Bierkasten als Feuerkorb von Höfats

Es hat schon etwas archaisches, wenn wir uns um ein Feuer versammeln. Als gäbe es da eine Memory-Funktion in uns, die automatisch auf Romatisch- oder Geborgenheitsmodus umschaltet und den Abend, den Ort an dem wir sind zu etwas ganz besonderem macht. 

Es sind diese Momente auf die ich auf meinen Reisen nicht verzichten möchte. Wie oft habe ich gedacht, jetzt ein kleines Feuer – das wäre schön. Habe es dann aber doch nicht gemacht, weil ich nicht wusste ob es erlaubt ist, ich vielleicht Gefahr laufe den ganzen Wald anzuzünden oder ob ich das Ding überhaupt anbekomme. Vernunft ist unromantisch – und irgendwie manchmal auch unmännlich. 

Aber damit ist jetzt Schluss! Die Beer Box von Höfarts verbindet Lagerfeuer-Romantik mit Sicherheit und Abenteuerlust für Halbstarke. Gefertigt aus Stahl, der nach kurzer Zeit soviel roten Flugrost ansetzt, wie ein Seelenverkäufer auf seiner letzten Fahrt, macht die Beer Box von Höfats das Feuer unter freiem Himmel zur sicheren Kiste. 

Lagerfeuer zum Mitnehmen

Geliefert wird die Beer Box mit zwei eingestanzten Bieröffnern und einer Einlage, in die ihr Getränke wie in eine Bierkiste einstellen könnt. Wer das nicht möchte, kann die Pappeinlage zum Anzünden seines ersten Feuers benutzen. 

Vergeilern könnt ihr euch die Beer Box mit einem schönen Holzbrett aus dem Zubehör-Shop, das die Box zum Hocker oder kleinen Schneideblock macht. Zusätzlich gibt es noch einen Grillrost, um auch mal eine Wurst über dem Feuer zu grillen. Also, nix wie ran an das Stockbrot, die süßen Marshmallows oder auch nur an das flackernde, knisternde Feuer im Bierkasten aus Stahl.

Die Beer Box ist mehr als ein Feuerkorb

Tipp: Der Kasten wird sehr heiß, deshalb achtet darauf ggf. zwei Holzscheite unter den Kasten zu legen, damit der Boden an der Stelle keinen Schaden nimmt. Für den Fall, das doch einmal etwas Feuer fängt habe ich immer auch etwas zum Löschen dabei.  

Fotos: Henning Pommée

Website von Höfats: www.hoefats.com

Signal: Der Leatherman mit Pfiff

Wahrscheinlich habe ich früher zu viel „Hör mal, wer da hämmert“ geguckt. Wie Tim Taylor bin ich handwerklich ziemlich unbegabt, aber dennoch habe ich immer gerne coole Tools am Start. Und meistens kenne ich noch nicht einmal die Namen dafür. Für mich gibt es halt nur DIE Zange – und nicht 159 Zangen-Varianten. Und wo andere 100 Schraubenzieher in ihrem Sortiment haben, nutze ich eigentlich immer nur zwei, einen mit Schlitz und einen mit Kreuz. Ich musste gerade bei Wikipedia nachlesen, dass die Spitze des Schraubenziehers „Abtrieb“ heißt. Tja, wieder was gelernt.

Für mich ist ein Leatherman der perfekte Werkzeugkasten, mein immer-dabei-Werkeug. Meinen ersten Leatherman habe ich vor ein paar Jahren von meiner Frau zu Weihnachten bekommen. Sie konnte es nicht mehr mitansehen, dass ich mir an Schaufenstern die Nase plattgedrückt habe – aber einen Kauf immer ausgeschlossen hatte, weil ich doch so viele Schraubenzieher, Zangen und anderes Zeug ohne erinnerungwürdige Namen im Keller liegen hatte. Gut verstaut in Schubladen, selten genutzt. Dieses Weihnachtsfest war wie eine Offenbarung für mich – fast so wie damals, als ich von meinem ältesten Bruder die Safari-Ausstattung für Big Jim bekommen hatte, inklusive Jeep, Anhänger und Löwenkäfig. Und damit schloss sich der Kreis: Schon als Kind war ich ein Wohnzimmer-Abenteurer, baute mir dort eine Wildnis nach, jagte wilde Tiere (aus Plastik) und brauchte dafür eben die passende Ausrüstung. Mit dem Leatherman war ich nun tatsächlich bereit für den Dschungel.

© Gerd Blank

Drei Leatherman sind bei mir immer wieder im Einsatz. Der erste, ein Wave, hat so viele Werkzeuge, dass ich nach all den Jahren wahrscheinlich immer noch nicht alle kenne. Als nächstes kam der Skeletool CX hinzu und der Dritte im Bunde wurde der winzige Style CS, den ich vor allem für die Nagelpflege nutze. Der jüngste Familienzuwachs ist nun der Signal, der Speziell für Outdoor-Aktivitäten entwickelt wurde. Natürlich sind bei den insgesamt 19 Tools auch wieder die recht üblichen Werkzeuge wie Messer, Schere und Zange dabei. Doch zwei kleine Tools machen den Signal zu einen coolen Begleiter beim Camping. Da ist zuerst einmal der Namensgeber: An der Seite steckt ein kleines Plastikstück. Nimmt man dieses heraus, hält man eine kleine Pfeife in der Hand. Die Idee: In einer Notsituation kann man mit einem hohen Pfeifton anzeigen, wo man sich gerade befindet.

An der Unterseite der Pfeife befindet sich ein Streifen Feuerstahl. Reibt man diesen mit der Rückseite der Säge, entsteht ein wahrer Funkenflug. Bei einem Spaziergang im Altonaer Volkspark habe ich ausprobiert, ob ich damit in der Lage bin, ein Feuer zu machen. Ich habe mir dafür kleine Zweige gesucht, ein bisschen Rinde und anderes trockene Zeug, welches ich als Zunder einsetzen konnte. Dann suchte ich mir einen sicheren Platz, wo ich keine Sorge haben musste, als Feuerteufel in der Tagespresse zu landen. Eine kleine Flasche Wasser stellte ich ebenfalls in greifbare Nähe. Und was soll ich sagen: Es klappte auf Anhieb. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht rief ich „Ich habe Feuer gemacht!“ Meine Frau fand das niedlich. So wie bei einem Kind, dass gerade stolz eine Sandburg präsentiert, die in Wirklichkeit nur ein umgestürzter Eimer mit dreckigem Sand war. Nun denn. Liebe. Kann man nichts machen – höchstens dieses Bild weiter bedienen.

Es muss mindestens vierzig Jahre her sein, dass ich mir das letzte Mal eine Zwille gebaut habe. Auch wenn sich meine handwerklichen Fähigkeiten seit damals kaum verbessert haben, gab wir dieser Erfolg großes Vertrauen. Also ran an die Astgabel, Leatherman in die Hand, Klinge raus – und Sägespäne herstellen. Denn als erstes befreite ich den Zweig von der Rinde und schnitze ein paar Unebenheiten weg. Hier halfen Messer und Säge sehr. Leider fehlt dem Signal eine Feile, hierfür nutze ich meinen alten Wave. Bei einem Versender bestellte ich mir einen dünnen Gummischlauch, im Baumarkt etwas schwarzen Draht, den ich mit dem Drahtschneider des Signals kürzte. Mit der Ahle machte ich ein kleines Loch in ein Lederstück, die Wurftasche der Schleuder. Mit dem Messer ritzte ich noch ein paar Muster ins Holz, die ich dann mit einem Acryl-Stift anmalte. Fertig, meine erste Zwille seit langer Zeit. Wahrscheinlich werde ich sie nie einsetzen. Aber hey – haben ist besser als brauchen.

Das dachten sich wahrscheinlich auch die Designer des Signal. Denn warum die Kante oberhalb des Karabiners ein Hammer sein soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht, um Nüsse zu knacken. Laut Video sollen damit Heringe besser in den harten Boden gehämmert werden können. Und auch den Messerschleifer hätte ich nicht benötigt, hier wäre mir tatsächlich eine Feile lieber gewesen.

Was wiederum sehr oool ist: Den Signal kann man inzwischen in mehreren Farben kaufen. Mein Test-Multitool kam in einem Mintton, Leatherman nennt diesen „Aqua“. Nicht wirklich meine Farbe, aber immerhin findet man ihn wieder, wenn er im Wald auf den Boden fällt. Und man kann sogar einen Namen, ein Logo oder Muster auf den Signal drucken lassen. Nicht so einladend ist – zumindest auf den ersten Blick – der Preis von rund 150 Euro. Damit will ich nicht sagen, dass der nicht gerechtfertigt ist, im Gegenteil: Die Verarbeitung ist hervorragend, einige Teile lassen sich austauschen, falls doch mal etwas verloren oder kaputt geht. Außerdem gibt Leatherman 25 Jahre Garantie auf den Hosentaschen-Werkzeugkasten.

Ach nee, halt – Hosentasche war einmal – wer sich ein Multitool kauft, muss nämlich eine Sache bedenken: Laut Waffengesetz ist das Mitführen einiger Tools nicht erlaubt. Ich kann hier keine Rechtsberatung machen und auch keine Empfehlungen aussprechen. Aber lest einfach mal im Freeworker-Blog nach, dort steht, was Ihr dazu wissen müsst. Meine Leatherman-Tools liegen auf jeden Fall die meiste Zeit sicher im Schrank verwahrt und werden nur benutzt, wenn ich alleine bin. Ehrenwort.

Promovideo von Leatherman für den Signal

Website von Leatherman: www.leatherman.com

Fahrbericht Hymer B-Klasse Masterline ML I 790

Unsere Reise beginnt im beschaulichen Bad Waldsee bei Ravensburg in Baden-Württemberg. Vorbei am Erwin Hymer Museum, das im Kontrast zu den Spitzdächern mit seiner großen Glasfläche aussieht wie ein übergrosser Glascontainer voll mit Hymer-Raritäten aus 60 Jahren Firmengeschichte, geht es auf der einspurigen Dorfstrasse durch einen Schilderwald mit Hymer-Logos zum Showroom. Auf den Schildern heißt es Montage, Warenannahme und Montage 2 – eindeutige Beweise dafür, dass sich hier alles um die Fertigung von Reisemobilen und Caravans aus dem Hause Hymer dreht. Am Tor werden wir freundlich empfangen, es öffnet sich lautlos und in großen Garagen vor uns stehen zwei riesige Wohnmobile, die wie bei der Formel 1 noch in ihren Boxen für die Abfahrt vorbereitet werden. Das Mobil in der rechten Box ist für uns reserviert – die neue B-Klasse Masterline ML I 790. 

Campen in der Campions-League

Die Masterline-Macher von Hymer sind stolz auf ihr neues Flaggschiff und bedienen sich in der Beschreibung ihres neuen Luxusmobils Vergleichen mit „Mount Everest, und „Eifelturm“ und reden von der „Definition eines neuen Genres für Integrierte Reisemobile“. Soviel Selbstbewusstsein ist man von den bescheidenen Schwaben überhaupt nicht gewohnt. Gut, das wir uns eine Woche Zeit freigeschaufelt haben, um auch das allerletzte Feature unter die Lupe nehmen zu können. 

Der Hymer B-Klasse Masterline ML I 790 überzeugt durch Verarbeitung und Fahrverhalten

Nach einer präzisen Einweisung in die Bedienung betrete ich das Cockpit des Hymer. Oder soll ich sagen die Brücke. Es hat schon etwas von einem komfortablen Raumschiff sich in die weichen Ledersitze fallen zu lassen, umgeben von fast rahmenloser Rundumverglasung. Die Rückfahr-Kamera auf dem extra großen Display weist mir den Weg aus der Box und schon geht die Reise los.

In der Hymer B-Klasse Masterline cruisen wie in der Mercedes S-Klasse

Zugegeben, etwas Respekt hatte ich schon: 7,89 Meter Länge bei 2,35 Meter Außenbreite und einem Neupreis von über 100.000 Euro wollen behutsam bewegt werden. Am liebsten hätte ich mir zum Üben eine Autobahn gewünscht, aber bei Bad Waldsee geht es beschaulich zu und die Strassen schlängeln sich eng und fein über grüne Hügel und durch kleine Dörfer. 

Einzigartiges Raumkonzept

Aber kein Problem, schnell habe ich das Schiff im Griff und die Masterline gleitet über die Strassen. Angetrieben wird die B-Klasse Masterline von einem Mercedes-Sprinter-Triebkopf mit 177-PS-Dieselmotor und in unserem Fall einer Neungangautomatik. Zahlreiche Asisstenzsysteme wie Seitenwindassistent, Abstandstempomat und Notbremsfunktion unterstützen Fahrerin oder Fahrer auf den Reisen. Die Motorisierung ist vollkommen ausreichend und schiebt uns problemlos auch steile Anhöhen hinauf. Der tiefe Schwerpunkt des von Hymer entwickelten und seit 2017 verbauten Super-Leichtbau-Chassis (SLC) machen Kurvenfahrten und Überholmanöver zu einen richtigen Vergnügen. 

 

Spaß macht auch das Design der Front mit den markanten Tag-Fahr-Lichtern und das GFK-Heck der Masterline, das trotz der Ausmaße schnittig und sehr hochwertig daher kommt. Die große Heckgarage fasst ohne weiteres vier Fahrräder inkl. Campingmöbel und wer gerne auch mal in den Skiurlaub fährt, wird die hier verbaute Fußbodenheizung schätzen. Sie schützt alle Leitungen vor Frost und sorgt zudem dafür, dass keine Kältebrücke unter dem darüberliegenden Bett entsteht   

Der Innenraum ist mit einem großen aufstellbaren Oberlicht ausgestattet und das einströmende Licht lässt überall edle Oberflächen und liebevolle Details glänzen. Der Wohnkomfort auf einer Innenraumbreite von 2,18 Metern ist wie in einem fünf Sterne Boutique-Hotel und lässt vergessen, das man sich in einem Wohnmobil befindet.

Der Hymer Masterline fährt sich fast wie ein VW-Bus

Campermen

Hier alle Ausstattungsdetails aufzuführen würde den Rahmen sprengen, aber auf dieser Highlights möchte ich trotzdem kurz eingehen: Dometic Kühlschrank, der aus dem Innenraum und auch aus der Küche zu öffnen ist, Eisfach, Klimaanlage, versenkbarer Fernseher mit Satelliten-Anlage und ein höhenverstellbares Queensbett im hinteren Abteil. Unser Masterline Modell ML I 790 bietet zwei seitliche Kleiderschränke und ein raumhoher Apothekerschrank fasst problemlos Olivenöl- und Weinflaschen. Für die Kids oder den spontanen Besuch gibt es zusätzlich ein Hubbett über den Frontsitzen. 

 

Das Highlight für mich war aber das von Hymer erfundene Raumbad. Dabei trennt die Tür des WC den Schlafraum inklusive Dusche von Küche und Wohnraum ab, so das ein Schlafzimmer mit en Suite Bad ansteht.

Viel Mühe haben sich die Designer auch beim Beleuchtungskonzept gemacht. Indirekte und dimmbare Beleuchtung am Boden, auf Hüfthöhe und natürlich in der Decke erinnern an das New Yorker Guggenheim Museum und sorgen für angenehme Lichtstimmung. Bei der Sitzgruppe hält Hymer an der L-förmigen Sitzbank mit hochwertigen Polstern fest. Und da bei diesem Topmodell alles etwas größer ist, ist auch die Eingangstüre 65 Zentimeter breit und kann gegen Aufpreis sogar mit Zuziehhilfe und schlüsselfreiem Zugang per Chip ausgerüstet werden. Ich glaube Gerd würde das gefallen 😉

Fazit: Es fällt mir wirklich nicht überhaupt etwas zu finden, was mir an dem Neuen Reisemobil nicht gefällt. Ok, der Preis hat es in sich aber dafür erhält der dann sollte Besitzer auch ein überzeugendes Gesamtkonzept. Das einzige, was ich anmerken könnte ist, das es in dem Hymer so gemütlich und komfortabel ist, das man kaum noch draussen ist. Und darum geht es doch eigentlich beim Campen, oder?  

Fotos: Henning Pommée

Mehr Infos gibt es auf der Website von Hymer: www.hymer.de

Marshall Emberton: Geiler Sound-Ziegel

Musik gehört zu meinem Leben. Es gibt wohl keinen Tag, an dem ich nicht irgendeinen Song am oder im Ohr habe. Zu meinem Glück teste ich immer wieder Kopfhörer und Lautsprecher und darf so schon beruflich viel hören – und dann darüber schreiben. Und manchmal bekomme ich ein Gadget auf den Tisch, dass sofort mein Herz erobert – oder besser: mein Ohr. Es muss nicht immer Highend sein, manchmal geht Style und Nutzen vor perfekten Klang. Und für mich als Camper ist es dazu noch wichtig, dass ein Mitnahme-Gadget möglichst klein und robust ist – und dann bestenfalls noch gut klingt. Und genau das ist eigentlich die perfekte Beschreibung für Emberton, den kleinen Sound-Ziegel von Marshall.

© Gerd Blank

Doch bevor ich über den musikalischen Neuzugang spreche, muss ich erst einmal ein paar Worte zu Marshall verlieren. Das britische Unternehmen ist vor allem bekannt für Musikverstärker und Lautsprecher für Musiker. Die großen Amps stehen auf Konzertbühnen in aller Welt oder in Studios. Wahrscheinlich hat jeder Konzertgänger schon einmal eine Box von Marshall gesehen – zumindest aus der Ferne. Seit ein paar Jahren gibt es von dem Brand auch Kopfhörer und Bluetooth-Boxen mit Coolness-Faktor und Streetstyle. Die Dinger werden allerdings nicht von den britischen Soundprofis hergestellt, sondern unter Lizenz von der Firma Zound Industries aus Stockholm. Von denen gibt es wiederum eine ganze Reihe netter Sound-Gadgets, zum Beispiel für Marken wie Urbanears, Adidas – oder eben Marshall. Das ist erst einmal gar nich so verkehrt, denn kleine und mobile Geräte benötigen ein ganz anderes Know-how, als große Amps für die Bühne. Zound Industries ist Spezialist darin, Sound stylish zu verpacken – oder Style gut klingen zu lassen.

Zurück zum Emberton. Der Winzling ist der jüngste Streich von Marshall und ergänzt vortrefflich die Range um Stockwell II, Killborn II und den großen Tufton. Letztere hatten wir im vergangen Jahr beim Hurricane dabei, wo sie uns dank das ausdauernden Akkus und der hohen Lautstärke die ganze Zeit über viel Freude bereitet hat. Der Emberton tritt also im wahrsten Sinne in große Fußstapfen. Und was soll ich sagen: Mir gefällt der Zwerg sogar besser als sein großer Bruder. Da ist erst einmal das so genannte „True Stereophonic“. So bezeichnet Marshall den multidirektionalen Sound. Oder noch simpler: Egal wo man sitzt, der man hört den Musik immer aus der optimalen Richtung. Das hört sich banal ist, doch wenn man es einmal probiert hat, möchte man diese 360-Grad-Beschallung nicht mehr missen. Beim Camping am Strand von St. Peter-Ording stellte sich das Erlebnis so dar: Ich habe die Box auf einen keinen Hocker zwischen meiner Frau und mir hingestellt. Normalerweise ist es bei Lautsprechern dieser Art so, dass der Schall entweder nach vorne geht und die Lautstärke daher etwas höher eingestellt werden muss, damit beide etwas von der Musik haben. Oder einer der beiden Hörer erlebt einen besseren Klang, als der andere. Beim Emberton tönt es vorne wie hinten. Man darf sich das etwa wie ein Soundkuppel vorstellen, die über das kleine Teil gestülpt ist. Und diese Kuppel hat einen ziemlich großen Durchmesser.

Die Lautstärke ist überraschend hoch, der Klang gefällig. Trotz der kleinen Abmessung steckt ordentlich Wumms drin. Die Bedienung ist klasse. An der Obeseite befindet sich mittig ein runder Messing-Knopf, ähnlich einem Stick auf einem Game-Controller. Drück man drauf, schaltet sich das Gerät ein. Bewegt man den Stick nach oben oder unten, verändert sich die Lautstärke. Und will man zum letzten oder nächsten Musikstück springen, drückt man den Hebel nach links oder respektive nach rechts. Und das war es eigentlich auch schon an Möglichkeiten des mit 700 g recht schweren Lautsprechers. Einen Aux-Eingang gibt es nicht, darum spielt der Emberton nur Musik per Bluetooth hab. Auch auf die Möglichkeit, Höhen oder Bässe einzustellen, hat Marshall verzichtet. Der kleine Schreihals ist ein Lautsprecher für Minimalisten – und dazu noch sehr robust. Er hat eine IPX7 zertifiziert, wodurch nicht einmal ein starker Regen die Musik stoppt. 20 Stunden hält der Akku bei normaler Lautstärke, aufgeladen wird dieser per USB-C. Einen Haken hat die Sache: Mit 149 Euro ist die Box sicher kein Schnäppchen, bei anderen Herstellern gibt es deutlich günstigere Sound-Zwerge. Doch wer bereit ist, die Summe zu bezahlen, wird das nicht bereuen und wird mit einem neuen treuen Freund belohnt. Ich bin auf jeden Fall noch immer schwer verknallt in den kleinen Rocker.

Mehr Infos gibt es auf der Website von Marshall: www.marshallheadphones.com

Dasselbe in Grün

Wir alle reisen gerne. Auch in der Ferne. In Zeiten von Corona wird das deutlich wie nie. Aber Reisen ist nicht mehr so unbeschwert wie es einmal war. Oder soll ich sagen, wir reisten noch nie so bewusst wie heute. Vorbei sind die Zeiten ,wo die Senator-Karte der Vielflieger bei der Fluglinie mit dem Kranich ein Statussymbol war. Heute achten wir auf die CO2-Bilanz, den Fussabdruck und das alles aus einem sehr guten Grund – es geht um unser aller Planeten, unsere Zukunft. 

Aber jetzt ganz auf die Traumreise nach Fernost verzichten und dafür auf den Bauernhof in Mecklenburg reisen? Die Vorstellung fällt schwer, und schließlich sind es doch immer die anderen, die noch mehr Dreck machen, oder? Umweltschutz fängt bei jedem selber an und wer aus dem Status anderen die Schuld für die Erderwärmung zu geben noch nicht raus ist, wird es wohlmöglich nie kapieren. 

Für alle die, denen die Natur genauso am Herzen liegt wie uns Campermen, empfehle ich das Buch: „Dasselbe in grün“ aus dem The Fernweh Collective in Berlin. Die Autorin Elisaveta Schadrin-Esse hat auf 224 Seiten ein Ratgeber zusammen gestellt, der euch bei euren Reisen begleitet und dabei hilft, bewusster in den Urlaub zu fahren. 

Mit ist beim Lesen des Buches ein wenig der Spass auf die nächste Reise vergangen, weil in „Dasselbe in Grün“ die Auswüchse des Massen-Tourismus in seinem ganzen Umfang beschrieben werden. Aber keine Angst, „Dasselbe in Grün“ ist kein wissenschaftliches Werk, sondern ein praktisches Handbuch für grünes Reisen, das euch dabei helfen kann, ein Gespür für die Nachhaltigkeit im Tourismus zu entwickeln und dazu inspiriert, das Thema Umwelt unterwegs mehr im Blick zu haben. Illustriert ist das Buch mit wunderschönen Bildern von Dana Lungmuss, der es mit ihrer Kunst gelingt das ein oder andere Thema nicht mehr allzu schwer zu empfinden.

„Dasselbe in Grün“ ist im The Fernweh Collective Verlag erscheinen und kostet 22 Euro.

Mehr Infos unter: www.thefernweh.co 

Unterwegs mit dem Paddelbrett

Stand Up Paddeling – oder kurz SUP – liegt im Trend. Aber damit verrate ich nun wirklich kein Geheimnis. Jeder, der in den letzten Jahren schon einmal an irgendeinem stehenden oder fließenden Gewässer war, hat gesehen, wie ein Mensch auf einem Brett vorbeifuhr. Ist ja auch klar, schließlich gibt es kaum einen Wassersport, der so zugänglich für jedermann ist. Alles was man braucht ist ein Brett und ein Paddel. Kombiniert man beide Begriffe, landet man beim tollen SUP-Board „Paddelbrett„. Vor einem Jahr habe ich Christoph, den Kopf hinter dem Brett, auf einer Outdoor-Messe getroffen. Zuerst ist mir das Board aufgefallen, denn das Design hat mich total angesprochen. Wo die meisten anderen Hersteller verschwenderisch mit Farben und Mustern umgehen, setzt Christoph beim Design of klare Linien und monochrome Optik. Das perfekte Board für Minimalisten. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich nur wenige Dinge mitzunehmen, aber diese sollen von guter Qualität sein und dazu ein möglichst schlichtes Design haben, damit sie zum meinem Camper passen. Und weil ich mich vor einem Jahr in das Paddelbrett ein wenig verknallt hatte, stellte ich es im Podcast vor – ohne jemals damit unterwegs gewesen zu sein.

© Henning Pommée

Das ging so natürlich nicht. Daher habe ich Christoph bequatscht, mir das Brett für ein paar Ausfahrten zu leihen, damit ich etwas mehr über die Fahreigenschaften und die Verarbeitungsqualität erfahre. Und was soll ich sagen: Meine Begeisterung ist nur noch mehr gewachsen. Aber fangen wir mal am Anfang an. Das Lieferpaket ist umfangreich, zum aufblasbaren Board gibt es noch viel Zubehör dazu. Neben Rucksack, Trockentasche, Finne, Leaches und natürlich einem Paddel sind auch noch Flickset, Solarlampe und Taschenmesser mit Schraubenzieher dabei. Das Board wiegt knapp elf Kilo, das Aufpumpen ging durch die Doppelhubpumpe schnell von der Hand. Man kann dabei auch nicht viel verkehrt machen: Auf der Pumpe wird angezeigt, wann genügt Druck aufgebaut wurde, die Anleitung ist zudem so einfach, dass selbst Lesefaule alles verstehen müssten.

Das Board ist riesig, viel größer, als die meisten SUPs, die ich sonst so sehe. Für mich persönlich ist das aber ein großer Vorteil. Ich bin Anfänger – und je größer das Board ist, desto mehr Stabilität habe ich mit meinen 95 kg. Meine erste Tour fand auf dem Eichbaumsee in Hamburg statt. Ein toller Ort für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit dem Camper kann man hier gut stehen, der Fußweg zum Wasser ist dann nicht weit. Zuerst war es trotz optimaler Bedingen ein wenig wackelig, ich musste mich erst daran gewöhnen, auf dem Brett zu stehen. Also war erst einmal hinknien angesagt. In dieser Haltung ging es erst einmal ein paar Züge im Kreis herum. Später traute ich mich dann auch, im Stehen zu paddeln, denn mir ist dann endlich eingefallen, dass ich im schlimmsten Fall nur ins nicht so kalte Wasser falle. Plötzlich wackelten die Beine nicht mehr, mit jedem Paddelschlag wurde fiel es mir leichter, es machte mir immer mehr Spaß.

© Paddelbrett

Das Paddelbrett ist für Anfänger wie mich großartig, der Ein- und Aufstieg ist simpel. Allerdings ist es auch kein günstiger Start in den SUP-Sport. 939 Euro kostet das umfangreiche Set. Aber im Gegensatz zu günstigeren Anbietern ist eben gleich alles dabei, was man braucht. Dazu achtet Christoph bei der Herstellung sehr auf die Qualität seiner Produkte. Im Interview verrät er, dass es bei mehr als 200 verkauften Brettern bisher noch keinerlei Reklamationen gab. Doch nicht nur Anfänger haben ihren Spaß mit dem Brett, schließlich hat Christoph es vor allem als Tourenbrett entworfen. Die Länge gibt dem Paddelbrett eine Spursicherheit auch auf längeren Strecken und bei ungleichmäßigen Bedingungen. Zudem kann man sich gut darauf hinlegen und ein bisschen treiben lassen.Henning und seine Freundin haben das Brett mit nach Fehmarn genommen und es auf der Ostsee ausprobiert. Und auch dort hat es sich trotz des kabelligen Wassers sehr gut geschlagen.

Im Podcast erzählt Christoph, wie er auf die Idee zum Paddelbrett gekommen ist, wo er es herstellen lässt und er verrät, wie sich der Preis zusammensetzt. Außerdem gibt er noch ein paar Tipps für feine SUP-Touren. Wer mehr über das Paddelbrett und weitere SUP-Angebote von Christoph erfahren möchte, findet die Infos auf seiner Seite: www.paddelbrett.de

Skotti: Bei dem Gasgrill bist du platt

Ein Feuer, ein Stück Tier – seit Menschen von Bäumen gestiegen sind, brauchen sie kaum mehr, um kulinarisch beglückt durchs Leben zu gehen. Der moderne Mensch tickt da nicht anders, auch wenn Essen inzwischen kaum noch selbst erlegt oder geerntet wird. Und auch beim Feuer wird heute nichts mehr dem Zufall überlassen, es wird gegrillt. Und wie. Man könnte meinen, dass das Grillen des Deutschen liebste Freizeitbeschäftigung ist und dass es bei einem Grill kaum noch etwas Neues zu erzählen gibt. Die Geschichte ist auserzählt. Dachte ich. Pustekuchen.

© Gerd Blank

Erst kürzlich habe ich mir fürs Wohnmobil einen kleinen Holzkohlegrill gekauft, den Knisper habe ich hier auch schon vorgestellt. Cooles Ding, klein und dennoch ausdauernd. Vor allem kann man es überall mit hinnehmen, eine zusätzliche Halterung fürs Fahrrad macht es möglich. Kaum hatte ich den Grill in Betrieb, entdeckte ich Skotti. Nein, nicht der Bordtechniker von der Enterprise, sondern den kleinen Gasgrill. Obwohl: Technik stimmt schon, denn Skotti ist tatsächlich so etwas wie die Neuerfindung des Gasgrills. Beim Kauf wundert man sich bestimmt erst einmal darüber, dass man lediglich eine flache Tasche aus LKW-Plane in der Hand hält. Und wo ist der Grill?

Als ich die beiden Seiten der Tasche auseinandergezogen habe, fand ich den Grill, oder besser: seine neun Einzelteile. Ich musste, nein, ich durfte ihn erst einmal zusammenbauen. Ganz ehrlich: So etwas macht mir großen Spaß, seit ich Überraschungseier, Yps und Ikea kenne. Und im Gegensatz zu den Produkten des schwedischen Möbelhauses klappt das auch ohne die beigelegte Anleitung. Beim ersten Mal brauchte ich etwa vier Minuten für den Zusammenbau – was aber nur daran liegt, dass ich zwei Seitenteile vertauscht hatte.

Die Teile sind präzise gefertigt und so robust, dass ich ruhig ein bisschen Druck ausüben konnte, damit der ganze Grill am Ende perfekt zusammengebaut war. Ich bin immer noch total verblüfft, dass man gar nicht sehen kann, dass der Skotti einfach nur aus zusammengesteckten Teilen besteht. Alles wirkt solide, alles hält bombenfest. Nur noch die Gaskartusche anschrauben und los darf es gehen.

© Gerd Blank

Gemüse ist mein Fleisch

Da ich kein Fleisch esse und auch nicht so gerne Fertigprodukte auf den Grill lege, muss ich mir meine Gerichte selbst zubereiten. Gleichzeitig liebe ich gute Burger und versuche immer wieder neue Buletten zu kreieren. Für den Skotti-Ersteinsatz gab es Burger-Patties aus Rote-Beete und Kidneybohnen. Rezept gefällig? Ich versuche es, denn ich koche immer frei nach Schnauze, meistens gelingt es. Also: Ich habe zwei größere Rote-Beete-Knollen geraspelt. Dazu habe ich eine kleine Dose Kidneybohnen in Chili-Soße genommen, da ich mir so ein wenig Würze gespart habe. Die Bohnen habe ich abtropfen lassen, mit einer Zwiebel, einer Knoblauchzehe, einen Schuss Soja-Soße und ein paar Gewürzen in den Mixer gepackt. Diese grobe Matschepampe habe ich dann zur Beete getan und dann nach Gefühl Leinsamen und Haferflocken reingepackt, damit die Flüssigkeit gut aufgesogen wird. Kurz in den Kühlschrank mit der Masse und dann Patties formen. Bei mir kamen etwa zwölf Stück dabei raus, aber ich habe sie wegen der Stabilität auch recht klein gemacht. Wei ich die Dinger etwas vorgaren wollte, kamen sie zehn Minuten in den Backhofen (200 Grad) – und dann direkt auf den Grill. Für den Burger brauchte ich jeweils zwei, die restlichen Patties habe ich eingefroren. Ach ja, als Gemüse gab es dazu dünne Kohlrabi-Schreiben, die ich etwas mit Öl und Gewürzen mariniert und dann ebenfalls mit dem Skotti gegrillt habe. Was soll ich sagen: Es war köstlich!

Fürs Grillen muss Skotti nicht lange vorgeheizt werden, er kommt schnell auf Betriebstemperatur. Eine Piezozündung fehlt, gestartet wird das Ding mit einem Feuerzeug. Minimalismus ist eben auch hier trumpf. Aber so kann auch weniger kaputt gehen. Ich hätte mir einen Deckel gewünscht, weil ich das inzwischen sehr zu schätzen gelernt habe. Aber wie mir Christian, der Erfinder von Skotti im Interview für Folge 30 verriet, wird dieser demnächst verfügbar sein. Und der Vater von Skotti erzählt noch mehr, zum Beispiel woher der Name kommt, wie lange es dauert, bis ein Grill genehmigt wird und wie er überhaupt auf die verrückte Idee gekommen, einen weiteren Grill herzustellen.

Skotti-Erfinder Christian zeigt, wie schnell der Grill aufzubauen und einsatzbereit ist

Der Skotti-Grill kostet 159 Euro. Sicher kein ganz günstiger Spaß. Aber mich hat vor allem überzeugt, dass der Grill nach Gebrauch schnell auseinandergenommen werden kann. Zum Reinigen einfach die Teile in die Spülmaschine oder mit dem Stahlschwamm bearbeiten – Skotti mag hart rangenommen werden. Und dann kommen die Teile wieder in die Tasche und nehmen so kaum Platz weg. Und wenn ich das nächste Mal mit dem Rad an den Strand fahre, passt Skotti auch in den Rucksack. Und ich brauch nicht einmal eine zusätzliche Halterung dafür.

Website von Skotti: https://skotti-grill.eu

Game Of Thrones – Die Trockentoilette Miniloo von Kildwick

Ich fahre gerade auf den weichen Sand von St.Peter Ording und suche mir meinen Platz. Der erste Block verrät sofort, dass ich um 9:00 Uhr etwas zu spät am Strand ankomme, um einen der begehrten Plätze in erster Reihe zu ergattern. Kurzerhand entscheide ich mich für die kleine Sanddüne inmitten des Strandparkplatzes und stoppe meinen Bulli als ich meinen Sohn höre:„Papa, ich muss auf Klo, ganz dringend!“ Routiniert frage ich: „Groß oder klein?“ „Beides!!!“ ertönt es etwas gequält. 

Die ökologische Alternative zum Chemie-Klo

Früher wäre der schnelle Marsch zu den 400 Meter entfernten Toiletten eine Mischung aus „Du-machst-dir-nicht-in-die-Hose-Coaching“ und „Was-passiert-wenn-doch-Gedanken“. Aber nicht diesmal! Ich öffne lässig den Deckel der Miniloo von Kildwick, setze meinen Kleinen auf Holzbrille auf dem noch unbehandelten Birkenkolzkasten und höre nur das Vertraute „Machst du die (Schiebe)Tür zu.“

Gamechanger!

Warum die Miniloo von Kildwick mich komplett überzeugt hat, ihr nicht mehr als einen Hammer, ein Handy und rudimentäre IKEA-Skillz benötigt und Christiane und Alex (die Macher von Kildwick) Nachhaltigkeit konsequent zuende gedachte haben, besprechen wir im Interview mit den Zwei in unserem Campermen Podcast #29

Kildwick – Wie alles begann

Kildwick wurde 2016 von Colin Ives und seiner Frau im gleichnamigen Ort nordöstlich von Leeds in England gegründet. Colin hat das Unternehmen bewusst so genannt, da Thetford, ein anderer Hersteller von Camping-Toiletten, ihr Unternehmen ebenfalls nach dem Ortsnamen benannt haben. Englischer Humor halt 😉

Zeitgleich tüftelten in Leipzig Christiane und Alex an einem Prototypen für eine „trockene“ Festivaltoilette. Aus verschiedenen Gründen ist Festivalklo nie zur zur Serienreife gelangt. 

2019 meldete Kildwick dann nach der Trennung der zwei Gründer Insolvenz an. Zur gleichen Zeit haben Christian ein Alex angefangen ihren MB 814, der liebevoll Schrotti genannt wird, zum Wohnmobil auszubauen. Und das Thema Trockentoilette wurde wieder aktuell. Die Suche nach einer passenden Lösung brachte die zwei auf das zum Verkauf stehenden Kildwick. Die beiden Entwickler fanden nicht alles gut, was Kildwick bisher entwickelt hatte , sahen aber soviel Potential, dass Sie zuschlugen.

Konsequent nachhaltig bis ins letzte Detail

Im April 2019 find das neue Kildwick-Team an die komplette Produktion auf maximale Umweltfreundlichkeit umzustellen. Dabei wurde bevorzugt mit Unternehmen aus der Region und Deutschland zusammen gearbeitet. Am 22.07.2019 ging dann der Onlineshop an den Start. Mit ihrer neuen Interpretation von Kildwick hat das Paar dann Colin England besucht. Eigentlich hatte er mit dem Thema Trockentoilette emotional abgeschlossen, bis er „die neue Kildwick“ in der Hand hatte. Seitdem ist Colin wieder part of the family und leitet nun das UK-Office. 

Fotos: Henning Pommée

Die Miniloo von Kildwick kostet 429,90 Euro

www.kildwick.com

Take Me to the Lakes

Wie findet man heraus, welcher See einen Ausflug wirklich wert ist? Wo hat man den schönsten Blick ins Grüne? Wo ist das Wasser am klarsten? Welcher Strand gefällt der ganzen Familie? Und wohin sollte man sich treiben lassen, wenn man eine Auszeit von der Großstadt braucht? Das sind nur einige Fragen, sich die Macher von „Take Me to the Lakes“ gestellt haben. Das Ergebnis kann sich sehen und lesen lassen – unser Lesetipp für den Sommer am See.

Mit Handtüchern und Sonnencreme im Gepäck haben sich Karolina Rosina und Nils Kraiczy die vergangenen Sommer an den schönsten Seen um Hamburg, Berlin, München und in NRW verbracht. Nach unzähligen Sandstränden, Wiesen, Stegen und Sonnenuntergängen verraten sie uns nun in ihren TMTTL-Büchern, wo ihre Lieblingsorte sind.

© Anthony Georgis

Ausgewählt wurden sie anhand der Wasserqualität, der einzigartigen Badeplätze und der unberührten Natur, die sie umgibt. Take Me to the Lakes lädt dazu ein Badestellen nördlich, südlich, östlich und westlich des Stadtzentrums zu entdecken.

Der Verlag

The Gentle Temper ist ein unabhängiger Berliner Verlag mit Fokus auf Design, Reisen und Kultur, der 2016 von Karoline Rosina und Nils Kraiczy gegründet wurde. Das Duo konzentriert sich in seinen Veröffentlichungen auf das Ziel, die Beziehungen zwischen Mensch, Natur und den Dingen, die uns täglich umgeben, ästhetisch an-sprechend und kulturell wertvoll zu gestalten.

Fotos: The Gentle Temper, Henning Pommée

Take Me to the Lakes kostet 19,90 Euro

www.takemetothelakes.com

Hängematten-Test: Willkommen im Häng-Schwingerclub!

Wie ihr ja wisst, fahre ich am liebsten mit leichtem Gepäck oder, anders gesagt, mit gut verstaubarem Gepäck. Ein Bulli bietet eben nicht so viel Platz und jeder Zentimeter will sinnvoll gefüllt werden. Ok, das klappt nicht immer aber die Hängematte von Häng hat einen Stammplatz in meinem Auto verdient. 

Der kleine, leichte Sack mit dem großen Häng-Logo kommt unscheinbar daher und das zweifarbige Tuch lässt schon die Farben der Hängematte erahnen – Blau, Hellblau. Im Sack befindet sich alles, was ich zum Abhängen brauche: Zwei Gurte, die Hängematte aus Ballonseide mit Karabinern an jedem Ende, um die Matte in die Gurte einzuhängen. So gut so einfach denke ich, aber welchen Baum muss ich jetzt suchen, wie weit soll das alles auseinander stehen und vor allem, brauche ich Äste oder Gabelungen am Stamm des Baumes, um die Matte sicher aufzuhängen? Um es kurz zu machen: ihr braucht zwei Haltepunkte und einen schönen Ort, den Rest macht die Häng 😉

Hängematte zum Campen und für unterwegs

Zuerst fädelt ihr den Gurt durch die Schlaufe am Ende und zieht ihn fest um den Baum. Ich hin an einer Tanne, deren Rinde guten Widerstand gegen das abrutschen bot. Das gleiche macht ihr an einem anderen Baum und dann hängt ihr die Karabiner in eine der zahlreichen Schlaufen am Gurt ein. Fertig. Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass der leichte Stoff nicht hält, aber keine sorge. Dei Fallschirmseide ist doppellagig verarbeitet und die Liegefläche zudem schön groß und breit. 

Hängematte für bis zu zwei Personen

Einmal eingestiegen wird die Verpackung zum Staufach und der Aufenthalt im Wald, am Strand oder wo auch immer zur genussvollen Hängeparty.

Wenn ihr erfahren wollt wie Tobi, einer der Gründer von Häng, auf die Idee gekommen ist Hängematten herzustellen, wie Hängen ohne Bäume geht (es geht!) und wie man richtig hängt, dann hört in unsere Podcastfolge! 

Fotos: Henning Pommée

Die getestete Hängematte kostet 89,90 Euro

www.we-hang.com