Songs für den Roadtrip #2

Kennt ihr noch das Gefühl von damals, als man einen Song für sich entdeckt hat und ihn unbedingt geheimhalten wollte, weil er so toll war. Mehr noch, das Musikstück oder das Album eines Künstlers wurde Teil unserer Persönlichkeit. Es hat etwas mit uns gemacht, wir fühlten uns cool (und waren eigentlich Halbstark), waren verliebt (und haben uns nicht getraut sie anzusprechen) oder sehr traurig (und fingen an, die Texte zzu hören und und nicht allein zu fühlen). Musik war wie ein Freund und man wollte nicht, das man ihn wieder verliert.

Verloren hat man ihn spätestens dann, wenn der geliebte Song in Chart startete und jeder Kommerz und Erfolg des Künstlers fühlte sich plötzlich an wie Betrug und Verrat. Musiksozialisation nennet man das glaube ich, was Musik mit und aus einem macht. Oder wie K.-E. Behne es beschreibt: „Erfahrung gilt als wichtigstes Merkmal für musikbezogenes Verhalten und Handeln. Erfahrungen, die der Einzelne im Laufe seines Lebens mit Musik macht, verfestigen sich zu Erlebnismustern. Antrieb für diesen Prozess sind „neuartige Erfahrungen sowie Dissonanzen in den verfügbaren Wissens- und Erfahrungsbeständen“.

Irgendwie bin ich aus dem Prozess wohl noch nicht raus. Ich sozialisiere mich also noch. Nur eines hat sich im Vergleich zur damals geändert. Heute freue mich, wenn ich Freunden meine neuen Perlen vorspielen kann oder neue Bands von Nadine und Gerd vorgestellt bekomme.

Und weil meine Musikalische Reise noch nicht beendet ist, sind die drei Songs auf meiner Playlist vielleicht auch nur eine Momentaufnahme. Aber das ist doch eigentlich egal. Denn was für mich zählt ist das hier und jetzt. Also hört rein und vielleicht gefallen euch meine Picks ja. auch

Mac Miller „Whats the use“ – Der zweite Song!

Website: www.macmillerswebsite.com

Anderson ParkCome Down“

Website: www.andersonpaak.com

Danit „Quatro Vientos“

Website: www.danitmusic.com

All diese Songs – und noch viele weitere – kommen auf unsere Spotify-Playlist „Campermen Radio„.

Songs für den Roadtrip

Gibt es so etwas wie den einen Lieblingssong? Oder kann man wenigstens zehn Songs nennen, die unverrückbar ganz oben in den ganz persönlichen Charts stehen? Tatsächlich habe ich es einmal versucht, meine liebsten 100 Songs aufzuschreiben. Und selbst an dieser doch schon längeren Liste bin ich gescheitert. Immer wieder musste ein neuer Song unbedingt dazu, aber ich konnte mich dann kaum von einen anderen Titel trennen.

Lieblingsstücke sind für mich immer auch eine Momentaufnahme. Mein Top-Songs sind auch abhängig von der Stimmung, in der ich mich gerade befinde. Davon ob ich im Stress bin, oder gechillt einem Sonnenuntergang zuschaue. Und dann schleichen sich ständig neue Künstler in meinen Favoritenkreis. Drei davon möchte ich hier kurz mit ihren aktuellen Songs vorstellen. Lianne La Havas, Alin Coen und Arlo Parks gehören derzeit zu meinen absoluten Lieblingssängerinnen – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Auch die Stile unterscheiden sich sehr. Vielleicht habt Ihr ja Spaß damit.

Lianne La Havas mit „Bittersweet“

Website: www.liannelahavas.com

Alin Coen mit „Bei Dir“

Tickets für das Konzert in Hamburg auf dem Lattenplatz vor dem Knust (28. August 2020): www.knusthamburg.de

Website: www.alincoen.com

Arlo Parks mit „Cola“

Website: www.arloparksofficial.com

All diese Songs – und noch viele weitere – kommen auf unsere Spotify-Playlist „Campermen Radio„.

Songs aus der Provinz

Nach langer Zeit einmal wieder ein echter Newcomer in unserem Podcast. Provinz veröffentlichen ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ und wir finden es ganz toll. 

Mit ihren Songs aus Vorstadtmief, der Sehnsucht nach Größer, Weiter und Mehr trifft Provinz den Sound der Zeit. In ihren Texten entfliehen die drei Cousins plus Kumpel der Enge der Vorstadt und träumen sich in eine andere Stadt, eine andere Welt. 

Foto: Valentin Ammon

Entstanden ist ein Album mit mitreißenden, handgemachten Sounds, die unpoliert Direkt durch den fieberhaft dahingeschmetterten Gesang von Frontmann Vincent in Frontallappen und Tanzbein schiessen, wie ein geexter halber Liter Bier. Mit ihrer ersten Platte haben Provinz es aus den Fußgängerzonen rund um ihren Heimatort Ravensburg in die Ohren der ganzen Republik geschafft. 

Unser Fazit: So schön melancholisch kann Kleinstadt sein. 

Was Frontmann Vincent zur Arbeit mit AnnenMayKantereit und Faber Produzenten Tim Tautorat gesagt hat und vieles mehr, erfahrt ihr im Campermen-Podcast #32.

Mehr Provinz gibt es hier: www.provinzband.com

BUSH – Gavin Rossdale über das perfekte Königreich

Gavin Rossdale hat gesagt, dass er früher enttäuscht war, dass Bush keine so große britische Fangemeinde hatte wie ihre internationale Fangemeinde. In einem neuen Interview mit The Guardian beantwortete der in London geborene Rossdale im Vorfeld der Veröffentlichung von Bushs achtem Studioalbum „The Kingdom“ eine Reihe von Schnellschüssen.

© Leo Lavoro

Auf die Frage, was die größte Enttäuschung in seinem Leben gewesen sei, antwortete der Frontmann: „Manchmal war es enttäuschend, zu Hause in Großbritannien nicht die Fanbasis zu haben, die wir anderswo hatten.

Obwohl aus dem Vereinigten Königreich stammend, waren Bush in ihrem Heimatland erheblich weniger populär, vor allem Mitte der 1990er Jahre. In den USA verkauften sie über 10 Millionen Platten, und ihr Debütalbum „Sixteen Stone“ wurde von der RIAA mit 6x Platin ausgezeichnet.

Rossdale wurde auch über seinen peinlichsten Moment befragt. „Das grobe und einseitige Gespenst des Zerbröckelns meiner Ehe“, sagte er und bezog sich dabei auf seine Scheidung von No Doubt-Frontfrau Gwen Stefani.

An anderer Stelle im Interview sprach der Sänger über den schlimmsten Job, den er je hatte, seinen wertvollsten Besitz und die Eigenschaft, die er an sich selbst am meisten beklagt: „Meine Fähigkeit, jemanden auszuschalten und auszublenden, ohne es zu merken, fast wie ein Abwehrmechanismus“.

Was Gareth Rossdale zum neuen Album, seiner Ex und der Utopie einer perfekten Gesellschaft sagte, erzählen euch Nadine und Henning im Campermen Podcast #31!

Bushs neues Album „The Kingdom“ erscheint am 17. Juli.

Grey Daze – Chester Benningtons unveröffentlichte Werke

Drei Jahre nach dem Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington veröffentlicht seine erste Band Grey Daze ein Album mit neu aufgenommenen Songs.

Chester Bennington ist den meisten als Sänger von Linkin Park bekannt. Doch schon bevor er mit der Nu-Metal-Band Weltruhm erlange, probierte Bennington sich als Sänger aus: Im Alter von 17 Jahren trat er der Band Grey Daze bei. Knapp drei Jahre nach seinem Tod veröffentlichen die verbliebenen Mitglieder mit „Amends“ nun ein Album mit neu aufgenommenen Songs. 

Kurze Rückblende: In ihrer Heimat Phoenix, Arizona erlangten Grey Daze Anfang der Neunziger schnell Bekanntheit. Sie gaben ausverkaufte Konzerte, wurden im Radio gespielt und verkauften 10.000 Kopien ihres zweiten Albums „No Sun Today“. 1998 löste die Band sich nach einem großen Streit allerdings auf und Bennington schloss sich Linkin Park an. „Als Linkin Park groß wurden, haben die Plattenfirma und das Management Grey Daze praktisch ausradiert und all unsere Musik aus dem Netz genommen. Nach einer Weile hat Chester das gestört, denn er mochte unsere Musik“, erzählt Grey-Daze-Schlagzeuger Sean Dowdell. „Eines Tages rief Chester mich dann an und schlug vor, dass wir die Band wieder zusammenbringen. Anfang 2017 kündigten wir eine Reunion-Show an und begannen, Songs unserer ersten beiden Alben neu aufzunehmen.“ 

Eines ist sicher: Jeder, der auch nur ein kleines bisschen Einfühlungsvermögen besitzt und ein Herz für aufregende Kunst hat, wir sich von den tollen Songs Doch zur Fertigstellung sollte es nie kommen. Am 20. Juli 2017 wurde Chester Bennington im Alter von nur 41 Jahren tot in seinem Haus bei Los Angeles gefunden. Sein Freitod kam für Fans genauso überraschend wie für Sean Dowdell. „Ich habe zwei Tage vorher noch mit ihm gesprochen und es gab keine Anzeichen. Ich wusste, dass Chester seine Dämonen hatte, aber ich dachte, er hätte das hinter sich gelassen. Aber so etwas lässt sich nicht vorhersagen. Und natürlich fragt man sich: Was habe ich übersehen?“ Dowdell, der über die Jahre zu den besten Freunden Benningtons gehörte, hielt eine Rede bei der Beerdigung und half Benningtons Familie mit allem. „Als ich dann wieder Zuhause war, nagte es jeden Tag an mir. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich dieses Album fertig machen muss. Ich dachte ich schulde es Chester.“

Was Sean Dowdell zum Album, seiner Motivation und Chester erzählt erfahrt ihr von Nadine im Campermen Podcast #30!

Text: Nadine Wenzlick

Wilhelmine: Die Stimme zum Zeitgeist

Wilhelmine veröffentlichte im Herbst 2019 ihre Debüt-Single „Meine Liebe“. Der Song schlug ein wie eine Bombe, ihr schlägt seitdem gleichermaßen von Kritikern, Kollegen und Fans nichts als Sympathie entgegen. Kein Wunder, denn sie passt mit ihrer deutschsprachigen Pop-Musikszene perfekt in den heutigen Zeitgeist. Aber nicht nur ihre Stimme ist toll, auch ihre Texte haben mehr Tiefe als Elbe, Spree und Rhein zusammen. 

© Daniel Graf

Eigentlich sollte Wilhelmine gerade mit Selig auf Tour gehen, doch Corona hat diese Pläne gestoppt. Doch die Sängerin ist dagegen nicht zu stoppen: Gerade ist ihre erste EP „Komm wie du bist“ ist erschienen. So sommerlich leicht der Titeltrack wirkt, so wichtig ist die Botschaft dahinter. Es ist eine klare Aufforderung an die Hörer: Sei wie Du bist und verstelle Dich nicht. Sie singt: „Du sagst: es schnürt dir die Kehle zu / Du sagst: du fühlst dein Herz nicht / Du sagst: dir hört keiner zu / Du sagst: heller wird’s nicht“, singt sie darin von Zeiten, in denen sie sich hinter ihrem eigenen Schatten versteckte. Doch damit ist nun Schluss: „Komm wie du bist und bring alles an dir mit / Komm wie du bist, hier ist Platz für dich / Auch wenn’s neu ist und du das noch nicht kennst (Komm wie du bist) / Auch wenn’s laut ist und du am liebsten wegrennst (Komm wie du bist)“

Im Podcast erzählt Wilhelmine, warum ihr gerade dieser Song so am Herzen liegt. „Ich glaube, wenn man als Künstlerin nicht über die Dinge redet, die einen wirklich belasten oder bewegen oder beschäftigen oder berühren, dann schwimmt man auf der Oberfläche und macht sich unbewusst kleiner“, sagt Wilhelmine an anderer Stelle.  Die EP bildet ein breites emotionales und thematisches Spektrum ab: „Die Lieder sind die Summe des ersten Kapitels, das ich von mir zeigen möchte – was ich für eine Person bin, wie ich mich mit den Dingen auseinandersetzen möchte.“

Wenn Wilhelmine nicht im Studio an neuen Songs arbeitet, steigt sie am liebsten auf ihre Schwalbe und braust durch Berlin. Oder Sie fährt mit dem Camper, um Land und Leute kennenzulernen. Ihr Traum? Einmal mehrere Monate durch Skandinavien reisen. Bis dahin hilft sie mit ihren Songs dabei, einfach mal den Sommer an die Ohren und den Sinn in unsere Herzen zu bringen.

Die Debüt-EP „Komm wie du bist“ erscheint als Ltd. Digisleeve CD + Ltd. weiße 10“ Vinyl, beide samt Posterbooklet mit allen Songtexten und Download-Code.

Erste Tour-TWilhelme geht auch auf Tour, los geht es am 24. August in Berlin. Alle weiteren Termine stehen auf der Website

Website von Wilhelmine: https://wilhelminesmusik.de

Jules Ahoi: Songs aus dem Van des Lebens

Jules Ahoi ist ein Sänger und Songwriter aus Köln. Nachdem er sein Studium abgebrochen hatte, zog er nach Frankreich und lebt dort in seinem alten VW-Bus. Hier schrieb er auch den Großteil der Songs für sein erstes Album „Between Lines“. Auch wenn Jules längst nicht mehr im Bus lebt, liebt er es noch immer, unterwegs zu sein. Das Reisen an fremde Orte inspiriert ihn. Die Begegnung mit anderen Menschen und das Verweilen an einsamen Orten sind gleichermaßen Energiequelle und Ruhepol. Das Ergebnis ist ein Sound, der längst in keine Schublade mehr passt. Wenn er singt, spielt er mit seiner Stimme und experimentiert mit Sprache. Untermalt wird es mit sanften Gitarren oder mit treibenden Beats – immer wieder überraschend, immer wieder neu. Man kann sich gar nicht satt hören an Jules Ahoi – und deshalb haben wir ihn in unseren Podcast eingeladen.

© Matthias Wagner

Am 12. Juni erscheint nun das neue Album „DEAR __„, welches auch die beiden vorab veröffentlichten Singles „Oh, Agnes“ und „Somebody“ enthält. „DEAR“ ist ohne Zweifel ein zutiefst persönliches Album. Jules Ahoi greift darin aber auch universelle Themen auf und dafür eine ebenso emotionale wie klug durchdachte Klangsprache gefunden.

Eines ist sicher: Jeder, der auch nur ein kleines bisschen Einfühlungsvermögen besitzt und ein Herz für aufregende Kunst hat, wir sich von den tollen Songs angesprochen fühlen. Vor allem wird man immer wieder überrascht, denn auf dem Album hört man erstaunliche Wendungen und Brüche, reizvolle Variationen überholter Konventionen. Jules Ahoi baut aufgenommene Klänge aus seinem iPhone-Speicher ein und nutzt Stilmittel aus ganz unterschiedlichen Genres.

Um die Songs für „DEAR “ zu schreiben und zu entwickeln, musste Jules Ahoi die Erfahrungen der vergangenen Jahre verarbeiten und ein Fazit ziehen. Auf der Platte fasst er zusammen, was ihn als Mensch und Künstler bewegt, erschüttert, inspiriert und bestürzt hat. Weil er in der Lage war, Konsequenzen aus seinen Erfahrungen und Reflexionen zu ziehen, wurde „DEAR __“ ein riesiger Schritt vorwärts – weg vom reinen Folk und Folk-Rock hin zu etwas, das man auf der Suche nach Labels alternativen Pop, Art-Pop oder Art-Folk nennen könnte.

Das neue Album „DEAR __„, VÖ 12. Juni 2020

Erste Tour-Termine für 2021 stehen fest, Tickets für die Shows in Erlange, Duisburg und Darmstadt bekommt auf auch auf seiner Website.

Website von Jules Ahoi: https://www.julesahoi.de

Jan Plewka: Selig, Songs und betrunkene Schnecken

Nein, vorstellen muss man Jan Plewka eigentlich nicht, schließlich ist der Ausnahmekünstler seit 30 Jahren eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft. Aber spätestens seit „Sing meinen Song“ kennt nun wohl wirklich jedes Kind seinen Namen in ganz Deutschland. Denn obwohl man die unverwechselbare Stimme und seine Songs im Ohr hat, ist es vor allem seine Band Selig, die man damit verbindet.

Jan Plewka wurde 1970 in einer Kleinstadt bei Hamburg geboren. Bereits als Kind machte er Musik, schauspielerte oder sprach in Hörspielen mit. Anfang der 90er gründet er schließlich die Hamburger Rockband Selig. Es war ein Paukenschlag, die Mischung aus 70s-Rock und Grunge in Verbindung mit deutschen Texten wurde zum Soundtrack seiner Zeit. Songs wie „Sie hat geschrien“, „Ohne Dich“ oder „Kleine Schwester“ gehören noch immer auf jede gut sortierte Playlist. Die Band schrieb zudem den Soundtrack zum Kultfilm „Knockin’ on Heaven’s Door“.

Dann kam eine Pause, Jan spielte in Bands wie Zinoba oder TempEau, veröffentliche Solo-Platten, vor allem aber tourte er auf kleinen und großen Bühnen mit den Songs von Rio Reiser. Seit 2008 sind Selig zurück, gereifter – und noch besser, als je zuvor. Ihr aktueller Song „Alles ist so“ kündigt schon einmal hervorragend das kommende Album „Myriaden“ an (VÖ: 16. Oktober 2020).

Im Podcast erzählt Jan Plewka, was ihn dieser Song bedeutet – und wie sehr ihm der Schutz der Natur am Herzen liegt. Er möchte die Welt zu einem besseren Ort machen, damit auch die nächsten Generationen einen guten Platz zum Leben haben. Das zeigt sich nicht nur in seinen Texten, sondern spiegelt sich zum Beispiel in seinem Einkaufsverhalten wieder: Plastik ist für ihn weitestgehend tabu. In seinem eigenen Garten zieht er sich selbst Gemüse und zeigt seinen Kindern, das Nahrung nicht im Supermarkt wächst. Und dabei lernt er auch selbst noch etwas, zum Beispiel, dass Schnecken Bier lieben.Durch „Sing meinen Song“ sind die alten Songs von Selig wieder in der Heavy Rotation. Die Tourdaten stehen auch schon fest: Im Februar 2021 geht es in Berlin los, Finale ist – natürlich – in „seinem“ Hamburg.

„Alles ist so“ vom neuen Album „Myriaden“, welches am 16. Oktober 2020 erscheint

Website von Jan Plewka: https://www.jan-plewka.de/
Website von Selig: http://www.seligmusik.de/

The 1975: Soundtrack unserer Zukunft

„Notes on a Conditional Form“ ist bereits das vierte Album von The 1975. Die Briten zeigen darauf ihre unfassbar große Bandbreite. Vom klassischen Popsong mit 80er-Jahre flair über Chillout-Klängen und treibenden Dupstep geht die musikalische Reise bis zu krachendem Rock. Die Band lässt sich musikalisch nicht festnageln. Dafür aber bei ihren Ansichten. Sie wollen die Welt zu einem besseren Ort machen. Sie setzen auf nachhaltige Produkte, versuchen ihren CO2-Abdruck auch auf Tourneen so klein wie möglich zu halten – und haben für das Intro ihres neuen Albums einen ganz besonderen Gast eingeladen: Greta Thundberg.

Auf jedem Album trägt der erste Tack den Titel „The 1975“, bisher handelte es sich aber immer um Instrumentals. Diesmal darf die Ikone der „Fridey for Future“-Bewegung eine bewegende Rede halten, untermalt von ein paar Ambient-Klängen, was den Worten noch mehr Wucht verleiht.

„Notes On A Conditional Form“

Man könnte es sich leicht machen, und die Aktivitäten der Band als Pose oder als pures Marketing bezeichnen. Für Matthew Healy ist es aber ein großes Anliegen, seinen Fans zu zeigen, dass jeder in der Lage ist, etwas zu ändern – und dafür zu sorgen, dass wir alle eine lebenswerte Zukunft haben. Dieser Optimismus strahlt aus allen Songs – und begeistert Millionen Fans auf der ganzen Welt. Ganz klar: Die Briten ist derzeit wohl eine der spannendsten Bands.

Weitere Infos findet Ihr auf Website von THE 1975 . ©Universal Music

EOB: Gitarrist von Radiohead auf Solopfaden

Radiohead-Gitarrist Ed O’Brien hat sein erstes Solo-Debütalbum Earth veröffentlicht. Produziert von Flood und Catherine Marks, wurden die Samen der „Erde“ erstmals 2012 gepflanzt, nachdem O’Brien nach Brasilien gezogen war, um ein Jahr lang auf einer Farm zu leben. Wie er in einer Pressemitteilung erklärte:

„Wir hatten eine wirklich tiefgreifende Erfahrung, als wir in diesem außergewöhnlichen Land lebten… Neue Verbindungen mit Menschen und Orten geknüpft… Und zufällig 2013 zum Karneval in Rio gegangen… Wahrlich die größte Show der Welt… Eine Explosion von Licht, Melodie, Rhythmus und Liebe… Für mich einer dieser musikalischen Heureka-Momente… Als unsere Zeit da draußen zu Ende ging, machten wir uns auf den Heimweg und ich fand mich intuitiv auf dem Weg in die Welsh Hills. Mit einer Kopie von Walt Whitmans Leaves of Grass, ein paar Gitarren, einem Verstärker mietete ich eine Hütte in den Cambrian Mountains, und die Lieder, aus denen das Album besteht, begannen zu fließen…“

Obwohl auf Earth O’Brien zum ersten Mal den Lead-Gesang übernimmt, gibt es auf der LP eine Reihe von Gästen. Bei der Erfüllung der Vision des Albums helfen Radiohead-Bassist Colin Greenwood, Laura Marling, Adrian Utley von Portishead, Glenn Kotche von Wilco, David Okumu von The Invisible und andere.

Weitere Infos findet Ihr auf Website der EOB Music. (https://www.eobmusic.com). ©Capital