Von Hamburg bis Paris: Sommerreise mit einem ganz besonderen Co-Piloten
In diesem Special ist zum ersten Mal ein ganz besonderer Gast mit im Studio: mein Sohn Flynn feiert sein Debüt bei den Campermen! Gemeinsam erzählen wir von unserer großen Sommerreise – und die begann gleich mit einer Premiere. Statt mit unserem treuen VW T5 „Bussi“ sind wir dieses Mal einen nagelneuen VW Grand California gefahren. Der Umstieg war am Anfang etwas ungewohnt, entpuppte sich dann aber als purer Luxus mit jeder Menge Fahrspaß. Da es hier den Rahmen sprengen würde, alles über den neuen XL-California zu berichten, habe ich für euch einen eigenen Beitrag in unserem Blog verfasst.
Die Route führte uns zunächst mit einem Zwischenstopp in Esneux (bei strömendem Regen) weiter nach Honfleur, einem malerischen Örtchen in der Normandie, und schließlich zum Mont Saint-Michel. Dort haben wir gleich zwei Tage verbracht, um das Kloster und die Umgebung auch abseits der Touristenströme in Ruhe erkunden zu können – das hat sich definitiv gelohnt.
Weiter ging es auf die Île de Noirmoutier, wo wir trotz der französischen Sommerferien im August noch einen Stellplatz ergattern konnten – kein Selbstläufer, wie sich herausstellte. Danach führte uns die Reise durch die vom Waldbrand verwüstete Gironde. Der Anblick war wirklich beängstigend und ging einher mit einem mulmigen Gefühl, so kurz nach der Katastrophe dort Urlaub zu machen. Bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz in Truc Vert am Cap Ferret wurden wir von den Betreibern aber beruhigt: Gerade jetzt sei der Umsatz durch Gäste wie uns wichtig, da während der Feuer vieles geschlossen bleiben musste.
Der krönende Abschluss der Reise – und für Flynn eindeutig das Highlight – war Paris: der Besuch des Eiffelturms und ein ganzer Tag in Disneyland Paris. Auch für die Erwachsenen ein echtes Erlebnis, wie die 31.000 Schritte am Ende des Tages eindrucksvoll belegten. Kleiner Tipp: Besorgt euch eine Eintrittskarte für beide Parks. Am nächsten Morgen ging es dann zurück Richtung Hamburg.
Eine Folge über neue Fahrzeuge, alte Lieblingsorte, ein Land im Ausnahmezustand und die Frage, was einen Urlaub für ein Kind wirklich unvergesslich macht.
Eine kurzfristige Planänderung machte aus der Radreise durch Fyn eine Tour mit Van und E-Bike. Was zunächst nach einer Notlösung klang, erwies sich ziemlich schnell als Glücksfall. Denn der Ford Nugget konnte nicht nur Fahrrad, Gepäck und Anhänger schlucken. Er passte auch erstaunlich gut zu dieser Reise.
Manche Produkte machen Camping bequemer. Andere halten nur den Hintern trocken oder sorgen morgens für Kaffee. Beides kann unterwegs ziemlich wichtig sein. Wir haben praktische Ausrüstung für Zelt und Van ausprobiert.
Ein Platz in Svendborg und dickes Polster auf der Bank
Gerd kann nicht genug davon bekommen, über Dänemark zu sprechen. Einer seiner Lieblingsplätze auf Fyn ist Svendborg Sund Camping. Das liegt nicht nur an der genialen Lage und am schönen Stellplatz, den er hatte. Es ist vor allem die Chefin des Platzes, die es ihm angetan hat. Maria da Silva ist bereits seit 27 Jahren das Mädchen für alles auf dem Campingplatz. Sie steht an der Rezeption, verkauft im Shop, macht den Platz schön und hält ihn sauber. Sie ist die gute Seele von Svendborg Sund Camping. Im Podcast erzählt Gerd, was man dort machen kann, außer Maria anhimmeln.
Nadine sitzt dagegen wie im 7. Himmel. Sie hat eine neue Couch, die man ganz praktisch zusammenklappen kann. Qeedo hat das gute Stück hergestellt und nennt es „Johnny Cozy„. Ein guter Name für das Schmuckstück. Nadine wollte auf jeden Fall gar nicht mehr aufstehen. Ihr Mann ebensowenig. Und das Kind wollte auch noch dazwischen. Kein Problem, denn die Couch hält bis zu 300 Kilo problemlos aus. Und? Jetzt schon Lust, selbst auf dem Sofa Platz zu nehmen? Oder auf einen Stuhl von Qeedo? Vielleicht in einem neuen Zelt? Dann solltet Ihr jetzt ganz genau aufpassen. Qeedo gibt unseren Hörern eine Runde aus: Wer vom 13.8. bis 27.8. auf der Website von Qeedo einkauft, bekommt 15 Prozent Rabatt. Euer Code lautet „Campermen26„. Das Angebot gilt für alle Produkte des Sortiments außer für Dachzelte. Und: Qeedo hat auch kein Limit genannt, wie voll der Einkaufswagen sein soll. Also: zuschlagen und über tolle Produkte freuen!
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Henning und Reinald sind unterwegs, dafür ist Nadine zurück. Sie hat für diese Folge ein paar akustische Reiseandenken aus Frankreich mitgebracht. Auf dem Weg in die Normandie hat sie zuerst beim Disneyland bei Paris halt gemacht. Schließlich ist ihre Tochter ein großer Fan von „Toy Story“ & Co.. Und auch Nadine hat sich über schöne Begegnungen gefreut. Übernachtet hat sie auf einem Parkplatz ganz in der Nähe. Spannender sind allerdings die Campingplätze an der herrlichen Atlantik-Küste. Zwei davon stellt Nadine in dieser Folge vor. Außerdem gibt es noch Tipps für einen Tagesausflug auf die Kanal-Inseln.
Gerd war auch unterwegs Sein Campingfahrzeug der Wahl ist das T1 Pro von Tarran. Das Lastenrad hat einen E-Antrieb, eine große Ladebox und ganz viel technischen Schnickschnack. Ein Fest für Gerd, der Gadgets liebt, vor allem wenn sie Bluetooth und USB-Anschlüsse haben. Das T1 ist in Prinzip ein Smartphone, auf dem man radeln kann. Und da Sicherheit auch auf zwei Räder extrem wichtig ist, gibt es Sensoren, Kameras und für den Kindertransport Sitze und Gurte. Im Podcast spricht Gerd über seine Erfahrungen mit dem ganz besonderen Bike, im Blog hat er darüber geschrieben.
Also anschnallen, zurücklehnen, die Fahrt geht auch schon los.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Ist Camping wirklich so viel günstiger als ein Hotel-Urlaub? Das Ergebnis kommt auf die eigene Situation an: Reist man alleine oder mit Familie? Besitzt man bereits ein Campingfahrzeug oder will eines kaufen? Wie oft ist man überhaupt unterwegs? Wir haben verglichen – und das Ergebnis mag ein paar Urlauber überraschen.
Es gibt diesen einen Moment auf jedem Campingplatz. Der Nachbar mit dem 15 Jahre alten VW-Bus steht am Kaffeekocher, während drei Stellplätze weiter ein nagelneuer Liner-Bus mit ausfahrbarer Markise, Sat-Schüssel und Klimaanlage brummt. Beide behaupten steif und fest: „Camping ist günstig.“ Beide haben irgendwie recht, aber beide könnten sich auch gewaltig täuschen. Zeit, mal ehrlich durchzurechnen, was so ein Campingleben tatsächlich kostet. Und ob man dafür nicht doch besser gleich ins Hotel hätte fahren sollen.
Im Schnitt kostet ein Urlaubstag mit dem eigenen Reisemobil rund 85 Euro. Eine Ferienwohnung liegt bei etwa 105 Euro, ein Hotelaufenthalt knackt locker die 125-Euro-Marke pro Tag. Klingt nach einem klaren Sieg fürs Camping – und ist es meistens auch. Aber „meistens“ ist hier das entscheidende Wort. Denn zwischen dem Camper-Besitzer, der seit Jahren treu seinen Bulli fährt, und der Familie, die sich für zwei Wochen einen Camper mietet, liegen finanzielle Welten.
Eigentum schlägt Miete – immer
Der wichtigste Fakt zuerst, weil er über allem steht: Wer sein Fahrzeug bereits besitzt, campt praktisch unschlagbar günstig. Ein Stellplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen gibt schon immer noch an vielen Orten ab 20 bis 35 Euro pro Nacht, manchmal sogar pauschal, also unabhängig davon, ob eine Person oder eine ganze Familie drin schläft. Das ist der Trick, den viele Reiseveranstalter am liebsten unter den Tisch fallen lassen würden.
Wer sich hingegen erst einen Camper mieten muss oder neu anschafft, verliert diesen Vorteil schnell wieder. Mietgebühren von 70 bis 140 Euro am Tag plus Servicepauschalen fressen die Ersparnis regelrecht auf. Ein kleiner Campervan schlägt für Solo-Reisende schon mit 60 bis 90 Euro täglich zu Buche, in der Hauptsaison wird’s sogar noch teuer – bevor überhaupt ein Stellplatz bezahlt ist. Da wird aus der vermeintlichen Sparvariante schnell ein Urlaub, der genauso viel kostet wie ein ordentliches Apartment.
Faustregel: Wertverlust, Versicherung, Standplatz im Winter, Wartung sind Fixkosten, die auch anfallen, wenn das Fahrzeug in der Garage steht. Wer mehrmals im Jahr campt, verteilt diese Kosten auf viele Reisetage und drückt den Tagespreis spürbar. Wer nur einmal jährlich für zwei Wochen unterwegs ist, sollte ehrlich nachrechnen, ob sich Kauf und Unterhalt überhaupt lohnen, oder ob Mieten (trotz der höheren Tagespreise) am Ende günstiger ist, weil eben keine Fixkosten das restliche Jahr über anfallen.
Und was, wenn ich neu kaufe?
Jetzt kommt der Moment, an dem viele Rechnungen im Netz gerne mal wegschauen: der Neupreis. Ein neues Reisemobil mittlerer Kategorie kostet schnell 60.000 bis 80.000 Euro, ausgestattete Familienmodelle auch deutlich mehr. Zieht man davon den typischen Wertverlust ab – gerade in den ersten Jahren oft 15 bis 20 Prozent jährlich –, kommen allein durch die Abschreibung schnell 8.000 bis 12.000 Euro Kosten pro Jahr zusammen. Rechnet man Finanzierungszinsen, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und einen Stellplatz für die restlichen elf Monate im Jahr dazu, landet man nicht selten bei einer Fixkosten-Summe von 12.000 bis 15.000 Euro jährlich – bevor überhaupt ein Liter Diesel getankt wurde. Verteilt auf, sagen wir, drei Wochen Jahresurlaub, frisst das den gesamten Preisvorteil gegenüber Hotel oder Ferienwohnung locker wieder auf.
Der Neukauf lohnt sich also fast ausschließlich für Vielfahrer: Wer nicht nur zweimal im Jahr in den Urlaub startet, sondern auch an Wochenenden, Feiertagen und spontanen Kurztrips regelmäßig unterwegs ist, drückt den Tagespreis durch die schiere Nutzungshäufigkeit deutlich nach unten. Bei 80 bis 100 Reisetagen im Jahr können die Fixkosten pro Tag durchaus auf ein konkurrenzfähiges Niveau sinken. Wer dagegen nur gelegentlich campt, fährt mit einem gut erhaltenen Gebrauchten oft deutlich besser: Der größte Wertverlust ist bereits von den Erstbesitzern getragen worden, und man steigt preislich näher an dem 20-bis-35-Euro-Stellplatz-Idyll ein, das Camping eigentlich so attraktiv macht.
Wer jetzt denkt, das alles klingt nach einer Wohnmobil-Werbeveranstaltung: Keine Sorge, das klassische Zelt hat seinen eigenen, unschlagbaren Platz in dieser Rechnung. Kein Wertverlust, keine Versicherungspolice, kein Diesel, der beim Blick auf die Tankanzeige Schweißperlen verursacht. Ein gutes Zelt ist eine einmalige Anschaffung, die über Jahre hält, und Stellplätze für Zeltcamper sind auf den meisten Plätzen die günstigste Kategorie überhaupt. Wer mobil, minimalistisch und mit dem kleinsten Budget unterwegs sein will, kommt am Zelt kaum vorbei. Der Preis dafür: weniger Komfort, mehr Wetterabhängigkeit, und mit mittelmäßiger Ausrüstung merkt sich der Rücken jede Nacht auf der Isomatte.
Solo unterwegs: Wenn der Vorteil zusammenschrumpft
Für Alleinreisende zeigt sich das Camping-Argument von seiner zerbrechlichsten Seite. Klar, Hotels verlangen gerne unfaire Einzelzimmer-Zuschläge. Dieses Ärgernis kennen,Camper und Ferienwohnungs-Fans nicht, weil dort nach Stellplatz beziehungsweise Objekt abgerechnet wird, nicht nach Kopf. Das spricht für Camping. Doch sobald ein Fahrzeug gemietet werden muss, trägt der Solo-Reisende die kompletten Mietkosten allein, da es keinen Beifahrer gibt, mi dem man diese teilen kann. Rechnet man das durch, landet man bei täglichen Kosten von 115 bis 155 Euro für den gemieteten Camper. Zum Vergleich: Ein Apartment kostet als Solo-Reisender im Schnitt 80 bis 120 Euro, ein Hotelzimmer 110 bis 180 Euro. Sprich: Für Alleinreisende ohne eigenes Fahrzeug ist ein Apartment oft die smartere, weil günstigere und komfortablere Wahl. Nur wer bereits einen kleinen Camper besitzt, spielt hier wirklich in der günstigsten Liga mit Tagespreisen zwischen 45 und 65 Euro.
Familien: Hier zeigt Camping seine wahre Stärke
Ganz anders sieht die Rechnung aus, sobald Kinder mit an Bord sind. Hier entfaltet Camping seinen sogenannten Skalierungseffekt – und der hat es in sich. Der Grund ist simpel: Ob zwei oder vier Personen im eigenen Wohnmobil sitzen, ändert an den Fixkosten fürs Fahrzeug nichts. Auch Campingplätze rechnen häufig pauschal ab oder verlangen eine relativ geringe tagespauschal für jede Person: Ein Basispreis pro Stellplatz inklusive zwei Erwachsener, Kinder kosten oft nur einen kleinen Aufpreis von fünf bis zehn Euro. Damit landet eine Familie mit eigenem Fahrzeug bei rund 90 bis 130 Euro am Tag.
Im Hotel dagegen schlägt der Multiplikator gnadenlos zu: Jede Person zahlt mit, und spätestens wenn die Kinder zu groß fürs Beistellbett sind, sind zwei Zimmer oder eine teure Familiensuite fällig. Die Folge: 220 bis 420 Euro pro Tag, fast das Dreifache des Camping-Preises. Auch Restaurantbesuche für vier Personen, dreimal täglich, summieren sich gnadenlos.
Camping und Apartment punkten hier zusätzlich mit einem simplen, aber wirkungsvollen Vorteil: Selbstversorgung. Und im Wohnmobil „fährt die Küche immer mit“ – selbst auf der Fahrt entfallen teure Stopps an der Raststätte, weil das Pausenbrot eben schon im Kühlschrank liegt.
Reiseform
Solo (Ø pro Tag)
Familie mit 2 Kindern (Ø pro Tag)
Größter Kostentreiber
Camping (eigenes Fahrzeug)
45–65 €
90–130 €
Pauschalpreis pro Stellplatz, nicht pro Kopf
Camping (gemieteter Camper)
115–155 €
190–260 €
Hohe Mietgebühren + Servicepauschalen
Apartment / Ferienwohnung
80–120 €
140–220 €
Endreinigung, Nebenkosten, Größe
Hotel (inkl. Frühstück)
110–180 €
220–420 €
Preis pro Kopf, oft zwei Zimmer nötig
Das Fazit
Zwei Dinge sollte man sich merken, bevor man den nächsten Urlaub bucht:
Erstens: Besitz entscheidet. Wer schon ein Wohnmobil, einen Wohnwagen oder ein Zelt im Keller stehen hat, campt praktisch zu Bestpreisen. Wer sich erst ein großes Familienmobil mieten muss, landet preislich schnell auf dem Niveau einer guten Ferienwohnung, wodurch der vermeintliche Spareffekt verpufft.
Zweitens: Je mehr Personen mitreisen, desto stärker verschiebt sich der Vorteil Richtung Camping und Apartment. Der Hotel-Preis steigt linear mit jedem zusätzlichen Kopf, der Camping-Preis dagegen kaum. Für Familien ist das eigene Wohnmobil deshalb nicht nur eine Frage der Romantik zwischen Kiefernwald und Abendsonne, sondern schlicht die günstigste Art zu verreisen. Solo-Reisende dagegen sollten genau nachrechnen – und im Zweifel eher zum Apartment als zum gemieteten Camper greifen.
Am Ende bleibt die schönste Wahrheit des Campings aber ohnehin dieselbe wie am Anfang: Der Blick aus dem Fenster ist meistens besser als jeder Hotelflur – und das kostet nicht mal extra.
Henning kocht, Gerd ist im Fernsehen und Reinald kennt sich mit E-Camping aus
Es hörte sich ein wenig an wie ein Peitschenknall. Das Geräusch war noch in der Luft, als Gerd unsanft auf den Boden knallte. Eigentlich wollte er nur ein Zelt ausprobieren. Nicht für sich, sondern für einen Test im SAT.1-Frühstücksfernsehen. Sagen wir mal so: Dieses Zelt ist durchgefallen – und Gerd gleich mit. Aber der Ausflug nach Brandenburg war insgesamt keine Bruchlandung. Die Dreharbeiten liefen gut, vor allem aber fanden sie auf einem urigen Campingplatz Schwarzhorn direkt am Scharmützelsee statt. Gerd stellt den Platz vor und leckt sich dabei noch etwas die Wunden.
Henning baut keine Zelte auf – wenn man vom Dachzelt absieht, er kocht lieber vor seinem Wagen. Dafür waren neue Töpfe fällig. Bei Campo Libre hat er ein schönes Kochset gefunden, das Enzo XL, mi Töpfen, Pfanne und Sieb. Das passt alles perfekt ineinander und lässt sich so super verstauen. Noch besser: Unsere Hörer können sich das Set vergünstigt gönnen: Wer sich bei Campo Libre ebenfalls ein Kochset Enzo L oder Enzo XL kauft und unsere Links dafür nutzt, erhält 5 Prozent Rabatt.
Während das Kochen also günstiger wird, steigt der Spritpreis immer weiter. Also doch darüber nachdenken, ob ein E-Mobil als Campingfahrzeug oder Zugfahrzeug taugt? Reinald hat sich einmal angeschaut, ob man seine E-Mobile auf Campingplätzen überhaupt aufladen kann. Und er hat tatsächlich sehr viel Positives zu berichten.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Ein Lastenrad, das sich beim Anhalten selbst abstützt, klingt erst mal nach Bequemlichkeit für Fortgeschrittene. Auf längeren Strecken und vollbepackt mit Camping-Gear erweist es sich jedoch als der klügste Reisebegleiter, den man sich vorstellen kann.
Henning war in Salzburg, Gerd macht Kaffee und Reinald liebt Oldtimer-Rennen
Henning hat ein verlängertes Wochenende in Salzburg verbracht. Von seinem Trip hat er eine Menge Eindrücke mitgebracht. Die Altstadt ist zum Beispiel seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Jubiläum muss gefeiert werden. Henning hat in Salzburg geschlemmt, Museen besucht und ist tief in die Geschichte der Stadt eingetaucht. Kultur gab es auch, natürlich etwas Mozart: Im wunderbaren Salzburger Marionettentheater hat er sich „Die Zauberflöte“ in einer ganz besonderen Variante angeschaut. Mehr dazu im Podcast, seinen kompletten Reisebericht gibt es auf campermen.de
Reinald liebt Autos, eigentlich jeglicher Art. Ganz besonders liebt er alte Autos. Kein Wunder, dass er sich die Veranstaltung „Le Mans Classic Legend“ etwas genauer angeschaut hat, die im Rahmen des 24-Stunden-Rennens von Le Mans stattfindet. Hier fahren auf der Strecke herrliche Karren, die schon das eine oder andere Jahr(zehnt) auf dem Buckel haben. Aber vor allem der Camping-Bereich ist eine Schau, den Besucher stehen den Teilnehmern in Sachen Oldtimer-Liebe und Schauwerte in nichts nach. Wahrscheinlich müssen wir das nächste Mal auch hin. Hoffentlich haben wir genügend Retro-Klamotten im Schrank.
Gerd hat von der Firma Wacaco vier verschiedene Kaffeebereiter geschickt bekommen. Drei davon produzieren ganz ordentlichen Espresso. Die Pixapresso hat einen eingebauten Akku, das Wasser wird direkt in der Maschine erhitzt. Cool ist, dass man die Wahl hat, ob man Pulverkaffee oder Kapseln benutzt. Bei der Picopresso und der Minipresso muss man für den Druckaufbau selbst Hand anlegen. Die Pristina ist die neueste Maschine in der Runde, statt Espresso gibt es gebrühten Kaffee. Oder doch gepressten Kaffee? Im Prinzip ist es eine Mischung. Wie genau das funktioniert erzählt Gerd im Podcast. In der Rezension kann man sich auf campermen.de über Vor- und Nachteile aller Maschinen informieren.
Und dann haben wir noch ein Anliegen, nämlich die Petition „Mit Campermen ans Lagerfeuer“: Wir laden Euch ein, mit uns bei CampfireFM einen Platz zu schaffen, wo wir miteinander über aktuelle Folgen sprechen können. Damit wir zusammen dort über Plätze, Menschen und Gadgets sprechen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn genügend Camping-Freunde finden, die bei der Petition mitmachen, werden wir Teil der CampfireFM-Gemeinschaft. Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!https://www.joincampfire.fm/petition/Campermen
Klassische Radreise-Romantik sieht gewöhnlich anders aus: hochgezogene Funktionssocken, neonfarbene Packtaschen-Türme und ergonomisch geschwungene Lenker. Wer so durch Dänemark rollt, geht in der Masse der Radtouristen unter. Mein Plan für die Insel Fyn war ein anderer: Ich wollte Gepäck transportieren, ohne wie ein mobiler Outdoor-Laden auszusehen. Die Wahl fiel auf den Lil’ Buddy von Ruff Cycles. Ein E-Bike aus Regensburg, das optisch irgendwo zwischen 70er-Jahre-Mofa, BMX und Strandcruiser rangiert. Für die Stadt hatten wir den kleinen Flitzer bereits ausprobiert. Aber taugt so ein kompaktes Rad auch als echtes Gefährt für eine mehrtägige Camping-Tour?
Ursprünglich sollte die Reise komplett auf zwei Rädern an der Küste starten. Eine kurzfristige Planänderung verlegte die Anreise jedoch in meinen Ford Nugget. Was bei zwei klassischen 28-Zoll-E-Bikes regelmäßig in ein nervenaufreibendes Tetris-Spiel ausartet, erledigte sich hier von selbst: Dank der kurzen Bauweise und den kompakten 20-Zoll-Laufrädern passten das Bike und der Anhänger problemlos quer zwischen Vordersitze und Rückbank. Der Wohnraum blieb frei, ein Heckträger überflüssig. Vor Ort auf Fyn folgte der Aufbau des Gespanns. Wenn schon Auffallen, dann konsequent.
Die Basis: der Lil’ Buddy Performance (Testbericht) in komplett mattem Schwarz („Sombra Black“). Dazu kamen weiß gefankte Tyron-Weißwandreifen (20×4.0 Zoll), die dem matten Rahmen einen sauberen Retro-Touch verpassen. Weil ich mit meinen 1,93 Metern auf der Serienbank etwas gedrungen sitze, hatte das Team des Herstellers schon eine dreifache Sitzerhöhung (+45 mm) montiert. Das reicht aus, damit die Knie beim Treten nicht am Lenker anschlagen.
Für das Gepäck setzte ich auf ein dreiteiliges System:
Frame Bag (19 Liter): Die maßgeschneiderte Rahmentasche füllt das Dreieck unter der Sitzbank komplett aus und nimmt Regensachen, Schloss und Werkzeug auf.
Front Rack & Bag: Ein massiver Frontträger mit passgenauer Tasche für Dinge, die schnell griffbereit sein müssen.
E-Bike-Trailer Premium: Ein einspuriger Anhänger auf denselben breiten Fatbike-Reifen, auf dem ich eine wetterfeste Cargo-Box von Yeti festgeschnallt hatte.
Vollgas an der dänischen Küste
Die erste Etappe führte entlang der Küstenstraßen rund um Svendborg. Fyn bietet sanfte Hügel, aber der Gegenwind von der Ostsee bläst unerbittlich. Wer hier mit voll beladenem Hänger unterwegs ist, lernt den verbauten Bosch-Performance-Motor schnell schätzen. Ich habe den stromsparenden Eco-Modus gar nicht erst ausprobiert, sondern den Schalter fast durchgehend auf Turbo stehen lassen. Durch das verhältnismäßig geringe Eigengewicht des Rades zieht der Antritt überraschend kräftig durch. Die Kehrseite der Dauerunterstützung: Bei rund 50 Kilometern war der Akku leer. Für meine Tagesetappen zwischen den Campingplätzen reichte das punktgenau. Nachmittags kam das Ladegerät an die Dosen der Campingplätze, während die Beine pausierten.
Auf den Plätzen funktionierte das Gespann wie ein Schaufenster. Es verging kaum ein Zwischenstopp, an dem nicht jemand stehen blieb. „Wo gibt’s denn so was?“ oder „Geiles Teil“ gehörten zum Standard-Soundtrack der Reise. Und mit der richtigen Klamotte von POC war Sicherheit und der guter Style garantiert (Testbericht).
Keine Federung, viele Dornen
Auf den Schotterwegen und dem Kopfsteinpflaster kleinerer Fischerdörfer zeigte sich allerdings die Kehrseite des minimalistischen Rahmendesigns. Der Lil’ Buddy ist starr konstruiert. Eine Federgabel oder Dämpfung fehlt komplett. Die tiefen 20×4.0-Reifen nehmen feinen Vibrationsspitzen zwar den Schrecken, ein echtes Fahrwerk ersetzen sie aber nicht. Wenn die Piste ruppig wird, geht jeder Schlag ungefiltert ins Gestell. Ein weiteres Detail der breiten Profilreifen: Sie sammeln auf unbefestigten Feldwegen mit Vorliebe kleine Dornen und Kletten auf. Nach einigen Kilometern durch die Natur gehörte das Kontrollieren der Laufflächen zum festen Abendprogramm, um Plattfüßen vorzubeugen.
Wer steckt hinter Ruff Cycles?
Hinter der Marke steht kein anonymer Asien-Importeur, sondern eine Regensburger Fahrradmanufaktur. Gründer Pero Desnica kommt ursprünglich aus der Custom-Cruiser-Szene und baute jahrelang Einzelanfertigungen. Diesen Ansatz hat das Unternehmen auf E-Bikes übertragen: Die Rahmen werden in eigener Fertigung in Europa geschweißt, montiert wird in Deutschland. Statt klassischer Diamantrahmen setzt Ruff Cycles auf prägnante Formen, die sich deutlich vom Standard-E-Bike auf den Radwegen abheben.
Der Trip durch Fyn hat bewiesen, dass der Ruff Cycles Lil’ Buddy weit mehr ist als nur ein hübsches Lifestyle-Spielzeug für den Weg zur Eisdiele. Mit dem passenden Zubehör – allen voran dem durchdachten Anhänger und den robusten Taschen – verwandelt sich das Rad in ein voll taugtliches, unverschämt lässiges Reisegespann für Kurztrips und Camping-Abenteuer. Ein tolles Reisegespann, wenn man die Grenzen des starren Rahmens kennt. Die Kombination aus kompakten Maßen, kräftigem Bosch-Schub und hoher Zuladung über den Anhänger macht den kleinen Cruiser zu einer echten Alternative für kurze, unkomplizierte Camping-Trips. Wer auf Komfort verzichten kann und lieber entspannt mit 25 km/h an der Küste langrollt, bekommt hier verdammt viel Fahrspaß geliefert.
Die Touren auf Fyn haben Spuren hinterlassen – und zwar im besten Sinne. Das war garantiert nicht die letzte Ausfahrt im Bonanza-Style. Fazit nach etlichen Kilometern dänischer Seeluft: Das macht definitiv Lust auf mehr.