Unterwegs mit dem Paddelbrett

Stand Up Paddeling – oder kurz SUP – liegt im Trend. Aber damit verrate ich nun wirklich kein Geheimnis. Jeder, der in den letzten Jahren schon einmal an irgendeinem stehenden oder fließenden Gewässer war, hat gesehen, wie ein Mensch auf einem Brett vorbeifuhr. Ist ja auch klar, schließlich gibt es kaum einen Wassersport, der so zugänglich für jedermann ist. Alles was man braucht ist ein Brett und ein Paddel. Kombiniert man beide Begriffe, landet man beim tollen SUP-Board „Paddelbrett„. Vor einem Jahr habe ich Christoph, den Kopf hinter dem Brett, auf einer Outdoor-Messe getroffen. Zuerst ist mir das Board aufgefallen, denn das Design hat mich total angesprochen. Wo die meisten anderen Hersteller verschwenderisch mit Farben und Mustern umgehen, setzt Christoph beim Design of klare Linien und monochrome Optik. Das perfekte Board für Minimalisten. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich nur wenige Dinge mitzunehmen, aber diese sollen von guter Qualität sein und dazu ein möglichst schlichtes Design haben, damit sie zum meinem Camper passen. Und weil ich mich vor einem Jahr in das Paddelbrett ein wenig verknallt hatte, stellte ich es im Podcast vor – ohne jemals damit unterwegs gewesen zu sein.

© Henning Pommée

Das ging so natürlich nicht. Daher habe ich Christoph bequatscht, mir das Brett für ein paar Ausfahrten zu leihen, damit ich etwas mehr über die Fahreigenschaften und die Verarbeitungsqualität erfahre. Und was soll ich sagen: Meine Begeisterung ist nur noch mehr gewachsen. Aber fangen wir mal am Anfang an. Das Lieferpaket ist umfangreich, zum aufblasbaren Board gibt es noch viel Zubehör dazu. Neben Rucksack, Trockentasche, Finne, Leaches und natürlich einem Paddel sind auch noch Flickset, Solarlampe und Taschenmesser mit Schraubenzieher dabei. Das Board wiegt knapp elf Kilo, das Aufpumpen ging durch die Doppelhubpumpe schnell von der Hand. Man kann dabei auch nicht viel verkehrt machen: Auf der Pumpe wird angezeigt, wann genügt Druck aufgebaut wurde, die Anleitung ist zudem so einfach, dass selbst Lesefaule alles verstehen müssten.

Das Board ist riesig, viel größer, als die meisten SUPs, die ich sonst so sehe. Für mich persönlich ist das aber ein großer Vorteil. Ich bin Anfänger – und je größer das Board ist, desto mehr Stabilität habe ich mit meinen 95 kg. Meine erste Tour fand auf dem Eichbaumsee in Hamburg statt. Ein toller Ort für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit dem Camper kann man hier gut stehen, der Fußweg zum Wasser ist dann nicht weit. Zuerst war es trotz optimaler Bedingen ein wenig wackelig, ich musste mich erst daran gewöhnen, auf dem Brett zu stehen. Also war erst einmal hinknien angesagt. In dieser Haltung ging es erst einmal ein paar Züge im Kreis herum. Später traute ich mich dann auch, im Stehen zu paddeln, denn mir ist dann endlich eingefallen, dass ich im schlimmsten Fall nur ins nicht so kalte Wasser falle. Plötzlich wackelten die Beine nicht mehr, mit jedem Paddelschlag wurde fiel es mir leichter, es machte mir immer mehr Spaß.

© Paddelbrett

Das Paddelbrett ist für Anfänger wie mich großartig, der Ein- und Aufstieg ist simpel. Allerdings ist es auch kein günstiger Start in den SUP-Sport. 939 Euro kostet das umfangreiche Set. Aber im Gegensatz zu günstigeren Anbietern ist eben gleich alles dabei, was man braucht. Dazu achtet Christoph bei der Herstellung sehr auf die Qualität seiner Produkte. Im Interview verrät er, dass es bei mehr als 200 verkauften Brettern bisher noch keinerlei Reklamationen gab. Doch nicht nur Anfänger haben ihren Spaß mit dem Brett, schließlich hat Christoph es vor allem als Tourenbrett entworfen. Die Länge gibt dem Paddelbrett eine Spursicherheit auch auf längeren Strecken und bei ungleichmäßigen Bedingungen. Zudem kann man sich gut darauf hinlegen und ein bisschen treiben lassen.Henning und seine Freundin haben das Brett mit nach Fehmarn genommen und es auf der Ostsee ausprobiert. Und auch dort hat es sich trotz des kabelligen Wassers sehr gut geschlagen.

Im Podcast erzählt Christoph, wie er auf die Idee zum Paddelbrett gekommen ist, wo er es herstellen lässt und er verrät, wie sich der Preis zusammensetzt. Außerdem gibt er noch ein paar Tipps für feine SUP-Touren. Wer mehr über das Paddelbrett und weitere SUP-Angebote von Christoph erfahren möchte, findet die Infos auf seiner Seite: www.paddelbrett.de

Campernen #31
Auf die Bretter, fertig, los!
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