Bierkasten als Feuerkorb von Höfats

Es hat schon etwas archaisches, wenn wir uns um ein Feuer versammeln. Als gäbe es da eine Memory-Funktion in uns, die automatisch auf Romatisch- oder Geborgenheitsmodus umschaltet und den Abend, den Ort an dem wir sind zu etwas ganz besonderem macht. 

Es sind diese Momente auf die ich auf meinen Reisen nicht verzichten möchte. Wie oft habe ich gedacht, jetzt ein kleines Feuer – das wäre schön. Habe es dann aber doch nicht gemacht, weil ich nicht wusste ob es erlaubt ist, ich vielleicht Gefahr laufe den ganzen Wald anzuzünden oder ob ich das Ding überhaupt anbekomme. Vernunft ist unromantisch – und irgendwie manchmal auch unmännlich. 

Aber damit ist jetzt Schluss! Die Beer Box von Höfarts verbindet Lagerfeuer-Romantik mit Sicherheit und Abenteuerlust für Halbstarke. Gefertigt aus Stahl, der nach kurzer Zeit soviel roten Flugrost ansetzt, wie ein Seelenverkäufer auf seiner letzten Fahrt, macht die Beer Box von Höfats das Feuer unter freiem Himmel zur sicheren Kiste. 

Lagerfeuer zum Mitnehmen

Geliefert wird die Beer Box mit zwei eingestanzten Bieröffnern und einer Einlage, in die ihr Getränke wie in eine Bierkiste einstellen könnt. Wer das nicht möchte, kann die Pappeinlage zum Anzünden seines ersten Feuers benutzen. 

Vergeilern könnt ihr euch die Beer Box mit einem schönen Holzbrett aus dem Zubehör-Shop, das die Box zum Hocker oder kleinen Schneideblock macht. Zusätzlich gibt es noch einen Grillrost, um auch mal eine Wurst über dem Feuer zu grillen. Also, nix wie ran an das Stockbrot, die süßen Marshmallows oder auch nur an das flackernde, knisternde Feuer im Bierkasten aus Stahl.

Die Beer Box ist mehr als ein Feuerkorb

Tipp: Der Kasten wird sehr heiß, deshalb achtet darauf ggf. zwei Holzscheite unter den Kasten zu legen, damit der Boden an der Stelle keinen Schaden nimmt. Für den Fall, das doch einmal etwas Feuer fängt habe ich immer auch etwas zum Löschen dabei.  

Fotos: Henning Pommée

Website von Höfats: www.hoefats.com

Campen im Land of Green bei Bremen

Das Land of Green liegt idyllisch in einem kleinen Waldstück südlich des Künstlerortes Worpswede, inmitten von Landschaftsschutzgebieten.  Wer hier Urlaub macht, sucht die Nähe zur Natur. Liebt das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Windes in den Blättern der Bäume und genießt den Blick über die Wiesen und das Teufelsmoor.

Ein Kanuhafen direkt vor Ort eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Erkundungstouren im Teufelsmoor. In außergewöhnlichen Naturkanälen kann von April bis Ende Oktober bis zur Hamme und noch kilometerweit gepaddelt werden. Beliebte Fahrradwege starten direkt am Kanal, ein kleiner Fahrradverleih befindet sich im Land of Green.

Im Land of Green Naturresort schläft man entweder in unseren außergewöhnlichen Baumhäusern in 2,50 bis 7 Meter Höhe. In diesen besonderen Häusern wird Natur-Luxus neu definiert. Oder man entscheidet sich für eines der trendigen, minimalistischen Tiny Houses. Jedes ein einzigartiges Unikat! Echte Abenteurer verbringen die Nacht in unseren Baumzelten direkt unter dem Sternenhimmel. Wer nach dem Waldbad noch eine Extraportion Wellness benötigt, für den steht unser Hot Tub auf dem Trailer bereit oder eine heiße Zeit im Saunafass. Unser gemütlicher Gästeraum mit Kamin im Reetdachhäuschen lädt außerdem zu geselligen Stunden ein.

Camper sind in den Sommermonaten auf unseren Stellplätzen mit großzügigem Wiesenvorgarten oder auf der Zeltwiese am Lagerfeuerplatz herzlich willkommen!

Text & Fotos: Land of Green

Infos zu Preisen und Verfügbarkeiten gibt es auf der Website vom Land of Green: www.landofgreen.de

Songs für den Roadtrip #2

Kennt ihr noch das Gefühl von damals, als man einen Song für sich entdeckt hat und ihn unbedingt geheimhalten wollte, weil er so toll war. Mehr noch, das Musikstück oder das Album eines Künstlers wurde Teil unserer Persönlichkeit. Es hat etwas mit uns gemacht, wir fühlten uns cool (und waren eigentlich Halbstark), waren verliebt (und haben uns nicht getraut sie anzusprechen) oder sehr traurig (und fingen an, die Texte zzu hören und und nicht allein zu fühlen). Musik war wie ein Freund und man wollte nicht, das man ihn wieder verliert.

Verloren hat man ihn spätestens dann, wenn der geliebte Song in Chart startete und jeder Kommerz und Erfolg des Künstlers fühlte sich plötzlich an wie Betrug und Verrat. Musiksozialisation nennet man das glaube ich, was Musik mit und aus einem macht. Oder wie K.-E. Behne es beschreibt: „Erfahrung gilt als wichtigstes Merkmal für musikbezogenes Verhalten und Handeln. Erfahrungen, die der Einzelne im Laufe seines Lebens mit Musik macht, verfestigen sich zu Erlebnismustern. Antrieb für diesen Prozess sind „neuartige Erfahrungen sowie Dissonanzen in den verfügbaren Wissens- und Erfahrungsbeständen“.

Irgendwie bin ich aus dem Prozess wohl noch nicht raus. Ich sozialisiere mich also noch. Nur eines hat sich im Vergleich zur damals geändert. Heute freue mich, wenn ich Freunden meine neuen Perlen vorspielen kann oder neue Bands von Nadine und Gerd vorgestellt bekomme.

Und weil meine Musikalische Reise noch nicht beendet ist, sind die drei Songs auf meiner Playlist vielleicht auch nur eine Momentaufnahme. Aber das ist doch eigentlich egal. Denn was für mich zählt ist das hier und jetzt. Also hört rein und vielleicht gefallen euch meine Picks ja. auch

Mac Miller „Whats the use“ – Der zweite Song!

Website: www.macmillerswebsite.com

Anderson ParkCome Down“

Website: www.andersonpaak.com

Danit „Quatro Vientos“

Website: www.danitmusic.com

All diese Songs – und noch viele weitere – kommen auf unsere Spotify-Playlist „Campermen Radio„.

Camping Grubhof in Österreich

Der Campingplatz Grubhof liegt an der Saalach im Salzburger Land in Österreich. Inmitten von Wiesen erwartet euch eine atemberaubende Aussicht auf die Alpen, eine bezaubernde Flusslandschaft und tadellose Einrichtungen zeichnen diesen Campingplatz aus. Es gibt große, gut abgegrenzte Stellplätze in Bereichen, die auf verschiedene Besuchertypen zugeschnitten sind, und das freundliche, hilfsbereite Personal hilft euch mit Rat und Tat.

In der auch für Wintersportarten beliebten Gegend gibt es jede Menge zu Entdecken und zu tun. Nach einem Tag Skifahren oder Erkundungstouren könnt ihr zudem luxuriöse Spa-Einrichtungen oder das Gym zum Entspannen nutzen (wir Corona-bedingt leider nicht ;( 

Einer der schönsten Campingplätze in Österreich

Im Preis enthalten ist eine Karte, die euch unbegrenzten Zugang zu den örtlichen Freibädern sowie täglich eine Fahrt mit der Seilbahn in Lofer ermöglicht.

Ermäßigungen für lokale Attraktionen wie Wildwasser-Rafting und Canyoning werden von der Anlage angeboten, während Kulturinteressierte die mittelalterlichen und barocken Bauten des Salzbergs nicht verpassen sollten. Auch die Schluchten des Saalachtals mit der Vorderkaserklamm (beeindruckend) und Seisenbergklamm (mit kleinen Badeseen und Picknick-Plätzen) und die beeindruckende Lamprechthöhle sind einen Ausflug wert.

Campingplatz mit tollen Ausflugszielen

In der Hochsaison könnt ihr mit der kostenlosen Sommer-Salzburger Saalachtal-Card eine Seilbahnfahrt zur Erkundung der Loferer Almenwelt genießen und auf über 1.000 Metern eine Brettljause essen und viele lokale Attraktionen vergünstigt nutzen.

In der Umgebung
Seilbahn Almenwelt Lofer (Skigebiet), Saalachtalschlucht, Lamprechtshöhle und Salzburg, Berchtesgaden, Freibad/Hallenbad, Tennis, Golf/Minigolf, Fahrradverleih, Wandern, Bergsteigen, Reiten, Radwege, Rafting oder einfach auf der Luftmatratze die Saalach herunter treiben.

Besondere Angebote 
Kostenlose Seilbahnfahrt zwischen (01/07-31/08).
Preise für Langzeitaufenthalte buchen 7 Nächte oder mehr.

Zusätzliche Informationen
Mindestaufenthalt 7 Nächte (01/07-31/08).
Mobile über 9 m auf Anfrage die ganze Saison über.
Der Strom ist nicht im Preis inbegriffen und wird mit einem Zähler zu 0,70 € abgerechnet.
Späteste Ankunft 20.00 oder 22.00 Uhr während der ganzen Saison, falls im Voraus vereinbart.
Früheste Abfahrtszeit 07.00 Uhr während der ganzen Saison, falls im Voraus vereinbart.
Touristen- und Ökosteuer müssen bei der Ankunft vor Ort entrichtet werden.
Von 4,00 € – 5,00 € pro Hund pro Nacht direkt vor Ort zu zahlen, maximal 2 Hunde. Unbedingt einen Stellplatz im Haustierbereich reservieren. Der Clou: Es gibt sogar einen Extra Hunde-Dusch-Raum.

Fotos: Henning Pommée

Infos zu Preisen und Verfügbarkeiten gibt es auf der Website vom Camping Grubhof: www.grubhof.de

Reisen in der Campions-League

Unsere Reise beginnt im beschaulichen Bad Waldsee bei Ravensburg in Baden-Württemberg. Vorbei am Erwin Hymer Museum, das im Kontrast zu den Spitzdächern mit seiner großen Glasfläche aussieht wie ein übergrosser Glascontainer voll mit Hymer-Raritäten aus 60 Jahren Firmengeschichte, geht es auf der einspurigen Dorfstrasse durch einen Schilderwald mit Hymer-Logos zum Showroom. Auf den Schildern heißt es Montage, Warenannahme und Montage 2 – eindeutige Beweise dafür, dass sich hier alles um die Fertigung von Reisemobilen und Caravans aus dem Hause Hymer dreht. Am Tor werden wir freundlich empfangen, es öffnet sich lautlos und in großen Garagen vor uns stehen zwei riesige Wohnmobile, die wie bei der Formel 1 noch in ihren Boxen für die Abfahrt vorbereitet werden. Das Mobil in der rechten Box ist für uns reserviert – die neue B-Klasse Masterline ML I 790. 

Die Masterline-Macher von Hymer sind stolz auf ihr neues Flaggschiff und bedienen sich in der Beschreibung ihres neuen Luxusmobils Vergleichen mit „Mount Everest, und „Eifelturm“ und reden von der „Definition eines neuen Genres für Integrierte Reisemobile“. Soviel Selbstbewusstsein ist man von den bescheidenen Schwaben überhaupt nicht gewohnt. Gut, das wir uns eine Woche Zeit freigeschaufelt haben, um auch das allerletzte Feature unter die Lupe nehmen zu können. 

Der Hymer B-Klasse Masterline ML I 790 überzeugt durch Verarbeitung und Fahrverhalten

Nach einer präzisen Einweisung in die Bedienung betrete ich das Cockpit des Hymer. Oder soll ich sagen die Brücke. Es hat schon etwas von einem komfortablen Raumschiff sich in die weichen Ledersitze fallen zu lassen, umgeben von fast rahmenloser Rundumverglasung. Die Rückfahr-Kamera auf dem extra großen Display weist mir den Weg aus der Box und schon geht die Reise los.

In der Hymer B-Klasse Masterline cruisen wie in der Mercedes S-Klasse

Zugegeben, etwas Respekt hatte ich schon: 7,89 Meter Länge bei 2,35 Meter Außenbreite und einem Neupreis von über 100.000 Euro wollen behutsam bewegt werden. Am liebsten hätte ich mir zum Üben eine Autobahn gewünscht, aber bei Bad Waldsee geht es beschaulich zu und die Strassen schlängeln sich eng und fein über grüne Hügel und durch kleine Dörfer. 

Einzigartiges Raumkonzept

Aber kein Problem, schnell habe ich das Schiff im Griff und die Masterline gleitet über die Strassen. Angetrieben wird die B-Klasse Masterline von einem Mercedes-Sprinter-Triebkopf mit 177-PS-Dieselmotor und in unserem Fall einer Neungangautomatik. Zahlreiche Asisstenzsysteme wie Seitenwindassistent, Abstandstempomat und Notbremsfunktion unterstützen Fahrerin oder Fahrer auf den Reisen. Die Motorisierung ist vollkommen ausreichend und schiebt uns problemlos auch steile Anhöhen hinauf. Der tiefe Schwerpunkt des von Hymer entwickelten und seit 2017 verbauten Super-Leichtbau-Chassis (SLC) machen Kurvenfahrten und Überholmanöver zu einen richtigen Vergnügen. 

Spaß macht auch das Design der Front mit den markanten Tag-Fahr-Lichtern und das GFK-Heck der Masterline, das trotz der Ausmaße schnittig und sehr hochwertig daher kommt. Die große Heckgarage fasst ohne weiteres vier Fahrräder inkl. Campingmöbel und wer gerne auch mal in den Skiurlaub fährt, wird die hier verbaute Fußbodenheizung schätzen. Sie schützt alle Leitungen vor Frost und sorgt zudem dafür, dass keine Kältebrücke unter dem darüberliegenden Bett entsteht   

Der Innenraum ist mit einem großen aufstellbaren Oberlicht ausgestattet und das einströmende Licht lässt überall edle Oberflächen und liebevolle Details glänzen. Der Wohnkomfort auf einer Innenraumbreite von 2,18 Metern ist wie in einem fünf Sterne Boutique-Hotel und lässt vergessen, das man sich in einem Wohnmobil befindet.

Der Hymer Masterline fährt sich fast wie ein VW-Bus

Campermen

Hier alle Ausstattungsdetails aufzuführen würde den Rahmen sprengen, aber auf dieser Highlights möchte ich trotzdem kurz eingehen: Dometic Kühlschrank, der aus dem Innenraum und auch aus der Küche zu öffnen ist, Eisfach, Klimaanlage, versenkbarer Fernseher mit Satelliten-Anlage und ein höhenverstellbares Queensbett im hinteren Abteil. Unser Masterline Modell ML I 790 bietet zwei seitliche Kleiderschränke und ein raumhoher Apothekerschrank fasst problemlos Olivenöl- und Weinflaschen. Für die Kids oder den spontanen Besuch gibt es zusätzlich ein Hubbett über den Frontsitzen. 

Das Highlight für mich war aber das von Hymer erfundene Raumbad. Dabei trennt die Tür des WC den Schlafraum inklusive Dusche von Küche und Wohnraum ab, so das ein Schlafzimmer mit en Suite Bad ansteht.

Viel Mühe haben sich die Designer auch beim Beleuchtungskonzept gemacht. Indirekte und dimmbare Beleuchtung am Boden, auf Hüfthöhe und natürlich in der Decke erinnern an das New Yorker Guggenheim Museum und sorgen für angenehme Lichtstimmung. Bei der Sitzgruppe hält Hymer an der L-förmigen Sitzbank mit hochwertigen Polstern fest. Und da bei diesem Topmodell alles etwas größer ist, ist auch die Eingangstüre 65 Zentimeter breit und kann gegen Aufpreis sogar mit Zuziehhilfe und schlüsselfreiem Zugang per Chip ausgerüstet werden. Ich glaube Gerd würde das gefallen 😉

Fazit: Es fällt mir wirklich nicht überhaupt etwas zu finden, was mir an dem Neuen Reisemobil nicht gefällt. Ok, der Preis hat es in sich aber dafür erhält der dann sollte Besitzer auch ein überzeugendes Gesamtkonzept. Das einzige, was ich anmerken könnte ist, das es in dem Hymer so gemütlich und komfortabel ist, das man kaum noch draussen ist. Und darum geht es doch eigentlich beim Campen, oder?  

Fotos: Henning Pommée

Mehr Infos gibt es auf der Website von Hymer: www.hymer.de

Songs aus der Provinz

Nach langer Zeit einmal wieder ein echter Newcomer in unserem Podcast. Provinz veröffentlichen ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ und wir finden es ganz toll. 

Mit ihren Songs aus Vorstadtmief, der Sehnsucht nach Größer, Weiter und Mehr trifft Provinz den Sound der Zeit. In ihren Texten entfliehen die drei Cousins plus Kumpel der Enge der Vorstadt und träumen sich in eine andere Stadt, eine andere Welt. 

Foto: Valentin Ammon

Entstanden ist ein Album mit mitreißenden, handgemachten Sounds, die unpoliert Direkt durch den fieberhaft dahingeschmetterten Gesang von Frontmann Vincent in Frontallappen und Tanzbein schiessen, wie ein geexter halber Liter Bier. Mit ihrer ersten Platte haben Provinz es aus den Fußgängerzonen rund um ihren Heimatort Ravensburg in die Ohren der ganzen Republik geschafft. 

Unser Fazit: So schön melancholisch kann Kleinstadt sein. 

Was Frontmann Vincent zur Arbeit mit AnnenMayKantereit und Faber Produzenten Tim Tautorat gesagt hat und vieles mehr, erfahrt ihr im Campermen-Podcast #32.

Mehr Provinz gibt es hier: www.provinzband.com

Dasselbe in Grün

Wir alle reisen gerne. Auch in der Ferne. In Zeiten von Corona wird das deutlich wie nie. Aber Reisen ist nicht mehr so unbeschwert wie es einmal war. Oder soll ich sagen, wir reisten noch nie so bewusst wie heute. Vorbei sind die Zeiten ,wo die Senator-Karte der Vielflieger bei der Fluglinie mit dem Kranich ein Statussymbol war. Heute achten wir auf die CO2-Bilanz, den Fussabdruck und das alles aus einem sehr guten Grund – es geht um unser aller Planeten, unsere Zukunft. 

Aber jetzt ganz auf die Traumreise nach Fernost verzichten und dafür auf den Bauernhof in Mecklenburg reisen? Die Vorstellung fällt schwer, und schließlich sind es doch immer die anderen, die noch mehr Dreck machen, oder? Umweltschutz fängt bei jedem selber an und wer aus dem Status anderen die Schuld für die Erderwärmung zu geben noch nicht raus ist, wird es wohlmöglich nie kapieren. 

Für alle die, denen die Natur genauso am Herzen liegt wie uns Campermen, empfehle ich das Buch: „Dasselbe in grün“ aus dem The Fernweh Collective in Berlin. Die Autorin Elisaveta Schadrin-Esse hat auf 224 Seiten ein Ratgeber zusammen gestellt, der euch bei euren Reisen begleitet und dabei hilft, bewusster in den Urlaub zu fahren. 

Mit ist beim Lesen des Buches ein wenig der Spass auf die nächste Reise vergangen, weil in „Dasselbe in Grün“ die Auswüchse des Massen-Tourismus in seinem ganzen Umfang beschrieben werden. Aber keine Angst, „Dasselbe in Grün“ ist kein wissenschaftliches Werk, sondern ein praktisches Handbuch für grünes Reisen, das euch dabei helfen kann, ein Gespür für die Nachhaltigkeit im Tourismus zu entwickeln und dazu inspiriert, das Thema Umwelt unterwegs mehr im Blick zu haben. Illustriert ist das Buch mit wunderschönen Bildern von Dana Lungmuss, der es mit ihrer Kunst gelingt das ein oder andere Thema nicht mehr allzu schwer zu empfinden.

„Dasselbe in Grün“ ist im The Fernweh Collective Verlag erscheinen und kostet 22 Euro.

Mehr Infos unter: www.thefernweh.co 

BUSH – Gavin Rossdale über das perfekte Königreich

Gavin Rossdale hat gesagt, dass er früher enttäuscht war, dass Bush keine so große britische Fangemeinde hatte wie ihre internationale Fangemeinde. In einem neuen Interview mit The Guardian beantwortete der in London geborene Rossdale im Vorfeld der Veröffentlichung von Bushs achtem Studioalbum „The Kingdom“ eine Reihe von Schnellschüssen.

© Leo Lavoro

Auf die Frage, was die größte Enttäuschung in seinem Leben gewesen sei, antwortete der Frontmann: „Manchmal war es enttäuschend, zu Hause in Großbritannien nicht die Fanbasis zu haben, die wir anderswo hatten.

Obwohl aus dem Vereinigten Königreich stammend, waren Bush in ihrem Heimatland erheblich weniger populär, vor allem Mitte der 1990er Jahre. In den USA verkauften sie über 10 Millionen Platten, und ihr Debütalbum „Sixteen Stone“ wurde von der RIAA mit 6x Platin ausgezeichnet.

Rossdale wurde auch über seinen peinlichsten Moment befragt. „Das grobe und einseitige Gespenst des Zerbröckelns meiner Ehe“, sagte er und bezog sich dabei auf seine Scheidung von No Doubt-Frontfrau Gwen Stefani.

An anderer Stelle im Interview sprach der Sänger über den schlimmsten Job, den er je hatte, seinen wertvollsten Besitz und die Eigenschaft, die er an sich selbst am meisten beklagt: „Meine Fähigkeit, jemanden auszuschalten und auszublenden, ohne es zu merken, fast wie ein Abwehrmechanismus“.

Was Gareth Rossdale zum neuen Album, seiner Ex und der Utopie einer perfekten Gesellschaft sagte, erzählen euch Nadine und Henning im Campermen Podcast #31!

Bushs neues Album „The Kingdom“ erscheint am 17. Juli.

Stellplatz-Tipp Portugal – Praia da Cordoana

Wer träumt nicht davon, einem Haus am Meer. Wenn man abends ins Bett geht, hört man die Brandung der Atlantikwellen grollen und das permanente Rauschen zischt einen langsam in den Schlaf. Der Duft der salzigen Luft ist einfach überall und das flackern einer Kerze (habe die unbrennbaren mit Batterie) lässt die Schatten im Bus tanzen. Ich liebe das! Portugal im Herbst, wenn alle Touristenströme verebbt sind und sich die Küsten wieder leer und vereinsamt zeigen. Im Herbst ist es in Portugal tagsüber noch schön warm, die Wellen kommen auf dem Sommerurlaub zurück und jeden morgen hängt ein dichter Schleier aus Dunst über dem gelben Sand. Wenn ihr das mögt, dann besucht unbedingt einmal den Parkplatz an der Praia da Cordoana.

Wenn man genau ist, handelt es sich nur um einen Parkplatz, der je nach Wellenlage mal komplett leer oder voll mit Surfern und ihren Bussen ist. Campen ist hier offiziell nicht erlaubt und Lichterketten, Tische und Klappstühle eher fehl am Platz. Der Parkplatz am Praia da Cordoana liegt inmitten im Naturpark Vicentinische Küste und seitdem die EU den Erhalt der Naturschutzgebiete mit zusätzlichen Mitteln unterstützt, fährt hier auch einmal ein Polizist auf einen Galao vorbei und schaut nach dem rechten. 

Der Platz ist im Süden in der Nähe von Vila do Bispo und ist ohne Probleme mit dem Navi zu finden. Wenn ihr in Portugal seid schaut einmal dort vorbei und geniesst die wilde Schönheit des Atlantik. Für einen Snack gibt es vor Ort eine kleine Bar wo ihr was zu essen, ein Super Bock oder einen Kaffee bekommt. Bom Dia aus dem VW-Haus am Meer 😉

Grey Daze – Chester Benningtons unveröffentlichte Werke

Drei Jahre nach dem Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington veröffentlicht seine erste Band Grey Daze ein Album mit neu aufgenommenen Songs.

Chester Bennington ist den meisten als Sänger von Linkin Park bekannt. Doch schon bevor er mit der Nu-Metal-Band Weltruhm erlange, probierte Bennington sich als Sänger aus: Im Alter von 17 Jahren trat er der Band Grey Daze bei. Knapp drei Jahre nach seinem Tod veröffentlichen die verbliebenen Mitglieder mit „Amends“ nun ein Album mit neu aufgenommenen Songs. 

Kurze Rückblende: In ihrer Heimat Phoenix, Arizona erlangten Grey Daze Anfang der Neunziger schnell Bekanntheit. Sie gaben ausverkaufte Konzerte, wurden im Radio gespielt und verkauften 10.000 Kopien ihres zweiten Albums „No Sun Today“. 1998 löste die Band sich nach einem großen Streit allerdings auf und Bennington schloss sich Linkin Park an. „Als Linkin Park groß wurden, haben die Plattenfirma und das Management Grey Daze praktisch ausradiert und all unsere Musik aus dem Netz genommen. Nach einer Weile hat Chester das gestört, denn er mochte unsere Musik“, erzählt Grey-Daze-Schlagzeuger Sean Dowdell. „Eines Tages rief Chester mich dann an und schlug vor, dass wir die Band wieder zusammenbringen. Anfang 2017 kündigten wir eine Reunion-Show an und begannen, Songs unserer ersten beiden Alben neu aufzunehmen.“ 

Eines ist sicher: Jeder, der auch nur ein kleines bisschen Einfühlungsvermögen besitzt und ein Herz für aufregende Kunst hat, wir sich von den tollen Songs Doch zur Fertigstellung sollte es nie kommen. Am 20. Juli 2017 wurde Chester Bennington im Alter von nur 41 Jahren tot in seinem Haus bei Los Angeles gefunden. Sein Freitod kam für Fans genauso überraschend wie für Sean Dowdell. „Ich habe zwei Tage vorher noch mit ihm gesprochen und es gab keine Anzeichen. Ich wusste, dass Chester seine Dämonen hatte, aber ich dachte, er hätte das hinter sich gelassen. Aber so etwas lässt sich nicht vorhersagen. Und natürlich fragt man sich: Was habe ich übersehen?“ Dowdell, der über die Jahre zu den besten Freunden Benningtons gehörte, hielt eine Rede bei der Beerdigung und half Benningtons Familie mit allem. „Als ich dann wieder Zuhause war, nagte es jeden Tag an mir. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich dieses Album fertig machen muss. Ich dachte ich schulde es Chester.“

Was Sean Dowdell zum Album, seiner Motivation und Chester erzählt erfahrt ihr von Nadine im Campermen Podcast #30!

Text: Nadine Wenzlick