Darc Mono: Expedition de luxe

Darc Mono für Campermen

Schon die Bilder von Darc Mono haben es mir angetan. Obwohl ich das Expeditionsfahrzeug nur aus dem Netz kenne und daher auch noch nie darin gesessen habe, bin ich Feuer und Flamme für die abgefahrene Camper-Karre. Gäbe es ein Datingportal für Campingfahrzeuge, ich hätte Darc Mono immer schön nach rechts gewischt und auf ein Date gehofft. Aber vielleicht ist es auch ganz gut, dass es noch zu keinem Treffen gekommen ist. Dann wäre aus einer Fernverliebtheit vielleicht echte Liebe geworden – und das wäre ganz schön teuer geworden.

Aber bevor ich auch nur ein weiteres Wort zum Preis verliere, muss ich erst einmal über das Design sprechen. Wer sich auch nur ein wenig mit Campingfahrzeugen beschäftigt, wird immer wieder auf ähnliche Konzepte stoßen. Da ist einerseits die Bauweise, die von fast jedem Hersteller mit nur leichten Variationen ausgeführt wird. Im Inneren sieht es dann nicht abwechslungsreicher aus. Sitze, Dinette, Badezimmer – fast überall das gleiche Bild. Hier sind die Polster vielleicht mal aus Leder, dort sind die Schränke dann möglicherweise in weiß statt in Holzoptik. Aber sonst? Design nach Vorschrift. Man könnte denken, dass alle Camper einen Einheitsgeschmack haben. Und warum sollten sie das auch ändern, schließlich verkaufen sich Wohnmobile und andere Camping-Fahrzeuge so gut wie nie. Never change a running system.

Das sieht Tom Konecny von Darc Mono anders. Er hatte keine Lust mehr auf das Camper-Einerlei. Mit seinen beiden Partnern entwickelte er ein Exepditionsfahrzeug, dass wie eine Mischung aus Marsmobil und Einsatzwagen der Armee wirkt. Alles ist hier größer als normal – und doch wirken die Proportionen so optimal aufeinander abgestimmt, dass man anhand der Bilder nur schwer die Dimensionen abschätzen könnte. Schon durch die geradlinige Form hebt sich der Gelände-Camper deutlich von anderen Expeditionsfahrzeugen ab. Doch es ist die Bauweise, die Darc Mono zu einem einzigartigen Fahrzeug macht. Die Wohneinheit beseht aus Carbonfasern, wodurch sie äußerst robust bei sehr geringem Gewicht ist. Das Material stammt von alten Windkraftanlagen und sollte eigentlich entsorgt werden. Durch neue Verfahren konnte es so wieder aufbereitet werden, dass eben auch so komplexe Bauformen wie Wohnkabinen für Campingfahrzeuge daraus gebaut werden können.

Doch es kommt natürlich nicht nur auf Äußerlichkeiten an. Wenn es um die Liebe geht, zählen vor allem die inneren Werte – und die haben es wirklich in sich. Hier gibt es keinen typischen Wohnzimmer-Look mit Holzfurnier und dicken Polstersesseln, den es – leider – immer noch viel zu oft in neuen Wohnmobilen gibt. Im Darc Mono zählt die klare Kante. Mehr Hotel-Lounge als 70er Jahre Wohnstube, mehr Club statt Kellerbar. Im Heck befindet sich eine geräumige Sitzecke mit klappbarem Tisch, die Küche könnte auch in einem teuren ein-Zimmer-Apartment stehen. Selbst das kleine Bad wirkt fast so, als wäre es für ein Hotel in New York designt worden. Allerdings gäbe es dort keine Trenntoilette, wie man sie im Darc Mono findet. Nachhaltigkeit ist hier Trumpf – und das gilt eben auch für die Hinterlassenschaften.

Geschlafen wird im Hubbett, welches sich tagsüber fast unsichtbar über der Sitzgruppe befindet. Die großen Fenster an der Seite und auf dem Dach lassen so viel Licht ins Fahrzeug, dass man sich fast wie im Freien fühlt. Aufgebaut wurde die Wohnkabine auf einem Iveco Allrad-Fahrzeug, bisher gibt es den Darc Mono nur in einer Größe. Dafür lässt sich die Einrichtung nach Wunsch individualisieren. Später sollen auch weitere Varianten dazu kommen. Doch schon mit dem ersten Modell wird man garantiert für Aufsehen sorgen – wenn man denn überhaupt die Chance hat, einen Darc Mono zu kaufen. Die ersten Fahrzeuge wurden den Jungunternehmern geradezu aus den Händen gerissen, schon bevor die Käufer überhaupt ein echtes Fahrzeug sehen konnten. Bisher gibt es schließlich nur die Bilder, die an einem Rechner entstanden und eine grandiose Idee. Die ersten Fahrzeuge verlassen erst Ende 2021 das Werk. Aber wenn man Tom Konecny zuhört, wie er von dem Darc Mono erzählt, dann ist man selbst geneigt, schnell seinen Kontostand darauf zu überprüfen, ob eine Kauf nicht doch irgendwie möglich ist. Denn natürlich muss dann doch einmal kurz über den Preis gesprochen werden. Der Darc Mono soll rund 300.000 Euro kosten – zuzüglich der Steuern. Andere kaufen dafür vielleicht ein Haus mit kleinem Garten.

Doch Weltentdecker, die keine Lust auf ein standardisiertes Leben haben, neigen immer häufiger dazu ihr Haus zu verkaufen und in ein Camping-Mobil zu steigen. Je nach Ausstattung ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, mehrere Hunderttausend Euro für ein Fahrzeug auszugeben. Der Darc Mono befindet sich daher preislich in einer guten Gesellschaft. Schaut man auf die Innovationsfreude, das exzellente Design, den verbauten Luxus und die nachhaltigen Aspekte, relativiert sich der vermeintlich hohe Preis. Nein, ein Schnäppchen wird der Darc Mono selbst durch Schönrechnen sicher nicht. Doch wer von der großen Freiheit mit Komfort und guter Optik träumt, hat mit diesem besonderen Fahrzeug eine weitere Option, sich den ganz persönlichen Luxus erfüllen. Und es muss auch nicht gleich eine Weltreise sein, die man mit diesem Fahrzeug antritt, denn schließlich macht der Darc Mono überall ein gutes Bild, selbst auf dem Campingplatz um die Ecke. Ich werde jetzt jedenfalls erst einmal anfangen, zu sparen.

Alle Daten zum Darc Mono gibt es in einem PDF auf der Website.

Darc Mono im Web unter https://darc-mono.com

In Campermen #49 spricht Tom Konecny über die Geschichte hinter dem Expeditionsfahrzeug und gibt auch einen Ausblick auf weitere Entwicklungen.

Wohnmobil für die Apokalypse von Torsus

Wenn euch Deutschland zu klein geworden ist, dann haben wir ein Wohnmobil für euch, das zu groß für Deutschland ist. Unter dem kernigen Namen „Torsus“ werden seit 2016 in einem eigens dafür errichteten Werk in der Slowakei Geländeschwerlastbusse gebaut.

Torus Terrastrom – Wohnmobil für extremes Gelände

Der neue „Terrastorm“ ist das Topmodell und ist in Konfigurationen für Notrettung, Industrieeinsatz in Minen oder auch für den Privatgebrauch zu haben. Der Preis startet bei 100.000 Euro und nach oben sind auch bei diesem Monster keine Grenzen gesetzt. 

Dank MAN-Plattform auch in unwägbarem Gelände wir eine Katze unterwegs.  

Als Plattform für den Terrastrom dient Fahrgestell- und Antriebsstrangtechnologie von MAN. So will Torsus ein Höchstmaß an Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit garantieren.

Hier geht es zur Website von Torsus 

Fotos: Torsus

Fahrbericht Hymer B-Klasse Masterline ML I 790

Unsere Reise beginnt im beschaulichen Bad Waldsee bei Ravensburg in Baden-Württemberg. Vorbei am Erwin Hymer Museum, das im Kontrast zu den Spitzdächern mit seiner großen Glasfläche aussieht wie ein übergrosser Glascontainer voll mit Hymer-Raritäten aus 60 Jahren Firmengeschichte, geht es auf der einspurigen Dorfstrasse durch einen Schilderwald mit Hymer-Logos zum Showroom. Auf den Schildern heißt es Montage, Warenannahme und Montage 2 – eindeutige Beweise dafür, dass sich hier alles um die Fertigung von Reisemobilen und Caravans aus dem Hause Hymer dreht. Am Tor werden wir freundlich empfangen, es öffnet sich lautlos und in großen Garagen vor uns stehen zwei riesige Wohnmobile, die wie bei der Formel 1 noch in ihren Boxen für die Abfahrt vorbereitet werden. Das Mobil in der rechten Box ist für uns reserviert – die neue B-Klasse Masterline ML I 790. 

Campen in der Campions-League

Die Masterline-Macher von Hymer sind stolz auf ihr neues Flaggschiff und bedienen sich in der Beschreibung ihres neuen Luxusmobils Vergleichen mit „Mount Everest, und „Eifelturm“ und reden von der „Definition eines neuen Genres für Integrierte Reisemobile“. Soviel Selbstbewusstsein ist man von den bescheidenen Schwaben überhaupt nicht gewohnt. Gut, das wir uns eine Woche Zeit freigeschaufelt haben, um auch das allerletzte Feature unter die Lupe nehmen zu können. 

Der Hymer B-Klasse Masterline ML l 790 überzeugt durch Verarbeitung und Fahrverhalten

Nach einer präzisen Einweisung in die Bedienung betrete ich das Cockpit des Hymer. Oder soll ich sagen die Brücke. Es hat schon etwas von einem komfortablen Raumschiff sich in die weichen Ledersitze fallen zu lassen, umgeben von fast rahmenloser Rundumverglasung. Die Rückfahr-Kamera auf dem extra großen Display weist mir den Weg aus der Box und schon geht die Reise los.

In der Hymer B-Klasse cruisen wie in der Mercedes S-Klasse

Zugegeben, etwas Respekt hatte ich schon: 7,89 Meter Länge bei 2,35 Meter Außenbreite und einem Neupreis von über 100.000 Euro wollen behutsam bewegt werden. Am liebsten hätte ich mir zum Üben eine Autobahn gewünscht, aber bei Bad Waldsee geht es beschaulich zu und die Strassen schlängeln sich eng und fein über grüne Hügel und durch kleine Dörfer. 

Einzigartiges Raumkonzept

Aber kein Problem, schnell habe ich das Schiff im Griff und die Masterline gleitet über die Strassen. Angetrieben wird die B-Klasse Masterline von einem Mercedes-Sprinter-Triebkopf mit 177-PS-Dieselmotor und in unserem Fall einer Neungangautomatik. Zahlreiche Asisstenzsysteme wie Seitenwindassistent, Abstandstempomat und Notbremsfunktion unterstützen Fahrerin oder Fahrer auf den Reisen. Die Motorisierung ist vollkommen ausreichend und schiebt uns problemlos auch steile Anhöhen hinauf. Der tiefe Schwerpunkt des von Hymer entwickelten und seit 2017 verbauten Super-Leichtbau-Chassis (SLC) machen Kurvenfahrten und Überholmanöver zu einen richtigen Vergnügen. 

 

Spaß macht auch das Design der Front mit den markanten Tag-Fahr-Lichtern und das GFK-Heck der Masterline, das trotz der Ausmaße schnittig und sehr hochwertig daher kommt. Die große Heckgarage fasst ohne weiteres vier Fahrräder inkl. Campingmöbel und wer gerne auch mal in den Skiurlaub fährt, wird die hier verbaute Fußbodenheizung schätzen. Sie schützt alle Leitungen vor Frost und sorgt zudem dafür, dass keine Kältebrücke unter dem darüberliegenden Bett entsteht.   

Der Innenraum ist mit einem großen aufstellbaren Oberlicht ausgestattet und das einströmende Licht lässt überall edle Oberflächen und liebevolle Details glänzen. Der Wohnkomfort auf einer Innenraumbreite von 2,18 Metern ist wie in einem fünf Sterne Boutique-Hotel und lässt vergessen, das man sich in einem Wohnmobil befindet.

„Der Hymer fährt sich so einfach wie ein PKW“

Hier alle Ausstattungsdetails aufzuführen würde den Rahmen sprengen, aber auf dieser Highlights möchte ich trotzdem kurz eingehen: Dometic Kühlschrank, der aus dem Innenraum und auch aus der Küche zu öffnen ist, Eisfach, Klimaanlage, versenkbarer Fernseher mit Satelliten-Anlage und ein höhenverstellbares Queensbett im hinteren Abteil. Unser Masterline Modell ML I 790 bietet zwei seitliche Kleiderschränke und ein raumhoher Apothekerschrank fasst problemlos Olivenöl- und Weinflaschen. Für die Kids oder den spontanen Besuch gibt es zusätzlich ein Hubbett über den Frontsitzen. 

 

Das Highlight für mich war aber das von Hymer erfundene Raumbad. Dabei trennt die Tür des WC den Schlafraum inklusive Dusche von Küche und Wohnraum ab, so das ein Schlafzimmer mit en Suite Bad ansteht.

Viel Mühe haben sich die Designer auch beim Beleuchtungskonzept gemacht. Indirekte und dimmbare Beleuchtung am Boden, auf Hüfthöhe und natürlich in der Decke erinnern an das New Yorker Guggenheim Museum und sorgen für angenehme Lichtstimmung. Bei der Sitzgruppe hält Hymer an der L-förmigen Sitzbank mit hochwertigen Polstern fest. Und da bei diesem Topmodell alles etwas größer ist, ist auch die Eingangstüre 65 Zentimeter breit und kann gegen Aufpreis sogar mit Zuziehhilfe und schlüsselfreiem Zugang per Chip ausgerüstet werden. Ich glaube Gerd würde das gefallen 😉

Fazit: Es fällt mir wirklich nicht überhaupt etwas zu finden, was mir an dem Neuen Reisemobil nicht gefällt. Ok, der Preis hat es in sich aber dafür erhält der dann sollte Besitzer auch ein überzeugendes Gesamtkonzept. Das einzige, was ich anmerken könnte ist, das es in dem Hymer so gemütlich und komfortabel ist, das man kaum noch draussen ist. Und darum geht es doch eigentlich beim Campen, oder?  

Fotos: Henning Pommée

Mehr Infos gibt es auf der Website von Hymer: www.hymer.de

Lil‘ Buddy: Millennial trifft Bonanza-Rad

Okay, wir geben es zu, wir haben uns verknallt. Unser Objekt der Begierde hat den Shape eines 70er-Jahre-Models, zwei dicke Dinger und ordentlich Power. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir sprechen von unserem kleinen Kumpel, oder genauer vom Lil‘ Buddy, dem coolen E-Bike von Ruff-Cycles.

Wir sind ja immer auf der Suche nach sinnvollen Gadgets, mit dem das Camping-Glück noch größer wird. Wer uns kennt oder schon länger unseren Podcast hört, der weiß, dass wir ganz tief in uns drinnen noch Jungs sind. Und es stimmt, eigentlich müsste der Podcast Camperboys heissen. Es geht uns nicht immer nur um „Hauptsache praktisch“, die Dinge müssen uns auch Spaß bringen und cool aussehen – im besten Falle alles zusammen. Das nur zur Erklärung, wieso wir ein Fahrrad getestet haben, bei dem schon auf dem ersten Blick klar ist, dass hier Style vor Sinn steht. Aber für uns gehört das eben zusammen. Jeder weiß doch wie sehr es nervt, auf einem Campingplatz von seinem zugewiesenen Platz viele Meter zu den Waschräumen zu fahren oder Brötchen zu kaufen. Aber mit dem Lil‘ Buddy werden kleine und große Ausfahrten zu einem Erlebnis und zu einem großen Auftritt. Es gibt keinen, den der Anblick dieses kleinen Kumpels kalt lässt. Selbst wenn man ein bisschen schüchtern ist, lernt man garantiert Leute kennen. Naja, wenn man ehrlich ist, wollen sie eigentlich nur das Fahrrad kennenlernen.

Lil’Buddy von Ruff Cycles – das E-Bike für Individualisten

Auch wenn Lil‘ Buddy ein wenig wie ein Besucher aus den USA aussieht: Das Rad stammt aus Regensburg. Dort hat Ruff-Cycles ihren Sitz, eine Fahrradschmiede, die schon mit ihren Beach-Cruisern weltweit für Furore gesorgt hat. Eine verlorene Wette brachte den Chef Pero Desnica dann dazu, ein E-Bike auf die Straße zu bringen. Aber – und das war ihm wichtig: Es sollte ein Spaßmobil für jung und alt werden und nur aus den besten am Markt verfügbaren Teilen bestehen. Und da der Markt nicht genügen Teile hatte, die seinen Ansprüchen genügten, hat er diese in seinem Unternehmen selbst entworfen und gebaut. Der Motor stammt von Bosch, die Schaltung wird ebenfalls eingekauft, fast alle anderen Teile werden in den eigenen Werkstätten hergestellt und lackiert.

Unverwüstliches E-Bike, das in keine Schublade passt.

Der Preis des Rades geht bei 2.500 Euro los, wer mehr Ausstattung und Leistung will, muss auch mehr Kohle hinlegen. Das mag teuer klingen – bis man weiß, wie das Rad entsteht. Es ist ein deutsches Produkt, welches in Europa hergestellt wird. Man sieht und spürt die hohe Verarbeitungsqualität. Jedes Rad wird in Handarbeit zusammengesetzt und – je nach Kundenwunsch – mit Extras ausgestattet. Die günstigste Version kommt fast nackt zum Kunden, Licht und Schutzbleche können dazu bestellt werden. Beim Motor gibt es die Wahl zwischen zwei Varianten – was sich aber nicht auf die Geschwindigkeit auswirkt: In Deutschland sind maximal 25 km/h erlaubt. Die reichen aber für eine entspannte Tour durchs Viertel, am Strand, im Wald oder eben über den Campingplatz. Auf dem Bananensattel, der bewusst an den Sitz der alten Bonanza-Räder erinnert, haben selbst große Hintern genügend Platz. Eigentlich fehlen nur ein Fuchsschwanz und ein paar Spielkarten in den Speichen – und schon ist die Zeitreise perfekt. Für 1.200 Euro gibt es das Rad auch ohne Motor und Akku – aber wo bleibt denn da der Spaß?

Mit einer vollen Akku-Ladung kommt man im Turbo-Modus auf eine Reichweite von rund 50 Kilometern. Vier Modi stehen zur Verfügung, mit denen locker auch mal 130 Kilometer gefahren werden können. Aber jetzt mal ehrlich: Wer auf dem Ding sitzt, will volle Power. Dann muss man halt öfter an die Stromtankstelle. Der Akku sitzt unter dem Sattel und wird mit einem Schloss gesichert. An der Steckdose dauert es dann etwa vier Stunden, bis die Batterie wieder voll ist.

Top verarbeitet und spassig zu fahren

Wir waren mit dem Lil‘ Buddy am Elbstrand und in Parks, fuhren durch die Stadt und verbrachten damit ein paar Tage am Strand von St. Peter-Ording. Ganz egal, auf welchem Gelände wir fuhren: Das Bike brachte uns sanft und sicher überall hin, ganz entspannt und ohne große Anstrengung. Doch auch für den sportlichen Kick bringt Lil‘ Buddy genügend Power mit: Bei einer kleinen Downhill-Fahrt steigt der Puls, die Konzentration steht auf Anschlag, der Fun strömt aus jeder Pore. Ein Tipp: Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte eine Pumpe dabei haben. Denn auf unwegsamen Gelände oder am Strand empfiehlt es sich, den Reifendruck zu reduzieren, um so eine bessere Federung zu bekommen – sonst fühlt man jeden Huckel. Auf der Straße darfs es dann wieder ein bisschen mehr Luft sein.

Und ist das Rad nun praktisch? Gegenfrage: Braucht man in der Stadt SUVs? Darum geht es nun wirklich nicht. Wir sind der Meinung: Das Bike macht Spaß – und darauf kommt es doch am Ende an. Es ist eigentlich einen Tick zu schwer für einen mobilen Mitfahrer, dafür bietet es dann vor Ort viel mehr, als es jedes „normale“ Rad je könnte. Und wenn es nur nette Gespräche mit den Stellplatznachbarn sind. Ganz klar: Wir haben mit dem coolen Rad einen kleinen Kumpel fürs Leben gefunden. Auch wenn wir den Lil‘ Buddy nach dem Test wieder zurück nach Regensburg schicken, werden wir ihn immer in guter Erinnerung behalten. Im Podcast stellen wir nicht nur das Rad noch einmal vor und erzählen von unseren Erlebnissen mit dem Lil‘ Buddy. Wir sprechen auch mit Pero über die Geschichte hinterm dem Bike, über seine Firma Ruff-Cycles, aber auch über seine eigenen Outdoor-Touren durch Nordafrika.

Fotos: Henning Pommée

Website von Ruff-Cycles: https://www.ruff-cycles.com
Lil‘ Buddy Infos, Preise und Konfigurationen: https://www.ruff-cycles.com/ruff-cycles-ebikes/lil-buddy-bosch-ebike-pedelec.html

Die große Bulli-Verwandlung

Als wir Jan das erste Mal getroffen haben, schaute er aus dem Fenster eines heruntergekommenen Wohnwagens. Es war auf dem Festival, er uns sein Kumpel Linus haben sich direkt an unseren Platz gestellt. Ein kurzer Blick in die Augen und es war klar: Das wird ein lustiges Festival. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser Wohnwagen ihr Festival-Gefährt ist – und nur zu diesem Zweck überhaupt noch bewegt wird. Das Herz von Jan schlug schon da für ein ganz anderes Fahrzeug: Ein VW-Bulli.

Entdeckt hatte er seinen mobilen Traum, als er mit seinem Vater im Urlaub war. Auf dem Weg in den Süden sahen sie den Wagen, der seine besten Zeiten ganz offensichtlich schon hinter sich hatte. Und dennoch konnten sie ihn auf dem Rest der Fahrt nicht vergessen. Also fuhren sie zurück und machten das Ding klar. Seit dem steht der Wagen in Vechta. Nur wenn man ihn heute sieht, könnte man fast denken, dass es sich um ein ganz anderes Fahrzeug handelt – so viel hat Jan daran getan. Was genau er gemacht hat, wie er den Wagen nutzt und vor allem , was der Spaß gekostet hat, verrät Jan im Podcast.

Oldtimer – Hymer Pan Familia

Wenn ich ehrlich bin, hat sich mir die Frage ob Caravan oder Wohnmobil nie gestellt. Vielleicht liegt es daran, dass ich Gespanne immer etwas klobig fand und ich das Leben in den Wohnungen auf zwei Rädern immer etwas „ältlich“ fand. Aber jedem das seine und nachdem mit mein Freund Patrick seinen Hymer Eriba PAN/FAMILIA Oldtimer vorgestellt hat, habe ich meine Meinung geändert. Die kleine Zeitkapsel ist super gemütlich, die Verarbeitung (wie bei älteren Modellen sehr häufig) hochwertig und vor allem hat die Kugel sehr viel Charme.

Patrick ist stolz auf seinen Hymer Eriba PAN FAMILIA, der auch heute noch in ähnlicher Form gebaut wird.

Zeitloses Design aus den 1980ern

Die Suche, sagt Partick, war nicht ganz so einfach, da besonders alte Modelle nur noch schwer in gutem Zustand zu finden sind. So hat sich Patrick für ein Modell aus den 1980ern entschieden und worauf er beim Kauf geachtet hat und warum es für ihn ein Caravan sein musste, erfahrt ihr im Campermen-Podcast #24.

#23 Hymer Eriba PAN FAMILIA Kaufberatung

Fotos: Henning Pommée

Die Bullifaktur. Unikate in Serie

Dennis Sawadsky und Aron Rauh sitzen in einem alten Ziegelsteingebäude im Hamburger Hafen direkt hinter dem Musical König der Löwen. Es nieselt und das Rolltor zur Halle in der gerade ein weißer T4 ausgebaut wird. Direkt neben dem alten Gebäude stapeln sich vier schwarze Container. „Das ist unsere Werkstatt“, sagt Dennis und führt mich hinein. Überall liegen halbfertige Bauteile für den Innenausbau von VW-Bussen, Amateuren, Schrauben und Werkzeug. Es riecht nach warmen Holz und aus dem mit Staub gepuderten Radio dudelt leise das Saxophon-Solo aus „Take Five“ von Dave Brubeck. Vanilfe für die Ohren, sozusagen.

Liebevolle Ausbaumodule für deinen Bulli von Vaning


Mit der Vaning haben Ingenieur Dennis und Industriedesigner Aron den Puls der Zeit getroffen. In Zeiten wo zwei drittel aller deutschen Milleninals einen Reise im Camper-Van auf ihrer Bucket-List haben, liefert die Bullfaktur die Leinwand für das perfekte Vanlife. Alles aus hochwertigem Echtholz und clever auf Aluschinen montiert, so das die Module perfekt in den Bauch von jedem Bulli, Kastenwagen oder sogar Mini passen. Hört rein, und erfahrt mehr über diese einzigartige Manufaktur.

www.vaning.de
Fotos: Vaning / Henning Pommée

Mit dem Land Rover durch Botswana

Daniel ist Kameramann und zur Zeit in Johannesburg zuhause. Wenn er mal nicht in die Krisenregionen im südlichen Afrika reist, steigt er in seinen Land Rover Defender und macht da weiter, wo sein Job gerade aufgehört hat – mit purem Abenteuer. Was für andere Stress ist und unmöglich erscheint, ist für Daniel Urlaub und Entspannung.   

So war es auch auf seiner Reise nach Botswana, wo er in einem Nationalpark durch die Reste eines Löwenabendessen fuhr uns sich Nachts einige andere Tiere um sein Auto versammelten. Aber keine Sorge, er ist unversehrt zu unserem Interview gekommen und hat uns dabei auch noch den einen oder anderen Tipp für eure Reise durch Afrika mit auf den Weg gegeben. 

Fotos: © Daniel Raquet

Campermen #06: Mit dem Land Rover durch Botswana