Von der SIM bis zum Router: Tipps rund ums mobile Internet

Wenn man morgens die Schiebetür des Campers aufschiebt und die frische Luft eines noch halb verschlafenen Sees hereinzieht, dann merkt man, wie frei sich Reisen heute anfühlen können. Freiheit bedeutet heute nicht mehr nur, dass man einen tollen Ausblick hat. Freiheit bedeutet auch, dass man überall arbeiten, streamen oder kommunizieren kann. Mobiles Internet ist der unsichtbare Begleiter moderner Camper. Mal still, mal kraftvoll, immer dann präsent, wenn man ihn braucht. Hier entscheidet sich, ob aus einem Roadtrip ein fließender Alltag wird oder ein digitaler Kraftakt.

Ich zeig dir, wie du die richtige SIM-Karte findest, ohne lange suchen zu müssen.

Die perfekte SIM ist wie guter Kaffee im Camper. Sie muss zuverlässig sein, unkompliziert und überall funktionieren. Wenn du in Deutschland unterwegs bist, ist es oft am besten, eine Prepaid-Datenkarte zu nutzen. Sie halten, was sie versprechen, und das auch noch flexibel. Congstar hat eine gute Netzabdeckung von Telekom und bietet zuverlässige Verbindungen, auch wenn die Straßen irgendwann nur noch zu Pfaden werden. Auch sim.de hat echt gute Datenpakete für wenig Geld im Angebot. Das ist super für alle, die gerne streamen oder im Van arbeiten. Aldi Talk ist der perfekte Begleiter für spontane Trips, weil man die Karte fast überall bekommt und sofort nutzen kann.

Wenn du ins Ausland gehst, check mal internationale eSIM-Anbieter wie Holafly oder die Global SIM von ReiseSIM. Sie sind quasi die digitale Version von einem Reisepass. Man aktiviert sie und ist ohne jedes Gefummel sofort online. Die Preise variieren von Land zu Land, aber wer regelmäßig reist, spart damit Zeit und Nerven.

Was du bei der SIM-Wahl bedenken solltest

Beim Camping hast du oft unterschiedliche Anforderungen: Datenvolumen, Netzabdeckung, Flexibilität beim Aufladen, Roaming und Kosten. Wichtig ist:

  • Ein Datentarif (ohne große Telefonie)
  • Ein Netz mit guter Abdeckung an den Orten, die du bereist
  • Optional: EU-Roaming, wenn du grenzübergreifend fährst
  • Möglichst Prepaid, damit du nicht an langfristige Verträge gebunden bist

Empfehlenswerte SIM-Anbieter

Hier einige praktische SIM-Karten, die sich besonders gut für Camper eignen:

AnbieterTarifbeispiele (Daten) Stand 11/25Bemerkung
sim.dez. B. 18 GB für 9,99 €/Monat, 40 GB für 16,99 €/Monat Aktionstarife, EU-Roaming inklusive. 
Congstar Prepaid1 GB (2 €/4 Wochen), 3 GB (4 €), bis 15 GB (17 €)Nutzt das Telekom-Netz, sehr zuverlässig.
Aldi TalkInternet-Paket XL: 10 GB für 14,99 €/4 Wochen; Tages-, Wochen-FlatratesSehr flexibel, SIM-Karten leicht zu bekommen.
Internetsim.deLTE-Datentarife: z. B. 5 GB D2 für ~11,83 €Speziell für Router / iPad gedacht.
ReiseSIM (TravelFon / reisesim.de)Paket z. B. 30 Tage / 5.000 MB = 79 €; kleineres Paket 2.000 MB / 30 Tage = 34 €Ideal für grenzüber­greifende Reisen, funktioniert in über 200 Ländern.

2.3 Internationale SIM- und eSIM-Optionen

  • Holafly: Internationaler eSIM-Anbieter, Datenpläne in über 190 Ländern.
  • ReiseSIM Global (s. oben): gut, wenn du außerhalb Deutschlands / Europas unterwegs bist.

Was Camper online so alles machen

Viele unterschätzen, wie digital das Leben im Camper inzwischen ist. An Serienabenden kann es draußen rauschenden Regen geben. Meetings aus dem Bergtal, während der Wind am Solarpanel zupft. Gaming Sessions auf dem Tablet, wenn man den Sonnenuntergang schon dreimal fotografiert hat. Und natürlich die kleinen Dinge zwischendurch. Also, ich kümmere mich um die Navigation, die Updates für die smarten Geräte und die Recherchen zu den Stellplätzen. Heute läuft das alles wie geschmiert zusammen. Damit das funktioniert, muss die Verbindung halten.

Zwei Router, zwei Charaktere. Welcher passt zu welchem Campingstil?

Netgear Nighthawk M7 Pro

Wenn’s um Router geht, denkt man erst mal an die grauen Boxen, die in Wohnzimmern stehen. Im Camper sind sie die stillen Motoren der digitalen Freiheit. Der Netgear Nighthawk M7 Pro sieht aus wie ein Gadget aus einem futuristischen Studio. Kompakt, kraftvoll und auf Höchstleistung getrimmt. Er ist für alle, die unterwegs nicht nur surfen, sondern auch arbeiten, streamen und mehrere Geräte nutzen. Der Akku gibt ihm volle Power. Du kannst ihn easy auf einer Wanderung im Rucksack verstauen und hast trotzdem ein eigenes WLAN griffbereit. Die Geschwindigkeit ist echt beeindruckend und die Bedienung angenehm direkt. Aber die Leistung hat ihren Preis, deshalb ist es eher ein Premium-Tool für digital anspruchsvolle Camper.
Leistungsmerkmale: 5G (Sub-6), Wi-Fi 7, bis zu 6 Gb/s laut Hersteller, Akku mit ca. 13 Stunden Laufzeit, 2,5 GbE + 1 GbE, USB-C, Touch-Display.
Preis: ca. 999 € in deutschen Shops.

Stärken für Camper:

  • Extrem schnell: ideal für mehrere Geräte oder datenintensive Nutzer.
  • Akku macht ihn mobil einsetzbar, z. B. bei Rastplätzen ohne Strom.
  • Großes Display zur Kontrolle, einfach zu bedienen.
  • Gutes Sicherheitsprofil (5G, moderne WLAN-Standards).
    Schwächen:
  • Hoher Anschaffungspreis.
  • Akku muss regelmäßig geladen werden, sonst nicht voll stationär nutzbar.

Link: https://www.netgear.com/de/home/mobile-wifi/hotspots/mr7450

devolo WiFi 6 Router 3600 5G LTE

Der devolo WiFi 6 Router 3600 5G LTE ist im Vergleich fast wie der entspanntere Gegenpart. Er ist nicht so ein Freigeist und mehr ein Gastgeber, auf den Verlass ist. Wenn du ihn im Camper anbringst, sorgt er dafür, dass der Innenraum immer mit einem starken und gleichmäßigen Signal versorgt wird. Das ist perfekt für alle, die oft stundenlang an einem Ort stehen. Digitale Nomaden mit Laptop, Familien mit Tablets und Smart TV oder Paare, die abends Fotos synchronisieren. Er ist so stabil, dass man ihn sich wie eine Art WLAN-Wohnbasis vorstellen kann. Morgens schaltet man ihn ein und abends vergisst man ihn wieder. Im besten Sinne.

Leistungsmerkmale: 5G / LTE, Wi-Fi 6 Dual-Band, bis zu 3.600 Mbit/s, Nano-SIM (Plug & Play), 6 MIMO-Antennen, 2,5-Gigabit + 1-Gigabit Ethernet. 
Preis: ca. 449,90 € laut Hersteller.

Stärken für Camper:

  • Sehr stabiles, starkes WLAN dank 6 Antennen – gut, wenn du viele Geräte hast.
  • Keine Abhängigkeit von Akku (ist eher für stationären Einsatz im Camper gedacht).
  • Hohe physikalische Ports (2,5 GbE) – ideal, wenn du z. B. NAS oder kabelgebundene Geräte einsetzen willst.
  • Einfache Einrichtung: Nano-SIM einlegen, einschalten, los.
    Schwächen:
  • Kein eingebauter Akku: weniger mobil flexibel.
  • Etwas weniger High-Speed als der M7 Pro, insbesondere bei Spitzenbandbreiten.

Link: https://www.devolo.de/de/produkte/wifi-6-router-3600-5g-lte

Welche Wahl, für wen?

Wenn du viel unterwegs bist, oft den Standort wechselst oder lieber außerhalb klassischer Campingplätze arbeitest, ist das Netgear-Gerät genau das Richtige für dich. Wer dagegen sein Camp gerne aufschlägt, es gemütlich einrichtet und tagelang bleibt, für den ist das devolo Gerät die bessere Wahl. Beide sind echt schnell. Sie machen es halt nur auf ihre eigene Art.

Für Vanlife / Camper mit viel Bewegung
→ Netgear M7 Pro: Ideal, wenn du oft deinen Standort wechselst, Strom nicht immer garantiert ist und du maximale Flexibilität brauchst.

Für längere Standzeiten auf Campingplätzen
→ devolo Router: Wenn du mehrere Tage am gleichen Platz bleibst, bietet er stabile Verbindung, festes Setup und ist perfekt für stationäre Nutzung.

Für datenintensive Work-Camping
Beide sind geeignet, aber der M7 Pro ist aufgrund seiner Geschwindigkeit ein bisschen leistungsfähiger, besonders, wenn viele Geräte oder große Datenmengen im Spiel sind.

Zum Schluss noch ein paar Tipps

Es ist wirklich wichtig, den Datenverbrauch und die Netzabdeckung im Auge zu behalten. Gute SIM-Tarife ändern sich ständig, deshalb lohnt es sich, regelmäßig nachzusehen, ob sich etwas geändert hat. Wenn das Hauptnetz plötzlich schwächelt, wirkt eine zweite Karte als Reserve im Handschuhfach oft wie ein kleiner Zaubertrick. Externe Antennen können den Empfang auf abgelegenen Plätzen verbessern. Manchmal reicht es schon, den Router an ein Fenster zu stellen, statt mitten im Wagen. Kleine Handgriffe mit großer Wirkung.

  1. SIM-Hybridstrategie: Nutze mehrere SIMs (z. B. eine lokale SIM + eine Reise-SIM), um Ausfallsicherheit zu haben.
  2. APN konfigurieren: Manchmal ist es nötig, den APN (Access Point Name) manuell einzutragen, damit der Router ordnungsgemäß ins Netz kommt.
  3. Datenüberwachung: Richte in deinem Router ein Monitoring ein, damit keine Tarife „weglaufen“.
  4. Antenne überlegen: Wenn du nur schwaches Signal hast, kann eine externe Antenne helfen – vor allem bei festen Stehplätzen.
  5. Strommanagement: Plane deinen Stromverbrauch (insbesondere bei Akku-Routern) – 5G frisst mehr Energie.
  6. Backup-Lösung: Ein Smartphone mit Hotspot-Funktion kann als Fallback dienen, falls dein Router ausfällt.
  7. Tarifwechsel & Flexibilität: Prüfe regelmäßig, ob es günstigere oder leistungsstärkere SIM-Tarife gibt – besonders in verschiedenen Ländern.