Küchenhelfer: Faltschüssel von Ortlieb

Das ist schwer, in einem Bus die wichtigen Accessoires von den überflüssigen zu trennen. Schnell kommen Liebhaberstücke in das kleine Zuhause, die nicht praktisch sind oder gar kostbaren Raum „verschwenden“. Das Fängt beim Abspülen an. Gestartet bin ich mit einer Art Mülleimer aus hartem Plastik. Der Kasten stand immer im Weg. Lewis sich schlecht tragen und wenn das saubereGeschirr eingeräumt war versuchte ich den Stauraum im Inneren des Plastikkastens sinnvoll zu füllen. Vor meinem letzten Trip habe ich mich für eine Faltschlüssel von Ortlieb entscheiden. Und was soll ich sagen: der Plastiksack ist super praktisch, sehr durabel und vielseitig einsetzbar. 

Unverwüstliche Tasche für den Abwasch von Ortlieb

Zum Wäschewaschen. Die Spülbecken sind oft ohne Stöpsel oder, wenn ihr zeltet, habt ihr vielleicht gar keinen Zugang zu einem Spülbecken. Die Schüssel eignet sich hervorragend zum Wäschewaschen, und ihr könnt sie zusammen mit der darin befindlichen Wäsche zusammenfalten, um überschüssiges Wasser herauszudrücken.

Campingabwasch praktisch und nachaltig 

Sammelt Wasser zum Filtern. Wir sammeln eine große Menge Wasser in der Schüssel, um es in unsere Flaschen zu filtern, wenn wir an Orten sind, an denen wir dem Wasser nicht trauen können.

Beim Duschen. Benutzt die Schüssel, um alles, was ihr zum Duschen braucht, zwischen den Badezimmern und dem Bus hin und her zu tragen. Wenn ihr wild zeltet, könnt ihr die Schüssel auch dazu benutzen, Wasser aus einem Bach oder Fluss für eine Eimerdusche aufzufangen. Und wenn ihr zu zweit seid, könnt ihr euch gleich gegenseitig das Wasser aus der Faltschüssel über den Kopf giessen. 

Geschirr spülen. Werft alles mit ein wenig Spülmittel (mein Tipp: Biologisch abbaubar) in die Faltschale, und ihr habt ein Sofortwaschbecken oder benutzt das Teil einfach, um alles zum Waschplatz zu tragen.

Lebensmittel reinigen. Ihr könnt große Mengen Gemüse zum Waschen in die Schüssel werfen. Ich verwende unsere viel für Salatblätter, die zu sperrig sind, um sie in unseren Töpfen zu reinigen. Ihr könnt die Schüssel auch als zusätzliche Servierschüssel (eher bei den kleinen sinnvoll) verwenden. Anrichten und würzen von Salaten geht direkt in der Schüssel. Achtet nur darauf, dass die gesamte Seife aus der Wäscherei gut ausgewaschen ist 😉

Praktischer Camping und Vanlife Helfer in zwei Größen.

Babypool: Für Neugeborene kann das große Modell (50 Liter) durchaus als Badewanne für den frischgeschlüpften Nachwuchs dienen. Aber immer schön dabei bleiben. 

Die praktische Spüle (oder was immer ihr daraus macht) gibt es in den Größen 10, 20 und 50 Liter. Ich habe mich für die 20 Liter Version entscheiden, um auch einen Topf und einfach alles transportieren zu können. Das Packmaß unterscheidet sich im zusammengefalteten Zustand bei den zwei Kleinen nur unwesentlich. 

Fotos: Henning Pommée

www.ortlieb.com

 

 

Die große Bulli-Verwandlung

Als wir Jan das erste Mal getroffen haben, schaute er aus dem Fenster eines heruntergekommenen Wohnwagens. Es war auf dem Festival, er uns sein Kumpel Linus haben sich direkt an unseren Platz gestellt. Ein kurzer Blick in die Augen und es war klar: Das wird ein lustiges Festival. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser Wohnwagen ihr Festival-Gefährt ist – und nur zu diesem Zweck überhaupt noch bewegt wird. Das Herz von Jan schlug schon da für ein ganz anderes Fahrzeug: Ein VW-Bulli.

Entdeckt hatte er seinen mobilen Traum, als er mit seinem Vater im Urlaub war. Auf dem Weg in den Süden sahen sie den Wagen, der seine besten Zeiten ganz offensichtlich schon hinter sich hatte. Und dennoch konnten sie ihn auf dem Rest der Fahrt nicht vergessen. Also fuhren sie zurück und machten das Ding klar. Seit dem steht der Wagen in Vechta. Nur wenn man ihn heute sieht, könnte man fast denken, dass es sich um ein ganz anderes Fahrzeug handelt – so viel hat Jan daran getan. Was genau er gemacht hat, wie er den Wagen nutzt und vor allem , was der Spaß gekostet hat, verrät Jan im Podcast.

Das Nicht-Smartphone MP02

Wenn ich unterwegs bin, möchte ich zwar einerseits mit der hinter mir liegenden Welt verbunden bleiben, andererseits möchte ich nicht die ganze Zeit von digitalen Dingen abgelenkt werden. Allerdings gelingt mir das mit meinem Smartphone häufig nicht: Da möchte ich einfach nur mal schnell die Mail checken – und plötzlich habe ich mich dann doch wieder viel zu lange bei Facebook/Instagram/Twitter/undsoweiterundsofort verirrt. Die Selbstkontrolle ist eine Bitch.

Das BuchDigital Minimalismvon Cal Newport hat mir die unbequeme Wahrheit vor Augen geführt: Es ist eine Sucht. Aber vor allem im Wohnmobil habe ich gar keine Lust dazu, per Handy dauernd ins Leben anderer Leute, in deren Gedanken und Aktivitäten einzutauchen. Und wenn ich mich nicht selbst beherrschen kann, brauche ich Hilfe, im besten Fall eine technische. Ein anderes Handy muss her, damit das Smartphone während des Wohnmobil-Trips die meiste Zeit im Schrank liegen bleiben kann. Trommelwirbel, Auftritt MP02 von Punkt.

Diese Schweizer wieder. Von Design und Präzision verstehen sie was. Das MP02 fühlt sich fantastisch an, die Rückseite hat einen Buckel, der sich perfekt in die gewölbte Hand schmiegt. Die Vorderseite hätte genauso gut von Dieter Rams gestaltet sein können: Große Tasten, cleaner Look – wer alte Taschenrechner oder moderne Macs nutzt, fühlt sich gleich Zuhause. Aufgeladen wird es per USB-C, darüber hinaus funkt es im LTE-Netz. Letzteres klingt erst einmal sinnlos bei einem Telefon ohne Internet-Browser und App-Store. Aber für mich war das schnelle Netz ein Hauptgrund dafür, das MP02 mitzunehmen. Na gut, neben dem genialen Design.

Wenn ich einmal ins Internet muss, um berufliche Mails zu bearbeiten oder irgendwelche Daten herunterzuladen, kann ich mit dem Mobiltelefon einen Hotspot einrichten und so per WLAN surfen. Das klingt erst einmal nicht besonders, da dies inzwischen jedes Smartphone kann. Aber normale Tastentelefone können das nur selten – und wenn doch, dann kauft man sich diese Funktion häufig mit Verbindungsproblemen ein. Die Leitung mit dem MP02 ist stabil.

Und was kann das Telefon sonst so? Telefonieren, SMS senden und empfangen und einen Wecker hat es auch noch. Es war schon eine Umgewöhnung, wie früher eine Kurznachricht mit den Tasten zu schreiben. Aber dafür halte ich mich bei meinen Antworten jetzt sehr kurz. Anfangs vermisste ich Messenger wie Whatsapp, aber dann genoss ich es, nicht immer auf jedem Kanal sofort erreichbar zu sein. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich jetzt höchstens einmal am Tag das Smartphone anzuschalten. Das klappt noch nicht immer, aber immer öfter.

Mir fehlen aber auch ein, zwei Dinge. Ich hätte gerne einen Musikplayer an Bord, um darüber meine Musik abzuspielen. Spotify wäre fein, eine Kamera ein netter Bonus. Halt, wenn ich jetzt weiter aufzähle, kann ich auch gleich wieder zum Smartphone greifen. Für die Musik habe ich einen alten iPod rausgekramt und ihn mit Songs für den Roadtrip gefüllt. Fotos mache ich mit meiner großen Kamera – oder ich verzichte einfach mal, ständig alles zu fotografieren, da ich die meisten Bilder eh nie wieder anschaue.

Mir gefällt das MP02 sehr gut. Allerdings ist der Preis mit 329,– Euro zu hoch für ein Stück Technik, was eigentlich kaum etwas kann. Oder ich muss es anders betrachten: Wenn ich eine teure Uhr tragen, kann die auch nicht viel mehr, als die Zeit anzuzeigen. Und beschwere ich mich da über den Preis? Nein, eben. Design und Style darf man nicht nach den Funktionen bewerten, sondern ganz schlicht danach, ob es in den eigenen Lifestyle passt. Und dieses dumme Ding passt – als Zweithandy – einfach perfekt in meinen.

Biobecher von Kupilka

Die klobigen Becher der Firma Kupilka erinnern etwas an ein Gelage bei dem der Met in strömen fliest. Mit Mittelalter haben sie aber nichts zu tun, vielmehr mit der Definition von Ergonomie made in Finnland. Und da uns die Nordvölker schon lange vormachen wie Nachhaltigkeit geht, sind die Produkte aus einem Biomaterial hergestellt. Die besondere Textur erhalten sie dank eines Naturfaser-Verbundmaterials, das zu 50% aus Holzfasern und 50% aus Plastikmaterial (Polypropen) zusammengesetzt ist.

Begonnen hat die Geschichte im Jahr 2003 als die Kubik 21 in Serie ging. Bis auf das Kupilka Besteck, wurden alle Produkte in Kooperation mit dem finnischen Industriedesigner Heikki Koivurova entwickelt. Das KUPILKA Besteck wurde von Kari Kuisma gestaltet.

KUPILKA bedeutet „kleine Tasse“ und ist abgeleitet von, „Kuppi“, dem finnischen Wort für Tasse. Ihren Ursprung hat die Tasse zur Zeit vor dem ersten Weltkrieg, als sich finnische Frauen und Männer während der harten Winter beim Trinken mit der „Kupilka“ die Hände aufgewärmt haben.

Die kleinen Tassen und das Besteck findet ihr bei Kupilka.

Oldtimer – Hymer Pan Familia

Wenn ich ehrlich bin, hat sich mir die Frage ob Caravan oder Wohnmobil nie gestellt. Vielleicht liegt es daran, dass ich Gespanne immer etwas klobig fand und ich das Leben in den Wohnungen auf zwei Rädern immer etwas „ältlich“ fand. Aber jedem das seine und nachdem mit mein Freund Patrick seinen Hymer Eriba PAN/FAMILIA Oldtimer vorgestellt hat, habe ich meine Meinung geändert. Die kleine Zeitkapsel ist super gemütlich, die Verarbeitung (wie bei älteren Modellen sehr häufig) hochwertig und vor allem hat die Kugel sehr viel Charme.

Patrick ist stolz auf seinen Hymer Eriba PAN FAMILIA, der auch heute noch in ähnlicher Form gebaut wird.

Zeitloses Design aus den 1980ern

Die Suche, sagt Partick, war nicht ganz so einfach, da besonders alte Modelle nur noch schwer in gutem Zustand zu finden sind. So hat sich Patrick für ein Modell aus den 1980ern entschieden und worauf er beim Kauf geachtet hat und warum es für ihn ein Caravan sein musste, erfahrt ihr im Campermen-Podcast #24.

#23 Hymer Eriba PAN FAMILIA Kaufberatung

Fotos: Henning Pommée

Rug.it: Nachhaltig auf dem Teppich bleiben

Platz gefunden, Tür auf – Teppich raus. So ungefähr läuft es, wenn ich unterwegs bin. Das hat nicht nur praktische Gründe, sondern vor allem optische. Ich liebe es, wenn es gleich ein wenig gemütlicher wird. Aber ein Teppich ist normalerweise sehr sperrig und schwer, aus diesem Grund habe ich mir einen aus Kunststoff gekauft. Der ist wetterfest und kann kurz unter die Outdoordusche gehalten werden, um den Schmutz abzuspülen. Ein paar Kissen drauf und schon ist die Liegewiese fertig – ganz egal, wie der Grund aussieht. Da wirkt selbst ein Asphalt-Boden plötzlich wie die Lounge in einem marokkanischen Restaurant.

Aber Kunststoff? Ist das nicht – wie soll ich sagen – eine Umweltsauerei? Ja, das stimmt. Plastik ist doof. Darum versuche ich auch, möglichst keine Wegwerfprodukte aus Kunststoff zu kaufen. Und Rug.it nutzt kein frisch aus Öl gewonnenes Plastik für die Teppiche, sondern zerschredderte Plastikflaschen, die sonst die Umwelt versaut hätten. So ein Teppich rettet ganz sicher nicht die Welt, macht sie aber ein wenig schöner und sauberer.

Bei RUG.it gibt es die Teppiche in unzähligen Farben und Designs, sie werden in zwei Größen angeboten. Die Preise liegen bei knapp 50 Euro für den kleineren Teppich und knapp über 100 Euro für den größeren.

Website von Rug.it: https://www.rugit-store.com

Longyearbyen Camping: Achtung, Eisbären!

Es wird oft davon gesprochen, friedlich unter dem sternenklaren Nachthimmel zu schlafen, aber hast Du dich schon einmal gefragt, wie es ist, stattdessen unter der Mitternachtssonne zu dösen? In einem Zelt zu schlafen und den Vögeln zu lauschen, während Rentiere und Füchse vorbeiziehen. Oder an Ihrem Drink nippen, träumen, die Aussicht über den Fjord genießen. Bist Du eher der abenteuerliche Typ? Dann bereite dich auf eine Expedition an den Nordpolarkreis vor, tauche im eiskalten Wasser des Isfjordes und werde Mitglied im ‚Arctic Naked Bathing Club‘. Ausschließlich während der Sommermonate kannst Du Longyearbyen Camping als dein Basislager nutzen und das einzigartige und intensive Naturerlebnis genießen, das von keiner anderen Unterkunft übertroffen wird.

Und… Ja, es ist der nördlichste Campingplatz der Welt.

Hotellneset, die Ebene, auf der sich der Campingplatz befindet, ist nach dem ersten Hotel auf Spitzbergen benannt, das ab 1896 für einige Jahre etwas weiter östlich stand. Der Campingplatz selbst wurde 1976 eingerichtet, als nach der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1975 der Campingtourismus in Spitzbergen zu einer Tatsache wurde. Um das wilde Campen in einem großen Gebiet in und um Longyearbyen zu verbieten, wurde der ausgewiesene Campingplatz vom norwegischen Staat eingerichtet, der 1985 sogar ein schönes Servicegebäude mit allen notwendigen Einrichtungen errichtete, das bereits 1989 erweitert wurde.

Preise
Aufenthalt – 150 NOK pr/Person
Kinder unter 13 Jahren – kostenlos
Zeltmiete – 180 pro Nacht

Einrichtungen
Servicegebäude mit:

  • Voll ausgestatteter Küche
  • Duschen
  • Toiletten
  • Feuerstelle zum Grillen
  • Arktischer Nacktbad-Club

Weitere Informationen und Buchung finde ihr unter:

www.longyearbyen-camping.com

Koshi Windspiel: Der Klang des Windes

Ich bin damit Groß geworden. Meine Eltern hatten eine Windinspiel aus Muscheln auf unserem Balkon hängen und seitdem verbinde ich mit dem das helle, scheppernde Geräusch des Windspiels. Das Koshi ist kein Windspiel, es ist ein Klangspiel, wie Musikinstrument. Die geniale Röhre wird in akribischer Handarbeit am Fuße der Pyrenäen in Frankreich gefertigt und erzeugt einen schönen, nicht zu ortenden Klangteppich, der sich wie eine wohlige Gänsehaut ausbreitet.

Die Koshi-Klangspiele sind klanglich tief und obertonreich und in vier Melodien erhältlich: Terra (Erde), Aqua (Wasser), Aria (Luft) und Ignis (Feuer), die von den vier Elementen inspiriert sind. Jedes hat eine spezifische Klangfarbe und kann harmonisch mit allen anderen gespielt werden. Der kristalline, entspannende Klang des Koshi-Glockenspiels ist schon jetzt zum Soundtrack auf meinen Reisen geworden und erinnert mich herrlich an meine Kindheit.

www.koshi.fr

Knisper-Grill: Ganz schön heiß, der Kleine

Jetzt muss ich wohl ehrlich sein: Eigentlich war es gar nicht nötig, einen neuen Grill zu kaufen. Auch unterwegs hat mich viele Jahre ein Gasgrill begleitet. In letzter Zeit war er aber immer häufiger ein passiver Reisepartner. Und dafür ist das Ding dann doch zu groß, sperrig und schwer. Ich wollte mich verkleinern, wusste aber nicht wie. Dann kam mir der Knisper-Holzkohlegrill vor die Augen – und was soll ich sagen: Es war Liebe auf dem ersten Blick.

© Gerd Blank

Den Grill gibt es in zwei Größen, wobei das erst einmal gar nicht auffällt. Der kleinere hat eine Grillfläche von der Größe eines Din-A4-Blattes, der größere auch, aber wenn man den auseinander zieht, verdoppelt sich die Grillfläche fast. Das Rost ist aus Edelstahl und passt in die Spülmaschine. Das Gehäuse ist aus dünnen aber stabilen Metallplatten, die Tragegriffe aus Holz muss man selbst anschrauben. Und es gibt cooles Zubehör für den Kleinen, eine Halterung etwa, mit dem der Grill am Fahrradlenker transportiert wird. Mit einer anderen Halterung kann der Knisper am Balkon-Geländer hängen. Der Clou ist für mich aber der flexible Standfuss: Bei Nichtgebrauch werden die beiden Metallbügel einfach über das Rost geklappt und dienen so als Tragegriffe.

Der Knisper Grill ist wirklich durchdacht, der Preis ist dafür aber relativ hoch Die kleine Version kostet 79 Euro, für die größere sind 129 Euro fällig. Und auch das Zubehör lässt sich der Hersteller ordentlich bezahlen. Doch für mich gibt es derzeit keinen schöneren Holzkohlegrill für kleine Portionen. Ich werde ihn in dieser Saison mal ein wenig Feuer unterm Hintern machen – mal schauen, ob er mir Ende des Jahres immer noch so gut gefällt und ob er sich wie versprochen dauerhaft gut reinigen lässt. Ihr werdet es von mir im Podcast erfahren…

Website: https://knister-grill.com

Kelly Kettle – Schornstein zum Wasserkochen

Auf meinem letzten Trip nach Afrika wurde ich von Janice und Vaughn, einem netten Südafrikanischen Ehepaar unterwegs im Landy mit Dachzelt, mit den Worten: „Wollen wir schnell einen Tee trinken?“ zum Getränk eingeladen. Es war weit und breit kein Strom, brennendes Feuer oder eine Thermoskanne mit heißem Wasser zusehen und so ging ich davon aus, das „schnell“ bei den Beiden eine andere Bedeutung hat. Vielleicht Eistee aus der Kühlbox? Weit gefehlt! 
Vaughn ging zielstrebig zu einem Strauch, knickte einige Zweige ab, nahm den Rest eines Taschentuchs und legte alles in eine Art Schale und zündete es an. Dann stellte er den gefüllten Kelly Kettle (ca. 1 Liter) auf das Stövchen und holte stolz aus: „Das ist Kelly, unser Kessel (engl. Kettle). Und während er mir noch erklärte, dass die Thermoskanne Stanley heisst und auch sonst alles Namen hat, was die zwei auf ihren Reisen mitnehmen, zischte es schon aus dem Kessel. Das siedende Wasser lief aus einem grünen Stopfen am Kelly Kettle herunter direkt in das zum Lieferumfang gehörende Stövchen. Dort zischte es nun auch, denn der Stopfen ist extra entwickelt worden, um das Feuer im Stövchen nach dem Kochen des Wassers zu automatisch löschen. So einfach, so schnell und idiotensicher. 
Für mich ist der kleine Kelly Kettle, der bei den Iren schon 1860 auf zugigen Schaafweiden seinen Dienst tat, das ultimative Tool, um Wasser zu kochen und sich dabei zu fühlen wie Chuck Norris, Bear Grylls und Angus Stone (ohne Musik ist auch blöd) in einer Person.

www.kellykettle.com
Fotos: Henning Pommée

 

https://player.vimeo.com/video/307677236