Wir alle reisen gerne. Auch in der Ferne. In Zeiten von Corona wird das deutlich wie nie. Aber Reisen ist nicht mehr so unbeschwert wie es einmal war. Oder soll ich sagen, wir reisten noch nie so bewusst wie heute. Vorbei sind die Zeiten ,wo die Senator-Karte der Vielflieger bei der Fluglinie mit dem Kranich ein Statussymbol war. Heute achten wir auf die CO2-Bilanz, den Fussabdruck und das alles aus einem sehr guten Grund – es geht um unser aller Planeten, unsere Zukunft. 

Aber jetzt ganz auf die Traumreise nach Fernost verzichten und dafür auf den Bauernhof in Mecklenburg reisen? Die Vorstellung fällt schwer, und schließlich sind es doch immer die anderen, die noch mehr Dreck machen, oder? Umweltschutz fängt bei jedem selber an und wer aus dem Status anderen die Schuld für die Erderwärmung zu geben noch nicht raus ist, wird es wohlmöglich nie kapieren. 

Für alle die, denen die Natur genauso am Herzen liegt wie uns Campermen, empfehle ich das Buch: „Dasselbe in grün“ aus dem The Fernweh Collective in Berlin. Die Autorin Elisaveta Schadrin-Esse hat auf 224 Seiten ein Ratgeber zusammen gestellt, der euch bei euren Reisen begleitet und dabei hilft, bewusster in den Urlaub zu fahren. 

Mit ist beim Lesen des Buches ein wenig der Spass auf die nächste Reise vergangen, weil in „Dasselbe in Grün“ die Auswüchse des Massen-Tourismus in seinem ganzen Umfang beschrieben werden. Aber keine Angst, „Dasselbe in Grün“ ist kein wissenschaftliches Werk, sondern ein praktisches Handbuch für grünes Reisen, das euch dabei helfen kann, ein Gespür für die Nachhaltigkeit im Tourismus zu entwickeln und dazu inspiriert, das Thema Umwelt unterwegs mehr im Blick zu haben. Illustriert ist das Buch mit wunderschönen Bildern von Dana Lungmuss, der es mit ihrer Kunst gelingt das ein oder andere Thema nicht mehr allzu schwer zu empfinden.

„Dasselbe in Grün“ ist im The Fernweh Collective Verlag erscheinen und kostet 22 Euro.

Mehr Infos unter: www.thefernweh.co