Henning und Gerd planen den Camping-Trip nach Ontario
Für viele Camper ist Kanada ein großer Traum. Unendliche Weite, wilde Natur, tolle Menschen: Es gibt hunderte gute Gründe, nach Kanada zu reisen. Für Henning und Gerd wird dieser Traum demnächst Realität. Sie fahren nach Ontario und erkunden dort im Wohnmobil den Osten Kanadas. Der Start ist in Toronto, es geht zu den Seen, in Naturparks und natürlich zu den Niagara-Fällen. Reisezeit ist Herbst, was bei der Vorbeireitung und Klamottenwahl eine große Rolle spielt.
In der Folge unterhalten sich Henning und Gerd darüber, was denn überhaupt eingepackt wird, worauf sie sich besonders freuen und wie die Reiseroute im Detail aussieht. Doch wenn sich zwei Leute, die noch nie mit dem Camper in Kanada waren, einen Plan machen sollten sie sich Experten-Hilfe holen. Wir sprechen mit Nicole Hermann von Canusa. Sie ist dort Zuständig für Wohnmobil-Reisen in Kanada – und kann daher eine Menge zum Thema erzählen. Es gibt nicht nur Tipps für die beste Route, sondern auch kulinarische Vorschläge und Ideen, was noch unbedingt in die Reisetasche muss.
Ende September geht die Reise los, die Campermen werden von unterwegs berichten, zum Beispiel auf Instagram unter thecampermen.
Transparenzhinweis: Destination Ontario und CANUSA unterstützen uns bei dieser Reise. CANUSA hat für uns ein Wohnmobil von Cruise Canada organisiert. Auf unsere redaktionelle Berichterstattung und Bewertung hat die Unterstützung keinen Einfluss.
Im vergangenen Jahr standen Henning und ich mit einem Camper an der australischen Ostküste. Dieses Jahr wird es etwas kühler. Es geht nach Ontario in den Osten Kanadas.
In diesem Text erfahrt ihr alles, was ihr für die Vorbereitung einer Camping-Reise durch Ontario wissen müsst:
Warum sich Ontario gerade im Herbst besonders gut für einen Roadtrip eignet.
Welche Dokumente und Versicherungen ihr vor der Abreise braucht.
Worauf ihr beim Fahren mit einem Leih-Camper in Kanada achten solltet.
Welche Kleidung, SIM-Karte und Zahlungsmittel unterwegs sinnvoll sind.
Was Campingplätze, Sprit und Verpflegung kosten und welche Rolle Bären, Elche und das Wetter spielen.
Am 30. September fliegen wir nach Toronto. Dort übernehmen wir ein Wohnmobil von Cruise Canada und machen uns auf den Weg durch Ontario. Unterstützt werden wir bei der Reise von Destination Ontario und CANUSA. CANUSA hat nicht nur unser Wohnmobil organisiert, sondern mit seinen Touren ab Toronto auch einen Teil der Inspiration für unsere Reise geliefert.
Dass wir nach Australien noch einmal eine größere Reise mit dem Camper machen wollten, stand ziemlich schnell fest. Die schwierigere Frage war: wohin? Kanada lag weit oben auf unserer Liste. Und wenn man an Kanada und Camping denkt, landet man gedanklich schnell bei British Columbia, den Rocky Mountains und Vancouver. Wir fahren in die andere Richtung.
Warum ausgerechnet Ontario?
Ontario hat ein ziemlich überzeugendes Argument für Kanada-Einsteiger: Vieles von dem, was man sich unter Kanada vorstellt, liegt hier erstaunlich nah beieinander. Natürlich nur nach kanadischen Maßstäben. Da ist Toronto als große, internationale Stadt. Ottawa als Hauptstadt. Die Niagarafälle. Die Thousand Islands im St.-Lorenz-Strom. Dazu Seen, Wälder, kleine Orte und Provincial Parks. Vor allem der Algonquin Provincial Park steht ziemlich weit oben auf unserer Liste. Ontario ist allerdings riesig. Einfach loszufahren und zu hoffen, unterwegs schon alles zu sehen, wäre deshalb eine eher schlechte Idee. Wir wollen gar nicht versuchen, möglichst viele Kilometer abzureißen. Lieber weniger Orte, dafür etwas länger bleiben.
Australien hat uns noch einmal gezeigt, dass eine Reise nicht automatisch besser wird, nur weil am Ende möglichst viele Pins auf Google Maps stecken. Und dann ist da noch der Zeitpunkt. Der könnte für Ontario ziemlich gut sein.
Wir fahren dem Herbst entgegen
Der 30. September ist kein zufällig gewählter Abflugtermin. Wir hoffen auf den kanadischen Herbst. Also auf rote, orangefarbene und gelbe Wälder, kühle Abende und diese Landschaften, die auf Fotos meistens so aussehen, als hätte jemand bei der Farbsättigung ein bisschen übertrieben. Im Algonquin Provincial Park beginnt die Herbstfärbung normalerweise im September und reicht bis in den Oktober. Wann die Farben tatsächlich ihren Höhepunkt erreichen, lässt sich allerdings nicht Monate vorher buchen. Temperaturen, Regen und Wind haben dabei ein gewisses Mitspracherecht.
Ontario Parks veröffentlicht während der Saison deshalb einen Fall Colour Report. Dort lässt sich verfolgen, wie weit die Färbung in den einzelnen Parks fortgeschritten ist. Den werden wir kurz vor der Abreise vermutlich häufiger aufrufen als unseren Kontostand. Denn der Herbst beginnt nicht überall gleichzeitig. Im Norden färben sich die Wälder früher, im Süden später. Mit etwas Glück können wir unsere Route ein wenig daran anpassen.
Auf interaktiven Karten sieht man den Stand der Blattfärbung
Ende September und Anfang Oktober hat für uns noch einen anderen Reiz. Der Sommer ist vorbei, die große Hitze ebenfalls und auch die Zahl der Insekten nimmt ab. Das heißt allerdings nicht, dass wir Ontario für uns allein haben. Gerade die bekannten Parks können während der Herbstfärbung ziemlich voll werden. Gleichzeitig fahren einige Campingplätze und Einrichtungen nach dem Sommer ihren Betrieb bereits herunter. Herbst bedeutet also nicht automatisch Nebensaison. Es bedeutet vor allem: besser vorher nachsehen.
Aber wie bereitet man so eine Reise eigentlich vor?
Genau hier beginnt für mich einer der spannendsten Teile einer größeren Reise. Man kennt das Land nicht, kennt die Regeln nicht und weiß nicht, wie der Mobilfunk funktioniert. Man fragt sich, ob der deutsche Führerschein reicht, welche Versicherung man braucht und ob nachts plötzlich ein Bär am Wohnmobil klopft. Also googelt man. Und ungefähr zwei Stunden später weiß man, dass irgendein Mensch 2017 mit seinem deutschen Führerschein problemlos durch Kanada gefahren ist. Das ist schön für ihn. Für unsere Reise hilft es nur bedingt.
Wir versuchen deshalb, bei wichtigen Fragen möglichst direkt an die Quelle zu gehen. Einreisebestimmungen bei der kanadischen Regierung. Verkehrsregeln bei der Provinz Ontario. Informationen zu den Parks bei Ontario Parks. Dazu kommen das Auswärtige Amt, Destination Ontario sowie die Unterlagen von CANUSA und Cruise Canada. Das klingt weniger romantisch als ein Roadtrip. Ist aber erheblich sinnvoller.
Visum? Fast
Für eine touristische Reise benötigen deutsche Staatsangehörige normalerweise kein klassisches Visum für Kanada. Wer mit dem Flugzeug einreist, braucht allerdings eine elektronische Reisegenehmigung, die sogenannte eTA. Sie wird online bei der kanadischen Regierung beantragt und elektronisch mit dem Reisepass verknüpft. Wichtig: Dafür am besten direkt die offizielle Website benutzen. Im Netz gibt es diverse Vermittler, die denselben Antrag gegen deutlich höhere Gebühren übernehmen. Wir kümmern uns darum lieber rechtzeitig. Der Flughafen ist ein schlechter Ort, um sich erstmals Gedanken über Einreisebestimmungen zu machen.
Gesundheit und Auslandskrankenversicherung
Kanada ist keine Fernreise, für die man vorsorglich eine Sammlung exotischer Impfungen benötigt. Trotzdem gehört der Blick in den Impfpass zur Vorbereitung. Die üblichen Standardimpfungen sollten aktuell sein. Wer gesundheitliche Besonderheiten hat oder spezielle Aktivitäten plant, klärt Details besser vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt. Wichtiger ist für uns die Auslandskrankenversicherung. Wir achten darauf, dass sie nicht nur Behandlungen übernimmt, sondern gegebenenfalls auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport. Das ist eine dieser Versicherungen, bei denen ich sehr gerne jahrelang Beiträge zahle, ohne jemals herauszufinden, ob sie wirklich gut ist.
Reicht unser deutscher Führerschein?
Für eine normale Urlaubsreise in Ontario reicht grundsätzlich der gültige deutsche Führerschein. Wir werden trotzdem einen Internationalen Führerschein mitnehmen. Nicht weil wir ihn zwingend brauchen. Sondern weil ein zusätzliches Dokument im Handschuhfach wenig Platz benötigt und im Zweifelsfall Diskussionen darüber erspart, welche deutsche Führerscheinklasse nun genau was bedeutet. Bei einem Miet-Wohnmobil zählt ohnehin nicht nur das Verkehrsrecht. Entscheidend sind zusätzlich die Bedingungen des Vermieters. Die schauen wir uns vorher lieber einmal zu oft an.
Autofahren dürfte erstaunlich normal sein
Nach unserem Australien-Trip gibt es eine gute Nachricht: In Kanada fährt man rechts. Wir müssen morgens also nicht erneut überlegen, auf welcher Straßenseite wir eigentlich sein sollten. Geschwindigkeiten und Entfernungen werden in Kilometern angegeben. Das macht die Umstellung ebenfalls überschaubar. Ein paar Regeln sollte man trotzdem kennen. Besonders ernst nehmen die Kanadier ihre Schulbusse. Hält ein Bus mit blinkenden roten Warnleuchten und ausgeklapptem Stoppschild, müssen andere Fahrzeuge je nach Straßensituation ebenfalls anhalten. Und dann gibt es Verkehrsschilder, die einem in Deutschland eher selten begegnen. Elch.
Bären, Elche und andere Mitbewohner
Die Frage kommt bei einer Kanada-Reise ziemlich schnell. Was ist mit Bären? In Ontario leben Schwarzbären. Wer dort campt, sollte deshalb ein paar einfache Regeln beachten. Essen, Müll und andere stark riechende Dinge lässt man nicht draußen herumliegen. Tiere werden weder gefüttert noch angelockt, und bei einer Begegnung hält man Abstand. Das klingt zunächst etwas dramatisch. Für uns als Wohnmobilreisende dürfte im Alltag aber ein anderes Wildtier gefährlicher sein: eines, das plötzlich auf der Straße steht. In Ontario warnen zahlreiche Schilder vor Elchen, Hirschen und anderen großen Tieren. Besonders in der Dämmerung und nachts sollte man entsprechend aufmerksam fahren. Lange Etappen wollen wir deshalb möglichst bei Tageslicht zurücklegen. Mit einem nordamerikanischen Wohnmobil ist das ohnehin keine schlechte Idee.
Ist Ontario gefährlich?
Nicht in dem Sinne, in dem man diese Frage vor einer Reise normalerweise stellt. Wir fahren nicht in ein gefährliches Land. Aber wir fahren in Regionen, in denen Natur eine andere Dimension haben kann als bei uns. Ein Park wie Algonquin ist keine hübsch angelegte Grünfläche mit Café am Ausgang. Man kann dort ziemlich schnell ziemlich weit von Dingen entfernt sein, die im Alltag selbstverständlich sind. Dazu gehört auch Mobilfunkempfang. Deshalb laden wir Karten für wichtige Regionen vorher auf unsere Smartphones. Adressen, Reservierungen und andere Unterlagen speichern wir ebenfalls offline. Ein Smartphone ist schließlich nur dann ein ziemlich guter Reiseführer, wenn es noch irgendetwas weiß.
Welche SIM oder eSIM nehmen wir?
Damit sind wir bei einer Frage, über die man überraschend lange recherchieren kann. Kanada ist beim Mobilfunk nicht gerade als Billigparadies bekannt. Je nach deutschem Vertrag kann Roaming teuer werden. Deshalb schauen wir uns für die Reise lokale Prepaid-Angebote und eSIMs an. Interessant sind beispielsweise Anbieter wie Public Mobile oder Lucky Mobile. Wer eine eSIM nutzt, kann den Tarif häufig schon vor oder direkt nach der Ankunft aktivieren. Physische SIM-Karten bekommt man in Kanada unter anderem in Mobilfunkläden, Elektronikmärkten und verschiedenen Supermärkten oder Drogerien. Welche Lösung für uns am günstigsten ist, entscheiden wir kurz vor der Reise. Mobilfunktarife haben ungefähr die Halbwertzeit eines günstigen Flugangebots. Wer über einen Reiseveranstalter bucht, sollte außerdem vorher in seine Unterlagen schauen. Bei einzelnen Angeboten sind bereits Datenpakete oder eSIMs enthalten. Und egal, welchen Tarif wir nehmen: Wo kein Netz ist, hilft auch die beste SIM nichts. Offlinekarten bleiben also auf der Liste.
Was packt man für Ontario im Oktober ein?
Vermutlich zu viel. Das ist zumindest unsere bewährte Methode. Ende September und Anfang Oktober kann das Wetter in Ontario ziemlich unterschiedlich ausfallen. In Toronto können die Tage noch angenehm mild sein. Weiter nördlich und vor allem nachts wird es deutlich kühler. In manchen Regionen sind Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich. Deshalb packen wir nach dem Zwiebelprinzip. T-Shirts kommen mit, darüber Pullover oder Fleece. Dazu eine wärmere Jacke und eine wasserdichte Außenschicht. Feste Schuhe sowieso. Mütze und dünne Handschuhe werden ebenfalls im Gepäck landen. Vielleicht liegen sie anschließend zwei Wochen unbenutzt im Schrank des Wohnmobils. Dann haben sie ihren Zweck erfüllt. Außerdem kommen Regenkleidung, Tagesrucksack, Trinkflasche, Stirnlampe, Powerbank und Sonnenbrille mit. Die Sonnenbrille direkt neben der Mütze. Das beschreibt unsere Reisezeit vermutlich ganz gut.
Was kostet Ontario?
Kanada ist kein ausgesprochen günstiges Reiseland. Beim Wohnmobil wird vor allem die Tankstelle interessant. Benzin ist in Kanada häufig günstiger als in Deutschland. Ein großes nordamerikanisches Wohnmobil verbraucht dafür allerdings auch erheblich mehr als ein Pkw. Wer täglich Hunderte Kilometer fährt, wird das merken. Genau deshalb wollen wir unsere Route nicht mit zu vielen langen Etappen vollpacken. Auch Campingplätze und Lebensmittel sollte man realistisch ins Budget einrechnen. Dazu kommt eine Besonderheit, die man aus Deutschland nicht gewohnt ist: Bei vielen Preisen wird die Steuer erst an der Kasse hinzugerechnet. In Ontario beträgt die HST 13 Prozent. Im Restaurant kommt normalerweise noch Trinkgeld dazu. Kurz gesagt: Wir planen lieber etwas mehr Reisebudget ein. Übrig gebliebenes Geld hat bislang noch keinen unserer Urlaube ruiniert.
Wie bezahlen wir?
Vor allem mit Karte. Visa und Mastercard sind in Kanada weit verbreitet. Trotzdem werden wir etwas Bargeld dabeihaben. Nicht viel, aber genug für kleinere Ausgaben oder den Fall, dass eine Karte plötzlich doch nicht funktioniert. Vor der Reise lohnt sich außerdem ein Blick auf die Gebühren der eigenen Kreditkarte. Gerade Zahlungen und Bargeldabhebungen in Fremdwährung können je nach Anbieter zusätzliche Kosten verursachen. Beim Wohnmobil kommt noch ein Punkt hinzu: Für die Kaution wird häufig eine Kreditkarte benötigt. Deshalb prüfen wir vorher nicht nur, welche Karte akzeptiert wird, sondern auch, ob der Kreditrahmen ausreicht.
Welche Versicherung brauchen wir für den Camper?
Hier lohnt sich Lesen. Und zwar leider nicht nur dieser Artikel. Bei einem Miet-Wohnmobil sollte man genau prüfen, wie hoch die Haftpflichtdeckung ist, welche Selbstbeteiligung gilt und welche Schäden ausgeschlossen sind. Gerade Glas, Reifen, Dach und Unterboden können je nach Vertrag gesondert behandelt werden. Bei unserer Reise schauen wir deshalb nicht nur darauf, welche Versicherungen CANUSA grundsätzlich anbietet. Sondern darauf, was bei unserem konkreten Fahrzeug tatsächlich abgedeckt ist.
Was wir bis zum 30. September noch erledigen müssen
Die Liste ist inzwischen erstaunlich überschaubar. eTA beantragen. Führerscheine kontrollieren. Versicherungen prüfen. Mobilfunk auswählen. Offlinekarten herunterladen. Wetter und Fall Colour Report beobachten. Campingplätze auswählen und nachsehen, wie lange sie im Herbst geöffnet sind. Und irgendwann müssen wir tatsächlich noch packen. Mehr möchten wir gar nicht komplett festlegen. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus unserer Australienreise. Gute Vorbereitung hilft. Aber eine Reise wird nicht automatisch besser, wenn man jede Stunde vorher organisiert. Ein Wohnmobil ist schließlich auch deshalb ein ziemlich gutes Reisemittel, weil man Pläne ändern kann.
Genau darauf freuen wir uns in Ontario. Auf Toronto und die Niagarafälle. Auf Seen, Wälder und kleine Straßen. Auf Algonquin. Auf Abende am Wohnmobil, bei denen es vermutlich etwas früher kalt wird, als uns lieb ist. Und natürlich auf die Herbstfarben. Wenn alles klappt, kommen wir genau zu dem Zeitpunkt, an dem Ontario von Grün auf Rot, Gelb und Orange umschaltet. Am 30. September geht es los. Danach wissen wir, welche Teile dieser Vorbereitung wirklich wichtig waren. Und welche Sachen wir zwei Wochen lang völlig umsonst durch Kanada gefahren haben.
Checkliste: Ontario mit dem Leih-Camper
Einreise und Dokumente
Reisepass auf Gültigkeit prüfen
eTA über die offizielle Website der kanadischen Regierung beantragen
Deutschen Führerschein einpacken
Optional: Internationalen Führerschein mitnehmen
Flug-, Camper- und Campingplatzbuchungen offline speichern
Kopien wichtiger Dokumente getrennt aufbewahren
Versicherungen
Auslandskrankenversicherung prüfen
Rücktransport berücksichtigen
Versicherungsumfang des Wohnmobils kontrollieren
Haftpflichtdeckung und Selbstbeteiligung prüfen
Ausschlüsse für Glas, Reifen, Dach und Unterboden kontrollieren
Wohnmobil
Mietbedingungen von CANUSA und Cruise Canada lesen
Fahrzeughöhe und -breite notieren
Bedienung von Heizung, Wasser, Strom, Gas und Abwasser erklären lassen
Vorhandene Schäden bei der Übernahme fotografieren
Kraftstoffart prüfen
Rückgaberegeln für Tank, Gas, Abwasser und Reinigung klären
Notfallnummer des Vermieters speichern
Autofahren
Verkehrsregeln für Ontario ansehen
Regeln für Schulbusse kennen
Lange Strecken möglichst bei Tageslicht fahren
Auf Wildtiere achten
Bremsweg und Fahrzeuggröße berücksichtigen
Entfernungen nicht unterschätzen
Route und Campingplätze
Nicht zu viele Kilometer pro Tag planen
Saisonzeiten der Campingplätze kontrollieren
Beliebte Plätze rechtzeitig reservieren
Öffnungszeiten in Provincial Parks prüfen
Fall Colour Report beobachten
Wetterbericht im Blick behalten
Platz für spontane Änderungen lassen
Mobilfunk und Navigation
Kosten des deutschen Kanada-Roamings prüfen
Prepaid-SIM und eSIM vergleichen
Reiseunterlagen auf eventuell enthaltene Datenpakete prüfen
Offlinekarten herunterladen
Campingplätze, Tankstellen und wichtige Adressen speichern
Powerbank einpacken
Geld
Visa oder Mastercard mitnehmen
Fremdwährungsgebühren prüfen
Kreditkartenlimit kontrollieren
Etwas kanadisches Bargeld einplanen
Trinkgeld und zusätzliche Steuern berücksichtigen
Reserve fürs Reisebudget vorsehen
Kleidung
T-Shirts und Langarmshirts
Pullover oder Fleece
Wärmere Jacke
Wasserdichte Regenjacke
Regenhose
Feste Schuhe
Warme Socken
Mütze und dünne Handschuhe
Sonnenbrille
Camping und Outdoor
Tagesrucksack
Trinkflasche
Stirnlampe
Powerbank
Insektenschutz
Sonnencreme
Reiseapotheke
Lebensmittel und Müll im Bärengebiet sicher verstauen
Abstand zu Wildtieren halten
Die wichtigsten Anlaufstellen im Netz
Destination Ontario www.destinationontario.com Offizielle Tourismusseite mit Regionen, Sehenswürdigkeiten, Roadtrips und Reiseinformationen.
Bear Wise Schwarzbären in Ontario Hinweise zum Verhalten beim Campen und bei Begegnungen mit Bären.
Spritpreise Ontario Motor Fuel Prices Aktuelle Benzin- und Dieselpreise in verschiedenen Regionen Ontarios.
Mobilfunk Public Mobile Lucky Mobile Zwei Anbieter, deren Prepaid- und eSIM-Tarife wir vor der Abreise vergleichen werden.
Transparenzhinweis: Destination Ontario und CANUSA unterstützen uns bei dieser Reise. CANUSA hat für uns ein Wohnmobil von Cruise Canada organisiert. Auf unsere redaktionelle Berichterstattung und Bewertung hat die Unterstützung keinen Einfluss.
Stand der Reiseinformationen: August 2026. Einreisebestimmungen, Preise, Mobilfunktarife, Versicherungsbedingungen sowie Öffnungszeiten von Campingplätzen und Parks können sich ändern. Vor einer Reise sollten die aktuellen Angaben bei den jeweiligen offiziellen Stellen geprüft werden.
Erste Camping-Erfahrungen, echte Erlebnisse und künstliche Intelligenz und Tipps für die Kühlbox
Camping sieht von außen herrlich einfach aus: Sachen einpacken, losfahren und irgendwo dort anhalten, wo es schön ist. Ein Freund von Henning wollte genau das. Dann traf die Vorstellung von Freiheit auf die Wirklichkeit.
Im Interview erzählt er, warum der Einstieg ins Camping gar nicht so leicht war. Es geht um falsche Erwartungen, kleine Missgeschicke und Erfahrungen, auf die man gut hätte verzichten können. Aber eben auch um das Gefühl, unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und den Alltag für ein paar Tage hinter sich zu lassen. Denn wenn der erste Ärger verflogen ist, bleibt oft genau das übrig, weshalb man überhaupt losgefahren ist.
Als Produkt der Woche stellen wir die Roadie 15 von YETI vor. Die kompakte Kühlbox braucht weder Strom noch eine App, sondern nur Eis und etwas Muskelkraft. Sie fasst laut Hersteller 22 Dosen, ist ausgesprochen robust und kostet 200 Euro. Unsere Variante kommt in Pace Purple. Das kann man Lila nennen, klingt dann aber nicht ganz so schnell. Dafür sieht man sie auf dem Campingplatz garantiert wieder.
Zum Schluss wird es noch etwas verrückt. Gerd spricht mit Henning über den Burning Man und den ganzen Wahnsinn, der rund um das Festival in der Wüste entstanden ist. Außerdem war er auf der IFA und hat dort KI fürs Kinderzimmer entdeckt. Nun kann Technik vieles besser machen. Sie kann beim Lernen helfen, Geschichten erzählen oder Eltern Arbeit abnehmen. Bei dem, was Gerd auf der Messe gesehen hat, war seine Reaktion allerdings eindeutig: Das kann weg
Wir rechnen Camping-Kosten aus, stellen coole Gadgets vor uns fahren nach Belgien
In dieser Folge sprechen Nadine und Gerd darüber, was Camping eigentlich wirklich kostet. Also dann, wenn man aufhört, sich dieses schöne Lebensgefühl mit Zelt und Camper schön zu rechnen. Denn Camping ist alles andere als ein Billigurlaub. Klar, es geht immer noch günstig. Aber Kosten für Fahrzeug, Sprit und Platz summieren sich. Wir haben mal ausgerechnet, was so ein Urlaub kostet.
Okay, mit einigen der vorgestellten Produkte macht man nun wirklich kein Schnäppchen. aber andererseits: Wer immer zu billig kauft, kauft mehrfach. Gerd hat ein paar Produkte gefunden, die ihm auf seinen letzten Trips wirklich sehr geholfen haben oder seinen Urlaub sehr komfortabel gemacht haben. Sogar Nadine ist von dem einen oder anderem Gadget ganz angetan.
Vielleicht hätte sie davon sogar etwas mit nach Brügge genommen. Denn dort hat sie im letzten Urlaub den schönen Platz Memling gefunden, der ganz nah am Stadtzentrum liegt. In dieser Folge stellt sie den Platz vor – und erzählt obendrein, warum man unbedingt nach Brügge reisen sollte.
Von Messen und Events zu Roadtrips und großen Reisen
„Es ist irgendwie ein Familientreffen“, sagte Henning nach seiner Rückkehr vom Vanlife Ferropolis. Denn natürlich hat er in der „Stadt aus Eisen“, wie das fantastische Gelände des Van-Festivals auch genannt wird, viele alte Freunde und Bekannte getroffen. Im Podcast erzählt er von seinem Ausflug zum Vanlife-Festival des Landes. Er war übrigens nicht alleine unterwegs, aber das verrät er in dieser Episode.
Ganz alleine fährt er aber zum Caravan Salon in Düsseldorf. Gerd kann nicht mit, da er an einem Kundenprojekt arbeitet. Henning freut sich schon auf die weltweit größte Messe rund um das Trendthema Camping. Wer ihn dort treffen will: Schickt ihm einfach eine Nachricht per Instagram über unseren Kanal „thecampermen„.
Auch Gerd ist demnächst ein paar Tage alleine unterwegs. Er fährt mit einem Van der Firma Hobby nach Südtirol, um die Region zu erkunden. Das Programm wird gerade noch gestrickt, aber schon jetzt kann man sagen, dass es sich vor allem um Genuss, Natur und viel Bewegung drehen wird.
Und kurz danach fahren Henning und Gerd endlich wieder gemeinsam weg. Es geht Anfang Oktober nach Kanada. Wir stellen in der Episode den groben Plan vor, die genauen Details verraten wir dann in den kommenden Wochen. Und natürlich werden wir uns auch von dort melden. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns – zumindest akustisch – auf der Reise begleitet.
Der Sommer mag zwar langsam enden, aber für uns dreht er Camping-technisch noch einmal richtig auf. Sollet Ihr ein paar Tipps für die Trips haben, freuen wir uns, von Euch zu lesen!
Von Hamburg bis Paris: Sommerreise mit einem ganz besonderen Co-Piloten
In diesem Special ist zum ersten Mal ein ganz besonderer Gast mit im Studio: mein Sohn Flynn feiert sein Debüt bei den Campermen! Gemeinsam erzählen wir von unserer großen Sommerreise – und die begann gleich mit einer Premiere. Statt mit unserem treuen VW T5 „Bussi“ sind wir dieses Mal einen nagelneuen VW Grand California gefahren. Der Umstieg war am Anfang etwas ungewohnt, entpuppte sich dann aber als purer Luxus mit jeder Menge Fahrspaß. Da es hier den Rahmen sprengen würde, alles über den neuen XL-California zu berichten, habe ich für euch einen eigenen Beitrag in unserem Blog verfasst.
Die Route führte uns zunächst mit einem Zwischenstopp in Esneux (bei strömendem Regen) weiter nach Honfleur, einem malerischen Örtchen in der Normandie, und schließlich zum Mont Saint-Michel. Dort haben wir gleich zwei Tage verbracht, um das Kloster und die Umgebung auch abseits der Touristenströme in Ruhe erkunden zu können – das hat sich definitiv gelohnt.
Weiter ging es auf die Île de Noirmoutier, wo wir trotz der französischen Sommerferien im August noch einen Stellplatz ergattern konnten – kein Selbstläufer, wie sich herausstellte. Danach führte uns die Reise durch die vom Waldbrand verwüstete Gironde. Der Anblick war wirklich beängstigend und ging einher mit einem mulmigen Gefühl, so kurz nach der Katastrophe dort Urlaub zu machen. Bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz in Truc Vert am Cap Ferret wurden wir von den Betreibern aber beruhigt: Gerade jetzt sei der Umsatz durch Gäste wie uns wichtig, da während der Feuer vieles geschlossen bleiben musste.
Der krönende Abschluss der Reise – und für Flynn eindeutig das Highlight – war Paris: der Besuch des Eiffelturms und ein ganzer Tag in Disneyland Paris. Auch für die Erwachsenen ein echtes Erlebnis, wie die 31.000 Schritte am Ende des Tages eindrucksvoll belegten. Kleiner Tipp: Besorgt euch eine Eintrittskarte für beide Parks. Am nächsten Morgen ging es dann zurück Richtung Hamburg.
Eine Folge über neue Fahrzeuge, alte Lieblingsorte, ein Land im Ausnahmezustand und die Frage, was einen Urlaub für ein Kind wirklich unvergesslich macht.
Eine kurzfristige Planänderung machte aus der Radreise durch Fyn eine Tour mit Van und E-Bike. Was zunächst nach einer Notlösung klang, erwies sich ziemlich schnell als Glücksfall. Denn der Ford Nugget konnte nicht nur Fahrrad, Gepäck und Anhänger schlucken. Er passte auch erstaunlich gut zu dieser Reise.
Manche Produkte machen Camping bequemer. Andere halten nur den Hintern trocken oder sorgen morgens für Kaffee. Beides kann unterwegs ziemlich wichtig sein. Wir haben praktische Ausrüstung für Zelt und Van ausprobiert.
Ein Platz in Svendborg und dickes Polster auf der Bank
Gerd kann nicht genug davon bekommen, über Dänemark zu sprechen. Einer seiner Lieblingsplätze auf Fyn ist Svendborg Sund Camping. Das liegt nicht nur an der genialen Lage und am schönen Stellplatz, den er hatte. Es ist vor allem die Chefin des Platzes, die es ihm angetan hat. Maria da Silva ist bereits seit 27 Jahren das Mädchen für alles auf dem Campingplatz. Sie steht an der Rezeption, verkauft im Shop, macht den Platz schön und hält ihn sauber. Sie ist die gute Seele von Svendborg Sund Camping. Im Podcast erzählt Gerd, was man dort machen kann, außer Maria anhimmeln.
Nadine sitzt dagegen wie im 7. Himmel. Sie hat eine neue Couch, die man ganz praktisch zusammenklappen kann. Qeedo hat das gute Stück hergestellt und nennt es „Johnny Cozy„. Ein guter Name für das Schmuckstück. Nadine wollte auf jeden Fall gar nicht mehr aufstehen. Ihr Mann ebensowenig. Und das Kind wollte auch noch dazwischen. Kein Problem, denn die Couch hält bis zu 300 Kilo problemlos aus. Und? Jetzt schon Lust, selbst auf dem Sofa Platz zu nehmen? Oder auf einen Stuhl von Qeedo? Vielleicht in einem neuen Zelt? Dann solltet Ihr jetzt ganz genau aufpassen. Qeedo gibt unseren Hörern eine Runde aus: Wer vom 13.8. bis 27.8. auf der Website von Qeedo einkauft, bekommt 15 Prozent Rabatt. Euer Code lautet „Campermen26„. Das Angebot gilt für alle Produkte des Sortiments außer für Dachzelte. Und: Qeedo hat auch kein Limit genannt, wie voll der Einkaufswagen sein soll. Also: zuschlagen und über tolle Produkte freuen!
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Henning und Reinald sind unterwegs, dafür ist Nadine zurück. Sie hat für diese Folge ein paar akustische Reiseandenken aus Frankreich mitgebracht. Auf dem Weg in die Normandie hat sie zuerst beim Disneyland bei Paris halt gemacht. Schließlich ist ihre Tochter ein großer Fan von „Toy Story“ & Co.. Und auch Nadine hat sich über schöne Begegnungen gefreut. Übernachtet hat sie auf einem Parkplatz ganz in der Nähe. Spannender sind allerdings die Campingplätze an der herrlichen Atlantik-Küste. Zwei davon stellt Nadine in dieser Folge vor. Außerdem gibt es noch Tipps für einen Tagesausflug auf die Kanal-Inseln.
Gerd war auch unterwegs Sein Campingfahrzeug der Wahl ist das T1 Pro von Tarran. Das Lastenrad hat einen E-Antrieb, eine große Ladebox und ganz viel technischen Schnickschnack. Ein Fest für Gerd, der Gadgets liebt, vor allem wenn sie Bluetooth und USB-Anschlüsse haben. Das T1 ist in Prinzip ein Smartphone, auf dem man radeln kann. Und da Sicherheit auch auf zwei Räder extrem wichtig ist, gibt es Sensoren, Kameras und für den Kindertransport Sitze und Gurte. Im Podcast spricht Gerd über seine Erfahrungen mit dem ganz besonderen Bike, im Blog hat er darüber geschrieben.
Also anschnallen, zurücklehnen, die Fahrt geht auch schon los.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen