In Folge 220 von Campermen habe ich das DJ-Pult Omnis Duo von AlphaTheta vorgestellt. Reinald hat es danach so zusammengefasst: Wenn einer von uns nicht erwachsen wird, dann ist es Gerd. Und Henning nannte mich den Peter Pan von Campermen. Stimmt. Und jetzt: Licht aus, Spot an und ab in die Camping-Disko!
Schon als Kind habe ich mit meinem kleinem Kassettenrekorder und Mikro vor den Fernseher gesetzt und die Songs aufgenommen, die in Sendungen wie „Disco“ oder „Musikladen“ liefen. Die Bänder habe ich zwischen den Songs immer rausgenommen, mit einem Bleistift etwas zurückgedreht und dann rechtzeitig beim nächsten Act auf Aufnahme gedrückt. Später dann, mit einem zweiten Tape, habe ich meine ersten Mixtapes erstellt. Die Qualität war rückblickend eher mäßig, für mich waren die Aufnahmen Schätze.
Irgendwann kam ein Plattenspieler ins Spiel, dann ein CD-Player. Ich habe Mixtapes verschenkt, sie haben mehr über mich ausgesagt, als jeder Brief, den ich hätte schreiben können. Auf Partys habe ich schließlich aufgelegt und während des Studiums habe ich sogar ein paar Markt verdient, wenn ich auf Betriebsfeiern oder bei Aftershows im Theater die Gäste zum Tanzen brachte. Virtuos war ich nie, aber ich hatte immer ein gutes Gespür für den nächsten Song. Soviel zur Vorrede.
In den vergangenen Jahren habe ich viel DJ-Software auf dem Rechner ausprobiert, da meine digitale Musiksammlung größer wurde. Da fehlt mir aber die Haptik. Ich mag es, Knöpfe zu drücken und Regler zu bedienen. Aber es nervte mich immer, mindestens ein zweites Geräte mitzunehmen. Ich war auf der Suche nach einer coolen All-in-One-Lösung. Trommelwirbel: Auftritt Omnis Duo.
Das DJ-Pult von AlphaTheta ist genau das, was ich immer gesucht habe. Der Kasten hat einen großen Touchscreen, über den die Musik ausgewählt und auf die beiden Decks geschickt wird. Die Musik selbst kann ich auf SD-Karten, USB-Stick oder einer externen Festplatte speichern. Oder, falls ich doch einen Rechner anschließe, direkt vom Computer hochladen. Der Omnis Duo (oder sagt man das Omnis Duo?) kann aber auch kabellos – und das ist das Hauptargument für mich. Der eingebaute Akku hält bis zu fünf Stunden Party. Geht es doch mal länger, kann ich per Powerstation Strom nachschießen. Musik kann per Bluetooth auf passende Boxen übertragen werden. Oder ich nutze Bluetooth, um vom Smartphone Songs und Sounds auf Gerät zu übertragen. Wlan ist ebenfalls an Bord. Reicht meine Musik nicht aus, können auch Services wie Spotify, Tidal oder Apple Music genutzt werden – schließlich will man auf einer Party auch mal Wünsche erfüllen.
Die Bedienung ist simpel: Sabald die Maschine läuft, stelle ich per Bluetooth eine Verbindung zur Box her. Auf dem Display berühre ich kurz den Punkt „Browser“ und wähle die Quelle für die Musik aus, in meinem Fall die gut gefüllte SD-Karte. Dann suche ich in den Verzeichnissen den Song, den ich spielen möchte und schicke ihn per Fingerzeig auf das linke oder rechte Deck. Unter den großen und griffigen Drehrädern, die man auch zum Scratchen nutzen könnte (wenn man es könnte), startet man den jeweiligen Song. Per Cue-Tasten können Markierungen innerhalb des Songs gesetzt werden, zum Beispiel bei markanten Stellen, die immer wieder abgespielt werden sollen. Im Display wird der Song als Welle angezeigt, außerdem gibt es Infos zu den Beats per Minute. Per Regler und Knöpfen lassen sich die Geschwindigkeiten beider geladeneren Songs aufeinander abstimmen. Wer nicht den richtigen Moment verpassen will, kann den nächsten Song auch automatisch abspielen lassen. Noch einfacher wird’s, wenn man eine Playlist anlegt.
Das ganz muss man nicht am Gerät machen, denn mit der Software und dem Service Recordbox kann man sein Set schon vorbereiten und die Infos dazu aufs Gerät übertragen. Das nimmt aber die Spontanität. Praktisch ist auch, dass man per Kopfhörer vorhören kann um so zu überprüfen, ob der nächste Song tatsächlich passt und an welcher Stelle er einsetzen soll.
Die Hardware ist sehr gut verarbeitet, die Regler reagieren gut, die Knöpfe sorgen allerdings für ein kleines Klickgeräusch. Gut, dass man das im Betrieb nicht hört. An der Vorderseite gibt es Anschlüsse für Kopfhörer, an der Rückseite diverse Ausgänge (Klinke/XLR/Chinch) für Empfänger. Ein USB-Anschluss ist für die Verbindung zum Computer, ein weiterer für die Stromversorgung. Ein USB-Eingang schluckt Festplatten oder USB-Sticks, ein SD-Eingang nebenan ist für Musik besser geeignet, da die Karte im Gerät verschwindet.
Ich habe auf jeden Fall wieder Lust bekommen, Partys mit Musik zu beschallen. Es macht Spaß, mit dem Omnis Duo zu hantieren, die technischen Möglichkeiten auszureizen – und am Ende dann doch einfach eine interaktive Playlist abzufeuern, zu der man unbedingt tanzen möchte.
Pro: – Bedienung ist simpel – kabellose Nutzung durch Akku und Bluetooth – viele Anschlussmöglichkeiten – sehr gute Verarbeitung
DJ-Pult, Camping am See und ein fettes E-Bike zu gewinnen
Die Camping–Saison neigt sich dem Ende entgegen – zumindest für Nadine und Henning, die ihre Camper ins Winterlager gebracht haben. In dieser Folge sitzen die Campermen zu viert vorm Mikro und sprechen über die Highlights 2025 und Pläne fürs nächste Jahr.
Ein Plan ist es zum Beispiel, einen Newsletter anzubieten. Dort werden wir künftig regelmäßig über spannende Themen und exklusive Angebote für unsere Hörer und Leser informieren. Und damit sich das Abonnent noch mehr lohnt, verlosen wir unter allen, die sich für den Empfang des Newsletter registriert haben, zur Adventszeit tolle Preise. Der Hauptpreis ist ein elektrisches Fatbike zum Falten von Sharp. Eigentlich ist es ja nicht sehr gerne gesehen, wenn man Body-Shaming betreibt, aber hier dürfen wir ausnahmsweise von einem fetten Gewinn sprechen – buchstäblich. Die 20-Zoll-Reifen sind so dick wie die Oberarme von Gerd. Das Rad lässt sich relativ klein zusammenfalten, der 250-Watt-Motor unterstützt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Gut 50 Km hält der Akku, bis zu 120 Kilo trägt das Rad. Das reicht für den Campingplatz und auch für einen Besuch in den nächsten Ort. Vor allem macht es Spaß, auf dem Rad zu fahren – ob auf der Straße oder im Gelände.
Sehr praktisch wäre das Rad auch auf dem Platz La Rocca, direkt am Gardasee. Nadine war dort und hat sich in Schockverliebt. Neben wunderschönen Stellplätzen am See gibt es auch diverse andere Unterkünfte. Glamping nennt man es wohl – und hier sieht man eindrucksvoll, was das Kunstwort bedeutet. Übrigens geht das luxuriöse Camping hier auch im Winter.
Und Gerd hat wieder ein Spielzeug für unterwegs mitgebracht. Er liebt es, Mix-Tapes aufzehmen, Playlists zu erstellen und auf Partys Platten aufzulegen. Das alles geht noch leichter von der Hand mit dem DJ-Pult Omnis Duo von Alpahtheta. Das Pult hat einen Akku an Bord, Musik kommt per Wlan oder von der Speicherkarte aufs Gerät, der Sound kommt dann per Bluetooth auf die Lautsprecher. Natürlich kann man auch Kabel nutzen – aber wo bleibt da der Spaß…? Hört mal selbst, warum Gerd so begeistert ist.
Das war die letzte Folge 2025 in Vollbesetzung. Wir lassen es jetzt für ein paar Wochen etwas ruhiger angehen. Aber keine Sorge – ganz müsst ihr nicht auf die Campermen verzichten. Wir bringen Interviews mit Campern und Promis und zu Gewinnen gibt es auch etwas. Also bleibt uns auch im Winter gewogen.
Ein Paar aus Buxtehude fängt neu an und zieht in einen riesigen Bus
Was für eine Geschichte: Flo und Marcel Eckhoff hatten eigentlich ihr Traumhaus in Buxtehude gefunden. Doch nach einer Eigenbedarfskündigung müssen sie wieder einmal neu starten. Diesmal soll es nicht schon wieder in ein Haus oder gar in eine Wohnung gehen. Sie erinnern sich an die Dokumentation „Expedition Happiness“, in der ein junges Paar in einem Bus durch Amerika reist. Die Bilder von Freiheit und einem alternativen Leben unterwegs nehmen immer mehr Raum ein, sie beschließen also, einen Doppeldecker-Bus zu kaufen, ihn nach eigenen Wünschen auszubauen und sich dann ohne festes Ziel auf den Weg zu machen.
Das klingt vielleicht etwas naiv – besonders wenn man erfährt, dass Flo und Marcel bisher keinerlei Camping-Erfahrungen hatten. Doch im Gespräch stellt man schnell fest, mit welcher Überzeugung Flo von den Plänen berichtet. Wenn man ihr lauscht, muss man den Mut und die Tatkraft des Paares einfach nur noch bewundern. Aber hört einfach selbst. Henning hat mit Flo Eckhoff ausführlich über den Stand der Dinge, die nächsten Schritte und die Zukunft gesprochen. Natürlich geht es im Gespräch auch darum, wie der ganze Spaß finanziert wird und wie Erziehung und Bildung der Kinder unterwegs funktionierten sollen.
Interview mit der mobilen Tierärztin Dr. Eva Schlensker
In dieser Folge spricht Henning mit Dr. Eva Schlensker, einer Tierärztin mit einem außergewöhnlichen Lebensstil: Gemeinsam mit ihren Hunden Wanda und Oskar lebt und arbeitet sie in einem umgebauten Mercedes Van – ihr Zuhause, ihre Praxis, ihr mobiles Zentrum für Tiergesundheit.
Ausgestattet mit allen wichtigen Geräten für die Erstversorgung kann sie viele Erkrankungen bei Hunden und Katzen direkt vor Ort diagnostizieren und behandeln – oder im Bedarfsfall gezielt an eine stationäre Praxis überweisen. Stressfreie Hausbesuche, kompetente Versorgung – und das alles direkt vor der Haustür.
Weitere Themen dieser Folge:
Wie Bildschirmsprechstunden und moderne Ferndiagnosen schnelle Hilfe auf Reisen ermöglichen
Warum individuelle Ernährungsberatung oft der Schlüssel zu einem langen, gesunden Hundeleben ist
Und: Wo Eva diesen Winter ihr Charity-Projekt für bedürftige Tiere umsetzen wird – mobil und mit ganz viel Herz.
In dieser Folge können sich Henning und Gerd ein wenig zurücklehnen: Nadine ist wieder aus dem Urlaub zurück hat hat einen Koffer voller Geschichten mitgebracht. Sie war mit Mann und Kind auf Korsika. Sie erzählt erst einmal, wie die Anreise verlaufen ist. Mit dem Wohnmobil muss man zum Beispiel die Fähre nehmen. Nadine hat sich für Moby Lines entschieden. Von Genua in Norditalien geht es innerhalb von fünfeinhalb Stunden nach Bastia. An Bord kann man sich die Zeit ganz gut vertreiben, es gibt Restaurants und einen großen Indoor-Spielplatz. Im Sommer kann man sogar einen Außenpool nutzen. Praktisch ist es, wenn man sich eine Kabine mietet, denn dann kann man während der Überfahrt ganz entspannt ein Nickerchen machen und die eigene Dusche nutzen.
Aber die Überfahrt war ja nur der Start zur Insel. Nadine hat einen ganz besonderen Tipp, besonders dann, wenn man mit einem großen Wohnmobil unterwegs ist. Für eine Rundreise empfiehlt sie, entlang der Küste entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren. So hat der Beifahrer – in diesem Fall Beifahrerin – den besten Blick auf das Meer.
In der Folge spricht sie über Preise, spannende Orte und natürlich über korsische Campingplätze. Sie stellt Ihre zehn Lieblingsplätze vor, perfekt zum nachreisen.
Ach ja: Natürlich hat sie unterwegs auch viel geschlemmt. Für die Bordküche hat sie diesmal den runden Backofen Roadbaker dabei gehabt. Wer einen Omnia kennt, weiß auch wie der Roadbaker funktioniert. Der Ofen hat hat im Gegensatz zum schwedischen Cousin einen Deckel aus Glas und auch sonst noch ein paar coole Funktionen. Welche genau? Hört rein.
Wir sprechen mit Elisa Model über ihre langsame Tour zu fremden Ländern
Wir haben die große Freude, in dieser Episode Elisa Model zu begrüßen. Elisa ist Reisende, Roadtripperin, Architektin und Möchtegern-Abenteurerin. Und immer auf der Suche nach dem perfekten Moment. Sie erzählt in ihrem Blog „Take an AdVANture“ Geschichten darüber, wie und wo man auf Roadtrips, als Reisender und bei verschiedenen Outdooraktivitäten sein Leben in vollen Zügen genießen kann.
Ganz aktuell war sie mit ihrem Mann mehrere Jahre im alten VW T3 unterwegs. Ihre Ziele sind aber nicht die typischen Orte, es zieht sie eher zu neuen Abenteuern. In dieser Folge sprechen wir vor allem über die Reise nach Georgien – und warum es sie immer wieder in dieses ganz besondere Land zieht.
Wer durch die Folge Lust bekommt, selbst einmal diese außergewöhnliche Tour zu machen, sollte sich unbedingt ihre Tipps nicht entgehen lassen. Sie hat einen interaktiven Reiseführer geschrieben, den man mit Google Maps nutzen kann. Die „Digitale Reisekarte Georgien“ gibt es hier: https://www.digistore24.com/product/601037
Henning und Gerd lassen die Messe „Caravan & Co.“ Revue passieren. Und dann planen sie auch bereits die nächsten Abenteuer. Dafür hat Gerd den Platz „Dünencamping Amrum“ mitgebracht. Wie der Name es schon verrät, befindet sich das Schmuckstück auf der schönen Nordsee-Insel Amrum, direkt in den Dünen. Man muss mit der Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei anreisen. Vor Ort gibt es kilometerlange Strände und direkten Zugang zum Meer. Auch im Winter kann man hier gut stehen. Mehr Infos dazu in der aktuellen Folge.
Nicht nur an der Nordsee gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Das hat Gerd berücksichtigt und stellt ein paar – nicht sehr günstige – Gummistiefel vor. Le Chameau heißt der französische Hersteller, der die Stiefel noch immer so baut, wie es schon seit der Gründung 1927 gemacht wird. Die Qualität ist ausgezeichnet. Warum Gerd die Stiefel gar nicht mehr rausziehen mag, verrät er im Gespräch mit Henning.
Und dann gilt natürlich noch immer unsere Einladung zum „Abtörn“ am 24. Oktober. Die Campermen unternehmen zusammen mit den Nordic Vancrews eine Barkassentour im Hamburger Hafen – mit Musik, Drinks und schönen Gewinnen. Jetzt Tickets sichern!
Schweden-Feeling in Canow, Interview mit Vorzeigeltern und Tipps fürs Wochenende
Gerd hat heute Rücken. Darum ist er auch ganz froh, dass Henning für das Programm zuständig ist. Nachdem dieser sich lang und breit angehört hat, wie schwer eine Gartenpflege ist und warum Alter nicht vor Dummheiten schützt, erzählt er von seinem letzten Wochenende.
Henning war der Einladung von Ahoi gefolgt und hat gemeinsam mit tollen Menschen den Herbstanfang in Canow gefeiert. Warum das ein ganz besonderer Event war, was er dort gemacht hat und wie der Platz so ist, erzählt er in der Folge.
Vor allem aber ist diese Folge einer großartigen Familie aus Chemnitz gewidmet: Die Känguru-Familie lebt in einem ausgebauten Schulbus und reist damit durch Europa. Zur Familie gehören neben den Eltern Jana und Hartmut mehrere Pflegekinder. Wie es zu dieser Konstellation kam, wohin die Reise geht und was die Pläne für die Zukunft sind, erzählen Jana und Hartmut in dieser Folge.
Ein Tipp noch: Vom 25. bis 28. September findet in Rendsburg die Caravan & Co statt, eine Camping-Messe für den hohen Norden. Henning und Gerd werden vor Ort sein, ein wenig über ihre Reise nach Australien sprechen und vor allem mit Ausstellern und anderen Gästen plaudern. Habt Ihr Lust? Es gibt noch Tagestickets!
Tickets gibt es auch für die Barkassentour „Abtörn„, die wir am 24. Oktober gemeinsam mit den Nordic Vancrews in Hamburg veranstalten. An Bord gibt es Musik, eine Bar verkauft leckere Drinks und es gibt tolle Preise zu gewinnen – zum Beispiel eine Powerstation von Bluetiit und eine Kuscheldecke von Unfold. Tickets gibt es hier: https://eventfrog.de/de/p/party/pop-rock/abtoern-2025-7363522173191851269.html
Was für ein Sommer: Gerd hat innerhalb von wenigen Wochen fünf Festivals besucht, was für ihn einen persönlichen Rekord darstellt. Wahrscheinlich resultiert ein Teil des Spaßes daraus, dass er sehr bequem unterwegs war und komfortabel campen konnte. Ford Deutschland hat ihm für die Tour einen Nugget zur Verfügung gestellt, genauer den Ford Nugget Titanium. Dabei handelt es sich um einen voll ausgebauten und ausgestatteten Campervan mit Aufstelldach und einer Küche im Heck.
Dirk Ellenbeck, Kommunikationschef von Ford Europa, ist ebenfalls begeisterter Camper. Er weiß, was das Reisen auf vier Rädern schöner und bequemer macht. Aus diesem Grund hat der noch ein paar Extras in den Van gepackt. Darunter Decken von Voted, magnetisches Geschirr von Silwy und weiteres Zubehör von Campnetic.
Auch Dirk ist im Sommer mit einem Nugget unterwegs gewesen, seiner war allerdings alles andere als ein Modell von der Stange. Er hat ein Allrad-Modell aus der Titanium-Edition noch einmal im Nugget Store by Hagemeier vergeilert. Neue Bereifung, leistungsstarke Stromversorgung, Fenster im Dach, Beleuchtung – der Platz reicht gar nicht aus, um alle Updates aufzulisten.
Es gibt also viel zu besprechen. Im Podcast-Talk geht es um die besonderen Nugget-Momente, beste Ausrüstung, Festivals und Musik, Urlaubsziele und nächste Etappen.
Ein Sommer, vier Reifen und fünf Festivals: In diesem Jahr ging es für Gerd in einem Ford Nugget auf die Äcker des Landes. So schlägt sich der Campervan bei widrigen Wetterbedingungen, schlechten Bodenverhältnissen und lautem Umfeld.
Manchmal entwickle ich unter der Dusche Ideen. So auch Anfang des Jahres, als mir nach einer kurzen Nacht kaltes Wasser über den Kopf lief. „Das ist ja wie auf einem Festival“, dachte ich und musste grinsen. Denn ich hatte wieder einmal Lust auf ein Wochenende voller Musik, wenig Schlaf und vor allem auf Camping mit Gleichgesinnten und guten Gesprächen. Festivals sind für mich eine Parallelwelt. Hier kann ich dem Alltag für eine Weile entfliehen. Ich lerne jedes Mal nette Menschen kennen, mit denen ich ein paar Stunden oder sogar mehrere Tage eine gute Zeit verbringe. Aber weil ein Festival auch immer ziemlich anstrengend ist, hatte ich mir nach dem letzten Mal geschworen, dass ich mir das nicht mehr antun möchte. Doch was kümmert mich mein Geschwätz vom letzten Jahr? Je mehr ich über Festivals nachdachte, desto größer wurde mein Hunger darauf. Da kam mir eine verrückte Idee: Warum nur ein Festival? Ich könnte endlich meinen alten Traum erfüllen und mehrere Musik-Events besuchen. Nur eine Sache stand für mich fest: Auf keinen Fall würde ich auf drei oder mehr Festivals zelten. Das hat nicht nur mit den Wetterbedingungen zu tun. Ich möchte komfortabel reisen, privates und berufliches Gepäck sicher verstauen, Nahrungsmittel kühlen und ein bisschen Hygiene sollte auch möglich sein. Da mein Camper im vergangenen Jahr gestohlen wurde und ich noch keinen Ersatz habe, war ich auf der Suche nach einer Alternative. Und bei Ford habe ich ihn gefunden.
Wie erzählt man einem Unternehmen, dass man eine tolle Idee hat und dafür Unterstützung benötigt? Ich habe es so probiert: „Hey, ich möchte ein paar Wochen auf Festivals fahren und brauche etwas, um meine Getränke zu kühlen. Es wird wahrscheinlich sehr matschig werden, und die Festivals werden garantiert Spuren hinterlassen.“ Mein Glück war, dass der Ansprechpartner selbst gerne mit dem Camper unterwegs ist und viele Festivals besucht. Ich musste gar nicht viel erklären. „Wann geht’s los? Wie lange willst du bleiben? Ich bin ganz schön neidisch!“, waren seine Antworten. Kurze Zeit später drückte er mir den Schlüssel für einen neuen Ford Nugget in die Hand.
Kleiner Wagen, großer Kompromiss
Campervans sind stets ein Kompromiss aus Größe, Preis und Komfort. Die Hersteller versuchen, in ein möglichst mobiles Fahrzeug viele praktische Dinge zu integrieren. Die wichtigsten Fragen sind dabei immer: Wo und wie schläft man? Was kann man mitnehmen? Wie sieht es mit Kochen und Waschen aus? Vans wie der Nugget sind von der Größe her limitiert. Der Vorteil: Er fährt sich im Straßenverkehr wie ein Pkw, Parkplätze sind kein Problem und auf Reisen kann man damit häufig Plätze nutzen, die für größere Fahrzeuge gesperrt sind. Ein Nachteil ist das Raumangebot. Oft muss man sich zwischen möglichst viel Gepäck oder möglichst viel Komfort entscheiden. Niemand möchte im Urlaub täglich zweimal Dinge hin- und hertragen, nur um einen Sitzplatz freizuräumen oder einen Kaffee zu kochen.
Das Nugget-Konzept versucht, viele Wünsche zu berücksichtigen. Mit einer Länge von 5,05 Metern passt es auf jeden Parkplatz. Der Fahrgastraum bietet Platz für fünf Personen: zwei vorne und drei auf der Rückbank. Die Rückbank lässt sich zu einem Schlafplatz für zwei Personen umbauen. Der Clou und zugleich das Alleinstellungsmerkmal ist die Küche im Heck: Trotz der geringen Abmessungen befindet sich im hinteren Teil eine vollwertige Küche mit Schubladen-Kühlschrank, Zweiflammenherd und Spülbecken. Zusätzlich gibt es Schränke für Lebensmittel und Kleidung. Selbst für eine Trenntoilette ist Platz – ich hatte mich für die Trelino Origin XS entschieden.
Fünf Festivals to go
Diesmal geht es mit allem Komfort zu den Festivals. Auf dem Programm stehen das Hurricane Festival in Scheeßel, das Deichbrand-Festival bei Cuxhaven und das Roskilde Festival in der Nähe von Kopenhagen. Anschließend schaue ich noch auf dem Dockville-Festival in Hamburg vorbei und beende die Tour auf dem Vanlife-Ferropolis, wo ich mit Henning sogar auf der Bühne stehe. Bevor ich losfahre, werfe ich einen kurzen Blick auf die Technik und Ausstattung des Ford Nugget. Es handelt sich um das Titanium-Modell mit kurzem Radstand. Es gibt auch noch die Active-Variante mit anderen Design-Details, die Motorisierung ist allerdings identisch. Zur Wahl stehen Automatik und Gangschaltung, sogar eine Allrad-Option ist verfügbar. Wer die Version mit langem Radstand (L2) wählt, hat 40 cm mehr Platz. Das zeigt sich vor allem im Heck: Der Stehbereich ist größer und es gibt mehr Staufläche dank zusätzlicher Schränke.
Im Aufstelldach befindet sich das Bett. Hierzu wird die manuelle Verriegelung oberhalb der Deckklappe geöffnet und das Dach wird einfach nach oben gedrückt. Das Bett ist etwa 200 × 130 cm groß und bietet genug Platz für zwei Personen. Allerdings braucht man etwas Übung, um zu zweit darin zu schlafen und ins Bett zu gehen. Eine Leiter wird im Seitenschrank eingehängt und dient als Zugang zur Küchenzeile.
Alternativ kann man, wie ich, die Trenntoilette als Trittstufe nutzen. Das Bett ist relativ bequem. Das Kopfteil lässt sich etwas aufrichten, im Fußteil fehlt die Polsterung. Praktisch ist die angebrachte Beleuchtung an der Decke. Auf dem Seitenschrank gibt es außerdem eine Möglichkeit, ein Smartphone kabellos aufzuladen. Wenn man das Bett nicht braucht, kann man es hochdrücken und mit zwei Halterungen am Dach befestigen. So kann selbst ich mit meinen 193 cm im Fahrzeug stehen und mich relativ frei bewegen.
Platz ist in der kleinsten Hütte
Selbstverständlich habe ich die Festivals auch dazu genutzt, meine Campingausrüstung zu testen. Diese musste ich im Fahrzeug unterbringen und sicher verstauen. Außerdem galt es, genügend Vorräte für jeweils vier bis fünf Tage mitzunehmen, inklusive Getränke. Außerdem mussten meine Klamotten mit, eine Mischung aus sommerlicher Kleidung und Regenschutz. Hier zeigt sich dann doch, dass es sich um ein kleines Fahrzeug handelt. Technik wie Stromkabel passt gut unter dem Sitz im Wohnraum. Nahrungsmittel und Getränke habe ich unter der Spüle platziert. Der 33 Liter fassende Kühlschrank bietet genug Platz für Butter, Käse, Gemüse und weitere verderbliche Leckereien. Meine Kleidung konnte ich größtenteils im seitlichen Schrank unterbringen. Damit war jeder Platz genutzt. Ein großer Lautsprecher fuhr in der Küche mit. Eine Powerstation und eine größere Lampe musste ich dagegen vor der Rückbank auf dem Boden platzieren. Alles Weitere packte ich in eine Kiste, die ich während des Festivals auf den Fahrersitz stellte. Man muss schon Ordnung lieben und jeden Tag dafür sorgen, alles wieder an seinen Platz zu packen. Das funktioniert im Nugget alleine hervorragend, zu zweit ist es umständlicher, da immer jemand dem anderen im Weg steht. Glücklicherweise ist man ohnehin nur bei schlechtem Wetter im Wagen, da Festivals Outdoor-Events sind.
Schön hier – innen und außenEs gibt genug Platz für eine KaffeemaschineEin bisschen Deko sorgt unterwegs für ein Zuhause
Die meisten Festivals finden auf eigentlich landwirtschaftlich genutzten Flächen statt. Die Stellplätze befinden sich also auf einem Acker. Der Boden ist uneben und häufig weich. Ich hatte ein bisschen Sorge, ob ich mit dem Nugget geradestehe oder gar im matschigen Untergrund steckenbleiben könnte. Auf dem Stoppelfeld des Hurricane Festivals sprangen bei meiner Platzsuche tatsächlich die Sensoren an und gaben ein paar Warnsignale zu möglichen Hindernissen. Aber meine Sorge war unbegründet. Der starke 170-PS-Motor und das Automatikgetriebe mit acht Gängen hatten keinerlei Probleme abseits der regulären Wege.
Ohne Strom nichts los
Auf Festivals gibt es nur selten Plätze mit Stromanschluss. Dabei müssen nicht nur Getränke und Nahrungsmittel gekühlt werden, sondern auch mein Arbeitsgerät braucht Energie. Die Bordbatterie des Nugget versorgt vor allem den Kühlschrank mit Strom. Auch die Beleuchtung, die Spüle, die Außendusche, die Zündung des Kochers und die diversen USB-C-Anschlüsse werden von der Batterie mit Strom versorgt. Es gibt auch zwei klassische Steckdosen an Bord, allerdings keinen Wechselrichter, um 12 Volt in 220 Volt umzuwandeln. Eine Kaffeemaschine kann also nur bei externer Stromzufuhr betrieben werden. Ein Solarpanel ist ebenfalls nicht auf dem Dach montiert und es gibt auch keinen Außenanschluss für das Solarpanel, das ich für die Powerstation mitgenommen habe. Ich muss also während des Festivals mit dem Strom haushalten. Den Kühlschrank habe ich auf die kleinste Stufe gestellt, was absolut ausgereicht hat. Die Spüle habe ich nur zum Abwaschen und Händewaschen genutzt, sodass die 33 Liter des Wassertanks mehrere Tage reichten. Die Beleuchtung habe ich selten genutzt, da ich Akku-Lampen dabei hatte.
Lediglich mein Smartphone habe ich ab und zu aufgeladen. So reichte der Strom der Bordbatterie drei Tage lang. Das war überraschend lang, aber dennoch zu kurz für ein komplettes Festival. Meine Lösung, um mehr Strom zu erhalten, war sicher nicht perfekt: Ich habe den Motor des Wagens eine Stunde lang laufen lassen und anschließend meine Powerstation an die Außensteckdose angeschlossen. So hatte ich für die letzten beiden Tage genug Strom für den Kühlschrank. Wäre es mein Wagen, hätte ich nach dieser Erfahrung einen Außenanschluss für ein Solarpanel verbaut.
Apps und andere Funktionen
Besonders praktisch finde ich die Nutzung der zusätzlichen Apps. Mit FordPass kann ich beispielsweise den Status des Nugget überprüfen, die Türen öffnen und schließen, den Standort des Fahrzeugs anzeigen und sogar den Motor starten. Mit „CamperControl” kann ich wiederum die Beleuchtung im Innenraum regeln oder überprüfen, ob das Fahrzeug gerade steht. Noch komfortabler wird die Bedienung der vielen Funktionen über den großen Touchscreen im Heck. Besonders viel Spaß hat es mir gemacht, die Beleuchtung zu justieren. Neben der Helligkeit lassen sich auch die Farbwerte der gesamten Innenbeleuchtung einstellen. So habe ich den Wagen häufig in ein Diskomobil verwandelt: rotes Licht im Heck, grün und blau im vorderen Bereich. Lediglich ein Pulsieren im Takt der Musik fehlt noch – aber vielleicht ist das ja eine Idee fürs nächste Software-Update.
Beim ersten Festival hatte ich noch einen Pavillon von Dometic dabei. Aber der Wagen hat eine große und gute Markise an der Seite. Die Beine lassen sich zudem mit Erdnägeln befestigen. Auch Campingstühle muss man nicht mitschleppen, da in der Heckklappe zwei ziemlich bequeme Stühle integriert sind. In der Schiebetür ist ein Tisch mit Klappbeinen integriert, der sehr stabil ist, wenn er aufgebaut ist. Auch wenn mir Stühle, Markise und Tisch vielleicht nicht unbedingt gefallen, sind sie schlicht und praktisch. Und jedes Teil, das ich nicht extra mitnehmen muss, spart Platz im Fahrzeug.
Die Ausstattung ist nicht speziell für Festivals optimiert, sondern eher für einen Kurztrip an die See oder in die Berge. So schirmt das Dachzelt beispielsweise keinen Lärm ab, weshalb sich empfindliche Schläfer einen Gehörschutz einstecken sollten. Allerdings schläft man selbst bei schlechtem Wetter mit Wind und Regen gut und trocken. Ich mag die kurze Bauform des Nugget sehr, wenn ich alleine unterwegs bin. Zu zweit wäre die längere Variante wahrscheinlich angenehmer, vor allem bei längeren Touren. Da ich alleine oder mit meiner Frau auf den Festivals war, diente das Dachzelt als Schlafplatz. Wenn ein Freund mitgekommen wäre, hätte es mich genervt, dass ich für die Nacht das untere Bett aufbauen und tagsüber wieder Platz im Innenraum schaffen musste.
Küchenparty unter der Heckklappe
Insgesamt ist der Wagen ein hervorragender Festivalbegleiter. Ich habe den großzügigen Platz im Innenraum sehr genossen, als ich mit Freunden einen Drink nehmen wollte, es draußen aber zu kalt wurde. Die Küche ist im hinteren Teil perfekt positioniert und der Kühlschrank ist groß genug für ein verlängertes Wochenende. Dank der Heckklappe ist man auch bei leichtem Regen gut geschützt. Auf einem Festival haben wir darunter eine Küchenparty gefeiert.
Dennoch würde ich den Nugget nicht nur für Festivals nutzen. Für mich ist er ein Campervan für alle Gelegenheiten. Ich war damit sowohl in großen Städten als auch auf dem Land unterwegs. Ich war auf Stellplätzen am Meer und in den Bergen. Für ein Wochenende reicht der Strom, wer länger unterwegs ist, muss leider immer wieder extern nachladen, da der Akku noch recht schmal bemessen ist. Der Frischwassertank mit 33 Litern ist dagegen ausreichend groß. Überrascht hat mich, wie viel Zeug in die Schränke passt, wenn man etwas Ordnung hält.
Die Oberflächen sind etwas empfindlich, denn man sieht sofort jeden Fleck und jeden Dreck. Ich habe deshalb sehr häufig Wischlappen, Handfeger und Schaufel in die Hand genommen, um den cleanen Look zu bewahren. Schlafen im Zelt ist sicher nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt es gut. Und während andere Hersteller ein vollautomatisches Aufstelldach anbieten, gefällt mir, dass das Aufstelldach des Nugget von Hand hochgedrückt und heruntergezogen wird. Für alle, denen Zelten nicht zusagt: Inzwischen kann man auch eine Variante mit festem Hochdach ordern. Dann entfällt der Aufbau, man hat mehr Platz für Gepäck, Wintercamping ist möglich und beim Schlafen bleibt der Lärm draußen. Vielleicht ein Modell für den nächsten Festival-Sommer?