Markus Barth: Die Kontrolle abgegeben

Fragt man drei Menschen, wohin man mit seinen Wohnmobil unbedingt fahren sollte, bekommt man 99 Antworten und Ziele. Mindestens. Markus Barth hat damit kein Problem: Der Comedian und Autor hat seine Follower gefragt, welche Ziele sich in Europa lohnen – und sogar mehr als 20.000 Antworten bekommen. Und Markus hat sich an viele der Tipps gehalten, bereiste Europa von West nach Ost, lernte Land und Leute kennen. Nicht jedes Erlebnis war schön, auf die Muschelvergiftung oder den Einbruch ins Wohnmobil hätte er gut verzichten können. Aber auf der anderen Seite sorgte die Reise dafür, dass er sich neu in Europa verliebte. In seinem Buch „20.000 Reiseleiter“ schreibt Markus Barth ehrlich und unterhaltsam über Begegnungen und Erlebnisse und macht Lust darauf, selbst ins Auto zu steigen.

Übrigens: Die nächste Reise ist geplant. Diesmal will Markus Barth Deutschland neu entdecken. Darum hat er einfach mal nach Zielen gefragt… Eine gute Idee!

Website von Markus Barth: https://www.markus-barth.de

Buch „20.000 Reiseleiter“: https://www.bod.de/

Instagram-Profil: https://www.instagram.com/markus.barth/

Rug.it: Nachhaltig auf dem Teppich bleiben

Platz gefunden, Tür auf – Teppich raus. So ungefähr läuft es, wenn ich unterwegs bin. Das hat nicht nur praktische Gründe, sondern vor allem optische. Ich liebe es, wenn es gleich ein wenig gemütlicher wird. Aber ein Teppich ist normalerweise sehr sperrig und schwer, aus diesem Grund habe ich mir einen aus Kunststoff gekauft. Der ist wetterfest und kann kurz unter die Outdoordusche gehalten werden, um den Schmutz abzuspülen. Ein paar Kissen drauf und schon ist die Liegewiese fertig – ganz egal, wie der Grund aussieht. Da wirkt selbst ein Asphalt-Boden plötzlich wie die Lounge in einem marokkanischen Restaurant.

Aber Kunststoff? Ist das nicht – wie soll ich sagen – eine Umweltsauerei? Ja, das stimmt. Plastik ist doof. Darum versuche ich auch, möglichst keine Wegwerfprodukte aus Kunststoff zu kaufen. Und Rug.it nutzt kein frisch aus Öl gewonnenes Plastik für die Teppiche, sondern zerschredderte Plastikflaschen, die sonst die Umwelt versaut hätten. So ein Teppich rettet ganz sicher nicht die Welt, macht sie aber ein wenig schöner und sauberer.

Bei RUG.it gibt es die Teppiche in unzähligen Farben und Designs, sie werden in zwei Größen angeboten. Die Preise liegen bei knapp 50 Euro für den kleineren Teppich und knapp über 100 Euro für den größeren.

Website von Rug.it: https://www.rugit-store.com

Dünen-Paradies zwischen Meer und Fjord

Nr. Lyngvig Camping ist wahrscheinlich einer der größten Campingplätze Europas. Und dennoch kann es passieren, dass man die unscheinbare Einfahrt verpasst. Und das ist so typisch für diese Region, wo es nicht darum geht, möglichst viel zu zeigen, sondern wo die nordische Zurückhaltung den Ton angibt. Aber fangen wir doch mal von Vorne an.

Nr. Lyngvig Caming liegt auf einer kleinen Landzunge zwischen der Nordsee und dem Ringkøbing Fjord. Der riesige Platt bietet Natur pur: Eingebettet in einer Heidelandschaft erlaubt er weite Blicke. Im Westen ragen hohe Dünen in den Himmel, dahinter liegt die Nordsee und vor allem ein kilometerlanger Strand. Hier treffen sich Hundebesitzer, Wanderer, Wassersportler und verbringen einträchtig Ihre Zeit. Am Abend, wenn die Sonne langsam im Meer versinkt, schaut man von der Dünenspitze dem Schauspiel zu, ein Drink in der Hand und eine Mütze auf dem Kopf – denn auch im Sommer kann der Wind hier schon mal ganz ordentlich wehen.

Ein schöner Spaziergang geht immer an der Küste entlang in Richtung Süden, immer den drei großen Windräder entgegen. Wer genug Power hat, kann bis nach Hvide Sande laufen und sich dort in einem der Café stärken. Aber Achtung: Die Kraft muss auch für den Rückweg reichen. Aber auch eine kurze Wanderung in Richtung Norden ist toll, denn die führt direkt zum wunderschönen Leuchtturm Lyngvig Fyr, ein beliebtes Fotomotiv. Es gibt dort ein kleines Museum, in einem Shop kann man sich neben allerlei Gedöns auch Getränke und Gebäck für die kurze Rast kaufen. Auch Sportler lieben den Platz: Die Nordsee und der Fford sind perfekte Reviere für Kiter und Windsurfer. Die Radstrecken sind gut ausgebaut, auch zum Laufen finden sich tolle Ecken.

Der Campingplatz bietet alles, was man für einen Kurztrip oder auch einen längeren Urlaub benötigt. Mehrere Waschhäuser, eine große und gut ausgebaute Küche, ein Aufenthaltsraum mit Fernseher, Spielplätze und sogar ein Schwimmbad. An der Rezeption gibt es Brötchen und eine Auswahl an Campingbedarf, ganz in der Nähe gibt es Supermärkte. Aber am Ende braucht man hier nicht viel, die Natur bestimmt hier den Tagesablauf.

Preise: https://www.lyngvigcamping.dk/de/preise

Öffnungszeiten: https://www.lyngvigcamping.dk/de/neue-offnungszeiten

Hier gibt es eine Broschüre als Download.

Henning Wehland, der Wandelbarde

Wenn Henning Wehland auf Reisen geht, dann am liebsten in seinem VW T2. Immer dabei seine Frau Kira und der Hund Tony. Sogar ihre Hochzeitsreise haben sie im alten Camper verbracht, nach der Trauung auf Rügen ging es in den Süden. Aber es ist ein alter Wagen, der auch unterwegs viel Zuneigung braucht. Kein Problem: Liebe und Freundschaft haben im Leben von Kira und Henning von Haus aus bestand und überdauern die Zeit – selbst in stürmischen Phasen des Lebens. Und da der Bulli für die Wehlands inzwischen fast ein Familienmitglied ist, verzeiht man ihm auch, wenn er mal nicht so rund läuft.

Kira, Tony und Henning Wehland

Beruflich gibt es meistens ordentlich Rückenwind, denn bei Henning läuft es rund – und das schon seit vielen Jahren. In den 90ern gründete er die Band H-Blockx und brachte damit Crossover nach Deutschland. Mit vielen Hits tourten die Jungs durch alle Welt, sie schrieben den Soundtrack zum Kultfilm Bang Boom Bang“, Songs wie „Risin‘ High“ oder „Ring of Fire“ gehören immer noch auf jede gute Rock-Playlist. Henning war festes Mitglied bei den Söhnen Mannheims und mit Sarah Connor sang er der den Hit „Bonnie & Clyde“.

Aktuelles Album von Henning Wehland
„Gesetz der Toleranz“

 

Vom Skater zum Rocker, vom Shouter zum Sänger der leisen Töne – für Henning gehört es zum guten Ton, Neues auszuprobieren. Aber obwohl sich Henning musikalisch ständig neu erfindet, bleibt er sich immer treu – und benennt in seinen ehrlichen Texten auch mal unbequeme Dinge. Als Musiker und Mensch ist Hennig authentisch geblieben und hat nie die Bodenhaftung verloren. Wer ihn und seine positive Einstellung zum Leben kennenlernen will, muss sich nur seine persönlichen Songs anhören:  Mit „Der letzte an der Bar“ veröffentlichte Henning 2017 sein erstes Soloalbum, zwei Jahre später folgte „Gesetz der Toleranz“. Darauf befindet sich auch der wunderbare Song „Segelboot“.

https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=osbttMQGT5o

Es geht darin um die Sehnsucht nach Freiheit und um große und kleine Abenteuer. Die will er aber nicht alleine erleben, sondern – natürlich – gemeinsam mit seiner Frau Kira. Und wie im Video ist der VW T2 auch im wahren Leben quasi das Segelboot des Paares. Im Podcast erzählen Kira und Henning, wie sie damit unterwegs sind, wohin es sie treibt und worauf sie unterwegs auf keinen Fall verzichten können.

#23: Vom Segelboot in den Bulli mit Henning Wehland

Wenn er nicht mit seinem Bulli unterwegs ist, macht Henning in Berlin oder Münster Musik. Über die Plattform Getnext tauscht er sich mit seinen Fans und Freunden aus und erlaubt ihnen einen Blick hinter die Kulissen. (https://getnext.to/henningwehland)

Ab September geht Henning Wehland mit Band auf Tour durch Deutschland, um die Songs aus seinem aktuellen Album zu präsentieren, aber er hat auch sicher ein paar seiner Hits am Start. Weiterhin gute Fahrt!

Website von Henning Wehland: http://henningwehland.de

 

Elbepark Bunthaus: Camping-Idyll in Hamburg

Ich kannte den Platz schon, vom vorbei gehen auf dem Weg zur Bunthäuser Spitze. Hier steht ein niedlicher Leichtturm, ein beliebtes Ziel für Hamburger und Touristen. Denn an dieser Stelle teilt sich die Elbe in Norder- und Süderelbe. Und für die Binnenschiffer wurde einst das Leuchtfeuer aufgestellt, schließlich sollten sie ja nicht die kleine Insel rammen. 1977 wurde das Leuchtfeuer gelöscht, aber schon zwölf Jahre wieder wurde es anlässliche des 800. Hafengeburtstags restauriert – und ist seitdem eine Touristenattraktion.

© Gerd Blank

Der Weg zum Leuchtfeuer führt am Wohnmobilstellplatz Elbepark Bunthaus vorbei. In normalen Zeiten finden hier rund 50 Mobile Platz. Hamburger trifft man hier an normalen Tagen selten, höchstens dann, wenn sie ihren neuen Wagen einfahren wollen oder das Wohnmobil aus dem Winterlager holen und vor der großen Fahrt erst einmal wieder alles ausprobieren. Vor allem Hamburg-Besucher kommen her, denn schöner kann mit wohl kaum stehen, außerdem ist es von hier nicht weit in die City, die Autobahnauffahrt Stillhorn ist nicht weit. Das ist vielleicht auch der einzige Nachteil an dem Platz, denn bei gutem Wind hört man die Autos vorbeifahren. Aber egal: Augen schließen und einfach vorstellen, dass man das Meer rauschen hört.

Auf dem Platz gibt es vier verschiedene Stellplatz-Arten: Erste Reihe mit unverstellten Blick auf Elbe und Deiche, die zweite Reihe direkt dahinter mit ebenfalls gutem Blick. Dann sind an der Spundwand und auf dem Innenhof noch Plätze frei, die etwas Näher an den Toiletten und am Restaurant sind.

Die Übernachtung ist mit bis zu 25 Euro nicht ganz günstig, dafür können zu dem Preis bis zu vier Personen im Wagen schlafen. Strom und Wasser, Abwasser, Chemie-Klo und Toiletten-Nutzung sind inklusive, die Duschen kosten Extra. Es gibt Waschmaschinen und an der Rezeption kann man wichtigen Camper-Bedarf kaufen.

Der Reiz an diesem Ort ist auch der Blick auf die Binnenschiffe und der gute Startplatz für Ausflüge. Von hier kann man studenlang auf Elbdeichen spazieren gehen oder eine Wanderung durch das nahe Naturschutzgebiet Heukenlock machen. Ein toller Ort. Ich komme wieder.

Website: https://www.elbepark-bunthaus.de

Knisper-Grill: Ganz schön heiß, der Kleine

Jetzt muss ich wohl ehrlich sein: Eigentlich war es gar nicht nötig, einen neuen Grill zu kaufen. Auch unterwegs hat mich viele Jahre ein Gasgrill begleitet. In letzter Zeit war er aber immer häufiger ein passiver Reisepartner. Und dafür ist das Ding dann doch zu groß, sperrig und schwer. Ich wollte mich verkleinern, wusste aber nicht wie. Dann kam mir der Knisper-Holzkohlegrill vor die Augen – und was soll ich sagen: Es war Liebe auf dem ersten Blick.

© Gerd Blank

Den Grill gibt es in zwei Größen, wobei das erst einmal gar nicht auffällt. Der kleinere hat eine Grillfläche von der Größe eines Din-A4-Blattes, der größere auch, aber wenn man den auseinander zieht, verdoppelt sich die Grillfläche fast. Das Rost ist aus Edelstahl und passt in die Spülmaschine. Das Gehäuse ist aus dünnen aber stabilen Metallplatten, die Tragegriffe aus Holz muss man selbst anschrauben. Und es gibt cooles Zubehör für den Kleinen, eine Halterung etwa, mit dem der Grill am Fahrradlenker transportiert wird. Mit einer anderen Halterung kann der Knisper am Balkon-Geländer hängen. Der Clou ist für mich aber der flexible Standfuss: Bei Nichtgebrauch werden die beiden Metallbügel einfach über das Rost geklappt und dienen so als Tragegriffe.

Der Knisper Grill ist wirklich durchdacht, der Preis ist dafür aber relativ hoch Die kleine Version kostet 79 Euro, für die größere sind 129 Euro fällig. Und auch das Zubehör lässt sich der Hersteller ordentlich bezahlen. Doch für mich gibt es derzeit keinen schöneren Holzkohlegrill für kleine Portionen. Ich werde ihn in dieser Saison mal ein wenig Feuer unterm Hintern machen – mal schauen, ob er mir Ende des Jahres immer noch so gut gefällt und ob er sich wie versprochen dauerhaft gut reinigen lässt. Ihr werdet es von mir im Podcast erfahren…

Website: https://knister-grill.com

Madsen: 15 Jahre mit Verspätung

Eigentlich wären sie jetzt auf Tour – so wie viele andere Künstler auf der ganzen Welt. Doch Corona hält nicht nur die Camper davon ab, unterwegs zu sein – auch Madsen bleibt zuhause. Kurz bevor Jungs aus dem Wendland in die Zwangspause geschickt wurden, hat Camperwoman Nadine mit Sebastian darüber gesprochen, wie es ist, unterwegs zu sein. Anlass war auch das neue Album der Jungs. Mit „Lichtjahre Live“ zelebriert die Band 15 Jahre Konzert-Geschichte. Auf dem Album sind viele Hits, die sie auf ihren Touren gespielt haben. Natürlich können die Aufnahmen den Besuch eines Madsen-Konzerts nicht ersetzen. Aber sie verkürzen die Wartezeit bis zu den nächsten Auftritten. Wenn alles klappt, geht es am 19. Dezember 2020 in Bremen wieder los. Die Tour führt dann ab Januar durch viele weitere Städte Deutschlands. Alle Termine findet Ihr auf der Website von Madsen.(https://www.madsenmusik.de)

https://www.youtube.com/watch?v=t9w9KBt8OU0

#20: Weihnachtsstimmung und Winterblues

Campermen, Henning Pommee, Gerd Blank

Schon wieder ein Ticket, wieder einmal muss Gerd fürs zu schnelle Fahren zahlen. Campermen führen eben ein Leben am Limit und im Geschwindigkeitsrausch. Kein Wunder also , dann auch mal Zeit für eine Pause ist. Henning und Gerd lassen in dieser Folge das vergangene Jahr – und damit auch 20 Folgen Campermen – Revue passieren. Und sie verraten, was sie in der Winterpause machen wollen. Auch Nadine hat sich auf das Ende des Jahres vorbereitet und stellt neue Weihnachtsmusik vor. Außerdem berichtet sie von ihrer Begegnung mit dem Musiker Beck. Ein würdiges Finale. Aber nicht das Ende von Campermen: Im Frühjahr 2020 startet die zweite Staffel mit dem Beginn der Camping-Saison.

#19: Auszeit und Kinderspiele

Campermen, Henning Pommee, Gerd Blank

Gerd ist auf Sardinien angekommen bereitet sich dort auf dem Winter vor. In dieser Folge erzählt er ein wenig von der langen Tour zu „seiner“ Insel. Und was hat er während seiner Abwesenheit mit seiner Wohnung in Hamburg gemacht? Er hat sie über City-Wohnen untervermietet. Henning berichtet dagegen von seinem Trip nach Simbabwe und seiner Begegnung mit einem sehr mutigen Naturfilmer. Außerdem verrät er, was er auf seinen Ausfahrten für seinen Sohn immer dabei hat.

Deine Freunde sind schon lange da

Seit sieben Jahren hört man in vielen Kinderzimmern des Landes vor allem einen Sound: Die lustigen und klugen Songs der Band Deine Freunde. Inzwischen sind die Fans der ersten Stunde längst dem Kita-Alter entwachsen – dennoch erinnert sich jeder gerne an das eine oder andere Lied zurück. Mit dem Stück „Schokolade“ ging alles los. Ein kleiner Song über Süßigkeiten. Heute spielen die Jungs nicht mehr in Hinterhöfen sondern füllen in der ganzen Republik große Hallen. Im Frühjahr 2020 sind Deine Freunde auf Tour, einige Konzerte sind bereits ausverkauft. Eine wunderbare Erfolgsgeschichte – über die Camperwoman Nadine mit Flo und Lukas von Deine Freunde spricht.Und natürlich geht es im Interview auch um das neue Album „Helikopter„, welches ab dem 23. November erhältlich ist.

 

© Michael Schunk

www.deinefreunde.info
Fotos: Michael Schunk

https://vimeo.com/363517064

https://www.youtube.com/watch?v=Va2nGWTchBk