Verknallt im Dachzelt: Warum Captain Comfort und Dream Island zusammenhalten müssen

Wer schon mal um zwei Uhr nachts im Dachzelt wach wird, weil die Isomatte sich millimeterweise unter einem weggeschoben hat, kennt das Gefühl: Man liegt plötzlich zu einem Drittel auf dem harten Zeltboden und fragt sich, warum man nicht einfach zu Hause im Bett schläft. Genau dieses Problem war der Grund, warum ich mir die Kombination aus der Big Agnes Captain Comfort Deluxe Camp Isomatte und der Dream Island Doublewide 20 genauer angeschaut habe — und ehrlich gesagt: Das Verrutschen ist damit vorbei.

Der Trick ist simpel, aber clever gelöst: Die Dream Island ist über das PadLok-System fest mit der Matratze verzurrt. Statt zwei einzelnen Teilen, die sich im Schlaf gegenseitig verlassen, bewegt sich das Ganze wie ein Stück. Im Dachzelt, wo jede Bewegung sofort spürbar ist, macht das einen echten Unterschied.

Die Decke: pflegeleicht, aber keine Wärmewunder

Bei der Isolierung muss ich ehrlich sein, auch wenn es weniger schmeichelhaft ist: Richtig warm ist die Decke nicht. Das liegt an der FireLine-Max-Synthetikfüllung, die zur Hälfte aus recycelten Fasern besteht — gut fürs Gewissen, aber eben keine Daunenfüllung mit entsprechender Wärmeleistung. Dafür hat die Konstruktion einen anderen Vorteil, den ich im Alltag mehr zu schätzen gelernt habe, als ich erwartet hätte: Weil es im Grunde eine Decke mit einem Laken ist, das an der Matratze festgezurrt wird, ist das Ganze wirklich pflegeleicht. Kein umständliches Mumien-Schlafsack-Gefrickel beim Beziehen oder Reinigen.

Das clevere Kopfteil gefällt mir dabei besonders gut. Die Decke lässt sich rundum komplett aufreißverschließen, was auf beiden Seiten genug Freiraum schafft — zu zweit wird es dadurch nicht eng, selbst wenn man sich nachts mal dreht. Die Kopfkissenfächer sind eine wirklich gute Idee: Die Kissen bleiben an ihrem Platz und fliegen nicht mehr durchs Zelt, sobald es mal in der Nacht etwas wülig wird. Der Klemmschutz an den Reißverschlüssen funktioniert dabei ordentlich, auch wenn ich es trotzdem ein, zwei Mal geschafft habe, den sehr leichten Stoff darin einzuklemmen — ging aber immer schnell und ohne Drama wieder auf.

Die Matratze: leicht, schnell, mit einer kleinen Schwäche

Die Matratze selbst ist der Teil der Kombination, bei dem ich am wenigsten zu kritisieren habe. Sie ist leicht, lässt sich gut falten, und dank der doppelten Ventile geht sowohl das Ablassen als auch das Aufblasen erstaunlich schnell — bei mir waren es ungefähr zehn Atemzüge, bis sie fertig war. Sie hält den Druck zuverlässig über die Nacht, und man schläft tatsächlich wie auf einer Wolke. Einziger Schwachpunkt: Die mitgelieferte Tasche ist spürbar unterdimensioniert. Ich habe die Matte am Ende immer mit zwei zusätzlichen Gurten zusammengehalten, weil sie sonst einfach nicht richtig in die Tasche wollte.

Für den Transport liegt bei der Decke zusätzlich ein Kompressionssack bei, für die Lagerung zu Hause ein deutlich größerer Belüftungssack, etwa viermal so groß wie der Kompressionssack. Das klingt nach Luxus, macht aber tatsächlich Sinn: So kann die Füllung zwischen den Trips richtig durchlüften, statt dauerhaft zusammengepresst zu bleiben — schonender fürs Material, und man merkt es an der Haltbarkeit.

Fazit

Keine Wärmewunder-Kombination für den Winter, aber im Dachzelt löst sie ein Problem, das mich jahrelang genervt hat — und das allein ist für mich schon die Anschaffung wert.

Die Produkte im Überblick

Die Captain Comfort Deluxe Camp Isomatte und die Dream Island Doublewide 20 gibt es direkt bei Big Agnes Europe.