt mehr Lärm, mehr Verbrauch – und keinen Zeitgewinn. Und noch eine alte Gewohnheit, die sich hartnäckig hält: den Motor nach dem Start erst mal im Stand warmlaufen lassen. Besser ist es, direkt loszufahren und die ersten Kilometer moderat zu fahren. So erreicht der Motor schneller seine Betriebstemperatur.

Fazit: Früh schalten, niedrig halten, entspannt ankommen.

Klimaanlage, Wind, Tanken und Planung – die letzten Prozent

Die Klimaanlage kostet Leistung. Morgens lüften statt sofort kühlen, Frontscheibenabdeckung nutzen, das Fahrzeug im Schatten parken – wer den Innenraum erst gar nicht auf 45 Grad aufheizen lässt, braucht deutlich weniger Kühlleistung.

Ein Faktor, den viele unterschätzen: Gegenwind. Starker Gegenwind kann den Verbrauch stärker erhöhen als eine hügelige Strecke. Bei spürbarem Wind das Tempo einfach um 10 km/h reduzieren – der Verbrauch sinkt oft deutlich.

Beim Tanken gilt: Autobahntankstellen sind fast immer die teuerste Option. Schon wenige Kilometer abseits können mehrere Cent pro Liter sparen. Apps wie Tankerkönig helfen im Inland, Fuel Prices Europe im Ausland.

Und dann ist da noch die Reiseplanung selbst – denn die meisten Liter werden nicht durch den Motor verschwendet, sondern durch unnötige Umwege, tägliches Standortwechseln und Stadtverkehr. Wer länger an einem Ort bleibt und Ausflüge mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV macht, spart mehr Sprit als durch jede technische Optimierung. Frühmorgens zu fahren lohnt sich dabei gleich doppelt: weniger Verkehr, kühlere Luft, weniger Stop-and-Go.

Wer seinen Verbrauch wirklich verstehen will, führt ein kurzes Verbrauchstagebuch: Kilometer, Liter, Durchschnittsgeschwindigkeit, Wetter, Beladung. Nach wenigen Reisen erkennt man sehr schnell, welche Geschwindigkeit optimal ist, wie stark Gegenwind wirklich wirkt – und welche Ausrüstung auf dem Dach richtig teuer wird.

Fazit: Alle Maßnahmen zusammen ergeben bei vielen Campern realistisch 1 bis 2 Liter weniger auf 100 Kilometern. Der größte Hebel ist dabei nicht Technik, sondern Verhalten: langsamer fahren, Schwung nutzen, Gewicht reduzieren, Dach frei halten, vorausschauend fahren.

Teil 3: Die Maschen der Camper-Mafia – was du wissen musst, um dich zu schützen

Das ist das Thema, über das niemand gerne redet, weil es den Urlaub ein bisschen trübt. Aber ich halte es für wichtiger, darüber zu sprechen, als so zu tun, als wäre es kein Thema. Denn es gibt organisierte Gruppen in Europa, die sich auf Campingurlauber spezialisiert haben – und die arbeiten erschreckend professionell.

Unterwegs auf der Straße

Der Spiegeltrick ist wohl die bekannteste Masche, vor allem in Italien – rund um Florenz, Bozen und auf Sizilien. Betrüger behaupten, man habe im Vorbeifahren ihren Außenspiegel beschädigt. Als Beweis zeigen sie einen schwarzen Streifen – der ist aufgemalt. Sie fordern sofort Bargeld. Das Gegenmittel ist denkbar einfach: sofort auf Polizei bestehen. Wer das Handy zückt und ankündigt, die Polizei zu rufen, bringt die Täter in fast allen bekannten Fällen dazu, umgehend das Weite zu suchen.

Der Reifenstecher ist besonders häufig in Spanien. Täter lassen an Tankstellen oder Mautstationen Luft aus dem Reifen oder beschädigen ihn leicht. Kurz nach der Weiterfahrt signalisieren sie hektisch, dass ein Reifen platt ist. Sobald man anhält, wird man abgelenkt, während Komplizen das Fahrzeug ausräumen. Gegenmittel: Nie an einsamen Stellen anhalten. Immer an belebten Rastplätzen oder Tankstellen stoppen – und niemals alle Türen offen lassen.

Die vorgetäuschte Panne ist vor allem auf Rastplätzen rund um Barcelona und Valencia bekannt. Ein Unbekannter weist auf vermeintlichen Rauch am Hinterrad hin. Sobald man nachschaut, drängt ein Komplize zur Seite und greift Handtasche oder Rucksack aus dem Fahrzeug. Gegenmittel: Bei fremden Helfern immer alle Türen verriegeln, bevor man aussteigt.

Der Eier-Trick funktioniert so: Täter werfen Eier gegen die Windschutzscheibe. Der Reflex, sofort Scheibenwischer und Waschanlage einzuschalten, verschmiert die Scheibe und erzwingt einen Stopp – dann schlagen sie zu. Vor allem aus Italien und Spanien gemeldet, aber auch auf deutschen Autobahnen bekannt. Gegenmittel: Wischer nicht einschalten, ruhig bleiben, die nächste beleuchtete Ausfahrt ansteuern.

Ablenkung durch Komplizen ist ein Klassiker auf Campingplätzen, Raststätten und Fährterminals. Während eine Person in ein Gespräch verwickelt, durchsucht ein Komplize unbemerkt das Fahrzeug. Gegenmittel: Bei unaufgeforderten Gesprächen das Fahrzeug immer im Blickfeld behalten und Türen abschließen.

Auf dem Campingplatz

Einbruch nachts oder beim Ausflug – Wohnmobile und Vans gelten als lohnende Ziele, weil Täter davon ausgehen, dass Wertsachen, Bargeld und Elektronik an Bord sind. Gegenmittel: Wertsachen nie sichtbar lassen, Zusatzschlösser an Türen und Heckklappen, Alarmanlage nachrüsten.

Fake-Campingplätze und überhöhte Rechnungen tauchen besonders in touristischen Hochsaisongebieten auf. Man wird auf einen vermeintlich offiziellen Stellplatz gelotst, der sich als privat und teuer herausstellt – oder die Rechnung enthält plötzlich viele Zusatzposten, die vorher nie erwähnt wurden. Gegenmittel: Preise und Leistungen immer vorher schriftlich bestätigen lassen.

Grundregeln für alle Situationen

Ein paar Dinge, die in jeder Lage gelten:

Bargeld und Dokumente immer am Körper tragen – nie im Fahrzeug lassen, wenn man es verlässt. Bei verdächtigen Situationen sofort 112 anrufen – europaweit kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Eine Dashcam kann bei Unfallbetrug entlasten und ist in vielen Ländern zulässig. Im Zweifel nicht anhalten, sondern ruhig weiterfahren bis zur nächsten belebten Tankstelle oder Raststätte. Und eine Reiseversicherung mit Assistance-Leistung abschließen – sie hilft nicht nur bei Pannen, sondern auch bei Diebstahl und deckt oft mehr ab, als man erwartet.

Fazit: Die meisten Menschen in Europa sind freundlich und hilfsbereit. Aber wer die gängigen Maschen kennt, reagiert ruhiger, klüger – und fällt nicht darauf herein.

Zum Schluss

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft dir, entspannter und besser vorbereitet in den Sommer zu starten. Ein gut beladener Camper, ein paar kluge Entscheidungen unterwegs und das Wissen um die gängigsten Tricks – das ist alles, was du brauchst.

Damit du nichts vergisst, habe ich drei Dokumente für dich vorbereitet:

Checkliste für die Reise im Wohnmobil
Alles, was vor der Abfahrt erledigt sein sollte – von Technik über Dokumente bis zum Kühlschrank.

Gewichtsschätzungen für die Zuladung
Eine praktische Liste mit Richtwerten für typische Gegenstände, damit du deinen Camper grob einschätzen kannst, bevor du zur Waage fährst.

Wo kann ich mein Wohnmobil wiegen lassen?
Eine Übersicht mit Standorten und Tipps, wo du dein Fahrzeug im vollbeladenen Zustand auf die Waage bringen kannst.

Gute Fahrt – und einen unvergleichlichen Urlaub wünsche ich euch.

 

Wo der Kaiser regiert – Wintervergnügen mit Haltung, Humor und Hochgenuss

Ein Reisebericht aus der Ferienregion Wilder Kaiser.

Es gibt Ferienregionen, die schreien einem schon beim Ankommen entgegen: höher, steiler, extremer. Und dann gibt es die Ferienregion Wilder Kaiser mit der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental. Die steht einfach da. Selbstbewusst. Gelassen. Mit einem Blick, der sagt: Ich muss niemandem etwas beweisen.

Mit bis zu 1.869 Metern Seehöhe kratzt die Ferienregion Wilder Kaiser zwar nicht an den ganz großen alpinen Zahlenfetischen, aber das ist ungefähr so relevant wie die Höchstgeschwindigkeit eines Traktors auf der Autobahn. Entscheidend ist, was man mit dem Gelände macht – und hier wird sehr viel richtig gemacht. Dank moderner Beschneiung und obsessiv genauer Pistenpräparation liefern die Schneeexperten des Gebiets selbst in schneearmen Wintern Bedingungen, die so ordentlich sind, dass man fast vom Boden essen könnte. Was man aber natürlich nicht tut, weil man gerade Ski fährt.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil: Die Ferienregion Wilder Kaiser mit seiner SkiWelt ist das erste große Skigebiet Tirols direkt hinter der deutschen Grenze. Von München aus sind es gerade einmal 110 Kilometer. Das bedeutet weniger Zeit im Auto, mehr Zeit auf der Piste – und deutlich weniger Gelegenheit, sich über Staus aufzuregen.

Wilder Kaiser, Zahmer Kaiser – eine kaiserliche Verwirrung, einfach erklärt

Der Name sorgt regelmäßig für Stirnrunzeln. Wilder Kaiser? Zahmer Kaiser? Kaisergebirge? Klingt nach einer sehr komplizierten Monarchie. Tatsächlich ist es ganz einfach: Der Wilde Kaiser ist der markante, schroffe Gebirgszug, der der Region ihren Namen gibt. Gemeinsam mit dem Zahmen Kaiser im Norden und dem Niederkaiser im Osten bildet er das Kaisergebirge.

Das gesamte Gebiet steht unter Naturschutz – und zwar konsequent. Liftanlagen? Fehlanzeige. Eine einzige Ausnahme gibt es: den Kaiserlift in Kufstein, der ins wunderschöne Kaisertal führt. Mehr nicht. Und das ist gut so. Denn während der Wilde Kaiser unberührt, majestätisch und ein bisschen einschüchternd bleibt, spielt sich das eigentliche Skivergnügen gegenüber, auf den sanften Grashügeln der Kitzbüheler Alpen ab. Ergebnis: perfekte Pisten – mit ständigem Blick auf wilde, unangetastete Natur. Ein seltenes, fast schon luxuriöses Zusammenspiel.

Pisten, die niemanden überfordern – und alle zufriedenstellen

Die Ferienregion Wilder Kaiser ist kein Gebiet für Profilneurotiker, die schwarze Pisten nur deshalb fahren, weil sie schwarz sind. Sie ist ein Skigebiet für Menschen. Für Familien. Für Genussfahrer. Für Anfänger. Für Fortgeschrittene, die lieber elegant als verbissen unterwegs sind.

Mit 275 Pistenkilometern, überwiegend blau und rot, ist das Gelände angenehm weitläufig, aber nie einschüchternd. Vier Orte – Ellmau, Going, Scheffau und Söll – sind über moderne Lifte perfekt verbunden. Insgesamt sorgen 80 hochmoderne Liftanlagen dafür, dass Wartezeiten eher ein Gerücht als Realität sind.

Und dann wären da noch die 80 Hütten. Von groß bis herrlich gemütlich. Von Sonnenterrasse bis Holzstube. Kulinarisch überraschend ambitioniert, aber nie abgehoben. Man isst gut, trinkt besser und fragt sich kurz, warum man eigentlich jemals woanders Ski gefahren ist.

Eisstockschießen bei Flutlicht

Gewachsene Dörfer statt Retortenromantik

Was die Region besonders macht, ist nicht nur das Skigebiet, sondern das Drumherum. Die Orte sind keine gesichtslosen Zweckbauten, sondern gewachsene Dörfer mit traditioneller Architektur, kleinen Höfen, familiengeführten Pensionen und Hotels. Große Hotelketten? Sucht man hier vergebens.

Das Verhältnis von 13.000 Gästebetten zu 10.000 Einwohnern spricht Bände. Tourismus ja – Massentourismus nein. Die Gastgeber sind Eigentümer, keine Manager. Der Service ist herzlich, nicht einstudiert. Und das Essen? Tirol eben. Ehrlich, deftig, überraschend fein.

Ein schönes Beispiel für den Charme der Region ist die Berg-Erlebnis-Welt Hexenwasser in Söll. Ein kostenloses Angebot, bei dem unter anderem Kinoabende, Kinderprogramme und kleine Events stattfinden. Offen ist es – herrlich unprätentiös – nur dann, wenn die Wäsche draußen hängt. Wer es genauer wissen will, schaut einfach ins Programm auf der Website. Ordnung muss sein.

JÄNNERplus – Winterurlaub mit eingebautem Mehrwert

Falls jemand glaubt, 275 Pistenkilometer seien nicht genug, hat die Region noch ein Ass im Ärmel: JÄNNERplus. Dieses Programm startet jedes Jahr im Januar und bietet Gästen ein erstaunlich umfangreiches Zusatzangebot – kostenlos.

Mit der Wilder Kaiser GästeCard, die jeder Übernachtungsgast erhält, kann man an Aktivitäten teilnehmen, für die man anderswo tief in die Tasche greifen würde: Schneeschuhwanderung, Nachtrodeln, Lama trekking (ja, wirklich), Pistenbullyführung, Schnapstour mit Brennereibesichtigung, Skiguiding Anmeldung online, hingehen, genießen. Kein Haken. Kein Kleingedrucktes. Einfach so.

Kleine Schnapslehre – zu Besuch beim Wagnerhof

Ein besonderer Programmpunkt von JÄNNERplus ist die Schnapsbrenner-Tour, etwa am traditionsreichen Wagnerhof. Und plötzlich versteht man, warum ein guter Obstbrand nichts mit dem zu tun hat, was im Supermarktregal steht.

Ein echter Brand entsteht aus Frucht, Zeit und Geduld. Für einen Liter Apfelbrand braucht man rund 15 Kilogramm Obst, für Himbeere sogar bis zu 40 Kilogramm – was den Preis erklärt. Gebrannt wird ausschließlich mit vergorenen Früchten, nicht mit Industriealkohol und Aroma. Letzteres ist leider der Standard im Massenmarkt.

In Tirol besitzt übrigens jeder Bauernhof ein Brennrecht, ein Relikt aus der Zeit Maria Theresias. Rund 4.000 Brennereien gibt es im Bundesland – bei 800.000 Einwohnern. Das sagt alles.

Am Wagnerhof werden jährlich etwa 20.000 Kilo Obst verarbeitet. Verkostet wird bei Zimmertemperatur, im richtigen Glas, in kleinen Schlucken. Der Brand hat Vorlauf, Mittellauf (das eigentliche Produkt, etwa 75 %) und Nachlauf. Was verwendet wird, entscheidet – ganz analog – der Gaumen.

Besonders spannend: der Zirbengeist. Die Zapfen werden nur Anfang Juli, etwa 14 Tage lang, von Hand gepflückt. Hoch oben am Baum. Danach geschnitten, angesetzt, gebrannt. Ein Produkt mit Charakter. Wie sein Brennmeister Hermann Bichler.

Anreise – unkompliziert bis vor die Haustür

Mit der Bahn geht es bequem per ICE nach München, weiter mit der Regionalbahn nach Kufstein, von dort etwa 20 Minuten mit dem Taxi ins Brixental. Mit dem Auto ist man von München aus in gut anderthalb Stunden da.

Auch Camper sind willkommen: vom Kaiser Camp in Scheffau über den Franzlhof in Söll bis zum Bruggerhof in Reith bei Kitzbühel, direkt am Schwarzsee.
Fun Fact: Der Schwarzsee ist ein Naturmoorsee mit einem öffentlichen Strandbad in einem Naturschutzgebiet und dank seiner Beschaffenheit heizt er sich schon im Frühling so schnell auf, dass ein frühes „Anbaden“ bei angenehmen Temperaturen problemlos möglich ist.

Fun Facts & besondere Orte

Majestätisch erhebt sich der Wilde Kaiser über der Ferienregion – unberührt, ursprünglich und bewusst unerschlossen. Weder Lifte noch Pisten führen in das markante Massiv. Nur Tourengeher im Winter und Wanderer im Sommer dürfen sich dem Naturdenkmal nähern.

Glamour trifft alpine Tradition im 5-Sterne-Hotel Stanglwirt: Ein Refugium für internationale High Society und Prominenz, eingebettet in die Kulisse des Brixentals.

Kultstatus genießt die Rübezahl Alm am Wilden Kaiser. Die niedrige Eingangstür von gerade einmal 1,50 Metern macht den Besuch zur sportlichen Übung – einst Treffpunkt der Limbotänzer, heute legendärer Promi-Hotspot.

Kulinarisch wärmt der „Heiße Opa“: eine süße Winterspezialität aus Pistazienlikör, verfeinert mit Sahne – überraschend, cremig, kultig.

Für nächtliche Action sorgt das Nachtrodeln am Astberg. Von Mittwoch bis Samstag geht es auf einer 4,5 Kilometer langen, mittelschweren Strecke talwärts – beleuchtet bis Mitternacht.

Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Die Simonalm begeistert mit kostenlosen Kräuterschulungen und liebevoll gestalteten Angeboten für Kinder.

Fazit: Ein Kaiser, der nichts beweisen muss

Die Ferienregion mit der SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental ist kein Skigebiet für Extreme. Sie ist eines für Menschen mit Geschmack. Für Familien. Für Genießer. Für alle, die lieber gut als spektakulär Ski fahren, lieber herzlich als hip wohnen und lieber Qualität als Quantität schätzen.

Mit dem JÄNNERplus-Angebot bekommt ihr drei Wochen lang im Januar zahlreiche exklusive Aktivitäten auf und abseits der Piste kostenlos. Von Schlittenfahrten, Nachtrodeln, Eisstockschiessen und vielen Genuss-Highlights ist ganrantiert für jeden etwas dabei. Mitmachen ist ganz einfach: Auf der Website die JÄNNERplus Angebote durchgehen, Buchen und jeden Tag etwas neues Erleben. Alles ohne zusätzliche Kosten und doppelten Boden mit der  Wilder Kaiser GästeCard.

Wer gerne die Hände frei hat und stressfrei Anreisen möchte, wählt die Bahn und das Winterrail Angebot für Österreich. Und wenn ihr rechtzeitig bucht, sind günstige Spartarife drin und so ist das erste Schnitzel quasi schon bezahlt. 

Klingt alles zu schön um Wahr zu sein, oder? Ok, wer das Haar in der Suppe suchen will, wird vielleicht anmerken, dass am Wilden Kaiser Kartenzahlung häufig nicht möglich ist, was aber auch einen Vorteil sein kann. So gibt es nach euer Reise bei der Abrechnung keine bösen Überraschungen und Geldautomaten sind natürlich überall vor Ort zu finden.   

Der Wilde Kaiser bleibt wild. Die SkiWelt bleibt zugänglich. Und genau darin liegt ihre Stärke.

Fotos: Björn Ahrndt, Henning Pommée, Chris Thomas Christoph Reiter

Urlaub auf Korsika mit dem Camper

Es beginnt, wie solche Ideen immer beginnen: mit dem unschuldigen Vorschlag, „einfach eine entspannte Campingrunde auf Korsika“ zu machen. Ein Satz, der so harmlos klingt wie eine Katze im Mittagsschlaf – bis sie plötzlich beschließt, dein Wohnzimmer in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Denn kaum setzt man sich an die Reiseplanung, merkt man, dass „einfach“ sich heimlich verabschiedet hat. Zurück bleiben Fährpläne, die sich anfühlen wie ein Rätselspiel, Campingplätze, die entweder paradiesisch oder vollständig ausgebucht sind, und eine Insel, deren Straßenführung offenbar von Menschen entworfen wurde, die viel zu viel Freude an Serpentinen hatten.

Man stöbert durch Karten, die suggerieren, dass alles nah beieinanderliegt – bis man die Realität erfährt: Auf Korsika ist die kürzeste Strecke immer diejenige, die man am langsamsten fährt. Und natürlich taucht die große Frage auf: im oder gegen den Uhrzeigersinn? Eine Entscheidung, über die in Foren mit der Inbrunst eines philosophischen Grundsatzstreits diskutiert wird.

Doch genau darin steckt der Charme. Reiseplanung ist hier kein administrativer Akt, sondern ein Abenteuer – gewürzt mit mediterraner Gelassenheit und einer Prise Chaos. Am Ende wird man reich belohnt: mit Stränden, die aussehen wie digitale Postkarten, Felslandschaften, die jedem Fantasyfilm Ehre machen würden, und Campingplätzen, die einen so entschleunigen, dass man beinahe vergisst, wie viel Mühe die Planung war.

Also hinein in eine Route, die die Tücken umarmt, statt sie zu fürchten – und zeigt, warum Korsika zu Recht als eine der schönsten Campingdestinationen des Mittelmeers gilt.

Anreise mit der Fähre
Start mit der Reederei Moby. Frühzeitig am Hafen sein, da Check-in und Verladung je nach Saison etwas Zeit brauchen. Die Überfahrt lädt ein, direkt in den Urlaubsmodus umzuschalten.

Die schönsten Campingplätze auf Korsika

Camping San Damiano
Nur wenige Minuten von Bastia entfernt, direkt am langen Sandstrand. Idealer erster Stopp nach der Fähre. Gute Infrastruktur, viel Schatten.

Camping Kalliste
Weiterfahrt nach Saint-Florent — hübsches Hafenstädtchen mit mediterraner Atmosphäre. Vom Campingplatz aus ist die Altstadt gut erreichbar. Bootsfahrten zur Saleccia-Bucht lohnen sich.

Camping de L’Ostriconi
Naturbelassen, ruhig und direkt an einer der wildesten Buchten Korsikas. Perfekt für Strandtage in unberührter Umgebung.

Camping Paduella
Fußläufig zu Calvi. Angenehmer Platz zwischen Kiefern, gute Sanitäranlagen. Idealer Ausgangspunkt für die Zitadelle, Restaurants und den langen Sandstrand.

Camping Les Oliviers
Mit Pool, Olivenbäumen und Bergen direkt im Blick. Sehr gut geeignet für Besuche der Calanche oder Bootsfahrten nach Scandola.

Camping Chez Antoine
Ländlich, ruhig, authentisch. Hervorragend für alle, die Abwechslung zum Küstenbetrieb suchen und das korsische Hinterland erleben möchten.

Bonifacio
Spektakulär auf weißen Kalkfelsen über dem Meer. Rundweg durch die Oberstadt und Bootstour entlang der Steilküste sind Pflicht.

Camping U Farniente
Moderner Campingplatz mit Pool und viel Schatten. Gute Basis, um Bonifacio ohne Stress zu besuchen.

Stellplatz Pini
Einfach, strandnah, funktional – perfekt für eine kurze Übernachtung.

Plage de Palombaggia
Berühmter Strand mit türkisfarbenem Wasser und malerischen Kiefern. Frühe Ankunft ratsam.

Camping Arinella Bianca
Großer Platz mit sehr guter Ausstattung, Poollandschaft und viel Komfort. Ideal für ein paar entspannte Tage zwischendurch.

Camping Tuani
Im Hochgebirge des Niolo-Tals gelegen. Kühler, bergiger, perfekt für Wanderungen und einen eindrucksvollen Abschluss der Reise.

Praktische Tipps für die Reise

Beste Reisezeit

Mai–Juni: Mild, weniger voll, perfekt zum Wandern.

Juli–August: Hochsaison; Plätze frühzeitig reservieren.

September: Warmes Wasser, angenehme Temperaturen, moderate Besucherzahlen.

Fahrtrichtung

Die Rundtour gegen den Uhrzeigersinn bietet entspannte Aussichtslagen entlang der Westküste und reduziert Gegenverkehr auf schmalen Strecken.

Straßen & Fahrzeiten

Korsika ist bergig. Rechnet mit langsameren Durchschnittsgeschwindigkeiten und mehr Pausen. Besonders rund um Porto sind die Straßen kurvig, aber landschaftlich großartig.

Reservierungen

In der Hauptsaison sind Reservierungen unverzichtbar, vor allem in Calvi, Bonifacio und Ghisonaccia.

Einkaufen

Große Supermärkte in Bastia, Ile Rousse, Corte und Porto-Vecchio. Frische Produkte auf Wochenmärkten unbedingt probieren.

Ausrüstung

Schattenplätze sind wertvoll; Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser ebenso. Badeschuhe sind an einigen Buchten hilfreich.

Wandern

Im Landesinneren existieren viele gut ausgeschilderte Wege. Im Sommer früh starten, im Gebirge immer auf Wetterumschwünge achten.

Und so endet diese kleine Odyssee über eine Insel, die gleichzeitig genial, wunderschön und gelegentlich vollkommen unvernünftig ist. Man kehrt zurück mit Sand in allen erdenklichen Taschen, einem leichten Sonnenbrand und der Erkenntnis, dass Planung auf Korsika eher eine höfliche Empfehlung ist als ein tatsächliches Konzept. Aber genau das macht den Reiz aus. Denn wenn man abfährt, denkt man nicht an die hitzigen Diskussionen über Routen oder die zehnte Serpentine. Man denkt an türkisfarbenes Wasser, Nächte unter Pinien und das leise Gefühl, dass man gerade an einem der besten Orte Europas war. Und vielleicht ist das der eigentliche Triumph: dass man trotz all der kleinen Tücken sofort wieder hin möchte – was vermutlich das sicherste Zeichen ist, dass die Reise ein voller Erfolg war.

Text: Henning Pommée 
Recherche & Fotos: Nadine Wenzlick

Wenn eine Kühlbox plötzlich cooler ist als du

Es gibt Momente, in denen man sein Leben überdenkt. Zum Beispiel, wenn man eine Kühlbox trifft, die nicht nur deine Getränke kälter hält als dein Ex-Partner sein Herz, sondern dich auch noch mit Musik beschallt. Ja, richtig gehört: Musik. Aus einer Kühlbox. Und an diesem Punkt darf man sich ruhig fragen, ob die Technik uns langsam überholt. Die Antwort lautet: ja – und es macht Spaß.

Es gibt Momente, in denen man sein Leben überdenkt. Zum Beispiel, wenn man eine Kühlbox trifft, die nicht nur deine Getränke kälter hält als dein Ex-Partner sein Herz, sondern dich auch noch mit Musik beschallt. Ja, richtig gehört: Musik. Aus einer Kühlbox. Und an diesem Punkt darf man sich ruhig fragen, ob die Technik uns langsam überholt. Die Antwort lautet: ja – und es macht Spaß.

Die Igloo KoolTunes: Retro-Design trifft auf modernen Sound

Die KoolTunes ist eine stylische, tragbare Kühlbox mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher. Sie verbindet ikonisches Retro-Design mit cleverer Technik und ist ein echter Blickfang auf jeder Party, jedem Campingplatz und jedem Grillabend.

Top-Features der Igloo KoolTunes im Überblick

  • Leistungsstarker Bluetooth-Lautsprecher (BT 5.0)
    Sorgt für klaren, stabilen Sound – direkt aus der Front der Kühlbox.

  • Bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit
    Perfekt für einen ganzen Tag am Strand oder eine lange Terrasse-Nacht.

  • Retro-Optik im klassischen Playmate-Stil
    Das ikonische Schwenkdeckel-Design macht sie sofort wiedererkennbar.

  • Robuste, langlebige Bauweise
    Ideal für Outdoor-Abenteuer, Picknicks oder spontane Partys.

  • Platz für rund 26 Dosen (je nach Modell)
    Genug Raum für Getränke und Snacks, damit niemand durstig bleibt.

  • Einfache Bedienung
    Pairing, Lautstärke und Playback lassen sich direkt an der Box steuern.

Perfekt für alle, die alles wollen: Kälte + Klang

Die Igloo KoolTunes ist nicht nur ein Gimmick – sie ist ein praktisches, cleveres All-in-One-Gadget für Freizeit, Festival und Garten. Statt eine Box für Getränke und eine weitere für Musik zu schleppen, erledigt ein einziges Gerät den ganzen Job. Und das mit einem ironischen Augenzwinkern im Design.

Wenn du also auf der Suche nach einer Kühlbox bist, die mehr kann als nur kalt halten, dann ist die KoolTunes genau dein Ding. Sie ist praktisch, stylisch – und überraschend laut.

Mehr infos unter: www.igloocoolers.com

Mit dem Camper von der Schweiz nach Italien ins Piemont

Das war der Plan – Camping in der Schweiz, Lenzerheide, Idylle pur. Oder?

Stellt euch das vor: Ihr habt euren Bulli gepackt, das Dachzelt montiert, die Kühlbox gefüllt und träumt von kristallklarer Bergluft und einem Kaffee mit Blick auf die Lenzerheide. Der Campingplatz St. Cassian ruft.
Aber was ihr bekommt? Regen. Viel Regen. Ohne. Eine. Pause.
Willkommen in der Alpenversion von „Waterworld“.

Glück im Unglück: Ich hatte mir noch rechtzeitig die Taiss HS Hooded Jacket Men von Mammut gegönnt – eine Regenjacke, die nicht nur dicht hält, sondern auch dabei hilft, stilvoll durch den Monsun zu marschieren. Darunter: T-Shirt, und die Ultimate VIII SO Vest Men – winddicht, leicht, angenehm.
Rosie, unser Hund, fand den Regen super. Flynn, mein Sohn, auch, aber eine Woche lang (laut Wetter-App) waren dann doch zu viel.

Zubehör-Tipp:
Was uns zusätzlich gerettet hat – und das meine ich absolut ernst – war das Light Awning von Roof Space.
Eine Art minimalistisches Vorzelt, das man in wenigen Minuten aufspannt. Hält die Sonne draußen (die wir nie gesehen haben) – und vor allem den Regen ab (den wir nie nicht gesehen haben).
Das Ganze wirkt ein wenig wie ein mobiles Beduinenzelt – fast schon Lawrence von Arabien, nur mit Bulli statt Kamel.

Und dann war da noch das leidige Thema Roaming.
Die Schweiz ist ja, trotz aller Alpenromantik, nicht in der EU. Wer also nicht aufpassen will, zahlt für ein paar Megabyte Daten den Preis eines Kleinwagens.
Meine Lösung: Eine eSIM über die Saily App – unkompliziert, fairer Preis, sofort nutzbar. Ergebnis: LTE-Empfang selbst im Wolkenkessel über 1.000 Metern.

Aber nach zwei Nächten im Dauerregen wurde uns klar: Hier wird es keine Aussicht geben. Keine trockenen Schuhe (ich habe die Gassi-Beutel für Rosie als zusätzliche Stümpfe in meinen Wanderschuhen getragen, um keine nassen Füße zu bekommen – unbeutzt natürlich) . Keine Lagerfeuerromantik.
Also – Roof Space eingeklappt, en Rest nass in den Bulli geworfen und ab in den Süden. Italien wartet. Mit Sonne. Hoffentlich.

Der Exodus – raus aus dem Regen, rein ins Gesso-Tal

Über den San Jorio Pass, vorbei an Mailand, suchten wir Sonne.
Alle Camper Europas schienen dieselbe Idee zu haben – die Alpen waren wie ausgewrungen, und die Ferienzeit machte die Platzsuche zu einem Strategiespiel.

Ziel: Das kaum bekannte, aber wunderschöne Gesso-Tal im Piemont.
Fund: Der charmante Campingplatz Valle Gesso – gefunden über die ACSI App, die ich jedem empfehlen kann, der spontan campen will, ohne an einem geschlossenen Tor zu stranden.

Italienischer Minimalismus trifft Campingtaktik

Der Campingplatz: voller Italiener und Niederländer, etwas in die Jahre gekommen – aber mit Charakter.

Der Pool? Herrlicher Bergblick, aber: Badekappenpflicht. Kein Witz. Keine Kappe, kein Schwimmen. Punkt.
Und als wäre das nicht schon speziell genug: Wer ins Wasser wollte, musste vorher durch eine Waschstraße, ausgelöst von Lichtschranken.
Ob du willst oder nicht – durch da!
Auch die italienische Oma, die eigentlich nur auf der Liege dösen wollte, wurde sanft aber bestimmt vom Sensor zur Dusche geschickt. Herrlich.

Das Klo? Nun ja. Einige Toiletten entsprachen eher archäologischen Relikten als modernen Sanitärstandards:
Ein Loch im Boden, flankiert von zwei Riffelplatten für die Schuhe – eine Art Yogaübung mit Wasseranschluss.
Nach intensiver Suche fanden wir dann aber einen der raren „modernen“ Sitze, was vor allem Flynn überglücklich machte. (Mich auch, ehrlich gesagt.)

Dolce Vita, Seealpen-Luft und digitale Fahrradträume

Nur zehn Minuten zu Fuß: das entzückende Dorf Entracque.
Auf dem Platz: Caffè für 1,30 €, Cappuccino für 1,50 €, dazu ein kleiner Aperitivo-Snack – und du fühlst dich wie ein Filmkomparse in einer italienischen Sommerkomödie.

Einkaufen? Tja. Supermarkt gibt’s nicht. Nur kleine Läden mit Spezialitäten, die man in Hamburg für teures Geld in Feinkostläden sucht. Tipp: Großeinkauf vorher erledigen – Como ist ja nicht weit.

Direkt unter dem Campingplatz fließt der Fluss Gesso – wild, kalt, wunderschön.
Unser Nachmittagsprogramm: Picknick am Wasser, Steine hüpfen, kalte Füße. Flynn und Rosie waren stundenlang beschäftigt. Ich auch – mit Staunen.

Mountainbike, App-Zauber und clevere Technik

Wir haben uns vor Ort E-Mountainbikes ausgeliehen – und ohne Motor wären wir ehrlich gesagt nicht weit gekommen. Die Berge hier meinen’s ernst.

Navigation via Outdooractive App – funktioniert super, auch offline.
Um nicht ständig das Handy rauszufummeln, hatte ich das VACUUM uni phone case von Fidlock dabei – wasserdicht, staubdicht, hält bombenfest am Lenker und lässt dich auch durch die Schutzfolie problemlos scrollen.
Technik, wie sie sein sollte. Clever, nicht kompliziert.

Rückreise mit Aussicht – und deutschem Zwischenstopp

Zurück ging es über den spektakulären San-Gotthard-Pass – Panorama-Ausblicke, Serpentinen, Gänsehaut.
Dann: ein letzter Stopp bei Würzburg, gefunden über die Park4Night App – bevor wir nach Hamburg zurückrollten, erschöpft, glücklich und voller neuer Erinnerungen.

Fazit: Gesso-Tal statt Gletscherregen – die (See)Alpen können auch italienisch

Wenn du die Berge, die italienische Sprache und einen Appertitivo um 17 Uhr liebst – dann fahr nach Entracque ins Gesso-Tal.
Charmanter Campingplatz, ehrliche Preise, herzliche Menschen, und ein Fluss, der so klar ist, dass man fast reinbeißen möchte. Und mit dem richtigen Equipment wird selbst der Regen zum Erlebnis.

Top-Ausrüstung & Apps aus dem Reisebericht:

Hinweis für Erstcamper: Nehmt eure eigene Badekappe mit, die Kostet vor Ort 5€.
Und vermeidet Toiletten mit Bodenkontakt, wenn ihr eure Oberschenkelmuskulatur nicht trainieren wollt.

Ciao, euer Henning !

#180: Island mit Maren und Christian

Mit Road & Board reisen wir ins Land aus Feuer und Eis

Vor dreieinhalb Jahren beschlossen Maren Schwitalla und Christian Zahl, ihr konventionelles Leben hinter sich zu lassen und in ihren Van zu ziehen. Die Artdirektorin und der Kfz-Mechaniker setzten alles auf eine Karte und kreierten die Marke Road&Board als Synonym für die Straße, auf der sie fortan lebten, und für die Bretter, auf denen sie von nun an die vielen Boardsportarten ausprobieren wollten. Die Bretter sind längst zu erfolgreichen Laufstegen und Bühnen geworden, auf denen die beiden ihr Geld verdienen. Maren als viel gebuchte Artdirektorin und Christian als Experte im Team der Busbastler, einer Gemeinschaft, die aus gemeinsamen Fehlern lernt und frei nach Montessori in Workshops den Teilnehmern hilft, den individuellen Wohnmobilausbau selber zu schaffen.

In ihrem „Road & Board“-Blog auf Youtube, Instagram & Facebook lassen sie ihre Zuschauer an ihren individuellen Reisen teilhaben, geben nützliche Tipps zum Reisen und zeigen, wie sie aus kleinen Dingen etwas ganz Großes machen.

Als zweite Gäste in unserem Campermen-Reise-Special sprechen sie mit Henning über ihren dreieinhalbwöchigen Trip nach Island. Die Idee, auf die Insel aus Feuer und Eis zu reisen, kam ihnen, als sie am Lagerfeuer saßen und den begeisterten Erzählungen eines befreundeten Pärchens über Island lauschten. So entstand die Idee, gemeinsam auf Reisen zu gehen. Zu Hause in einem Sprinter mit Allradantrieb war die Route auf der Insel sofort klar – abseits der Ringstraße, die einmal um die 103.000 Quadratkilometer kleine Insel führt, sollte es ins Hinterland gehen, möglichst weit weg von den 2,2 Millionen Urlaubern, die die 365.000 einheimischen Isländer jährlich besuchen.

In Hirtshals im hohen Norden Dänemarks bestiegen sie die Fähre nach Seydisfjordur auf Island. Die Überfahrt dauerte etwas mehr als zwei Tage, und bei einem planmäßigen Zwischenstopp auf den Färöer-Inseln auf der Hinfahrt bekamen sie einen ersten Eindruck von dem, was sie in Island erwartete.
Karge Landschaft, keine Bäume, moosbewachsene Stein- und Sandwüsten in einem Farbfächer von Terrakotta bis Moosgrün. Bewusst haben die beiden nur eine Komfortkabine ohne Verpflegung gebucht. Warum sie auf die üppige Verpflegung verzichtet haben, erfahrt ihr im Podcast.
Auf der Vulkaninsel angekommen und nach einem kurzen Einkauf stellte sich auf der Fahrt ins Hinterland schnell heraus, dass der Plan, abseits der Touristenpfade zu fahren, vielleicht doch nicht so klug war. Die harte Lavapiste hatte sich über die Jahre in ein schwarzes Waschbrett verwandelt und zerrte nun an der Substanz des Sprinters und an den Nerven von Maren und Christian. Doch umkehren war keine Option. Wie die beiden es geschafft haben, auf der Insel ihren Traum zu leben und Orte zu besuchen, die sie für sich allein hatten, erfahrt ihr in unserem Campermen-Reisespecial. Außerdem erfahrt ihr, warum Elfen in Island ganze Bauprojekte stoppen, warum Haustiere besser zu Hause bleiben und welche Exponate es im Penismuseum in Reykjavik zu bestaunen gibt.

Road&Board im Netz:
instagram.com/roadandboard
facebook.com/ROAD-BOARD-273060713153306

Artdirektion Maren Schwitalla: https://marenschwitalla.com
Busbastler: https://www.busbastler.de

Fähre nach Island
https://www.ferrycenter.ch/de/faehren/nordeuropa/faehre-nach-island/

Was ihr bei der Einreise nach Island beachten solltet:
https://www.government.is/other-languages/botschaft-von-island-in-berlin/reiseinformationen/

Nützliche Apps & Websites für eure Reise nach Island:
Notruf: https://safetravel.is
Wetter: https://en.vedur.is
Hollywood Drehorte: https://guidetoiceland.is/de/geschichte-und-kultur/drehorte-in-island
Polarlicht-Radar: https://www.aurora-service.eu
Island Offroad Karte: https://icelandroadguide.com/?cmsszd=map&cmsszs=de

Bisher erschienene Campermen-Reise-Specials:
Lettland und Estland mit Florian Schönfelder

Feuerhand BABY SPECIAL 276 LED – Tradition zum Mitnehmen

Feuerhand SPECIAL 276 jetzt mit LED-Technik. 

Ich war schon immer ein Freund von Produkten mit Geschichte und schönem Aussehen. Produkte mit Tradition und zeitlosem Design begleiten mich schon mein ganzes Leben und werden nie langweilig. Wenn ich unterwegs bin, bevorzuge ich eine gemütliche Atmosphäre mit warmem Licht. Denn auf Reisen gibt es nichts Schöneres, als den Abend unter freiem Himmel bei stimmungsvollem Licht ausklingen zu lassen. Hier kommt die LED Laterne Baby Special 276 von Feuerhand ins Spiel, ein unverzichtbares Accessoire für jeden Outdoor-Enthusiasten. Diese wunderschöne Laterne ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ob klassisches Schwarz, knalliges Rot oder zartes Pastell, die Farbvielfalt verleiht jedem Campingplatz eine individuelle Note.

Die Baby Special 276 ist mehr als nur eine Lichtquelle, sie ist ein Stück Handwerkskunst. Jede Laterne wird mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail in Deutschland in der Nähe von Hamburg gefertigt und ist somit ein robuster und langlebiger Begleiter für Ihre Abenteuer. Das zeitlose Design und die hochwertige Verarbeitung machen die Laterne nicht nur funktional, sondern auch optisch zu einem Highlight.

1893 aus Mangel an Strom entwickelt

Was 1893 aus Mangel an Strom noch mit Lampenöl betrieben wurde, um Wohnräume und Baustellen zu beleuchten, hat den Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft. Weg von Lampenöl und fossilen Brennstoffen, hin zu LED und geruchlosem Betrieb. Ja, ich mag Feuer, aber im Wohnmobil und mit Kindern habe ich lieber eine Lampe mit Autopilot.

Schönes Detail: Der Tankdeckel, wo bei der Öllampe der Brennstoff eingefüllt wird, dient jetzt zum Dimmen. Und dass jede Lampe ein Unikat ist, habe ich bei der schwarzen Testlampe daran gemerkt, dass der Knopf zwar etwas schleicht, aber problemlos funktioniert. Nicht perfekt, das gefällt mir. Mit einer Brenndauer von laut Hersteller 18 Tagen, die durch eine energiesparende LED ermöglicht wird, spendet das kleine Baby stundenlang ein angenehm warmes Licht.

Feuerhand LED Laterne Baby Special 276 vereint Handwerk und Moderne Technik

Als Zubehör gibt es noch einen Reflektor, der die Lichtabstrahlung nach unten begrenzt und den Blick in die Augen beim abendlichen Zusammensein mit Freunden etwas angenehmer macht. Der Glaskörper, der das LED-Leuchtmittel schützt, ist aus Schott-Echtgals und wer möchte, kann für 10 Euro auch einen gefrosteten Glaseinsatz kaufen. Damit wird das Licht stark gestreut und die Lampe ist dann deutlich heller.

Die Leuchte wird wahlweise mit drei handelsüblichen AA-Batterien oder den zwei als Zubehör erhältlichen leistungsstarken wiederaufladbaren AKKU BABY Special von Feuerhand betrieben.

WICHTIGER HINWEIS:

Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels wurden kleine Ladekabel mitgeliefert. Die Lampe hat eine USB-C Schnittstelle, aber nicht alle Kabel funktionieren. Das war eine kleine Enttäuschung, da ich alle Kabel ausprobiert habe und auch in der Bedienungsanleitung kein Hinweis auf das richtige Kabel zu finden war. Eine Nachfrage bei Feuerhand ergab, dass es ein USB-A auf USB-C Kabel sein muss, sonst lädt die Lampe nicht. Das Problem ist bei Feuerhand bereits in Bearbeitung und es sollte bald eine Lösung (vielleicht ein passendes Kabel) geben.         

Produkteigenschaften der LED Laterne Baby Special 276:

– In vielen verschiedenen Farben erhältlich

– Mit Liebe zum Detail handgefertigt

– Robuste und langlebige Konstruktion

– Energiesparende LED-Beleuchtung

– Lange Leuchtdauer für stundenlanges Licht

– Wetterfest und ideal für den Außenbereich

– Zeitloses, stilvolles Design

Mein Fazit

Die LED Laterne Baby Special 276 von Feuerhand vereint Tradition und moderne Technik in Perfektion. Sie ist nicht nur ein praktischer Begleiter für unterwegs, sondern auch ein echtes Schmuckstück, das Ihrem Campingplatz das gewisse Etwas verleiht. Für alle, die Wert auf Qualität und Stil legen, ist die Laterne für 50 Euro (ohne Akkus, Ladekabel & Batterien) eine lohnende Investition, die viele Jahre Freude bereiten wird.

Feuerhand Special 276 bei Amazon kaufen!

https://feuerhand.de

Mit dem ALIKA STOVE von PRIMUS kochen wie zuhause.

Ich liebe es, draußen zu kochen, Kaffee zu machen und die Natur zu genießen. Etwas seltsam sieht es dann schon aus, wenn ich bei herbstlichen Temperaturen mit Jacke und Mütze vor dem Kocher sitze und den blauen Flammen zuschaue, wie sie das Wasser im Kessel oder Topf vor sich her treiben. Jeder Handgriff macht Spaß und erfüllt mich mit stiller Freude. Vor vielen Jahren habe ich mir den Tupike Stove von Primus gekauft und bin mit diesem kleinen Schmuckstück sehr zufrieden. Denn neben zwei leistungsstarken Brennern sieht er mit seinem Edelstahldeckel und den Eichenholzapplikationen einfach schick aus. Der praktische Griff ist gleichzeitig der Deckelverschluss und irgendwie ist alles durchdacht. Ok, bis auf die Größe, denn das Kochen mit zwei herkömmlichen Töpfen, als ca. 28cm Durchmesser, ist auf dem Kocher nur mit etwas rücken und auch nicht optimaler Hitzezentrierung der beiden Brenner möglich. Entweder steht der eine Topf in der Mitte und der zweite nicht oder umgekehrt. Das äußert sich dann darin, dass die Hitze an einem Topf oder einer Pfanne nur an der Seite heiß wird und macht leider nicht wirklich Spaß beim Kochen. Aber – und da muss ich den Tupike in Schutz nehmen – für „normale“ Töpfe, wie wir sie aus der heimischen Küche kennen, ist er auch gar nicht gedacht. Und so wird aus den schnellen Nudeln mit Tomatensauce für vier Personen ein Etappenlauf. Doch damit ist jetzt Schluss. 

Mit dem ALIKA STOVE bringt Primus einen großen Bruder des TUPIKE STOVE auf den Markt, der elegant in schwarz daherkommt und problemlos zwei große Töpfe aufnehmen kann. Er hat zwei unterschiedlich große Brenner, so dass man die Hitze noch besser kontrollieren kann. Die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig, der Edelstahlrost, auf dem die Töpfe stehen, und die Auffangschale lassen sich mühelos abnehmen und leicht reinigen. Für den Transport ist die Auffangschale jetzt sogar mit einem kleinen Scharnier befestigt, so dass beim Transport garantiert nichts klappert. Die beiden Piezozünder sind fest eingebaut und starten die Motoren mit einem lauten Klick, ein schwarzer Gurt dient als Tragegriff. Sehr schön finde ich, dass die Eichenholzstreifen auf dem Deckel eine gute Abstellfläche für Töpfe oder auch Kaffeetassen bieten, so dass der Kocher auch mit geschlossenem Deckel auf dem Tisch stehen kann, ohne Platz wegzunehmen. Nach dem Kochen einfach den Deckel schließen und den heißen Topf oder Kessel darauf stellen. Wenn der Topf sehr heiß ist, kann sich das Holz verfärben, aber das stört mich nicht. Wenn das mal passiert und es stört, kann ich das mit etwas Schmirgelpapier leicht wieder entfernen, denn es sind echte Eichenprofile, die auf den Deckel geschraubt sind. Der Kocher wird mit Gaskartuschen betrieben, die einfach in den Messingzylinder am Ende des schönen Edelstahlgasschlauchs geschraubt werden. Wer lieber herkömmliche Gasflaschen verwenden möchte, kann den Anschluss mit dem mitgelieferten Bausatz einfach umbauen. Diese flexible Lösung ist sehr praktisch und wirklich gut gelöst. Mir war der Schlauch beim TUPIKE schon zu kurz, so dass die Kartusche immer auf dem Tisch stehen musste. Es gibt aber von Primus einen Schlauch (1 Meter) als Zubehör zu kaufen. Die Montage ist problemlos. 

 

Tipp:

Beim Anschluss für die herkömmlichen Gasflaschen auf die Gummidichtung achten. Geht diese beim Transport verloren, ist das Ventil nicht mehr dicht. Ich entferne die Dichtung immer vor dem Transport und bewahre sie an einem sicheren Ort auf.

Fazit: 

Eine weitere Besonderheit des ALIKA STOVE ist seine 360-Grad-Nutzung. Hinter dieser Wortkreation verbirgt sich der abnehmbare Deckel des Kochers. Durch Ziehen an zwei massiven Messingknöpfen kann man den Deckel einfach abnehmen und als Ablagefläche nutzen oder ganz zur Seite legen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn man gemeinsam kochen will und jeder im 360-Grad-Radius Kräuter, geschnittene Zutaten oder auch nur dumme Fragen in den Topf werfen kann, ohne dass der Deckel stört. Verbessert wurde beim ALIKA STOVE auch der Windschutz. Die beiden fest im Deckel integrierten Windschütze werden mit einem Magneten am Deckel gehalten. Beim ALIKA sind diese jetzt (wie auch alle neueren Modelle von Primus) mit einem kleinen Bügel in zwei Positionen fixierbar, so dass auch bei stärkerem Wind – wie bei meinem diesjährigen Sommerurlaub in Dänemark – die Windschutzklappen nicht im Sturm um die Ohren des Hundes flattern. 

Der ALIKA STOVE von Primus ist ein hochwertiger und gut verarbeiteter 2-Flammen-Kocher für Campingköche, die gerne mit großen Töpfen oder Pfannen kochen und für Familien, die größere Portionen zubereiten möchten. Die Tropfschale aus Edelstahl lässt sich leicht abnehmen und reinigen und ist spülmaschinenfest. Die Seitenteile aus Aluminiumguss sind massiv und geben dem Kocher das nötige Gewicht für einen sicheren Stand, ohne zu schwer zu sein.

Details:

Einsatzbereich: Camping 
Materialtyp: Holz, Edelstahl, Aluguss  
Brennstoffe: Butan-/Propangas 
Leistung: 3.900 W
Anschlüsse: Kartuschen & 2,5 Flaschen < 
Siedezeit (1L): 3 min 
Verbrauch (pro h): 230 g
Abmessungen (außen): 88 x 27,3 x 28,5 cm (L x B x H) 
Packmaß: 60,6 x 27,3 x 8,2 cm (L x B x H) 
Gewicht: 4.7 Kg 
Extras: Abnehmbarer Deckel, Windschutz, Piezozündung
UVP: 299,95 Euro

www.primusequipment.com

Kampieren, Kultur und Kulinarik in Brecia und Bergamo,

Das Herz der Kunst schlägt 2023 in der Lombardei, wo die Städte Bergamo und Brescia als diesjährige Kulturhauptstädte Italiens mit einem umfangreichen Programm und einer atemberaubenden Landschaft aufwarten.

Fotos: Henning Pommée

Meine Reise beginnt in Brescia, einer Industriestadt, die mit rund 200.000 Einwohnern nach Mailand die größte Stadt der Lombardei ist. Umgeben von grünen Hügeln, die angeblich schon Leonardo da Vinci als Hintergrund für seine Mona Lisa genutzt hat. Ob es wirklich so war, wird wohl für immer das Geheimnis des Meisters bleiben. Eindeutig sind hingegen die drei Seen, die Brescia umgeben: Der Gardasee, der Idrosee und der Iseosee. Letzterer schaffte es 2016 mit „The Floating Piers“ von Jeanne-Claude und Christo weltweit in die Medien. 
In Brescia beginnt meine Reise auf der Piazza della Vittoria, dem Platz, von dem aus auch dieses Jahr wieder am 14. Juni um 14 Uhr 375 Oldtimer auf die berühmte „Mile Miglia“ starten, um hier nach der dreitägigen Rundfahrt den Sieger zu küren.

Brescia, Start und Ziel der Oldtimer-Rallye „Mille Miglia“

Für das Kulturereignis wurden rund 158 Millionen Euro in die Infrastruktur der Region investiert, wovon auch größere Reisemobile profitieren, die sich auf den breiten Straßen von Brescia gut zurechtfinden. Den wohl schönsten Blick auf die Stadt hat man vom Hügel Cidneo, auf dem auch die imposante Burg von Brescia steht. Leider gibt es in der Nähe der Stadt keinen Campingplatz, daher würde ich als Stellplatz für das Wohnmobil den Idio-See oder Bergamo empfehlen.
Wer die Gegend mit dem Fahrrad erkunden möchte, kann dies problemlos auf dem Radweg tun, der beide Städte verbindet. Auf 76 km sind viele Informationstafeln über die Region aufgestellt und in kleinen Bauernhöfen kann man sich stärken und teilweise auch übernachten.

Mit George Clooney am Lago d’Iseo

Rund um den Iseosee gibt es zahlreiche Campingplätze mit Stellplätzen, die meist direkt am Iseosee mit freiem Blick auf die Insel „Monte Isola“ liegen.
Bekannt ist der See für seine Sardinen, die eigentlich „Sardina o Agone“ heißen und außer der Tatsache, dass sie mit Salz zubereitet werden, nichts mit der Salzwassersardine gemein haben. Ein Ausflug auf die autofreie Insel mit ihrem 600 Meter hohen Berg lohnt sich. Kleine Restaurants und Läden mit Devotionalien laden zum Einkaufen ein. Im Norden der Insel liegt eine kleine Privatinsel mit einem Turm, den angeblich George Clooney kaufen wollte. Doch der Blankoscheck des Hollywoodstars blieb leer und die Insel im Besitz eines Geschäftsmannes aus Brescia.

Ab 17.00 Uhr trinkt der Italiener einen Apperitivo. Dazu werden kleine Snacks gereicht.

Sekt aus der Region Franciacorta

Oberhalb des Iseosees, auf einer fruchtbaren Endmoräne aus der Eiszeit, liegt das Weingut Ronco Calino. Der bio-zertifizierte Betrieb mit 20 Prozent Pinot Noir und 80 Prozent Chardonnay an den Hängen beschäftigt sieben Mitarbeiter und jedes Jahr werden hier die Trauben noch traditionell von Hand gelesen, um dann als edler Schaumwein in 70.000 Flaschen pro Jahr in alle Welt verkauft zu werden. Verkostungen können vor Ort gebucht werden und auch die Besichtigung der Produktions- und Lagerräume ist sehr interessant.

Bergamo – zwischen Città Bassa und Città Alta 

Unterstadt und Oberstadt, das ist Bergamo. Doch die 100 Meter höher gelegene Altstadt hat eindeutig die Nase vorn. Von der belebten Unterstadt mit dem Teatro Donizetti aus betrachtet, wirkt die Città Alta wie eine uneinnehmbare Festung aus einer Fantasy-Saga – dafür sorgt neben der Hügellage vor allem die gut fünf Kilometer lange, vollständig erhaltene venezianische Stadtmauer. 

Beide Stadtteile haben ein Opernhaus, und im Mittelpunkt des Kultursommers in Bergamo steht der Sohn der Stadt – Gaetano Donizetti. Ihm zu Ehren findet 2023 rund um seinen Geburtstag am 29. November ein zweiwöchiges Opernfestival statt.

Der Komponist wurde in der Oberstadt geboren und trat zeitlebens nie aus dem Schatten des in Mailand wirkenden Verdi heraus. 

Die autofreie Oberstadt mit ihrer typisch italienischen Gemütlichkeit erreicht man mit der Funicolare. Die Standseilbahn verbindet die Viale Vittorio Emanuele am nördlichen Rand der Unterstadt mit der Piazza Mercato delle Scarpe in der südlichen Oberstadt. 

Das traditionelle Gericht Bergamos ist die Polenta.  Früher war die Region so arm, dass es kaum Salz gab und die Polenta nur sonntags mit einer salzigen „Sardinia o Agone“ aus dem Iseo-See gewürzt wurde. Heute ist auch die süße Polenta mit Marzipan und Zartbitterschokolade sehr beliebt. Bergamo ist nicht nur für seine traditionellen Maisgerichte bekannt, sondern gilt auch als „Hauptstadt des Käses“, denn hier gibt es nicht weniger als 9 DOP-Käsesorten (DOP steht für Denominazione di Origine Protetta, also geschützte Ursprungsbezeichnung).

Im Herzen des Lago d'Iseo liegt die schöne Insel Monte Isola
Der Showroom des Weingutes Ronco Calino

„Mach hinne“ für die Bergamaschi!

Wer sich in diesem Sommer auf seiner Kulturreise so richtig ins Zeug gelegt hat und den Verkehr hinter sich blockiert, dem kann es durchaus passieren, dass hinter ihm ein Bergamaschi „Laurà, Laurà, Laurà“ ruft. Damit ist keineswegs eine Frau gemeint, sondern der Ausruf basiert auf einem Sprichwort, das für den Eifer und Fleiß der Bergamasker steht. Heute ist Bergamo eine reiche Stadt, und wenn ein Lastwagenfahrer hinter einem Laurà Laurà! rufen und hupen sollte, dann folgt er nur dem produktiven Geist seiner Vorfahren. Also nicht böse sein und am besten etwas beeilen.

Randnotiz: Die Pressereise fand auf Einladung statt. Es wurde seitens des Gastgebers keinerlei Einfluss auf Art, Inhalt und Umfang eines Beitrages genommen.

Essen:

Trattoria Sant’Ambroeus, Bergamasker Spezialitäten, www.trattoriasantambroeus.it

Osteria Al Gigianca, ausgezeichnete Küche der Region, www.algigianca.com. 

Kulturhauptstadt:
Kulturelle Highlights und Termine im Kulturhauptstadtjahr

bergamobrescia2023.it/en/

Generelle Info zu Städten und Region:

Bergamo

www.visitbergamo.net/de/ 

Brescia

www.bresciatourism.it/de

Camping Vela
Kleiner Campingplatz mit 40 Plätzen, die meisten direkt am Wasser. 
Camping Vela

Camping Iseo
Gepflegter Campingplatz direkt am See, besteht aus 56 Rasen-Stellplätzen, mit 2 Rampen für den Zugang zum See und zum Bootsplatz, zusätzlich kleine, fest gemauerte Appartements und Parkplätze.
www.campingiseo.it

Bergamo
Stellplatz mit 52 Plätzen im Norden von Bergamo. Der Platz ist ausgestattet mit Wasser, Strom, Recycling-Containern, WLAN und einem Supermarkt nur 30 Meter entfernt.
www.areacamperbergamo.it

 

Test & Gewinnspiel: Das Touren-Board „Kanaloa“ von CALA

SUP-Boards gehören heutzutage fast schon zur Standardausrüstung von Freizeitsportlern und du hast doch auch schon mal darüber nachgedacht, dir eines zu kaufen, oder? Die Auswahl ist groß und auch die Qualität der einzelnen Boards ist sehr unterschiedlich. Deshalb habe ich für euch das hochwertige Allround-SUP „Kanaloa“ getestet, das ihr mit etwas Glück gewinnen könnt!

Fotos: Henning Pommée


Das „Kanaloa“ von CALA hat ein unverwechselbares Design in Holzoptik, Stammeskunst und Tiki-Totem. Mit seiner Form und der Länge von 11’3″ x 32″ x 6″ (ca. 343 x 81 x 15 cm) hebt es sich deutlich von den Standard-SUP-Boards ab. Die im Vergleich zu schlankeren Tourenboards etwas bauchigere Form macht den Tourer sehr stabil und bietet Einsteigern wie Experten ein gutes Fahrgefühl. Das Kanaloa verfügt über drei Finnen mit Smartlock-System, so dass man die Finnen je nach Revier herausnehmen kann, um z.B. auf längeren Touren nur die große mittlere Finne zu benutzen. 

Anwendungsbereich

Der unverwüstliche Tourer hat nur eine Kammer, aber die Steifigkeit ist dank des Fusion-Drops“ im Inneren des Boards sehr gut. Aber dazu später mehr. An der Nose fällt sofort die leicht gebogene Spitze „Noserocker“ auf, die einem auch bei Kabbelwasser ein gutes Gleiten auf dem Board ermöglicht. Größere Wellen würde ich mit dem Kanaloa jetzt nicht fahren, aber bei Downwind macht es richtig Spaß, kleine Wellen zu schneiden und ein bisschen zu gleiten.

Das Kanaloa wird von CALA mit 135 kg Zuladung angegeben, wobei dieser Wert nach meinen Erfahrungen das absolute Maximum darstellt. Es ist problemlos möglich, zu zweit auf dem Board zu fahren oder den Hund mitzunehmen. Allerdings lassen die Fahreigenschaften ab ca. 100 kg deutlich nach, weshalb man bei längeren Touren auf Begleiter und zu viel Gepäck verzichten sollte. 

Das Kanaloa von CALA ist ein Allrounder für Touren, windige See und kleine Wellen.

Nachhaltiges Deckpad 

An Deck befindet sich neben einem praktischen Cargo Bungee, vier D-Ringen für einen Kajaksitz oder weiteren Stauraum ein EVA-Deckpad der Firma BLOOM. Diese Firma stellt umweltfreundliche Kunststoffe her und so besteht dieses Material tatsächlich zu 20% aus Seegras. Das Deckpad ist etwas härter und nimmt weniger Wasser auf, so dass es sich beim Fahren nicht so seifig anfühlt und auch in Wellen immer guten Halt bietet. Das Board ist in einem geräumigen Rucksack-Trolley verpackt und das Beste ist, dass am Ende der Session alles wieder in den Rucksack passt.

Auf den Kern kommt es an

Den Kern bildet der sehr dichte „Dropstitch Core“, dessen Polyesterfäden die Ober- und Unterseite verbinden und zusätzlich x-förmig zu einem stabilen Gewebe verwoben sind („X-Woven Dropstitch“). Der Gewebekern wird unter Hitze und hohem Druck untrennbar mit dem stabilen Außenmantel aus UV-beständigem PVC verschmolzen („Fusionsverfahren“).
Die Schienen werden zweilagig hergestellt, wobei die äußere Lage aus gewebeverstärktem PVC besteht. Dieses Element trägt entscheidend zur hohen Steifigkeit bei und macht die beanspruchten Seitenflächen robust gegen Beschädigungen. Darüber hinaus ist die Seitenwand komplett schwarz und in hochwertiger Gewebeoptik gefertigt, was ein Ausbleichen der Seitenwand, wie es bei weißen Seitenwänden der Fall ist, unmöglich macht.

Umfangreiches Zubehör

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Board ein silberner Roll-Trolley, eine Doppelhubpumpe, ein verstellbares Carbonpaddel, eine Spiral-Leash, Flickzeug und drei doppellagige Finnen (2 kleine, 1 große).

Einfach mal der Nose nach fahren. Schweden ist wie gemacht für ausgedehnte SUP-Touren.

Fazit:

Ein hochwertig verarbeiteter Allrounder für Einsteiger und Fortgeschrittene mit ansprechendem Design. Das CALA Kanaloa ist ein hochwertiges Tourenboard mit ungewöhnlichem Shape und damit eine gute Option für ambitionierte Einsteiger, um gleich mit einer gleitfreudigen Alternative zum klassischen Allrounder zu starten. Das Board ist vielseitig einsetzbar und kann durch die 3 abnehmbaren Finnen an ein breites Einsatzspektrum angepasst werden.
Die sehr hochwertige Materialkonstruktion und das verwendete „Thermo-Fusion-Verfahren“ machen die Konstruktion sehr hochwertig und langlebig. Der CALA Kanaloa ist belastbar und auch für größere und schwerere Paddler geeignet.
Weitere Pluspunkte sind das geringe Gewicht, die vielen gelungenen, durchdachten Features, die schicke Optik und der sehr gute Trolley-Rucksack. 

Wichtige Daten auf einen Blick

Preis: 1.179 Euro (unverbindliche Preisempfehlung, April 2023)
Länge: 11’3
Breite: 32
Tiefe: 6
Volumen: ca. 300L
Zuladung: 135 kg

Weitere Infos zu den Boards und Zubehör findet hier: https://europe.calaboards.com/ 

Gewinnspiel: Vom 13. – 20. April habt ihr die Gelegenheit das CALA „Kanaloa“ zu gewinnen. Das Gewinnspiel und die Teilnahmebedingungen findet ihr hier auf Instagram. Viel Glück!