#46: Jetzt wird’s cool – mit viel Rock ’n‘ Roll

Es wird ganz schön kalt da draußen. Aus diesem Grund ist heute Wintercamping angesagt, mit Gerd geht es in die Nähe von Nassfeld zum Schluga Camping Hermagor. Von dort sind die nicht enden wollende Pisten nah, aber auch für Entspannung ist gesorgt. Und falls es zu kalt wird, hat Henning eine Wärmedecke von Stoov dabei, die den sensiblen Hintern auf Temperatur hält. Und Nadine hat diesmal coolen Rock ’n‘ Roll mitgebracht, sie stellt das Album „You’ve Always Been Here“ von The Jaded Hearts Club vor.

Soweit zur Folge 46, aber nun müssen wir auch mal durchatmen. Mit dieser Folge fahren wir daher erst einmal in die Winterpause. Die Camping-Saison ist für 2020 vorbei. Aber was war das auch bloß für ein Jahr. Vielen Dank Corona, Du alte Sau. Doch wir haben uns davon nicht abhalten lassen und sind ganz ignorant am Virus vorbei mit Campermen unterwegs gewesen. Es gab in jeder Woche einen neuen Platz, wir hatten spannende Produkte am Start, viel Musik und Interviews mit tollen Menschen. In diesem Jahr haben wir mit dieser Folge 26 Episoden produziert und veröffentlicht, insgesamt ist dies bereits unsere 46. Folge. Und wir sind mächtig stolz darauf, damit immer mehr Hörer zu gewinnen. Wir merken das natürlich an den Abrufzahlen, vor allem aber an den persönlichen Kontakt mit Euch. Das motiviert uns, auch im nächsten Frühjahr wieder die Wagen aus dem Winterschlaf zu holen, um mit Euch ein bisschen auszusteigen. Bleibt uns gewogen. Wir wünschen Euch ein gutes Jahresende und einen fantastischen Start ins Jahr 2021. Bleibt gesund, Henning & Gerd

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Schluga Camping Hermagor: https://www.schluga.com/camping/schluga-camping-hermagor/
Stoov: https://www.stoov.com/de/
The Jaded Hearts Club: https://thejadedheartsclub.com

Jetzt wird’s cool – mit viel Rock ’n‘ Roll
Campermen #46
Jetzt wird’s cool – mit viel Rock ’n‘ RollCampermen #46

Schluga Camping Hermagor: Wintercamping für Pistenstürmer

Im Sommer mit dem Camper unterwegs sein, das kann ja wohl jeder. Aber im Winter? Das machen vor allem die coolen Leute. Okay, Kälte kann schon ein Problem werden – aber ich rede ja auch nicht davon, dass man ein paar Tage im Zelt pennen soll. Nein, ich rede vom Wintercamping mit allem Komfort – und schnellem Zugang zur Piste.

Das Skigebiet in Nassfeld liegt im Süden von Österreich, nah an der italienischen Grenze. Rund um Nassfeld stehen Rund 120 Pistenkilometer zur Verfügung. Es ist also unmöglich, das ganze Gebiet an einem Wochenende abzufahren. Natürlich gibt es in der Gegend unzählige Übernachtungsmöglichkeiten. Hotels und Appartementanlagen warten an jeder Ecke auf Gäste. Aber wie wäre es, im eigenen Bett zu schlafen? Kein Problem: Schluga Camping Hermagor bietet komfortable Stellplätze für Wohnmobilie und Wohnwagen – auf Wunsch auch mit eigenem Bad und eigener Toilette. Der Platz ist das ganze Jahr über geöffnet, aber besonders im Winter lohnt der Besuch.

Mit dem Shuttel geht es mehrmals täglich direkt vom Platz zur Talstation „Millennium-Express“ in Tröpolach. Von hier geht es mit der Gondel ins Skigebiet. Wenn man genug davon hat, die Berge auf Skiern oder Snowboard hinabzusausen, stellt man sein Sportgerät in die Trockenräume und den Skikeller des Campingplatzes. Es gibt sogar ein beheiztes Ski-Schuh-Depot, damit die Füße am nächsten Tag in trockene und warme Stiefel steigen.

Im Restaurant gibt es österreichische Spezialitäten, der Clou ist aber die Wellness-Anlage AlpinSpa. Diverse Saunen und Dampfbäder und ein großer Pool mit Gegenstromanlage laden nicht nur Ski-Gäste zum Entspannen. Der große Außenpool ist zwar im Winter geschlossen, rund um Weihnachten und Neujahr macht man aber eine Ausnahme schmeißt die Heizung noch einmal an.

Für Kinder gibt es Spielhäuser, im Kino werden regelmäßig Blockbuster gezeigt und für Hunde stehen eigene Duschen zur Verfügung. Und falls man doch mal einen Film streamen möchte, steht schnelle Internet zur Verfügung. Aber das ist eigentlich gar nicht nötig, denn der Platz bietet soviel Abwechslung, dass man ruhig mal ein paar Tage Offline sein kann, ohne etwas zu vermissen.

Auch ohne eigenes Mobil lohnt es sich, den Platz aus Ausgangspunkt für seine Ski-Abenteuer zu nutzen. Dafür kann man Mietwohnwagen, Mobilheime, Camping-Fässer und Appartements in der Alpinlodge buchen.

Auch Fernab von Skivergnügen gibt es in der Umgebung gute Ausflugsziele. Nassfeld ist acht Kilometer entfernt, zur hübschen Stadt Klagenfurt am Wörthersee muss man 80 Kilometer. Der Weissensee ist wiederum 25 Kilometer entfernt. Wenn es im Winter friert, entsteht darauf die größte zusammenhängende Eisfläche Europas.

Mehr Infos
Website: Schluga Camping Hermagor
Preise: https://www.schluga.com/camping/schluga-camping-hermagor/preise-2020/

The Jaded Hearts Club: Supergroup mit Hit-Garantie

Normalerweise halten wir uns mit Superlativen zurück, aber in diesem Fall muss man sich damit nun wirklich nicht bremsen: The Jaded Hearts Club ist eine Supergroup. Damit ist nicht nur die Qualität der Songs gemeint, sondern die Besetzung: Die Band besteht aus den Leadsängern Miles Kane (von den Last Shadow Puppets) und Nic Cester (von Jet), dem Bassisten Matt Bellamy (von Muse), den Gitarristen Graham Coxon (von Blur) und Jamie Davis (von Coxons früherem Label Transcopic) sowie dem Schlagzeuger Sean Payne (von den Zutons).

© Wilko Wilkinson

Ursprünglich sollte die Band den Namen Dr. Pepper’s Jaded Hearts Club Band bekommen, schließlich wurde sie von Jamie Davis gegründet, um bei seiner Geburtstagsfeier Covers von Beatles-Songs aufzuführen. Der Name bezieht sich daher auf das Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ der Beatles aus dem Jahr 1967. Nach gelegentlichen Auftritten bei Konzerten von Chris Cester, Dominic Howard, Ilan Rubin und Christopher Wolstenholme kam 2018 der Ritterschlag: The Jaded Hearts Club trat mit Paul McCartney bei einer Veranstaltung für seine Tochter Stella McCartney auf. Sie spielten dort gemeinsam die Beatles-Songs „I saw her standing there“ und „Helter Skelter„.

Es folgten weitere Auftritt in verschiedenen Besetzungen, vor allem in Bars in Chicago und Los Angeles, aber auch bei einer Show des Teenage Cancer Trust in der Royal Albert Hall. Es kamen immer mehr Songs anderer Künstler dazu, zum Beispiel von Cream, The Who, The Kinks, The Isley Brothers, Marvin Gaye, Peggy Lee und Vera Lynn. Schließlich entschied sich die Band, das Cover-Album „You’ve Always Been Here“ aufzunehmen.

Album „You’ve Always Been Here“, out now!

Aktuelle Besetzung
Graham Coxon – lead guitar, backing vocals
Miles Kane – lead vocals
Nic Cester – lead vocals
Matt Bellamy – bass, vocals
Sean Payne – drums, backing vocals
Jamie Davis – rhythm guitar, backing vocals

Website der Band: https://thejadedheartsclub.com

#45: Ein Ausflug mit Sebastian Puffpaff

Diese Folge beginnt im Wald, zumindest gedanklich: Henning und Gerd erzählen von den ersten Herbst-Ausflügen des Jahres mit ihren Hunden. Da es ein Podcast ist, kann zum Glück kein Mensch sehen, wie beseelt die beiden Campermen schauen, wenn sie über ihre tierischen Familienmitglieder sprechen. Der Platz der Woche befindet sich in Südtirol. Im Caravanpark Sexten geht es so richtig luxuriös zu. Große Stellplätze, eigene Hygienebereiche und Wellness vom Feinsten. Das volle Programm also, um den Winter gut zu überstehen. Gerd bringt dafür die passende Atmo mit und stellt ein LED-Licht vor: Die Candela von Yeelight leuchtet wie eine Kerze und ist dazu auch noch schlau – zumindest ein bisschen. Damit entsteht die perfekte Stimmung für einen Plausch mit Sebastian Puffpaff. Sein Wikipedia-Eintrag beschreibt ihn als Kabarettist, Moderator und Entertainer. Wir würden auf jeden Fall noch Camper hinzufügen. Im kurzweiligen Interview erzählt er auch von Familienurlauben im Campervan.

Links zur Folge
Caravan Park Sexten: https://www.caravanparksexten.it/de/camping-suedtirol.html
Yeelight: https://www.yeelight.com/de
Sebastian Puffpaff: https://pufpaff.de/

Yeelight Candela: Diese Kerze steht unter Strom

Manchmal darf man in einer Partnerschaft auch unterschiedlicher Meinung sein. Nein, ich meine jetzt nicht Henning, sondern meine Frau. Als ich ihr von der Stromkerze erzählt, sagte sie nur „aha“ und zog ganz leicht eine Augenbraue hoch. Als ich ihr das Ding dann zeigte, kam nur ein gespieltes „Oh, wie schön“ aus ihrem Mund. In einer Tonart, die ganz klar das Gegenteil meint. Was soll ich sagen: In diesem Fall ist mir das egal, ich mag die Candela. Aber vielleicht sollte ich die Geschichte mal von Anfang an erzählen.

Henning ist der Lichtmeister. Als er in der Campermen-Folge 39 das schöne Tischfeuer von Höfats vorgestellt hat, war ich zwar nicht neidisch, aber ich wollte auch ein neues Licht für den Camper haben. Ich habe keine Lust, immer ein Brennmittel dabei zu haben. Ich sollte wohl eher sagen: noch ein Brennmittel. Ich habe Gasflaschen an Bord, dann noch Holzkohle und schließlich auch noch Petroleum für eine alte Leuchte. Ich möchte eine Lampe mit Strom. Oder besser, eine Kerze, die ich aufladen kann und nicht anzünden muss. Gefunden habe ich die Candela von Yeelight. Im Prinzip handelt es sich um ein LED-Licht mit Akku. Allerdings ist das Licht so sanft, als würde eine Kerze brennen.

© Gerd Blank

Bei der Candela handelt es sich um einen Zylinder aus Metall und Kunststoff. Im schweren Sockel befindet sich der Akku, da drauf sitzt die Lampe in einem Metallgitter, darüber steckt eine durchsichtige Röhre. Die sieht zwar aus, als wäre sie aus Glas, leider handelt es sich lediglich um schnödes Plastik. Der Vorteil ist sicher das geringe Gewicht und das Mehr an Robustheit. Aber insgesamt verströmt die Lampe so viel Sinnlichkeit wie ein medizinisches Instrument. Jedenfalls solange sie ausgeschaltet ist. Am Boden der Lampe befindet sich der On-Schalter. Und dann ist sie plötzlich da, die Kuschelstimmung. Naja, in meinem Haushalt ist das eine Einzelmeinung.

Die Candela hat sogar einen Dimmer: Wird der Plastikkolben gedreht, verändert sich die Lichtstärke. Und wenn dieser erst in eine Richtung und dann ganz kurz in die andere Richtung gedreht wird, beginnt die Lampe leicht an zu flackern, eben wie eine Kerze – nur nicht so natürlich, sondern fast rhythmisch. Ich mag die Lampe, vielleicht auch deshalb, weil sie smart ist. Intelligente Technik gehört schließlich zu meinem Job – und ich freue mich immer, wenn sie dabei nicht so wie ein Streber aussieht. Die Candela hat Bluetooth und es gibt eine App, mit der sie ferngesteuert werden kann. Also im Prinzip kann ich dann mit der App genau das machen, was ich auch per Hand mache: das Licht dimmen. Um das zu machen, muss ich die App starten, eine Bluetooth-Verbindung muss bestehen und schon kann es losgehen. Nun ja, ich habe es einmal probiert und dann die App wieder deinstalliert. Irgendwie macht diese Funktion bei einer Lampe wenig Sinn, wenn diese gleich neben einem stehen soll. Ein Wohnmobil ist halt nicht so groß.

Hätte ich bis zu 30.000 dieser Lampen, sähe die Sache sicher anders aus. Denn das ist die Anzahl der Candelas, die laut Yeelight miteinander per App synchronisiert werden können. Ich stelle mir gerade vor, wie ich diese Lampen erst einmal platziere, dann den Strom anschalte und so eine Lampe nach der anderen zum Leuchten bringe. Wenn ich für jede Lampe drei Sekunden benötige (ich kann ganz schön schnell sein, wenn ich will), würde ich insgesamt 24 Stunden brauchen, um alle 30.000 Lampen anzuschalten. Dumm nur, dass der Akku maximal 6 Stunden hält. Und wahrscheinlich hätte ich eh ein Platzproblem in meiner Wohnung, geschweige denn in meinem Camper.

Aber eine Lampe? Kein Problem, die passt. In meinem Arbeitszimmer darf sie stehen und leuchten, ohne dass meine Frau damit ein Problem hat. Und wenn ich mit ihr das nächste Mal mit dem Camper unterwegs bin, werde ich die Candela einfach Abends aus der Verpackung nehmen, auf den Tisch stellen und sie ein bisschen flackern lassen. Ich wette, sie wird das Licht auch genießen – und den klinischen Look ignorieren.

Mehr Infos
Preis: 60 Euro
Website von Yeelight: www.yeelight.de
Infos zur Lampe: Stimmungsleuchte Candela

#44: Mit Travis auf die Matte

Der Norden weckt den Abenteurer in Henning: Er stellt einen Campingplatz in Norwegen und denkt laut darüber nach, wie man mal so richtig Feuer machen kann. Gerd hat eine Isomatte von Klymit mitgebracht, die auch bei kühleren Temperaturen viel Komfort bietet. Nadine stellt „10 Songs“, das neue Album der den Britpop-Ikonen Travis vor. Und dann geht es noch um sauberes Wasser im Camper.

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Klymit: https://klymit.de
Travis: https://www.travisonline.com

Bequem liegen mit Klymit: Ab auf die Isomatte

Wer Campermen schon eine Weile folgt, weiß, dass ich ein Sitzenbleiber bin. Ich mag es bequem. Darum hatte ich hier schon mehrfach über passende Sitzgelegenheiten berichtet, zum Beispiel in der ersten Folge über eine Luftpolster-Couch oder in Folge 41 über den Outwell Grenada. Aber tatsächlich lege ich mich auch gerne mal einfach hin. Ihr wisst schon, alle Viere von mir strecken, chillen in der Horizontalen. Im Sommer brauche ich da nicht viel, da darf es auch gerne mal der Outdoor-Teppich sein, der eigentlich immer an Bord ist. Aber wenn es ein paar Grad kühler wird, sollte es schon aufgrund der Bodenkälte etwas wärmer sein. Ich will mir doch nicht meine Nieren verkühlen und eine Blasenentzündung bekommen. Ach ja, ich höre Henning schon „Mimimi“ sagen…

© Gerd Blank

In meinem Camping-Lager habe ich aus alten Zelter-Zeiten noch fantastische Iso-Matten liegen. Das Problem an Dingern: Die sind zwar bequem und warm, aber sie nehmen unglaublich viel Platz weg. Auf der Suche nach einer leichteren und kleineren Matte bin ich auf Klymit gestoßen. Mich hat aber nicht nur das Versprechen gelockt, dass diese Matten besonders leicht und bequem sein sollen, auch der Look hat mich sofort angesprochen. Bei Klymit gibt es Iso-Matten in unterschiedlichen Größen und für verschiedene Zwecke. Und sie haben oft einen sehr ungewöhnlichen Shape. Schaut Euch mal die Website an, ihr werden staunen, was es gibt und was überhaupt möglich ist. Die meisten Matten sind für mich allerdings einen Tick zu klein. Mit meinen 193 cm ragen entweder Füße oder der Kopf hinaus. Darum habe ich mich für die Static V Luxe entschieden, die genau meiner Größe entspricht. Zusätzlich ist sie isoliert, wodurch auch ein kalter Boden nicht sonderlich stört.

Mit jedem Atemzug wird’s geiler

Das Packmaß der nicht einmal 1000 g leichten Matte ist winzig. Zusammengerollt und im Beutel verpackt nimmt die Matte im Wagen weniger Platz ein als einer meiner Red-Wing-Boots (ja, auch meine Füße sind groß). Beim Auspacken war ich erst ein wenig überrascht, wenn nicht sogar leicht enttäuscht. Ich dachte, dass die Oberfläche der Matte weicher wäre. Stattdessen fühlt sich die Static V erst einmal an wie eine ganz normale Luftmatratze. Doch sobald ich mit ein paar tiefen Atemzügen Luft in die Matratze blies und sie immer weiter füllte, war ich – Puster um Puster – immer begeisterter.

Das Ventil ist nicht perfekt für das Aufpusten per Mund geeignet, denn es ist dafür eigentlich zu groß. Aber zum Glück ist es ein Klapp-Ventil: In der richtigen Stellung bleibt die Luft in der Matte, selbst wenn der nächste Puster nicht perfekt sitzt. Ist genug Luft drin, wird noch ein kleiner Deckel festgeklickt. Dadurch kann man auch nicht versehentlich das Ventil öffnen. Das von Klymit patentierte Luftkammerdesign in V-Form ist zwar erst einmal ungewöhnlich, aber als ich mich auf die Matte gelegt habe, hat sich mir das Konzept sofort erschlossen. Ganz gleich, in welcher Position ich liege ,es ist immer bequem. Normalerweise schlafe ich auf der Seite. Das führt dazu, dass ich nach einer Nacht auf einer dünnen Matten fast immer an irgendeiner Stelle des Körpers ein spürbares Zipperlein habe. Nicht so bei der Klymit: Die Luftwaben gaben mir immer perfekten Halt.

Kalt? Nee, cool!

Aber auch, wenn die Matte eigentlich zum Schlafen da ist und Zelter, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind, sich kaum besser betten können, als auf dieser Matte – für mich ist es eher eine Chill-Unterlage. Ich möchte das Teil an den Strand oder in den Wald nehmen. Kopfhörer auf, den Blick in die Wolken – und schon bin ich glücklich. Die Static V erlaubt mir das nun auch bei niedrigen Temperaturen. Klymit nennt das Klymalite Synthetic Insulation. Gemeint ist, dass die sehr leichte, komprimierbare und hochmoderne synthetische Isolierung den Wärmeaustausch zwischen der Liegeseite und der Bodenseite stark verlangsamt und für ein gute Isolation sorgt. 

© Gerd Blank

Aber nicht nur ich mag es bequem. Wie heißt es so schön: Wie der Herr, so’s Geschirr. Mein Hund, der eigentliche Chef in meinem Haushalt, braucht ebenfalls einen Chill-Platz. Klymit hat dafür das Hundebett Moon Dog im Angebot. Das gibt es in zwei Größen, für meinen Hund reicht die kleine Variante, auch wenn er sich manchmal wie ein übergroßer Macker benimmt. Das Bett bestett aus zwei Teilen: Eine halbrunde Isomatte mit verschiedenen Luftkammern. Die Kante ist ein bisschen dicker als der Innenbereich, damit Hunde sich dort fast wie in eine kleine Vertiefung hineinlegen können. Dazu gibt es einen Polyester-Bezug mit weicher Fleece-Oberfläche. Die aufgepumpte Matte wird einfach hineingeschoben – fertig ist das mobile Hundebett. Was soll ich sagen: Kaum lag das Teil im Park auf dem Rasen, ist mein Hund sofort auf seinen Platz gegangen – und hat sich dort mit einem zufriedenen Grunzgeräusch hingelegt. Passt.

Das Hundebett wiegt gerade einmal ein halbes Kilo, zusammengepackt ist es im Beutel ziemlich klein und passt locker in die Ausflugstasche oder in den Wanderrucksack. Auch wenn man Abends ins Restaurant geht und dem Hund „seinen“ Platz einrichten möchte, bietet sich die kleine Hundematte an. Sie ist mit wenigen Atemzügen aufgepustet und der Hund hat es dann bequem. Die Luftkammern sind groß genug, dass Bodenkälte eine ganze Weile keine Rolle spielt. Und das Material ist sehr robust: Die Oberfläche kann abgespült und der Bezug gewaschen werden. Ich hätte mir allerdings eine größere Farbauswahl gewünscht, der graue Fleece-Bezug ist zwar praktisch, aber nicht sonderlich attraktiv.

Königsplatz für den Pascha. © Gerd Blank

Kommen wir zum nicht ganz so angenehmen Teil: Klymit möchte für die Matte 175 Euro haben. Das ist sie sicher auch wert – aber wenn ich ehrlich bin, ist die Static für meine Zwecke qualitativ überdimensioniert. Sie ist für mich eher eine luxuriöse Pausenmatte, die sicher die meiste Zeit nur unbenutzt mitfährt – und dafür wäre mir der Spaß deutlich zu teuer. Allerdings möchte ich im nächsten Jahr mal wieder mit leichtem Gepäck zelten gehen. Vielleicht die Elbe mit dem Fahrrad entlang, immer in Richtung Süd-Osten. Übernachten möchte ich dann auf kleinen Zeltplätzen – ganz bequem auf der Matte von Klymit.

Auch das Hundebett ist kein Schnapper, 75 Euro kostet die Iso-Matte im Doggystyle. Aber ich habe da schon ganz andere Summen für den Streuner bezahlt – ich muss nur das ganze Spielzeug zusammenrechnen, dass der Kerl verloren oder zerstört hat. Wahrscheinlich werde ich das Hundebett häufiger nutzen, als die große Isomatte. Und dann passt das auch mit dem Preis.

Weitere Infos zum Unternehmen und den Produkten
Klymit-Website: https://klymit.de
Iso-Matte: INSULATED STATIC V LUXE
Hundbetts: MOON DOG S/M

#43: Camping im Hüttenpalast und Dachzelte galore​

In dieser Folge geht es nach Berlin, genauer: in den Hüttenpalast. Dort stehen in großen Hallen mehrere Wohnwagen als cooler Alternative zu einem normalen Hotelzimmer. Henning hat sich diesen ganz besonderen Indoor-Campingplatz angeschaut und macht schon beim Erzählen Lust auf einen Abstecher in die Hauptstadt. Gerd kümmert sich aber erst einmal um die Wäsche: Was macht man, wenn das letzte T-Shirt nicht mehr tragbar ist, der Camping-Trip aber noch ein paar Tage dauert? Richtig, man muss waschen. Mit dem Scrubba Wash Bag soll das ganz einfach und nachhaltig funktionieren. Ob dem wirklich so ist, erfahrt Ihr im Podcast. Und dann geht es noch einmal hoch hinaus: Henning und Gerd erzählen, worauf man bei Kauf und Nutzung von einem Dachzelt achten sollte. All das und noch mehr in Folge 43 von Campermen. Viel Spaß!

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Hüttenpalast: https://huettenpalast.de
Scrubba Wash Bag: https://thescrubba.com

Scrubba Wash Bag: Wenn Dreck auf den Sack geht

Wer wie ich viel draussen unterwegs ist, wird das kennen: Man versucht möglichst wenig Klamotten mitzunehmen. Und wenn dann der Kaffee am Morgen durch zitternde Hände zum Teil auf dem Shirt landet, ist Holland in Not. Entweder man läuft wie ein menschliches Erdferkel rum – oder man wäscht das Shirt. Ich entscheide mich meistens für die Sauberkeit und bisher lief das dann bei mir so: Eimer mit Wasser füllen, Waschmittel rein, T-Shirt darin einweichen, durchkneten, ausspülen, auswringen, aufhängen. Das Resultat ist meistens in Ordnung, nur meine Hände sind dann so schrumpelig wie nach zu langem Baden.

© Gerd Blank

Der Waschsack von Scrubba verspricht, dass das Wäschewaschen eine echt saubere Sache ist. Der Beutel ist im Prinzip nichts anderes als ein Trockenbeutel, der auch gerne beim Wassersport mitgenommen wird. Das Material fühlt sich so an, als wäre eine Ikea-Tasche zu einem Beutel verschweißt worden. An der vorderen Seite befindet sich ein Sichtfenster, damit man ide Wäsche beim Spülvorgang schön im Auge behalten kann. Das kenne ich von Zuhause, wenn in der großen Maschine der Schleudergang beginnt. Da habe ich gerne zugeschaut – allerdings war ich da acht Jahre alt.

In den Beutel geht trotz der Größe relativ wenig Wäsche rein, der Hersteller spricht von zwei Shirts, zwei Unterhosen und zwei Paar Socken pro Wachgang. Ist die Wäsche drin, wird der Beutel bis zur Markierung mit Wasser gefüllt und Waschmittel hinzugefügt. Schließlich muss die Öffnung zusammengerollt und verschlossen werden. Am Beutel befindet sich ein kleines Ventil, worüber zum Schluss die Luft abgelassen wird. Jetzt darf gerieben werden, immer schön pressen, drücken und dabei die Wäsche an dem innen angebrachten Gummi-Waschbrett drücken. 30 Sekunden sollen genügen, für einen Waschgang, der einer richtigen Waschmaschine entspricht, sollten es allerdings drei Minuten sein. Beutel öffnen, Wasser ablassen und Wäsche spülen und auswringen – im Prinzip ähnelt der Rest dem Waschen per Hand im Eimer.

© Gerd Blank

Der Waschsack ist eigentlich eine gute Idee: Wer seine Klamotten schnell reinigen möchte, kann dies damit tun. Allerdings ist das Fassungsvermögen zu klein und so richtig viel Wasser wird damit auch nicht gespart. Mehr noch: Wenn ich direkt am Wohnmobil wasche, muss ich nicht nur das Seifenwasser loswerden, sondern auch meine Wasservorräte für die Spülung nutzen. Also sollte ich mit dem Beutel zum Waschhaus gehen, sofern der Platz so etwas überhaupt bietet. Aber auch das ist noch zu verschmerzen, denn mit dem Eimer habe ich das selbe Problem. Mich stört vor allem der Preis: etwa 50 Euro kostet der Beutel, der am Ende des Tages nichts anderes als ein Beutel ist. Der einzige Vorteil gegenüber einem Trockenbeutel ist das dünnere Material, wodurch die Wäsche besser geknetet werden kann. Allerdings macht dies den Beutel auch empfindlicher. Für 20 Euro wäre der Scrubba Wash Bag sicher ein Empfehlung gewesen, denn auch während der Fahrt kann man so ganz bequem ein paar Teile einweichen lassen und danach schrubben. Aber 50 Euro? Müsste ich mich entscheiden, würde ich dann lieber einen Tag mit einem Kaffeefleck auf dem Shirt herumlaufen – oder mir einfach ein neues Shirt kaufen und das dreckige dann zuhause waschen.

Aber ein Blick auf die Seite lohnt dennoch, denn es gibt auch Zubehör für den Beutel, der das Waschen noch einfacher machen soll. Und natürlich habe ich leicht reden, denn ich mit mit einem voll ausgestattetem Wohnmobil unterwegs. Wer dagegen mit dem Fahrrad auf Tour ist und ab und zu ein paar Wäschstücke reinigen will, freut sich vielleicht über den sauberen Begleiter. Wie dem auch sei: Mehr Infos gibt es unter: https://thescrubba.com/

Palumpa-Land: Cooles Camp und Drinks am Strand

Okay, ich gebe es zu: Den Platz habe ich vor allem aufgrund des Namens genauer angeschaut. Es ist ein Fantasiewort – und genau deshalb passt es auch so gut. Denn irgendwie ist der kleine Campingplatz in Thüringen auch ein Land der Fantasie. Perfekt an einen kleinem Stausee gelegen bietet das Palumpa-Land alles, was das Camperherz begehrt – Sandstrand inklusive. Mehr noch: Wer sich ein paar schöne Stunden mit Blick auf See und Wälder machen möchte, kann sich den großen Chill mit leckeren Drinks und Snacks aus dem Bulli-Imbiss versüßen. Der See hat eine kleine Badeinsel, Boote kann man auch mieten.

© Naturcamping Zwei Seen

Natürlich ist der See ein Highlight des Platzes – aber längst nicht das einzige. Es gibt ein Beachvolleyball-Feld, coole Klettergerüste für Kids, eine große Zeltwiese und 50 Stellplätze für Camper. Wer weder Zelt noch Wagen hat, findet für sich und Mitreisenden sehr schöne Unterkünfte in einem Holzhaus, im Ferienhaus, im Penthaus oder in den Häuschen mit den hübschen Namen „Morgensonne“, „Mittagssonne“ und Abendsonne“. Der Campingplatz liegt direkt am geografischen Mittelpunkt Deutschlands und ist vielleicht auch deshalb auch ein Anlaufpunkt für Familientreffen, Vereinstreffen und Freundestreffen. Für diese Gruppen gibt es ein separates Areal, so dass man in familiärer Atmosphäre unter sich bleiben kann.

Der Campingplatz Palumpa-Land liegt am Nationalpark Hainich, der zum Wandern und Entdecken einlädt und neben dem, über die Grenzen hinaus bekannten, Baumkronenpfad viele Veranstaltungen bietet. Die historische Stadt Mühlhausen liegt acht Kilometer entfernt und ist ein ideales Ausflugsziel. Sie bietet mit einer erhaltenen begehbaren Stadtmauer, zwölf Kirchen, zwei Kapellen, einer Synagoge und einer traumhaft schönen Altstadt viel zu sehen und zu erleben. Was soll ich sagen: Ich bin begeistert. Idylle, Natur, Strandvergnügen und alte Städte in der Nähe. Wenn ich mir meinen Wunsch-Campingplatz schnitzen könnte, würde er dem Palumpa-Land wahrscheinlich sehr ähnlich sehen. Und das ist keine Fantasie.

Mehr Infos zu Preisen und Buchungsmöglichkeiten gibt es auf der Webseite unter www.palumpa-land.de.