Henning hat so viel zu erzählen, dass er die Folge fast alleine mit Inhalt füllt. Gerd bleibt es nur, ab und zu mal eine Frage zu stellen oder einen Kommentar abzugeben. Oder einfach nur zu staunen, wenn Henning zum Beispiel seiner Fahrt im voll ausgestatteten Hymer B-Klasse MasterLine I erzählt. Er durfte das Wohnmobil testen und erzählt, was ihm daran gefällt – und was er ihm Alltag eher nicht vermisst. Mit dem Riesenmobil der Extraklasse ging es nach Österreich. Dort stand Henning auf dem idyllischen Campingplatz Grubhof in den Bergen direkt an einem kleinen Fluss. Musik gibt es auch, diesmal füllt Henning die Playlist „Campermen Radio“ mit Künstlern wie Mac Miller, Anderson Paak und Danit.
Die Südsee liegt in der Lüneburger Heide. Jedenfalls könnte man das denken, wenn man seinen Wagen langsam in die Einfahrt des wohl spektakulärsten Campingplatzes im Norden lenkt. Wer idylle und ein ruhiges Plätzchen sucht, ist im Südsee-Camp allerdings nicht unbedingt richtig. Wer aber auf Urlaub á la einmal alles bitte bevorzugt, wird den Platz lieben.
Fangen wir mal mit den Freizeitbeschäftigungen an. Ob Hochseilgarten, Poollandschaft, Minigolf, Ballsportarten, Reiten, … – ich glaube, an dieser Stelle höre ich einfach mit der Aufzählung auf. Ihr wollt etwas unternehmen? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es im Südsee-Camp möglich. Und falls nicht, ist es denkbar, dass es im nächsten Jahr angeboten wird, wenn ihr danach fragt. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst auch noch Fallschirmspringen auf dem Programm steht.
Die Lüneburger Heide ist eigentlich die Attraktion in der Gegend. Doch wahrscheinlich kommt man gar nicht dazu, sich das Naturparadies anzuschauen, da es auf dem Campingplatz viel zu entdecken gibt. Dazu kommen mehrere Restaurants, schließlich macht so eine Entdeckungsreise und das Auskosten der Attraktionen ordentlich Hunger.
Aber natürlich ist man vor allem hier, um mit seinem Zelt, Wohnwagen oder Camper zu übernachten. Auch hier gibt es die Qual der Wahl. Lust auf eine Parzelle? Kein Problem. Doch lieber frei stehen? Natürlich, auch hierfür gibt es Areale.
Normalerweise bekommen mich keine zehn Pferde auf so große Campingplätze. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Südsee-Camp ist mehr ein eigenes Land als ein normaler Platz. Da ich ab und an gerne in einen Vergnügungspark gehe, werde ich mich für ein oder zwei Tage sicher prächtig amüsieren. Länger werde ich allerdings wohl kaum bleiben. Das ist mir dann doch zu viel Trubel. Aber hätte ich Kinder, wäre es meine erste Wahl. Statt TV-Programm und „Mensch ärgere dich nicht“ gäbe es hier Animation und Unterhaltung ohne Ende – und das ganz in der Nähe von meinem Wohnort.
Und die Preise? Absolut bezahlbar. Eine Nacht gibt es ab 24 Euro, in der Hauptsaison wird es teurer. Ach ja – wer kein eigenes Mobil oder Zelt hat, mietet sich einfach einen Wohnwagen. Oder ein Häuschen. Oder ein Zimmer. Oder man zieht hier einfach ein. Ist ja schließlich die Südsee. Und wer will da nicht leben.
https://www.youtube.com/watch?v=gzslyVj8vQQ&t=7s
Infos zu Preisen und Verfügbarkeiten gibt es auf der Website vom Südsee-Camp:www.suedsee-camp.de
Es ist Sommer, Nadine macht Urlaub – und plötzlich ist alles anders: Die Jungs haben sich überlegt, dass sie in dieser Folge einfach mal Gerd erzählen lassen und Henning „nur“ Gast ist. Gedacht, getan. Gerd verrät, was die Südsee mit der Lüneburger Heide zu tun hat. Erst einmal natürlich nichts. Doch wenn man das Südsee-Camp betritt, fühlt man sich gleich wie in einem Urlaubsparadies. Der große Platz bietet unterschiedliche Plätze für jeden Geschmack, Entertainment, Sport und viele Restaurants. Dann hat Gerd noch eine neue Bluetooth-Box mitgebracht, die Emberton von Marschall. Und um auch ein bisschen Musik in die Sendung zu bringen, spielt Gerd kurz den DJ. Auf seiner derzeitigen Playlist sind vor allem Künstlerinnen vertreten. In der Folge stellt er Songs von Lianne LaHavas, Alin Coen und Arlo Parks vor.
Musik gehört zu meinem Leben. Es gibt wohl keinen Tag, an dem ich nicht irgendeinen Song am oder im Ohr habe. Zu meinem Glück teste ich immer wieder Kopfhörer und Lautsprecher und darf so schon beruflich viel hören – und dann darüber schreiben. Und manchmal bekomme ich ein Gadget auf den Tisch, dass sofort mein Herz erobert – oder besser: mein Ohr. Es muss nicht immer Highend sein, manchmal geht Style und Nutzen vor perfekten Klang. Und für mich als Camper ist es dazu noch wichtig, dass ein Mitnahme-Gadget möglichst klein und robust ist – und dann bestenfalls noch gut klingt. Und genau das ist eigentlich die perfekte Beschreibung fürEmberton, den kleinen Sound-Ziegel vonMarshall.
Doch bevor ich über den musikalischen Neuzugang spreche, muss ich erst einmal ein paar Worte zuMarshallverlieren. Das britische Unternehmen ist vor allem bekannt für Musikverstärker und Lautsprecher für Musiker. Die großen Amps stehen auf Konzertbühnen in aller Welt oder in Studios. Wahrscheinlich hat jeder Konzertgänger schon einmal eine Box von Marshall gesehen – zumindest aus der Ferne. Seit ein paar Jahren gibt es von dem Brand auch Kopfhörer und Bluetooth-Boxen mit Coolness-Faktor und Streetstyle. Die Dinger werden allerdings nicht von den britischen Soundprofis hergestellt, sondern unter Lizenz von der FirmaZound Industriesaus Stockholm. Von denen gibt es wiederum eine ganze Reihe netter Sound-Gadgets, zum Beispiel für Marken wie Urbanears, Adidas – oder eben Marshall. Das ist erst einmal gar nich so verkehrt, denn kleine und mobile Geräte benötigen ein ganz anderes Know-how, als große Amps für die Bühne. Zound Industries ist Spezialist darin, Sound stylish zu verpacken – oder Style gut klingen zu lassen.
Zurück zum Emberton. Der Winzling ist der jüngste Streich von Marshall und ergänzt vortrefflich die Range umStockwell II,Killborn IIund den großenTufton. Letztere hatten wir im vergangen Jahr beim Hurricane dabei, wo sie uns dank das ausdauernden Akkus und der hohen Lautstärke die ganze Zeit über viel Freude bereitet hat. Der Emberton tritt also im wahrsten Sinne in große Fußstapfen. Und was soll ich sagen: Mir gefällt der Zwerg sogar besser als sein großer Bruder. Da ist erst einmal das so genannte „True Stereophonic“. So bezeichnet Marshall den multidirektionalen Sound. Oder noch simpler: Egal wo man sitzt, der man hört den Musik immer aus der optimalen Richtung. Das hört sich banal ist, doch wenn man es einmal probiert hat, möchte man diese 360-Grad-Beschallung nicht mehr missen. Beim Camping am Strand von St. Peter-Ording stellte sich das Erlebnis so dar: Ich habe die Box auf einen keinen Hocker zwischen meiner Frau und mir hingestellt. Normalerweise ist es bei Lautsprechern dieser Art so, dass der Schall entweder nach vorne geht und die Lautstärke daher etwas höher eingestellt werden muss, damit beide etwas von der Musik haben. Oder einer der beiden Hörer erlebt einen besseren Klang, als der andere. Beim Emberton tönt es vorne wie hinten. Man darf sich das etwa wie ein Soundkuppel vorstellen, die über das kleine Teil gestülpt ist. Und diese Kuppel hat einen ziemlich großen Durchmesser.
Die Lautstärke ist überraschend hoch, der Klang gefällig. Trotz der kleinen Abmessung steckt ordentlich Wumms drin. Die Bedienung ist klasse. An der Obeseite befindet sich mittig ein runder Messing-Knopf, ähnlich einem Stick auf einem Game-Controller. Drück man drauf, schaltet sich das Gerät ein. Bewegt man den Stick nach oben oder unten, verändert sich die Lautstärke. Und will man zum letzten oder nächsten Musikstück springen, drückt man den Hebel nach links oder respektive nach rechts. Und das war es eigentlich auch schon an Möglichkeiten des mit 700 g recht schweren Lautsprechers. Einen Aux-Eingang gibt es nicht, darum spielt der Emberton nur Musik per Bluetooth hab. Auch auf die Möglichkeit, Höhen oder Bässe einzustellen, hat Marshall verzichtet. Der kleine Schreihals ist ein Lautsprecher für Minimalisten – und dazu noch sehr robust. Er hat eine IPX7 zertifiziert, wodurch nicht einmal ein starker Regen die Musik stoppt. 20 Stunden hält derAkku bei normaler Lautstärke, aufgeladen wird dieser per USB-C. Einen Haken hat die Sache: Mit 149 Euro ist die Box sicher kein Schnäppchen, bei anderen Herstellern gibt es deutlich günstigere Sound-Zwerge. Doch wer bereit ist, die Summe zu bezahlen, wird das nicht bereuen und wird mit einem neuen treuen Freund belohnt. Ich bin auf jeden Fall noch immer schwer verknallt in den kleinen Rocker.
Gibt es so etwas wie den einen Lieblingssong? Oder kann man wenigstens zehn Songs nennen, die unverrückbar ganz oben in den ganz persönlichen Charts stehen? Tatsächlich habe ich es einmal versucht, meine liebsten 100 Songs aufzuschreiben. Und selbst an dieser doch schon längeren Liste bin ich gescheitert. Immer wieder musste ein neuer Song unbedingt dazu, aber ich konnte mich dann kaum von einen anderen Titel trennen.
Lieblingsstücke sind für mich immer auch eine Momentaufnahme. Mein Top-Songs sind auch abhängig von der Stimmung, in der ich mich gerade befinde. Davon ob ich im Stress bin, oder gechillt einem Sonnenuntergang zuschaue. Und dann schleichen sich ständig neue Künstler in meinen Favoritenkreis. Drei davon möchte ich hier kurz mit ihren aktuellen Songs vorstellen. Lianne La Havas, Alin Coen und Arlo Parks gehören derzeit zu meinen absoluten Lieblingssängerinnen – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Auch die Stile unterscheiden sich sehr. Vielleicht habt Ihr ja Spaß damit.
Eigentlich verrät man seine Lieblingsplätze nicht. Doch Gerd macht diesmal eine Ausnahme und stellt einen der schönsten Campingplätze in Dänemark vor: Camp Møns Klint an der Ostsee. Ganz in der Nähe der beeindruckenden Steilküste liegt dieser idyllische Platz, wo sich buchstäblich Hase und Igel gute Nacht sagen und auch mal ein Reh vor der Tür steht. Henning stellt wiederum ein Buch vor, in dem es ums grüne Reisen geht. Wir alle hinterlassen mehr als nur ein paar Fußspuren, wenn wir in andere Länder fahren. Wir wollen natürlich nicht aufs Reisen verzichten, aber wir können unsere Spuren minimieren. Wie das gehten kann, steht im Buch. Dann holen wir uns noch die Provinz auf die Ohren – und wer Faber und AnnenMayKantereit mag, sollte ganz genau hinhören: Nadine stellt die junge Band Provinz und deren Album „Wir bauten uns Amerika“ vor.
Nein, eigentlich verrät man als Camper seine Lieblingsplätze nicht. Die Gefahr ist viel zu groß, dass der Platz durch zu viele Menschen dann irgendwann versaut ist. Aber das gilt vor allem für versteckte Plätze, auf denen man auch mal wild steht. Wenn hier zu viele Camper hinfahren, die zum Beispiel ihren Dreck dort einfach liegen lassen, wird dort schnell ein Schild angebracht, dass Camping verboten ist. Darum seht es mir nach, wenn ich nicht verrate, wo ich meinen alten Camper ab und zu hinstelle, um dort die Nacht zu verbringen. Dafür möchte ich meinen absoluten Lieblings-Campingplatz vorstellen. Der befindet sich auf Møn, einer Halbinsel an Dänemarks Ostseeküste. Møn spricht man übrigens mit einem langen Vokal aus, es reimt sich auf „schön“ – und das passt.
Schon die Fahrt zum Camp Møns Klint ist toll. Von meiner Heimatstadt Hamburg geht es erst einmal nach Puttgarden auf Fehmarn, von der auf die Fähre derScandlinesnach Rødby. Weiter geht es dann Richtung Kopenhagen, aber auf halber Strecke biegt man gleich hinter einer großen Brücke nach rechts und ist dann schon fast auf Møn. Etwa eine Stunde dauert die Fahrt vom Fährhafen zum Campingplatz. Mit etwas Schwung fährt man dann die Einfahrt hoch zur Rezeption. Wer hier nun einen Platz oder eine feste Parzelle zugewiesen haben möchte, schaut in verständnislose Gesichter. Hier darf man sich hinstellen, wo man möchte.
Das Gelände ist riesig und erstreckt sich auf verschiedenen Ebenen. Gleich beim Eingang links befindet sich zum Beispiel die Unterhaltungs-Area. Hier gibt es viel Platz für Camper und Zelte, Gemeinschaftshäuser für Gruppen, Sportplätze und Waschhäuser. Ein kleines Bistro mit leckeren Speisen und ein Mini-Shop fürs Nötigste sind auch vorhanden. Fährt man dagegen nach rechts, hat man die Wahl zwischen oben und unten. Oben ist der Weg zum Wald nah, unten befinden sich dagegen Pool, Teich und die wunderbare Dark Sky Area. Und meine Empfehlung ist es, sich dort einen Platz zu suchen, denn es ist ganz zauberhaft dort. Vorausgesetzt natürlich, wenn man die Ruhe mag. Nachts sind die Wege hier kaum beleuchtet, damit man den herrlichen Sternenhimmel bewundern kann.
Weitere Highlights gefällig? Aber gern: Es gibt einen Kräutergarten, wo man sich bedienen kann. An den Waschhäusern und Wasserstellen stehen ebenfalls große Töpfe mit Rosmarin, Pfefferminze und anderen Kräuter, von denen man sich einfach ein paar Blätter oder Zweige für Speisen und Getränke mitnehmen darf. Für Hunde gibt es nicht nur einen großen und eingezäunten Bereich im Wald, sondern auch eine Waschstation mit Hundeshampoo und Leckerlies. Man kann Fahrräder oder Boote leihen, Tennis oder Minigolf spielen oder an verschiedenen Feuerstellen Grillen. Es gibt einfach viel zu entdecken, aber vor allem gibt es kaum Vorschriften. Die einzige Regel hier lautet, dass man achtsam mit der Natur sein soll.
Wer Animation und Party sucht, sollte den Platz allerdings meiden. Hier verbringt man seinen Urlaub, weil man mit seinen Lieben eine entspannte Zeit haben möchte. Außerdem ist es ein hervorragender Startpunkt für lange Spaziergänge zur Küste. Hier befindet sich auch die längste Treppe Dänemarks, die direkt runter zum Strand führt. Und wer ein bisschen Romantik möchte, bucht sich im Camp eine Bootstour zum Sonnenuntergang oder ein Dinner am Wasser.
Ganz günstig ist der Spaß nicht. In der Hauptsaison zahlt man für Camper, zwei Erwachsene und zwei Kinder umgerechnet zwischen 50 und 60 Euro. Dafür sind Strom, Hunde, Duschen, Ver- und Entsorgung, Nutzung der Waschmaschinen und viele weitere Extras inklusive.
Zweiter Versuch: Als Gerd vor einem Jahr das erste Mal von SUP und Paddelbrett erzählte, offenbarte er, wie wenig er davon versteht. Darum hat er sich das Brett ausgeliehen und auf einem See in Hamburg ausprobiert. Henning ist dann damit auf der Ostsee unterwegs gewesen. Im Interview erzählt der Paddelbrett-Entwickler über sein Tourenboard und das Konzept dahinter. Dann geht es nach Portugal, genauer nach Praia da Cordoana. Das ist eigentlich ein Parkplatz in einem Naturschutzgebiet. Henning verrät, wann man dort auch mal eine Nacht bleiben kann. Musikalisch geht es diesmal rockig zu: Nadine hat „The Kingdom“ mitgebracht, das neue Album von Bush. Und eines wird schon beim ersten Ton klar: Es gibt ordentlich Druck auf die Ohren.
Stand Up Paddeling – oder kurz SUP – liegt im Trend. Aber damit verrate ich nun wirklich kein Geheimnis. Jeder, der in den letzten Jahren schon einmal an irgendeinem stehenden oder fließenden Gewässer war, hat gesehen, wie ein Mensch auf einem Brett vorbeifuhr. Ist ja auch klar, schließlich gibt es kaum einen Wassersport, der so zugänglich für jedermann ist. Alles was man braucht ist ein Brett und ein Paddel. Kombiniert man beide Begriffe, landet man beim tollen SUP-Board„Paddelbrett„. Vor einem Jahr habe ich Christoph, den Kopf hinter dem Brett, auf einer Outdoor-Messe getroffen. Zuerst ist mir das Board aufgefallen, denn das Design hat mich total angesprochen. Wo die meisten anderen Hersteller verschwenderisch mit Farben und Mustern umgehen, setzt Christoph beim Design of klare Linien und monochrome Optik. Das perfekte Board für Minimalisten. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich nur wenige Dinge mitzunehmen, aber diese sollen von guter Qualität sein und dazu ein möglichst schlichtes Design haben, damit sie zum meinem Camper passen. Und weil ich mich vor einem Jahr in das Paddelbrett ein wenig verknallt hatte, stellte ich es im Podcast vor – ohne jemals damit unterwegs gewesen zu sein.
Das ging so natürlich nicht. Daher habe ich Christoph bequatscht, mir das Brett für ein paar Ausfahrten zu leihen, damit ich etwas mehr über die Fahreigenschaften und die Verarbeitungsqualität erfahre. Und was soll ich sagen: Meine Begeisterung ist nur noch mehr gewachsen. Aber fangen wir mal am Anfang an. Das Lieferpaket ist umfangreich, zum aufblasbaren Board gibt es noch viel Zubehör dazu. Neben Rucksack, Trockentasche, Finne, Leaches und natürlich einem Paddel sind auch noch Flickset, Solarlampe und Taschenmesser mit Schraubenzieher dabei. Das Board wiegt knapp elf Kilo, das Aufpumpen ging durch die Doppelhubpumpe schnell von der Hand. Man kann dabei auch nicht viel verkehrt machen: Auf der Pumpe wird angezeigt, wann genügt Druck aufgebaut wurde, die Anleitung ist zudem so einfach, dass selbst Lesefaule alles verstehen müssten.
Das Board ist riesig, viel größer, als die meisten SUPs, die ich sonst so sehe. Für mich persönlich ist das aber ein großer Vorteil. Ich bin Anfänger – und je größer das Board ist, desto mehr Stabilität habe ich mit meinen 95 kg. Meine erste Tour fand auf dem Eichbaumsee in Hamburg statt. Ein toller Ort für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit dem Camper kann man hier gut stehen, der Fußweg zum Wasser ist dann nicht weit. Zuerst war es trotz optimaler Bedingen ein wenig wackelig, ich musste mich erst daran gewöhnen, auf dem Brett zu stehen. Also war erst einmal hinknien angesagt. In dieser Haltung ging es erst einmal ein paar Züge im Kreis herum. Später traute ich mich dann auch, im Stehen zu paddeln, denn mir ist dann endlich eingefallen, dass ich im schlimmsten Fall nur ins nicht so kalte Wasser falle. Plötzlich wackelten die Beine nicht mehr, mit jedem Paddelschlag wurde fiel es mir leichter, es machte mir immer mehr Spaß.
Das Paddelbrett ist für Anfänger wie mich großartig, der Ein- und Aufstieg ist simpel. Allerdings ist es auch kein günstiger Start in den SUP-Sport. 939 Euro kostet das umfangreiche Set. Aber im Gegensatz zu günstigeren Anbietern ist eben gleich alles dabei, was man braucht. Dazu achtet Christoph bei der Herstellung sehr auf die Qualität seiner Produkte. Im Interview verrät er, dass es bei mehr als 200 verkauften Brettern bishernoch keinerlei Reklamationen gab. Doch nicht nur Anfänger haben ihren Spaß mit dem Brett, schließlich hat Christoph es vor allem als Tourenbrett entworfen. Die Länge gibt dem Paddelbrett eine Spursicherheit auch auf längeren Strecken und bei ungleichmäßigen Bedingungen. Zudem kann man sich gut darauf hinlegen und ein bisschen treiben lassen. Henning und seine Freundin haben das Brett mit nach Fehmarn genommen und es auf der Ostsee ausprobiert. Und auch dort hat es sich trotz des kabelligen Wassers sehr gut geschlagen.
Im Podcast erzählt Christoph, wie er auf die Idee zum Paddelbrett gekommen ist, wo er es herstellen lässt und er verrät, wie sich der Preis zusammensetzt. Außerdem gibt er noch ein paar Tipps für feine SUP-Touren. Wer mehr über das Paddelbrett und weitere SUP-Angebote von Christoph erfahren möchte, findet die Infos auf seiner Seite:www.paddelbrett.de
Ein Feuer, ein Stück Tier – seit Menschen von Bäumen gestiegen sind, brauchen sie kaum mehr, um kulinarisch beglückt durchs Leben zu gehen. Der moderne Mensch tickt da nicht anders, auch wenn Essen inzwischen kaum noch selbst erlegt oder geerntet wird. Und auch beim Feuer wird heute nichts mehr dem Zufall überlassen, es wird gegrillt. Und wie. Man könnte meinen, dass das Grillen des Deutschen liebste Freizeitbeschäftigung ist und dass es bei einem Grill kaum noch etwas Neues zu erzählen gibt. Die Geschichte ist auserzählt. Dachte ich. Pustekuchen.
Erst kürzlich habe ich mir fürs Wohnmobil einen kleinen Holzkohlegrill gekauft, denKnisperhabe ich hier auch schon vorgestellt. Cooles Ding, klein und dennoch ausdauernd. Vor allem kann man es überall mit hinnehmen, eine zusätzliche Halterung fürs Fahrrad macht es möglich. Kaum hatte ich den Grill in Betrieb, entdeckte ichSkotti. Nein, nicht der Bordtechniker von der Enterprise, sondern den kleinen Gasgrill. Obwohl: Technik stimmt schon, denn Skotti ist tatsächlich so etwas wie die Neuerfindung des Gasgrills. Beim Kauf wundert man sich bestimmt erst einmal darüber, dass man lediglich eine flache Tasche aus LKW-Plane in der Hand hält. Und wo ist der Grill?
Als ich die beiden Seiten der Tasche auseinandergezogen habe, fand ich den Grill, oder besser: seine neun Einzelteile. Ich musste, nein, ich durfte ihn erst einmal zusammenbauen. Ganz ehrlich: So etwas macht mir großen Spaß, seit ich Überraschungseier, Yps und Ikea kenne. Und im Gegensatz zu den Produkten des schwedischen Möbelhauses klappt das auch ohne die beigelegte Anleitung. Beim ersten Mal brauchte ich etwa vier Minuten für den Zusammenbau – was aber nur daran liegt, dass ich zwei Seitenteile vertauscht hatte.
Die Teile sind präzise gefertigt und so robust, dass ich ruhig ein bisschen Druck ausüben konnte, damit der ganze Grill am Ende perfekt zusammengebaut war. Ich bin immer noch total verblüfft, dass man gar nicht sehen kann, dass der Skotti einfach nur aus zusammengesteckten Teilen besteht. Alles wirkt solide, alles hält bombenfest. Nur noch die Gaskartusche anschrauben und los darf es gehen.
Da ich kein Fleisch esse und auch nicht so gerne Fertigprodukte auf den Grill lege, muss ich mir meine Gerichte selbst zubereiten. Gleichzeitig liebe ich gute Burger und versuche immer wieder neue Buletten zu kreieren. Für den Skotti-Ersteinsatz gab es Burger-Patties aus Rote-Beete und Kidneybohnen. Rezept gefällig? Ich versuche es, denn ich koche immer frei nach Schnauze, meistens gelingt es. Also: Ich habe zwei größere Rote-Beete-Knollen geraspelt. Dazu habe ich eine kleine Dose Kidneybohnen in Chili-Soße genommen, da ich mir so ein wenig Würze gespart habe. Die Bohnen habe ich abtropfen lassen, mit einer Zwiebel, einer Knoblauchzehe, einen Schuss Soja-Soße und ein paar Gewürzen in den Mixer gepackt. Diese grobe Matschepampe habe ich dann zur Beete getan und dann nach Gefühl Leinsamen und Haferflocken reingepackt, damit die Flüssigkeit gut aufgesogen wird. Kurz in den Kühlschrank mit der Masse und dann Patties formen. Bei mir kamen etwa zwölf Stück dabei raus, aber ich habe sie wegen der Stabilität auch recht klein gemacht. Wei ich die Dinger etwas vorgaren wollte, kamen sie zehn Minuten in den Backhofen (200 Grad) – und dann direkt auf den Grill. Für den Burger brauchte ich jeweils zwei, die restlichen Patties habe ich eingefroren. Ach ja, als Gemüse gab es dazu dünne Kohlrabi-Schreiben, die ich etwas mit Öl und Gewürzen mariniert und dann ebenfalls mit dem Skotti gegrillt habe. Was soll ich sagen: Es war köstlich!
Fürs Grillen muss Skotti nicht lange vorgeheizt werden, er kommt schnell auf Betriebstemperatur. Eine Piezozündung fehlt, gestartet wird das Ding mit einem Feuerzeug. Minimalismus ist eben auch hier trumpf. Aber so kann auch weniger kaputt gehen. Ich hätte mir einen Deckel gewünscht, weil ich das inzwischen sehr zu schätzen gelernt habe. Aber wie mir Christian, der Erfinder von Skotti imInterview für Folge 30 verriet, wird dieser demnächst verfügbar sein. Und der Vater von Skotti erzählt noch mehr, zum Beispiel woher der Name kommt, wie lange es dauert, bis ein Grill genehmigt wird und wie er überhaupt auf die verrückte Idee gekommen, einen weiteren Grill herzustellen.
Der Skotti-Grill kostet 159 Euro. Sicher kein ganz günstiger Spaß. Aber mich hat vor allem überzeugt, dass der Grill nach Gebrauch schnell auseinandergenommen werden kann. Zum Reinigen einfach die Teile in die Spülmaschine oder mit dem Stahlschwamm bearbeiten – Skotti mag hart rangenommen werden. Und dann kommen die Teile wieder in die Tasche und nehmen so kaum Platz weg. Und wenn ich das nächste Mal mit dem Rad an den Strand fahre, passt Skotti auch in den Rucksack. Und ich brauch nicht einmal eine zusätzliche Halterung dafür.