Schleimünde: Zelten auf der Lotseninsel

Auch wenn ich eigentlich die meiste Zeit ein Wohnmobil unter dem Hintern habe: Camping ist viel mehr, als nur motorisiert durch die Lande zu ziehen und mit allem Komfort zu reisen. Manchmal ist es einfach nur das kleine Abenteuer vor der Haustür, eine Übernachtung in der Hängematte unter freiem Himmel – oder ein Zeltlager direkt an der Mündung der Schlei. Und das ist auch unser Ziel: Wir fahren zur Lotseninsel Schleimünde. Die liegt in der Nähe von Kappeln zwischen Flensburg und Eckernförde – und ist eigentlich gar keine Insel. Dennoch kommt man nur mit dem Boot oder einer Fähre dorthin. Die Halbinsel ist größtenteils ein Naturschutzgebiet, nur ein kleiner Zipfel darf besucht werden. Der Rest der Lotseninsel gehört der Natur. Und die ist hier großartig.

Auf dem Weg in den Süden machen jeden Herbst unglaubliche viele Vogelarten eine kurze Zwischenstation, aber auch den Rest des Jahres geht es in der hiesigen Fauna hoch her. Schweinswale stromern vor der Küste herum, generell ist das Gebiet hier reich an Fisch. Wer die Insel besuchen will, kann ganz einfach in Kappeln in eine Fähre steigen und ganz entspannt einen schönen Ausflug hierher machen. In Maasholm gibt es einen kurzen Zwischenstopp, dann geht es weiter nach Schleimünde. Eine halbe Stunde Aufenthalt reicht, um kurz den Leuchtturm zu fotografieren und eine Portion Pommes zu kaufen. Vielen Touristen ist das genug, dabei hat die Lotseninsel etwas, was es sonst kaum noch gibt: Man kann sich hier so richtig wie Robinson Crusoe fühlen. Denn wenn die Ausflugsdampfer fort sind, gehört Schweinmünde den Kanuten, die hier im Zelt für kleines Geld übernachten können.

Gleich hinter dem Leuchtturm befindet sich der Zeltplatz. Der ist zwar höchst unscheinbar, doch eine Nacht kann man hier gut verbringen. Klos und Duschen findet man im nahen Hafen. Dort zahlt man auch die vier Euro für Nacht, Person und Zelt. Als Beleg dient ein farbiges Strickbändchen, welches an die Zeltleine geknotet wird.

Schleimünde ist ein Ausflugstipp für all jene, die in der Nähe auf einem Campingplatz mit dem Wohnmobil oder einem Wohnwagen ihren Urlaub verbringen. Zum Beispiel ist der Campingplatz Schleimünde ganz in der Nähe auf der anderen Seite der bucht. Bestenfalls hat man sein Kanu oder ein SUP dabei, mit dem man dann in nicht einmal einer Stunde rübersetzen kann. Auf jeden Fall sollte man all seine Sachen und das Zelt dabei haben, denn auf der Halbinsel findet man keinen Notfall-Supermarkt.

Für Eltern, die mit ihren Kindern ein bisschen gefahrloses Abenteuer erleben wollen, ist das ein wunderbarer Ort. Die Abgeschiedenheit und der herrliche Blick auf Schlei und Ostsee inklusive fantastischer Sonnenuntergänge ist ein Geschenk. Aber generell ist Kappeln und Umgebung ein schönes Fleckchen Erde, wo man gut und gerne ein paar Tage verbringen kann – und jeden Tag etwas neues entdeckt.

Mehr Infos
Website Lotseninsel: lotseninsel.de
Campinplatz Schleimünde: www.campingplatz-schleimuende.de
Fährbetrieb Schleiraddampfer: www.schleiraddampfer.de

#36: Giant Rooks und heiße Kisten

Zum Campen gehört ein ordentliches Feuer dazu. Henning stellt dafür einen ganz besonderen Feuerkorb von Höfats vor, der nicht nur viel Hitze aushält, sondern darüber hinaus noch sehr praktisch ist. Und Gerd geht in dieser Woche zelten. Direkt an der Schleimündung liegt eine kleine Halbinsel, auf der Autos verboten, das Zelten aber für kleines Geld erlaubt ist. Im Podcast verrät der Campermen, wie man hinkommt – und warum sich ein Ausflug dorthin lohnt. Und Nadine ist aus dem Urlaub zurück und hat wieder Musik mitgebracht. Sie hat Frederik Rabe von der Band Giant Rooks im Interview und spricht mit dem Sänger über das Album der Band und Camping-Trips.

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de

Giant Rooks: https://www.giant-rooks.com
Höfats: https://www.hoefats.com

Giant Rooks und heiße Kisten
Campermen #36
Giant Rooks und heiße KistenCampermen #36

Signal: Der Leatherman mit Pfiff

Wahrscheinlich habe ich früher zu viel „Hör mal, wer da hämmert“ geguckt. Wie Tim Taylor bin ich handwerklich ziemlich unbegabt, aber dennoch habe ich immer gerne coole Tools am Start. Und meistens kenne ich noch nicht einmal die Namen dafür. Für mich gibt es halt nur DIE Zange – und nicht 159 Zangen-Varianten. Und wo andere 100 Schraubenzieher in ihrem Sortiment haben, nutze ich eigentlich immer nur zwei, einen mit Schlitz und einen mit Kreuz. Ich musste gerade bei Wikipedia nachlesen, dass die Spitze des Schraubenziehers „Abtrieb“ heißt. Tja, wieder was gelernt.

Für mich ist ein Leatherman der perfekte Werkzeugkasten, mein immer-dabei-Werkeug. Meinen ersten Leatherman habe ich vor ein paar Jahren von meiner Frau zu Weihnachten bekommen. Sie konnte es nicht mehr mitansehen, dass ich mir an Schaufenstern die Nase plattgedrückt habe – aber einen Kauf immer ausgeschlossen hatte, weil ich doch so viele Schraubenzieher, Zangen und anderes Zeug ohne erinnerungwürdige Namen im Keller liegen hatte. Gut verstaut in Schubladen, selten genutzt. Dieses Weihnachtsfest war wie eine Offenbarung für mich – fast so wie damals, als ich von meinem ältesten Bruder die Safari-Ausstattung für Big Jim bekommen hatte, inklusive Jeep, Anhänger und Löwenkäfig. Und damit schloss sich der Kreis: Schon als Kind war ich ein Wohnzimmer-Abenteurer, baute mir dort eine Wildnis nach, jagte wilde Tiere (aus Plastik) und brauchte dafür eben die passende Ausrüstung. Mit dem Leatherman war ich nun tatsächlich bereit für den Dschungel.

© Gerd Blank

Drei Leatherman sind bei mir immer wieder im Einsatz. Der erste, ein Wave, hat so viele Werkzeuge, dass ich nach all den Jahren wahrscheinlich immer noch nicht alle kenne. Als nächstes kam der Skeletool CX hinzu und der Dritte im Bunde wurde der winzige Style CS, den ich vor allem für die Nagelpflege nutze. Der jüngste Familienzuwachs ist nun der Signal, der Speziell für Outdoor-Aktivitäten entwickelt wurde. Natürlich sind bei den insgesamt 19 Tools auch wieder die recht üblichen Werkzeuge wie Messer, Schere und Zange dabei. Doch zwei kleine Tools machen den Signal zu einen coolen Begleiter beim Camping. Da ist zuerst einmal der Namensgeber: An der Seite steckt ein kleines Plastikstück. Nimmt man dieses heraus, hält man eine kleine Pfeife in der Hand. Die Idee: In einer Notsituation kann man mit einem hohen Pfeifton anzeigen, wo man sich gerade befindet.

An der Unterseite der Pfeife befindet sich ein Streifen Feuerstahl. Reibt man diesen mit der Rückseite der Säge, entsteht ein wahrer Funkenflug. Bei einem Spaziergang im Altonaer Volkspark habe ich ausprobiert, ob ich damit in der Lage bin, ein Feuer zu machen. Ich habe mir dafür kleine Zweige gesucht, ein bisschen Rinde und anderes trockene Zeug, welches ich als Zunder einsetzen konnte. Dann suchte ich mir einen sicheren Platz, wo ich keine Sorge haben musste, als Feuerteufel in der Tagespresse zu landen. Eine kleine Flasche Wasser stellte ich ebenfalls in greifbare Nähe. Und was soll ich sagen: Es klappte auf Anhieb. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht rief ich „Ich habe Feuer gemacht!“ Meine Frau fand das niedlich. So wie bei einem Kind, dass gerade stolz eine Sandburg präsentiert, die in Wirklichkeit nur ein umgestürzter Eimer mit dreckigem Sand war. Nun denn. Liebe. Kann man nichts machen – höchstens dieses Bild weiter bedienen.

Es muss mindestens vierzig Jahre her sein, dass ich mir das letzte Mal eine Zwille gebaut habe. Auch wenn sich meine handwerklichen Fähigkeiten seit damals kaum verbessert haben, gab wir dieser Erfolg großes Vertrauen. Also ran an die Astgabel, Leatherman in die Hand, Klinge raus – und Sägespäne herstellen. Denn als erstes befreite ich den Zweig von der Rinde und schnitze ein paar Unebenheiten weg. Hier halfen Messer und Säge sehr. Leider fehlt dem Signal eine Feile, hierfür nutze ich meinen alten Wave. Bei einem Versender bestellte ich mir einen dünnen Gummischlauch, im Baumarkt etwas schwarzen Draht, den ich mit dem Drahtschneider des Signals kürzte. Mit der Ahle machte ich ein kleines Loch in ein Lederstück, die Wurftasche der Schleuder. Mit dem Messer ritzte ich noch ein paar Muster ins Holz, die ich dann mit einem Acryl-Stift anmalte. Fertig, meine erste Zwille seit langer Zeit. Wahrscheinlich werde ich sie nie einsetzen. Aber hey – haben ist besser als brauchen.

Das dachten sich wahrscheinlich auch die Designer des Signal. Denn warum die Kante oberhalb des Karabiners ein Hammer sein soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht, um Nüsse zu knacken. Laut Video sollen damit Heringe besser in den harten Boden gehämmert werden können. Und auch den Messerschleifer hätte ich nicht benötigt, hier wäre mir tatsächlich eine Feile lieber gewesen.

Was wiederum sehr oool ist: Den Signal kann man inzwischen in mehreren Farben kaufen. Mein Test-Multitool kam in einem Mintton, Leatherman nennt diesen „Aqua“. Nicht wirklich meine Farbe, aber immerhin findet man ihn wieder, wenn er im Wald auf den Boden fällt. Und man kann sogar einen Namen, ein Logo oder Muster auf den Signal drucken lassen. Nicht so einladend ist – zumindest auf den ersten Blick – der Preis von rund 150 Euro. Damit will ich nicht sagen, dass der nicht gerechtfertigt ist, im Gegenteil: Die Verarbeitung ist hervorragend, einige Teile lassen sich austauschen, falls doch mal etwas verloren oder kaputt geht. Außerdem gibt Leatherman 25 Jahre Garantie auf den Hosentaschen-Werkzeugkasten.

Ach nee, halt – Hosentasche war einmal – wer sich ein Multitool kauft, muss nämlich eine Sache bedenken: Laut Waffengesetz ist das Mitführen einiger Tools nicht erlaubt. Ich kann hier keine Rechtsberatung machen und auch keine Empfehlungen aussprechen. Aber lest einfach mal im Freeworker-Blog nach, dort steht, was Ihr dazu wissen müsst. Meine Leatherman-Tools liegen auf jeden Fall die meiste Zeit sicher im Schrank verwahrt und werden nur benutzt, wenn ich alleine bin. Ehrenwort.

Promovideo von Leatherman für den Signal

Website von Leatherman: www.leatherman.com

#35: Tiny Houses und kleine Werkzeuge

Henning und Gerd sind nach langer Zeit endlich mal wieder gemeinsam an den Strand gefahren. Natürlich haben sie die Chance genutzt, um direkt mit Sand zwischen den Zehen über Campermen-Themen zu quatschen. Zuerst einmal stellen sie die neuen Mikrofone vor, die sie künftig für die Aufnahmen nutzen. Dann hat Gerd ein Multitool von Leatherman dabei, den Signal für Outdooraktivitäten. Henning hat wiederum Jan an der Strippe, den Macher von „Land of Green„. Der Platz liegt in der Nähe von Bremen und ist ein perfekter Ort fürs Glamping – aber auch, um Mini-Häuser kennenzulernen. Statt Musik gibt es diesmal Podcast-Tipps: Besonders „Betreutes Fühlen“ und „Das Ziel ist im Weg“ hat es den beiden Campermen angetan. Warum das so ist, was Gerd mit der Schweiz zu tun hat und was Henning noch von einem Minimalisten trennt, all das erfahrt Ihr der aktuellen Folge.

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Leatherman: https://www.leatherman.com
Land of Green: https://www.landofgreen.de
Podcast „Betreutes Fühlen“: https://betreutesfuehlen.podigee.io
Podcast „Das Ziel ist im Weg“: https://ponywurst.com/

Tiny Houses und kleine Werkzeuge
Campermen #35
Tiny Houses und kleine WerkzeugeCampermen #35

#34: Nach Österreich mit allem Komfort

Henning hat so viel zu erzählen, dass er die Folge fast alleine mit Inhalt füllt. Gerd bleibt es nur, ab und zu mal eine Frage zu stellen oder einen Kommentar abzugeben. Oder einfach nur zu staunen, wenn Henning zum Beispiel seiner Fahrt im voll ausgestatteten Hymer B-Klasse MasterLine I erzählt. Er durfte das Wohnmobil testen und erzählt, was ihm daran gefällt – und was er ihm Alltag eher nicht vermisst. Mit dem Riesenmobil der Extraklasse ging es nach Österreich. Dort stand Henning auf dem idyllischen Campingplatz Grubhof in den Bergen direkt an einem kleinen Fluss. Musik gibt es auch, diesmal füllt Henning die Playlist „Campermen Radio“ mit Künstlern wie Mac Miller, Anderson Paak und Danit.

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Hymer: https://www.hymer.com
Camping Grubhof: https://www.grubhof.com/de/
Mac Miller: https://www.macmillerswebsite.com
Anderson Paak: http://www.andersonpaak.com
Danit: https://danit.bandcamp.com

Nach Österreich mit allem Komfort
Campermen #34
Nach Österreich mit allem KomfortCampermen #34

Songs für den Roadtrip

Gibt es so etwas wie den einen Lieblingssong? Oder kann man wenigstens zehn Songs nennen, die unverrückbar ganz oben in den ganz persönlichen Charts stehen? Tatsächlich habe ich es einmal versucht, meine liebsten 100 Songs aufzuschreiben. Und selbst an dieser doch schon längeren Liste bin ich gescheitert. Immer wieder musste ein neuer Song unbedingt dazu, aber ich konnte mich dann kaum von einen anderen Titel trennen.

Lieblingsstücke sind für mich immer auch eine Momentaufnahme. Mein Top-Songs sind auch abhängig von der Stimmung, in der ich mich gerade befinde. Davon ob ich im Stress bin, oder gechillt einem Sonnenuntergang zuschaue. Und dann schleichen sich ständig neue Künstler in meinen Favoritenkreis. Drei davon möchte ich hier kurz mit ihren aktuellen Songs vorstellen. Lianne La Havas, Alin Coen und Arlo Parks gehören derzeit zu meinen absoluten Lieblingssängerinnen – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Auch die Stile unterscheiden sich sehr. Vielleicht habt Ihr ja Spaß damit.

Lianne La Havas mit „Bittersweet“

Website: www.liannelahavas.com

Alin Coen mit „Bei Dir“

Tickets für das Konzert in Hamburg auf dem Lattenplatz vor dem Knust (28. August 2020): www.knusthamburg.de

Website: www.alincoen.com

Arlo Parks mit „Cola“

Website: www.arloparksofficial.com

All diese Songs – und noch viele weitere – kommen auf unsere Spotify-Playlist „Campermen Radio„.

Marshall Emberton: Geiler Sound-Ziegel

Musik gehört zu meinem Leben. Es gibt wohl keinen Tag, an dem ich nicht irgendeinen Song am oder im Ohr habe. Zu meinem Glück teste ich immer wieder Kopfhörer und Lautsprecher und darf so schon beruflich viel hören – und dann darüber schreiben. Und manchmal bekomme ich ein Gadget auf den Tisch, dass sofort mein Herz erobert – oder besser: mein Ohr. Es muss nicht immer Highend sein, manchmal geht Style und Nutzen vor perfekten Klang. Und für mich als Camper ist es dazu noch wichtig, dass ein Mitnahme-Gadget möglichst klein und robust ist – und dann bestenfalls noch gut klingt. Und genau das ist eigentlich die perfekte Beschreibung für Emberton, den kleinen Sound-Ziegel von Marshall.

© Gerd Blank

Doch bevor ich über den musikalischen Neuzugang spreche, muss ich erst einmal ein paar Worte zu Marshall verlieren. Das britische Unternehmen ist vor allem bekannt für Musikverstärker und Lautsprecher für Musiker. Die großen Amps stehen auf Konzertbühnen in aller Welt oder in Studios. Wahrscheinlich hat jeder Konzertgänger schon einmal eine Box von Marshall gesehen – zumindest aus der Ferne. Seit ein paar Jahren gibt es von dem Brand auch Kopfhörer und Bluetooth-Boxen mit Coolness-Faktor und Streetstyle. Die Dinger werden allerdings nicht von den britischen Soundprofis hergestellt, sondern unter Lizenz von der Firma Zound Industries aus Stockholm. Von denen gibt es wiederum eine ganze Reihe netter Sound-Gadgets, zum Beispiel für Marken wie Urbanears, Adidas – oder eben Marshall. Das ist erst einmal gar nich so verkehrt, denn kleine und mobile Geräte benötigen ein ganz anderes Know-how, als große Amps für die Bühne. Zound Industries ist Spezialist darin, Sound stylish zu verpacken – oder Style gut klingen zu lassen.

Zurück zum Emberton. Der Winzling ist der jüngste Streich von Marshall und ergänzt vortrefflich die Range um Stockwell II, Killborn II und den großen Tufton. Letztere hatten wir im vergangen Jahr beim Hurricane dabei, wo sie uns dank das ausdauernden Akkus und der hohen Lautstärke die ganze Zeit über viel Freude bereitet hat. Der Emberton tritt also im wahrsten Sinne in große Fußstapfen. Und was soll ich sagen: Mir gefällt der Zwerg sogar besser als sein großer Bruder. Da ist erst einmal das so genannte „True Stereophonic“. So bezeichnet Marshall den multidirektionalen Sound. Oder noch simpler: Egal wo man sitzt, der man hört den Musik immer aus der optimalen Richtung. Das hört sich banal ist, doch wenn man es einmal probiert hat, möchte man diese 360-Grad-Beschallung nicht mehr missen. Beim Camping am Strand von St. Peter-Ording stellte sich das Erlebnis so dar: Ich habe die Box auf einen keinen Hocker zwischen meiner Frau und mir hingestellt. Normalerweise ist es bei Lautsprechern dieser Art so, dass der Schall entweder nach vorne geht und die Lautstärke daher etwas höher eingestellt werden muss, damit beide etwas von der Musik haben. Oder einer der beiden Hörer erlebt einen besseren Klang, als der andere. Beim Emberton tönt es vorne wie hinten. Man darf sich das etwa wie ein Soundkuppel vorstellen, die über das kleine Teil gestülpt ist. Und diese Kuppel hat einen ziemlich großen Durchmesser.

Die Lautstärke ist überraschend hoch, der Klang gefällig. Trotz der kleinen Abmessung steckt ordentlich Wumms drin. Die Bedienung ist klasse. An der Obeseite befindet sich mittig ein runder Messing-Knopf, ähnlich einem Stick auf einem Game-Controller. Drück man drauf, schaltet sich das Gerät ein. Bewegt man den Stick nach oben oder unten, verändert sich die Lautstärke. Und will man zum letzten oder nächsten Musikstück springen, drückt man den Hebel nach links oder respektive nach rechts. Und das war es eigentlich auch schon an Möglichkeiten des mit 700 g recht schweren Lautsprechers. Einen Aux-Eingang gibt es nicht, darum spielt der Emberton nur Musik per Bluetooth hab. Auch auf die Möglichkeit, Höhen oder Bässe einzustellen, hat Marshall verzichtet. Der kleine Schreihals ist ein Lautsprecher für Minimalisten – und dazu noch sehr robust. Er hat eine IPX7 zertifiziert, wodurch nicht einmal ein starker Regen die Musik stoppt. 20 Stunden hält der Akku bei normaler Lautstärke, aufgeladen wird dieser per USB-C. Einen Haken hat die Sache: Mit 149 Euro ist die Box sicher kein Schnäppchen, bei anderen Herstellern gibt es deutlich günstigere Sound-Zwerge. Doch wer bereit ist, die Summe zu bezahlen, wird das nicht bereuen und wird mit einem neuen treuen Freund belohnt. Ich bin auf jeden Fall noch immer schwer verknallt in den kleinen Rocker.

Mehr Infos gibt es auf der Website von Marshall: www.marshallheadphones.com

Südsee-Camp – mehr geht nicht

Die Südsee liegt in der Lüneburger Heide. Jedenfalls könnte man das denken, wenn man seinen Wagen langsam in die Einfahrt des wohl spektakulärsten Campingplatzes im Norden lenkt. Wer idylle und ein ruhiges Plätzchen sucht, ist im Südsee-Camp allerdings nicht unbedingt richtig. Wer aber auf Urlaub á la einmal alles bitte bevorzugt, wird den Platz lieben.

© Südsee-Camp

Fangen wir mal mit den Freizeitbeschäftigungen an. Ob Hochseilgarten, Poollandschaft, Minigolf, Ballsportarten, Reiten, … – ich glaube, an dieser Stelle höre ich einfach mit der Aufzählung auf. Ihr wollt etwas unternehmen? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es im Südsee-Camp möglich. Und falls nicht, ist es denkbar, dass es im nächsten Jahr angeboten wird, wenn ihr danach fragt. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst auch noch Fallschirmspringen auf dem Programm steht.

Die Lüneburger Heide ist eigentlich die Attraktion in der Gegend. Doch wahrscheinlich kommt man gar nicht dazu, sich das Naturparadies anzuschauen, da es auf dem Campingplatz viel zu entdecken gibt. Dazu kommen mehrere Restaurants, schließlich macht so eine Entdeckungsreise und das Auskosten der Attraktionen ordentlich Hunger.

Aber natürlich ist man vor allem hier, um mit seinem Zelt, Wohnwagen oder Camper zu übernachten. Auch hier gibt es die Qual der Wahl. Lust auf eine Parzelle? Kein Problem. Doch lieber frei stehen? Natürlich, auch hierfür gibt es Areale.

Normalerweise bekommen mich keine zehn Pferde auf so große Campingplätze. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Südsee-Camp ist mehr ein eigenes Land als ein normaler Platz. Da ich ab und an gerne in einen Vergnügungspark gehe, werde ich mich für ein oder zwei Tage sicher prächtig amüsieren. Länger werde ich allerdings wohl kaum bleiben. Das ist mir dann doch zu viel Trubel. Aber hätte ich Kinder, wäre es meine erste Wahl. Statt TV-Programm und „Mensch ärgere dich nicht“ gäbe es hier Animation und Unterhaltung ohne Ende – und das ganz in der Nähe von meinem Wohnort.

Und die Preise? Absolut bezahlbar. Eine Nacht gibt es ab 24 Euro, in der Hauptsaison wird es teurer. Ach ja – wer kein eigenes Mobil oder Zelt hat, mietet sich einfach einen Wohnwagen. Oder ein Häuschen. Oder ein Zimmer. Oder man zieht hier einfach ein. Ist ja schließlich die Südsee. Und wer will da nicht leben.

Infos zu Preisen und Verfügbarkeiten gibt es auf der Website vom Südsee-Camp: www.suedsee-camp.de

#33: Die Südsee ist nah

Es ist Sommer, Nadine macht Urlaub – und plötzlich ist alles anders: Die Jungs haben sich überlegt, dass sie in dieser Folge einfach mal Gerd erzählen lassen und Henning „nur“ Gast ist. Gedacht, getan. Gerd verrät, was die Südsee mit der Lüneburger Heide zu tun hat. Erst einmal natürlich nichts. Doch wenn man das Südsee-Camp betritt, fühlt man sich gleich wie in einem Urlaubsparadies. Der große Platz bietet unterschiedliche Plätze für jeden Geschmack, Entertainment, Sport und viele Restaurants. Dann hat Gerd noch eine neue Bluetooth-Box mitgebracht, die Emberton von Marschall. Und um auch ein bisschen Musik in die Sendung zu bringen, spielt Gerd kurz den DJ. Auf seiner derzeitigen Playlist sind vor allem Künstlerinnen vertreten. In der Folge stellt er Songs von Lianne La Havas, Alin Coen und Arlo Parks vor.

Links zur Sendung
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Südsee-Camp: https://www.suedsee-camp.de
Marshall: https://www.marshallheadphones.com/de
Lianne La Havas: https://www.liannelahavas.com
Alin Coen: http://www.alincoen.com
Arlo Parks: https://www.arloparksofficial.com

Die Südsee ist nah
Campermen #33
Die Südsee ist nahCampermen #33

#32: Lieblingsplatz in der Provinz

Eigentlich verrät man seine Lieblingsplätze nicht. Doch Gerd macht diesmal eine Ausnahme und stellt einen der schönsten Campingplätze in Dänemark vor: Camp Møns Klint an der Ostsee. Ganz in der Nähe der beeindruckenden Steilküste liegt dieser idyllische Platz, wo sich buchstäblich Hase und Igel gute Nacht sagen und auch mal ein Reh vor der Tür steht. Henning stellt wiederum ein Buch vor, in dem es ums grüne Reisen geht. Wir alle hinterlassen mehr als nur ein paar Fußspuren, wenn wir in andere Länder fahren. Wir wollen natürlich nicht aufs Reisen verzichten, aber wir können unsere Spuren minimieren. Wie das gehten kann, steht im Buch. Dann holen wir uns noch die Provinz auf die Ohren – und wer Faber und AnnenMayKantereit mag, sollte ganz genau hinhören: Nadine stellt die junge Band Provinz und deren Album „Wir bauten uns Amerika“ vor.

Links zur Sendung:
Campernen – Podcast: https://www.campermen.de
Camp Møns Klint: https://campmoensklint.dk
Provinz: https://provinzband.com

Lieblingsplatz in der Provinz
Campermen #32
Lieblingsplatz in der ProvinzCampermen #32